Handelsblatt Today – Der Finanzpodcast mit News zu Börse, Aktien und Geldanlage

Solveig Gode, Nicole Bastian, Sandra Groeneveld, Nele Dohmen, Anis Mičijević, Ben Mendelson
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Mar 28, 2022 • 42min

Bitcoin bald über 50.000 Dollar? Gründe für die Gewinne / Seidenstraße: Ukraine-Krieg belastet Chinas Prestigeprojekt

Handelsblatt Today vom 28.03.2022 Der Bitcoin hat sich zuletzt kräftig erholt und notiert wieder so hoch wie zu Jahresbeginn. Woran das liegt, erklärt Handelsblatt-New-York-Korrespondentin und Krypto-Expertin Astrid Dörner. Russland könnte es „befreundeten Staaten“ ermöglichen, russische Öl- und Gaslieferungen künftig in Rubel, ihren nationalen Währungen oder auch Bitcoins zu bezahlen. Das teilte Pawel Zawalny, der Vorsitzende des Duma-Ausschusses für Energie in der vergangenen Woche mit. Zu den befreundeten Staaten zählen unter anderem China und die Türkei. Die EU-Staaten und die USA sollen als „unfreundliche Staaten“ ihre Gasrechnungen nur noch in Rubel bezahlen, so zumindest die Ankündigung des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Bitcoin-Anlegerinnen und -Anleger dürfte außerdem freuen, dass ein EU-Verbot der sogenannten Proof-of-Work-Methode, die der Bitcoin-Blockchain zugrunde liegt, erstmal vom Tisch ist. Diese Nachrichten haben den Bitcoin-Kurs zuletzt nach oben getrieben. Inzwischen notiert er wieder deutlich über der Marke von 47.000 Dollar und steht damit so hoch wie zuletzt zu Jahresbeginn. Das Allzeithoch vom November 2021 ist mit rund 69.000 Dollar allerdings noch in weiter Ferne. Trotzdem ist ein positiver Trend zu beobachten. So konnte die weltweit größte Kryptowährung ein Wochenplus von rund 15 Prozent einfahren. New York-Korrespondentin Astrid Dörner schreibt regelmäßig über das Thema und ordnet in der neuen Folge von „Handelsblatt Today“ die aktuelle Situation auf dem Kryptomarkt ein. Außerdem: Die Beziehung zwischen China und Russland ist seit Ausbruch des Ukraine-Krieges undurchsichtig, mit Signalen in unterschiedliche Richtungen. Auslandsressortchefin Nicole Bastian hat bei unserem Handelsblatt-Zwischenruf zur Asia Business Insights mit mehreren Expertinnen und Experten darüber diskutiert, wie sich China zu Russland positioniert, welche Auswirkungen das auf die Sicherheitspolitik hat und wie das die internationale Wirtschaft beeinflusst. Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
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Mar 27, 2022 • 20min

Deutsche Bank, Eon, Bayer: Diese Dax-Aktien bieten selbst bei einem Abschwung noch Kurschancen

Handelsblatt Today Extended vom 27.03.2022 Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Ukrainekriegs sind enorm – schlimmstenfalls droht eine Rezession. Wie Sie Ihr Depot absichern können. Steigende Energiepreise, unterbrochene Lieferketten und Lieferengpässe – eine Abschwächung der Weltwirtschaft samt möglicher Rezession ist angesichts des unvermindert andauernden Kriegs in der Ukraine kein unrealistisches Szenario mehr. Das würde vor allem viele exportstarke deutsche Unternehmen treffen. Hinzu kommt die oft thematisierte Abhängigkeit Deutschlands von Russland, wenn es um Gaslieferungen geht. Das betrifft nicht nur private Verbraucher, sondern die gesamte deutsche Industrie, zum Beispiel die Stahlkocher oder die Chemiekonzerne. Die Unsicherheit ist groß, und viele Anleger fragen sich, wie sie ihr Depot gegen mögliche Verluste absichern können. Handelsblatt-Aktienanalyst Ulf Sommer meint: Sollte es mit der Konjunktur abwärtsgehen, dann sind konjunkturresistente Aktien gefragt, die im besten Fall auch noch günstig bewertet sind. Im Dax hat er einige Titel gefunden, auf die beides zutrifft. Neben den Profiteuren der Zinswende wie dem Versicherer Allianz und der Deutschen Bank sind das laut Sommer der Energiekonzern Eon und der Gesundheitskonzern Fresenius. Sommer verweist auf die attraktive Dividendenrendite bei der Allianz von derzeit mehr als fünf Prozent. Und die Deutsche Bank habe lange Zeit unter der Finanzkrise gelitten, doch „die Leidenszeit ist jetzt vorbei“, sagt er. Warum Sommer trotz der Glyphosat-Rechtsrisiken in den USA auch bei Bayer gute Kurschancen sieht, erklärt er in der neuen Folge von „Handelsblatt Today Extended“. Außerdem führt er einige weitere Dax-Werte an, die nicht allzu empfindlich auf einen konjunkturellen Abschwung reagieren würden, gleichzeitig aber relativ günstig bewertet sind. Exklusives Angebot für Handelsblatt Today Extended-Hörer: Jetzt Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € testen und immer informiert sein, wie Sie noch mehr aus Ihrem Geld machen können. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfakten
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Mar 25, 2022 • 44min

Autofreie Sonntage, Tempolimit: Ökonom Jens Südekum fordert „massive Energiesparkampagne“

Handelsblatt Today vom 25.03.2022 Putin ändert eigenmächtig die Spielregeln bei Gaslieferungen. Ökonom Jens Südekum glaubt, dass ein Gasembargo gegen Russland nun wahrscheinlicher geworden ist. Der russische Präsident Wladimir Putin will „unfreundliche Staaten“, zu denen er unter anderem die gesamte EU und die USA zählt, ihre Gaslieferungen noch noch in Rubel bezahlen lassen. Die Details sollen noch ausgearbeitet werden, aber westliche Staaten könnten dadurch gezwungen sein, zumindest indirekt die eigenen Sanktionen gegen Russland zu unterlaufen. „Angenommen es käme so, wie Putin es verkündet hat, dann hätte das aus seiner Sicht den Vorteil, dass auf den Devisenmärkten die Stützung des Rubel-Wechselkurses ein bisschen einfacher und kraftvoller möglich wäre als im jetzigen Arrangement“, sagte der Ökonom Jens Südekum in der neuen Folge von „Handelsblatt Today“. Aktuell bezahlen Deutschland und andere EU-Staaten ihre Gasrechnungen in Euro. Das Geld geht direkt an russische Energielieferanten wie Gazprom, welche anschließend 80 Prozent der harten Währung bei der russischen Zentralbank in Rubel umtauschen müssen. Die russische Zentralbank ist aber nicht voll handlungsfähig, da sie den westlichen Sanktionen unterliegt und kann somit diese Devisen auf den internationalen Märkten kaum nutzen, um damit den Rubelkurs zu stützen. Putins Plan könnte dazu führen, „dass russische Geschäftsbanken anstelle der Zentralbank als nicht sanktionierte Banken de facto diese Devisen nutzen, um ihrerseits den Rubel-Wechselkurs zu beeinflussen“, sagte Südekum. Doch das sei nur die rein technisch-ökonomische Lesart von Putins Manöver. „Die zweite, nämlich die machtpolitische Dimension, halte ich für weitaus relevanter.“ Putin wolle hier einfach die Spielregeln ändern, obwohl die Verträge auf Euro und Dollar lauteten. „Aus meiner Sicht kann sich der Westen auf solche Spielchen überhaupt nicht einlassen“, sagt Südekum. Ein komplettes Gasembargo gegen Russland ist nun wahrscheinlicher geworden, glaubt Südekum. Ein solches Szenario könnte aber die deutsche Wirtschaft hart treffen: Südekum schließt nicht aus, dass es in Deutschland auch zu Produktionsausfällen kommen könnte, wenn es nicht gelingen sollte, die Gasspeicher über den Sommer aufzufüllen. Und ohne russisches Gas wäre das deutlich schwieriger. Neben der Suche nach alternativen Gaslieferanten wie USA oder Katar sei es nun auch geboten, Energie zu sparen. Der Ökonom fordert „eine massive Energiesparkampagne bis hin zu autofreien Sonntagen und Tempolimit auf den Autobahnen“. Bereits jetzt zeichnen sich deutliche Folgen des Ukraine-Krieges für die deutsche Wirtschaft ab: Die Wachstumsprognosen seien auch schon ohne Embargo dramatisch nach unten korrigiert worden. „Die Gefahr einer Rezession ist sehr hoch“, sagt Südekum. Außerdem: Handelsblatt-Aktienanalyst Ulf Sommer sprach am Dienstagabend live mit der Instagram-Community über die gefährliche Abhängigkeit deutscher Unternehmen vom chinesischen Markt und die Untätigkeit der EZB trotz der hohen Inflation. Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
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Mar 24, 2022 • 37min

Wie der Ukraine-Krieg den ETF-Markt verändert / Nato-Gipfel: Wo ist die rote Linie?

Handelsblatt Today vom 24.03.2022 Die Regierungschefs der Nato-, EU- und der sieben führenden Industriestaaten kommen heute in Brüssel zusammen. In mehreren Sitzungen wird über den russischen Einmarsch in die Ukraine und die Energiekrise diskutiert. Auch US-Präsident Joe Biden ist vor Ort: Zum einen, um den Schulterschluss der USA mit Europa zu unterstreichen und zum anderen, um mit den anderen Staaten über neue Sanktionen gegen Russland zu beraten. Moritz Koch ist Leiter des Handelsblatt-Büros in Brüssel. Er erklärt, welche weiteren Maßnahmen auf dem Nato-Gipfel für die Sicherheit der Ukraine, aber auch für die Sicherheit des Westens beschlossen werden könnten. Außerdem: Mit Themen-ETFs können Anlegerinnen und Anleger fokussiert in spezielle Bereiche investieren. Bereits im vergangenen Jahr war diese Form der Geldanlage beliebt – damals besonders in den Bereichen Gesundheit, Technologie, Automatisierung und Robotik sowie alternative Energien, hatte Markus Jordan, der Chef des Finanzportals extraETF, in der damaligen Folge von „Handelsblatt Today“ erklärt. In der heutigen Folge gibt es ein Update, denn auch bei Themen-ETFs spielen seit dem Beginn des Ukraine-Krieges andere Bereiche eine größere Rolle. Jordan hat Gold, Kreislaufwirtschaft und vor allem Cybersecurity als aktuelle Trendthemen identifiziert. „Gerade für Staaten unter dem Aspekt der Infrastruktur ist Cybersecurity ein wichtiges Thema. Man hat jetzt schon gesehen, dass die Regierungen auch bei kriegerischen Handlungen verschiedene Attacken auf digitalem Weg starten“, sagt Jordan. Er bewertet die Umsätze von Cybersecurity-Firmen auch deshalb als relativ stabil, weil die Unternehmensentwicklung unabhängig von der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung relativ konstant bleibt. Worauf Anlegerinnen und Anleger bei Investments in Themen-ETFs beachten sollten, inwieweit eine Gewichtung von 70:30 zwischen MSCI World und Schwellenländern zurzeit sinnvoll ist und inwieweit sich der ETF-Markt unter Berücksichtigung des Krieges weiter verändern wird, erklärt Jordan in der aktuellen Folge von „Handelsblatt Today“. Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
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Mar 23, 2022 • 32min

Inside Russland Spezial: „Die Opposition wird zerstört, Kinder verhaftet, Krebs-Patienten fehlen Medikamente“

Handelsblatt Today vom 23.03.2022 Aurélie Bros hilft russischen Oppositionspolitikern bei der Flucht. Im Podcast spricht sie über die Stimmung im Land und die Anti-Kriegsproteste. Glaubt man diversen Meinungsumfragen in Russland, dann steht ein Großteil der russischen Bevölkerung hinter dem Präsidenten Wladimir Putin. Wie sehr die Umfragewerte die tatsächliche Stimmung widerspiegeln, lässt sich nicht überprüfen. Gleichzeitig ist immer wieder von Protesten auf den Straßen zu hören und einzelnen Stimmen, die sich klar gegen den Krieg in der Ukraine positionieren. Die meisten westlichen Journalisten haben angesichts des neuen Mediengesetzes in Russland ihre Arbeit vor Ort eingestellt, da ihnen bei unliebsamer Berichterstattung im schlimmsten Fall mehrjährige Haftstrafen drohen. Und so wird es immer schwieriger, ein authentisches Stimmungsbild zu zeichnen. Dabei wären unabhängige Informationen aus dem Land aktuell wichtiger denn je. Aurélie Bros hat viele Jahre in der Ukraine und in Russland gearbeitet. Sie hatte schon im Dezember vergangenen Jahres ein schlechtes Bauchgefühl und ihre Freunde in Russland gewarnt, sagt sie in der neuen Folge von Handelsblatt Today. Ihre Doktorarbeit schrieb Bros über die Exportstrategie von Gazprom. Anschließend war sie als Leiterin eines Forschungsprogramms zum Thema Energie und Erdöl an der Harvard University in Boston tätig. Durch ihre Arbeit kam sie mit vielen bedeutenden Persönlichkeiten aus Russland in Kontakt. Darunter sind auch Oppositionelle, denen sie jetzt bei ihrer Flucht aus dem Land hilft. Bros spricht bei Handelsblatt Today darüber, wie es aus ihrer Sicht derzeit in Russland wirklich zugeht und wie der russische Staat mit Protest umgeht. Vor allem möchte sie eine Botschaft des Friedens senden. Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
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Mar 22, 2022 • 34min

Neue Tesla-Fabrik in Grünheide: Rohstoffmangel könnte Preise treiben / Postchef Appel über Folgen des Ukraine-Kriegs

Handelsblatt Today vom 22.03.2022 Die Auswirkungen des Ukraine-Krieges überschatten die Eröffnung der ersten europäischen Tesla-Gigafabrik. Hohe Rohstoffpreise gefährden den Elektroboom. Vor vier Jahren kündigte Tesla-Chef Elon Musk über den Kurznachrichtendienst Twitter an, nach einem passenden Standort für die erste europäische „Gigafactory“ zu suchen. Schon damals verkündete er, Deutschland sei aufgrund der geografischen Nähe zu Frankreich und den Benelux-Ländern besonders geeignet. Vor zwei Jahren fiel schließlich die Entscheidung, die Fabrik in Brandenburg anzusiedeln. Nach zahlreichen Genehmigungsverfahren sowie Protesten und Eilanträgen von Naturschutzverbänden, die die Rodung des Geländes in Grünheide verhindern wollten, öffnete am Dienstagmorgen schließlich „Giga Berlin“ seine Pforten. Zum offiziellen Start der Tesla-Fabrik waren auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Musk persönlich vor Ort. Auch Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) war anwesend und betonte, dass er sich ein solches „Tesla-Tempo“ auch in anderen Bereichen der Politik wünscht. Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer sagte in der neuen Folge von Handelsblatt Today: „Tesla und Elon Musk lösen in Deutschland Denkprozesse aus, die in die Zukunft führen.“ Wer Musk kennt, der kennt auch seine ambitionierten Produktionsziele. Doch die Eröffnung der Fabrik in Grünheide fällt in eine Zeit, die von den Auswirkungen des Ukrainekriegs geprägt ist. Die wirtschaftlichen Folgen des Krieges sind weitreichend: Öl und Gas haben sich massiv verteuert, zudem muss die Autoindustrie mit Lieferengpässen bei für den Bau von Elektroautos wichtigen Rohstoffen wie Kobalt, Lithium, Nickel und Kupfer kämpfen. „Allerdings gibt es eine ganze Menge von Möglichkeiten, da mit Rohstoffen und Materialien zu spielen“, sagt Dudenhöffer. China hat es bisher vermieden, sich im Ukrainekrieg klar zu positionieren. Vielmehr drohen die USA China mit Sanktionen, sollte es Russland wirtschaftlich oder militärisch unterstützen. Das ist ein Risiko für deutsche Autobauer, da China ihr wichtigster Absatzmarkt ist. Dudenhöffer rät aber davon ab, sich von China abzuwenden: „Ich glaube, dass, wenn wir uns öffnen und versuchen, ein vernünftiges Verhältnis zu China zu finden, erreichen wir mehr, als wenn wir jetzt das Gegenteil tun. Andernfalls treiben wir die Welt in zwei Blöcke.“ Deutsche-Post-Chef über die wirtschaftlichen Folgen des Krieges Außerdem: In einer aktuellen Studie prognostizierte das Handelsblatt Research Institute für dieses Jahr ein Wachstum der deutschen Wirtschaft von 2,7 Prozent im Vergleich zu 2021 – vor dem Kriegsausbruch in der Ukraine lag diese Prognose noch bei 3,4 Prozent. Viele deutsche Konzerne stehen nun vor neuen Herausforderungen. Handelsblatt-Chefredakteur Sebastian Matthes diskutierte darüber mit Postchef Frank Appel. Wie verändert ein Krieg die gesamtwirtschaftlichen Prozesse eines Unternehmens und wie könnte eine Antwort darauf sein? Für Appel ist klar: Deutschland muss noch attraktiver für ausländische Talente werden sowie Infrastruktur und Digitalisierung weiterentwickeln. Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
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Mar 21, 2022 • 30min

Robert Habecks Gas-Bittgang in Katar / Biontech und Moderna im Aktienvergleich: Lohnt sich der Einstieg?

Handelsblatt Today vom 21.03.2022 Was hat Habecks Reise nach Katar und in die Vereinigten Arabischen Emirate gebracht? Handelsblatt-Korrespondent Klaus Stratmann saß mit im Flieger. Es war ein politischer Spagat, den Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck bei seiner Reise nach Katar und in die Vereinigten Arabischen Emirate vollziehen musste: Einerseits will Deutschland so schnell wie möglich die Abhängigkeit von russischen Energieimporten reduzieren, andererseits konnte Habeck gerade als Grünen-Politiker die Menschenrechtssituation in beiden Staaten nicht komplett außen vor lassen. Und so gestaltete sich die Suche nach Alternativen zu russischem Öl und Gas als Balanceakt zwischen realpolitischen Interessen und dem eigenen wertepolitischen Kompass. Nach seinem Treffen mit dem Emir konnte Habeck immerhin verkünden, man strebe eine langfristige Energiepartnerschaft mit Katar an. Deutsche Unternehmen könnten nun in vertiefte Vertragsverhandlungen für den Kauf von verflüssigtem Erdgas (LNG) einsteigen. Rund zwei Dutzend Unternehmensvertreter wie Bayer-Chef Werner Baumann oder Thyssen-Krupp-Chefin Martina Merz hatten Habeck auf seiner Reise begleitet. Handelsblatt-Korrespondent Klaus Stratmann hat auch mit im Flieger gesessen und berichtet für die aktuelle Folge von Handelsblatt Today direkt aus Abu Dhabi über die Ergebnisse der Reise. Außerdem: Die Infektionszahlen sind aktuell auf einem Rekordniveau, doch trotzdem fallen jetzt einige bundesweite Corona-Beschränkungen weg. Parteiübergreifend haben Ministerpräsidenten der Länder dem Bund einen verantwortungslosen Alleingang in der Corona-Politik vorgeworfen. Was bedeutet das für die Titel der beiden großen Coronagewinner Biontech und Moderna? Wie sehen die langfristigen Wachstumsperspektiven aus? Darüber sprechen wir mit Markus Manns. Er ist Mediziner und Senior Portfolio Manager bei Union Investment. Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
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Mar 18, 2022 • 28min

Das 300-Milliarden-Euro-Loch: Wie Ukraine-Krieg und Corona die deutsche Wirtschaft belasten

Handelsblatt Today vom 18.03.2022 Die deutsche Wirtschaft wächst schleppend. Das Handelsblatt Research Institute hat deshalb seine Konjunkturerwartungen für 2022 angepasst. Noch Anfang des Jahres hatte vieles auf eine Erholung der deutschen Wirtschaft hingedeutet. Die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie schienen fast unter Kontrolle und auch bei den Lieferkettenproblemen zeichnete sich eine Entspannung ab. Die Industrie erlebte einen Aufschwung, Auftragseingänge und offene Stellen hatten ein Rekordniveau erreicht – doch dann marschierte Russland in der Ukraine ein. Seit mehr als drei Wochen belasten die Sanktionen des Westens und die Gegensanktionen Russlands die Weltwirtschaft. Eine Folge davon war unter anderem ein rasanter Anstieg der Energiepreise. Das Handelsblatt Research Institute (HRI) hat deshalb die Konjunkturerwartungen für Deutschland für das laufende Jahr gesenkt. So kann laut der HRI-Prognose dieses Jahr mit einem Wachstum der deutschen Wirtschaft von 2,7 Prozent im Vergleich zu 2021 gerechnet werden. Ursprünglich waren 3,4 Prozent Wachstum erwartet worden. Dennis Huchzermeier, Konjunktur- und Finanzmarktexperte beim Handelsblatt, war maßgeblich an der Entstehung der Prognose beteiligt. In der aktuellen Folge von Handelsblatt Today zeigt er sich trotz des Dämpfers optimistisch: „Die deutsche Industrie hat sich in der Vergangenheit immer recht flexibel gezeigt. Deswegen wird es etwas länger Lieferengpässe geben als gedacht, aber bis auf die Halbleiterindustrie wird es zum Ende dieses Jahres wesentlich besser aussehen.“ Auf Grund des Anstiegs der Energiepreise steigen auch die Herstellungs- und Transportkosten von Produkten, die am Ende der Verbraucher tragen muss. Deshalb rechnet das HRI auch mit einem Anstieg der Inflation: „Wir erwarten für dieses Jahr eine durchschnittliche Teuerung von 5,5 Prozent. Das wäre der höchste Wert seit dem Golfkrieg 1981“, sagt Huchzermeier. Insgesamt sei Deutschland durch die Folgen der Corona-Pandemie und Russlands Krieg gegen die Ukraine knappe 300 Milliarden Euro ärmer geworden. Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
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Mar 17, 2022 • 25min

US-Aktienmarkt 2022: Bullisch oder bärisch? – worauf Anleger achten sollten

Handelsblatt Today vom 17.03.2022 In einer Rede am Donnerstagmorgen im deutschen Bundestag hat der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski wieder eindringlich vor den Folgen des Krieges in der Ukraine gewarnt. In Europa sei eine neue Mauer mit Nord Stream als dessen Zement entstanden: „Keine Berliner Mauer, sondern eine inmitten Europas zwischen Freiheit und Unfreiheit“, so der Präsident. Am Ende seiner Rede beschwor Selenski Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), weitere Schritte gegen Russland einzuleiten und für die Ukraine einzustehen. Welche Reaktionen folgten auf die Rede? Welche weiteren Hilfsmaßnahmen für die Ukraine aus Deutschland wären möglich? Handelsblatt-Politikredakteur Martin Greive bewertet die aktuelle Lage. Außerdem: Die US-Notenbank erhöht zum ersten Mal seit 2018 den Leitzins. Die Fed reagiert auf die hohe Inflation und erhöht die Zinsen um 0,25 Prozentpunkte. Die Entscheidung zeichnete sich bereits im letzten Quartal 2021 ab. Für dieses Jahr sind bis zu sieben weitere Erhöhungen geplant, weiß auch US-Börsenexperte Markus Koch. Er erklärt, wie diese aussehen könnten und was der Wandel in der Geldpolitik für Anlegerinnen und Anleger bedeutet. „Die Notenbank hat viel zu lange mit der Zinserhöhung gewartet und wäre bereits schon letztes Frühjahr gut beraten gewesen, die Zinsen zu erhöhen“, sagt Koch. Schließlich erwarte die Notenbank mehr Inflation als Wirtschaftswachstum. „Die Frage ist, wie lange das anhalten wird und ob es eine Stagflation ist oder in eine Rezession rutschen wird. Für den Aktienmarkt ist der Unterschied jedenfalls ein großer“, sagt der Börsenexperte. Warum eine Stagflation dennoch nichts Negatives für den Aktienmarkt bedeuten muss, erklärt er in der aktuellen Folge von Handelsblatt Today. Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
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Mar 16, 2022 • 48min

Droht VW und Mercedes in Russland die Enteignung? / Emerging Markets: Geht es 2022 für Schwellenländer wieder bergauf?

Handelsblatt Today vom 16.03.2022 Immer mehr Unternehmen ziehen sich aus Russland zurück. Moskau droht mit Gegenmaßnahmen. Damit könnte sich Russland aber selbst noch mehr schaden. Nicht nur Intellektuelle und Künstler, sondern auch immer mehr Unternehmen ziehen sich aus Russland zurück. Darunter sind große internationale Konzerne wie Coca-Cola, McDonalds oder Ikea, aber auch Dax-Größen wie VW und Mercedes-Benz. Die russische Regierung droht mit Gegenmaßnahmen: Das Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung hat laut der deutschen Außenwirtschaftsagentur GTAI einen Gesetzentwurf auf den Weg gebracht, der noch in dieser Woche verabschiedet werden soll. Darin heißt es, dass Firmen, die zu mehr als 25 Prozent im Besitz von Ausländern aus „unfreundlichen Staaten“ sind, einer externen Verwaltung unterstellt sowie abgespalten und verkauft werden können. Dies käme einer Enteignung und Verstaatlichung gleich. Dmitri Medwedew, der Vizechef des russischen Sicherheitsrates, sagte, das Ziel sei es, auf der Grundlage des von den Investoren in Panik zurückgelassenen Vermögens eine neue Produktion in Russland aufzubauen. Für Jens Koenen, den Leiter des Handelsblatt-Unternehmensressort-Büros in Frankfurt, ist das nur schwer vorstellbar: „Mir fehlt jegliche Fantasie, wie der Plan der russischen Regierung aufgehen soll. Russland müsste gewaltige Summen in diese Unternehmen pumpen – ein Land, das wohlgemerkt kurz vor dem Staatsbankrott steht“, sagte er in der neuen Folge von Handelsblatt Today. Vereinzelt könnte es aber trotzdem Enteignungen geben, weil Russland versuchen könnte, auf diese Weise seine Macht zu demonstrieren, glaubt Koenen. Alles darüber hinaus hätte aber einen gegenteiligen Effekt: „Wenn Russland im großen Stil Enteignungen vornehmen sollte, wäre der Ruf als Wirtschaftsstandort nachhaltig beschädigt.“ Außerdem: Der Ukraine-Krieg belastet die Weltwirtschaft massiv. Nicht zuletzt sind die Rohstoffpreise stark gestiegen. Einige Schwellenländer könnten deshalb von dem Konflikt profitieren – so wie zum Beispiel die Ölexporteure Chile, Malaysia, Südafrika oder auch Brasilien. Doch wie steht es aktuell um die Emerging Markets? Wie sehr schadet die hohe Inflation den Schwellenländern und könnte China die USA dieses Jahr wirtschaftlich schlagen? Klaus-Jürgen Gern vom Kieler Institut für Weltwirtschaft analysiert die Lage. Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen

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