

Meilensteine - Alben, die Geschichte machten
SWR1 Rheinland-Pfalz
Jede Woche stellt die SWR1 Musikredaktion ein Meisterwerk der Rock- und Popmusik vor.
Queen, Ed Sheeran, Adele, die Rolling Stones, die Beatles, Tina Turner, Bob Dylan uvm. – sie alle haben mit ihren Pop- und Rock-Alben Musikgeschichte geschrieben und längst den Status „Legenden“ erreicht. Wir holen sie wieder hervor, die größten Alben aller Zeiten. Die Platten, mit denen sich Künstler wie Creedance Clearwater Revival, die Eagles oder Fleetwood Mac unsterblich gemacht haben. Jeden Montag gibt es eine neue Folge.
Dabei schaut das Team der SWR1 Musikredaktion hinter die Kulissen. Was war los in der Zeit, als dieser Meilenstein der Musikgeschichte veröffentlicht wurde – bei den Musikern und in der Welt. Was macht gerade dieses Album so besonders? Was sind die Hintergründe und wie sind sie produziert worden, die Platten, die uns immer wieder über den Weg laufen? Welche jungen Künstler haben sie beeinflusst und von wem wurden sie selbst beeinflusst? Bei uns gibt’s die Geschichten hinter den Alben, die Geschichte machten.
Haben Sie Anregungen für die nächste Folge, Fragen oder Kritik? Sie erreichen die Redaktion per E-Mail unter meilensteine@swr.de.
Queen, Ed Sheeran, Adele, die Rolling Stones, die Beatles, Tina Turner, Bob Dylan uvm. – sie alle haben mit ihren Pop- und Rock-Alben Musikgeschichte geschrieben und längst den Status „Legenden“ erreicht. Wir holen sie wieder hervor, die größten Alben aller Zeiten. Die Platten, mit denen sich Künstler wie Creedance Clearwater Revival, die Eagles oder Fleetwood Mac unsterblich gemacht haben. Jeden Montag gibt es eine neue Folge.
Dabei schaut das Team der SWR1 Musikredaktion hinter die Kulissen. Was war los in der Zeit, als dieser Meilenstein der Musikgeschichte veröffentlicht wurde – bei den Musikern und in der Welt. Was macht gerade dieses Album so besonders? Was sind die Hintergründe und wie sind sie produziert worden, die Platten, die uns immer wieder über den Weg laufen? Welche jungen Künstler haben sie beeinflusst und von wem wurden sie selbst beeinflusst? Bei uns gibt’s die Geschichten hinter den Alben, die Geschichte machten.
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May 22, 2023 • 34min
Falco – "Falco 3"
Für einen deutschsprachigen und auf deutsch-singenden Künstler ist es schon sehr ungewöhnlich, auch international erfolgreich zu sein. Hans Hölzel alias Falco hat es aber gleich mehrfach geschafft. Am international erfolgreichsten war sein Song "Rock Me Amadeus" von seinem Album "Falco 3". In dem Song singt der österreichische Sänger vordergründig über Wolfgang Amadeus Mozart, feiert hintergründig aber auch sich selbst ein wenig, denn er zieht durchaus einige Parallelen zwischen sich und dem Wunderkind aus Salzburg. Da wären zum Beispiel die Provokation, der Erfolg und vielleicht auch ein paar Damengeschichten. Aber auch das musikalische Talent wurde bei Falco ähnlich früh erkannt wie bei Mozart.
Das besondere Etwas an Falco
Was die Musik von Falco so unsterblich gemacht hat, ist auch sein ganz besonderer Stil zu singen und auch zu texten. Eine Mischung aus Deutsch, Englisch und dem berühmten "Wiener Schmäh". Textlich hat Falco es geliebt zu polarisieren und auch zu provozieren, wie zum Beispiel bei dem Song "Jeanny".
Viele Radiostationen weigerten sich nach Aufkommen des Skandals den Song "Jeanny" weiter in ihrem Programm zu spielen. Trotzdem hielt sich der Song durch die enorme Anzahl der Plattenverkäufe Wochenlang an der Spitze der deutschen Charts.
Das Luxusleben von Falco
Frauen, Geld und Drogen – in Songs wie "Munich Girls" oder "Vienna Calling" geht es auch immer wieder um den exzessiven Luxus. Themen, die auch den Lebensstil von Falco selbst widerspiegelten, der sich selbst gerne sehr luxuriös inszenierte.
So wurde Hans Hölzel zu Falco
Unter seinem eigenen Namen Hans Hölzel wollte Falco schon vor seiner großen Karriere nicht mehr auftreten. Der Name war zu gewöhnlich, zu wenig international. Als er an einer Hotelbar den Skispringer Falko Weißpflog traf, war der Sänger so fasziniert von dem Namen, dass er ab da nur noch als Falco aufgetreten ist. Den Unterschied im Namen machte beim Sänger das "C" anstelle des "K" in dem Namen.
Shownotes
Review zu “Falco 3” bei laut.deYoutube-Kanal von Falco mit Original Videos, Interviews uvm.ZDF-Online-Artikel zu Falcos 25. TodestagFilmtipp: ORF-Online-Artikel zum Falco-Biopic „Falco – Verdammt, wir leben noch!“

May 15, 2023 • 1h 5min
Daft Punk – "Random Access Memories"
Für Daft Punk war ihr Album "Random Access Memories" ein unglaublich riesiges Projekt. Rund vier Jahre hat die Produktion des Albums gedauert. Auch finanziell war "Random Access Memories" ein großes Projekt. Mehr als eine Million Euro haben die beiden Bandmitglieder aus ihrem Privatvermögen in die Platte gesteckt. Geld und Zeit, die sich definitiv gelohnt haben. Das Album ist die meistverkaufte Platte der Band, für die die beiden Musiker viele Stars wie Pharell Williams, Chilly Gonzales und auch Nile Rodgers gewinnen konnten.
Neben den Fans hat das Album auch die Fachpresse überzeugt und "Random Access Memories" wurde bei der Grammy-Verleihung 2014 mit fünf Trophäen belohnt. Unter anderem als bestes "Popduo" und auch für das "Album des Jahres".
Random Access Memories ist "das beste Album des vergangenen Jahrzehnts!"
SWR1 Meilensteine Gast Sascha Simnovec ist Musiklehrer, Fan und Experte für elektronische Musik. Für ihn ist "Random Access Memories" das beste Album des vergangenen Jahrzehnts, erklärt er im SWR1 Meilensteine Podcast.
Das ist Hollywood-Popcorn-Kino auf Vinyl gepresst!
Quelle: Sascha Simnovec, Podcastcast über "Random Access Memories
Auf dem Album machen Daft Punk eine musikalische Reise durch die europäische und amerikanische Tanzmusik der 70er und 80er Jahre. Und die können sie dank Gästen wie Nile Rodgers auch sehr authentisch wiedergeben, aber auch weiterentwickeln.
Daft Punk haben "Kunst" im Blut
Ein Erkennungsmerkmal von Daft Punk waren sicherlich ihre glänzenden, futuristischen Helme, durch die die Musiker zumindest den Fokus von ihren eigentlichen Personen ablenken konnten. Trotzdem gibt es natürlich einiges, was man zur Hintergrundgeschichte der beiden französischen Musiker Thomas Bangalter und Guy-Manuel de Homem-Christo sagen kann.
Die beiden kommen aus zwei gut betuchten, erfolgreichen Künstlerfamilien und sind schon früh mit dem Beruf des Musikers und des Produzenten in Berührung gekommen und musikalisch gefördert worden sind. Dass die beiden Musiker geworden sind war sozusagen unumgänglich. Bevor Guy-Manuel und Thomas sich der elektronischen Popmusik zugewendet haben und 1993 die Gruppe Daft Punk gründeten, waren sie beide Mitglieder der französischen Rockband Darlin'.
Trotz oder gerade wegen des unglaublichen Erfolgs trennte sich das Duo 2021. In einem Interview mit der BBC erklärte Thomas Bangalter, dass sie alles erreicht hatten, was sie wollten und es dadurch keine kreative Notwendigkeit mehr gab, gemeinsam Musik zu machen. Eine Entscheidung die für viele Fans sehr enttäuschend gewesen sein muss.
Shownotes
So entstand "Fragments of Time"Daft Punk – GLBTM (Studio Outtakes)Einflüsse und Vermächtnis von Daft Punk

May 8, 2023 • 1h 18min
Kraftwerk – "Die Mensch-Maschine"
Die Verbindung zwischen Mensch und Maschine
Kraftwerk haben mit ihrem Album "Die Mensch-Maschine" 1978 in die Zukunft geschaut und sich die Frage gestellt, wie können Menschen und Maschinen in Zukunft verbunden sein? Die Maschine als technische Erweiterung des Menschen, die Maschine als Kopie des Menschen, oder geht es dabei eher um eine gemeinsame Gesellschaft aus Menschen und Maschinen, die freundschaftlich oder partnerschaftlich verbunden sind?
"Metropolis" als Inspirationsquelle
Bevor Kraftwerk in die Zukunft geschaut haben, haben sie erst einen Blick zurückgeworfen ins Jahr 1927. Damals kam Fritz Langs "Metropolis" in die Kinos. Ein Film der in eine futuristische Zukunft blickt und in eine Zweiklassengesellschaft, in der auch die Rolle von Menschen und Maschinen ein zentraler Bestandteil ist.
Auch die Band Kraftwerk war ein Fan von Fritz Lang's "Metropolis" und hat dem Stummfilmklassiker von 1927 mit dem gleichnamigen Titel "Metropolis" sozusagen nachträglich einen Soundtrack geschrieben. Auf dem ganzen Album "Die Mensch-Maschine" wird immer wieder die Verbindung zwischen Menschen und Maschinen thematisiert.
U2, OMD, Rammstein und noch mehr – Alle covern Kraftwerk
Die Songs von Kraftwerk sind auch nach über 45 Jahren immer noch sehr beliebt und viele große Künstler haben schon Neuauflagen von Kraftwerksongs veröffentlicht. Da wären zum Beispiel U2, OMD und die Simple Minds, die den Song "Neonlicht" gecovert haben, oder auch die Band Rammstein, die aus "Das Model" eine Industrial Metal Nummer gemacht hat.
Die Geschichte von Kraftwerk
"Kraftwerk sind die Beatles der Elektronischen Tanzmusik", schrieb die New York Times einmal über die vierköpfige Band aus Düsseldorf. Ohne Florian Schneider und Ralf Hütter als Gründungsmitglieder von Kraftwerk wäre der Siegeszug der elektronischen Musik so nicht denkbar gewesen.
Shownotes
"Wir sind die Roboter" in der Version der 1. Klasse der GTS Lemmchen Mainz-MombachBuchtipp: "Der Klang der Maschine" von Karl Bartos"Guten Abend Kraftwerk, guten Abend Stuttgart!" Alexander Gerst schaltet sich von der ISS in ein Kraftwerk KonzertYoutube-Kanal von KraftwerkRemix von "Neon-Lights" von Podcast-Gast Sascha (Cosmo) SimnovecWer hat was gesampelt?Podcastfolge zum Kraftwerk-Album "Trans Europa Express"SWR1 Meilensteine sind für den Deutschen Podcastpreis nominiert!

May 1, 2023 • 24min
Udo Lindenberg – "Votan Wahnwitz"
Auf seinem Album "Votan Wahnwitz" nimmt uns Udo Lindenberg mit auf jede Menge Reisen. Wir blicken im Song "Daniel's Zeitmaschine" in die Zukunft, schauen im Titel "Da war so viel los" auf die großen Pläne und Träume in der Vergangenheit, die sich im Laufe des Erwachsenwerdens in Luft aufgelöst haben und im Song "Jack" reisen wir mit Udo Lindenberg sogar zusammen an die Himmelspforte um Jimi Hendrix, Janis Joplin und Co. einen Besuch abzustatten.
Rock, Jazz, Klassik und Co. – So wie Udo Lindenberg kombiniert niemand Musikstile
Aber nicht nur die Vielzahl an Themen machen "Votan Wahnwitz" zu so einem facettenreichen Album. Udo Lindenberg kombiniert verschiedenste Musikstile miteinander: Rock, Klassik, Jazz, Funk, Dixieland-Music und vieles mehr. Das Besondere dabei ist, dass es nie gezwungen wirkt, sondern sich die verschiedenen Stile ungewöhnlich organisch ergänzen.
Udo Lindenberg nimmt uns mit in den Himmel
Im Vordergrund steht aber natürlich – wie könnte es bei Udo Lindenberg anders sein – der Text und auch seine Art zu singen. Töne zwar zu treffen, aber sie oft nicht unbedingt zu singen, sondern vielleicht eher zu sprechen, wie im Song "Jack" zum Beispiel. Dabei schafft er Bilder zum Anfassen und Musik, die den Text so unterstützt, dass die Songs wirklich fühlbar werden.
Textlich ist Udo auf "Votan Wahnwitz" bissig, witzig und provokant. Zum Beispiel, wenn er im Song "Da war so viel los" von Herrn und Frau Bieder singt, die ihre Kindheitsträume für eine Beamtenkarriere aufgegeben haben.
So wichtig ist Udo Lindenberg für die deutsche Rockmusik
Auch mit dem Album "Votan Wahnwitz" zeigt Udo Lindenberg wieder, wie prägend seine Musik, seine Texte und sein Stil für die deutsche Musiklandschaft war – und auch heute noch ist. Er war schließlich einer der ersten deutschen Rockmusiker, die ihre Songs auf Deutsch gesungen haben, womit er den Weg für viele nachfolgende Künstler geebnet hat.
Shownotes
Udo Lindenberg Biografie bei laut.deOffizielles Video von 1975 zum Song „Der Dirigent“

Apr 24, 2023 • 21min
The Alan Parsons Project – "Tales of Mystery and Imagination"
Progressive Rock – Hochkultur trifft Popkultur
Beim Album "Tales of Mystery and Imagination" trifft Literatur auf Pop- und Rockmusik – Hochkultur auf Popkultur. Was absurd klingt, war aber in den 70er Jahren keine Seltenheit. Viele klassisch ausgebildete Musiker wandten sich mit ihrem Backround der Pop- und Rockmusik zu. Der Progressive Rock hat an vielen Stellen versucht klassische Hochkultur abzubilden.
Um diese Hochkultur auch musikalisch angemessen wiederzugeben, hat eine normale Band nicht ausgereicht. So haben sich The Alan Parsons Project noch etwas Unterstützung dazugeholt. Über 40 verschiedene Musiker waren an der Produktion des Albums beteiligt, unter anderem auch John Miles.
Die Idee zum Album "Tales of Mystery and Imagination"
Die Idee, die Texte von Edgar Alan Poe zu vertonen stammt nicht von Alan Parsons selbst, sondern von seinem Kollegen Eric Woolfson. Der kam spannenderweise über einen Marketing-Workshop auf die Idee zu dem Album.
Der Leiter dieses Workshops brachte Eric Woolfson auf die Idee zu dem Album, weil er erzählte, dass jedes Buch und jeder Film, der die Inhalte von Edgar Alan Poe verarbeitet hatte Gewinn erzielt hat – ein gutes Vorzeichen auch für ein Album zu den Werken des Schriftstellers – und auch hier sollte der Leiter des Marketing-Workshops recht behalten.
Für The Alan Parsons Project war Deutschland wichtig
"Tales of Mystery and Imagination" war Alan Parsons Startschuss für eine unglaubliche Musikerkarriere. Vor allem in Deutschland kam die Musik von Alan Parsons richtig gut an. Alan Parsons hat viele Alben veröffentlicht, am erfolgreichsten war er allerdings bei uns in Deutschland. Mit vier verschiedenen Platten hat er es bei uns an die Spitze der Charts geschafft.
Shownotes
Review zu "Tales of Mystery and Imagination" bei AllmusicRezension zu "Tales of Mystery and Imagination" auf den babyblauen SeitenYoutube-Kanal von The Alan Parsons ProjectInterview mit Alan Parsons

Apr 17, 2023 • 50min
Eagles – "Desperado"
Nachdem die Eagles 1972 ihr erstes selbstbetiteltes Album inklusive ihres ersten Single-Hits "Take It Easy" veröffentlichten, folgte im April 1973 Album Nummer zwei: "Desperado". Das zweite Album ist für Bands häufig das schwierigste, weil sie damit im Grunde genommen beweisen müssen, dass sie die Aufmerksamkeit der ersten Platte tatsächlich verdient haben. Gelingt das nicht, verschwinden einige Bands ganz schnell wieder in der Versenkung.
Die Eagles haben es, wie wir wissen, geschafft, sich in der Musikbranche festzubeißen, was erstaunlich ist angesichts de Tatsache, dass das Album "Desperado" nicht von Anfang an ein kommerzieller Erfolg geworden ist. Aber die Eagles haben sich auf eine andere Art und Weise behauptet.
Die Bandleader: Don Henley und Glenn Frey
Allem voran ist das vor allem die Tatsache, dass sich beim Album "Desperado" Don Henley und Glenn Frey als richtig gut funktionierendes Songwriter-Duo herauskristallisiert haben. Bis zu dem Zeitpunkt wurden die Songs meistens von einzelnen Mitgliedern der Eagles geschrieben, bei Desperado wurden Songs größtenteils gemeinsam von den beiden erarbeitet.
Dadurch, dass die beiden sich so für die Band als Hauptsongwriter herauskristallisierten, wurden Henley und Frey auch automatisch sowas wie die beiden Bandleader, was später in der Bandgeschichte noch für einige Spannungen und Zerwürfnisse sorgen sollte.
Zusammenarbeit mit Beatles-Produzent Glyn Johns
Für Album Nummer zwei arbeiteten die Eagles mit dem Starproduzenten Glyn Johns zusammen, der einige Jahre zuvor schon das Beatles Album "Let it Be" produziert hatte und selbst großer Fan der Countrymusik war.
Egal wie sehr "Desperado" in seiner Anmutung, seinem Sound und seiner Atmosphäre auch nach Wüstenwind, jeder Menge Sand und Wildem Westen klingt, produziert und aufgenommen wurde das Album in Großbritannien, genauer gesagt im Londoner Stadtteil "Notting Hill".
Das Album ist perfekt! Und das ist nach 50 Jahren immer noch perfekt! Und wenn du das so hinbekommst, dann ist es ein Meilenstein!
Quelle: Benjamin Brendebach, SWR1 Musikredakteur im Podcast zu "Desperado"
Shownotes
Review zu "Desperado" bei AllmusicReview zu "Desperado" bei UncutInfos zum Dokumentarfilm "The Eagles – Himmel und Hölle Kaliforniens"

Apr 10, 2023 • 1h 10min
David Bowie – "Let's Dance"
David Bowie ist wohl einer der einflussreichsten Musiker der Pop- und Rockgeschichte. Dem zu widersprechen würde sich vermutlich kaum jemand trauen. 26 veröffentlichte Studioalben und mehr als 140 Millionen verkaufte Tonträger stützen diese Aussage. Aber einen einflussreichen Musiker macht auch aus, dass er sich traut, neue Dinge auszuprobieren und Dinge anders zu machen, als man es vielleicht erwartet.
Genau das hat David Bowie auch mit seinem Album "Let's Dance" gemacht, dass er vor knapp 40 Jahren rausgebracht hat. "Let's Dance" ist nicht nur das kommerziell das erfolgreichste Album von David Bowie, sondern war anfangs auch durchaus umstritten.
Kritik am Mainstream-Bowie
Das lag vor allem an dem Stilwechsel den Bowie mit diesem Album einläutete. Aus dem experimentellen David Bowie wurde (vordergründig) der Mainstream-Bowie, der sich auf "Let's Dance" eher der gefälligeren Popmusik zuwandte. Die 80er wurden für Bowie die Zeit mit den bunten Anzügen und der Neon-Frisur. Der neue Bowie-Sound lag zum einen an Bowie selbst, der das Album produziert hat und zum anderen an Star-Gitarrist Nile Rodgers, der zusammen mit Bowie an dem Album arbeitete.
Musiklegende Nile Rodgers
Nile Rodgers stammt ursprünglich aus der New Yorker Bronx. Er ist nicht nur Gitarrist und Musikproduzent sondern war auch Teil der Band "Chic", die mit ihrem Song "Le Freak" einen internationalen Hit landete. Als Musikproduzent arbeitete er neben David Bowie auch mit anderen Megastars wie Madonna, Duran Duran, INXS, Daft Punk oder Mick Jagger zusammen.
Shownotes
Werbespot mit Bowie und Tina TurnerOffizielles Musikvideo zu "Let's Dance"Offizielles Musikvideo zu "China Girl"Blog zu "China Girl"Nile Rodgers zu "Let's Dance"

Apr 3, 2023 • 28min
Stevie Wonder – "Songs In The Key of Life"
Mehr als 130 Musiker haben an Stevie Wonders Album "Songs In The Key of Life" mitgewirkt. Unter anderem auch Michael Sembello, der später vor allem durch den Song "Maniac" bekannt wurde. Aber auch schon damalige Stars wie Herbie Hancock haben an der Platte mitgearbeitet.
Das besondere an dem Album ist für SWR1-Musikredakteurin Katharina Heinius vor allem die Vielfältigkeit des Albums "Songs In The Key of Life".
Es ist so, dass jeder Song eine eigene Geschichte erzählt und auch einen eigenen Sound mitbringt. Umso mehr ich dieses Album höre, umso mehr zieht es mich rein. Das ist das besondere an diesem Album
Quelle: Katharina Heinius, SWR1-Musikredakteurin über "Songs In The Key of Life"
Motowns teuerstes Album: "Songs In The Key of Life"
Für das Label Tamla (Motown), bei dem Stevie Wonder unter Vertrag war, wurde es das bis dahin teuerste Album. 13 Millionen US-Dollar soll alleine Stevie Wonder für das Album bekommen haben. Dieses Geld hat er nicht nur genommen, um seine Familie finanziell abzusichern, sondern eben auch, um sein Album sehr aufwendig zu produzieren. Rund zwei Jahre hat die Produktion gedauert, für die Stevie Wonder in vier verschiedenen Tonstudios unterwegs war.
Der Erfolg von "Songs In The Key of Life" lässt sich aber nicht nur an den millionenfachen Verkaufszahlen festmachen, sondern auch daran, dass es das erste Album wurde, dass es noch in der Verkaufswoche auf Platz 1 der amerikanischen Billboard-Charts geschafft hat. Darüber hinaus wurde das Album 1977 mit drei Grammys ausgezeichnet und Stevie Wonder selbst zusätzlich noch als bester Produzent in dem Jahr.
Stevie Wonder – Das musikalische Wunderkind
Stevie Wonders musikalisches Talent wurde schon früh in seiner Kindheit entdeckt. Bereits mit 10 Jahren bekam er einen Plattenvertrag als "Little Stevie Wonder". Als Stevie Wonder dann mit 26 Jahren sein Album "Songs In The Key of Life" veröffentlichte, war das schon sein 18. Album. Er hatte also bei der Veröffentlichung der Platte schon jede Menge Übung, könnte man sagen.
Stevie Wonder hat mit seiner Musik auch viele andere Künstler inspiriert. Seine Songs wurden häufig gecovert und auch neu interpretiert. Eine der bekanntesten Adaptionen von seinem Album "Songs In The Key of Life" ist einer der bekanntesten Hip Hop Songs der 90er Jahre. Rapper Coolio nahm sich damals den Song "Pastime Paradise" und verpackte ihn im Song "Gangstas Paradise" in die düstere amerikanische Ghettowelt.
Shownotes:
Youtube-Kanal von Stevie WonderRolling-Stone-Artikel zum AlbumUDiscover Artikel zum AlbumSWR1 Meilensteine-Folge zu "What's Going On"

Mar 27, 2023 • 42min
Pink Floyd – "Dark Side of the Moon" (Teil 2)
Vor 50 Jahren haben Pink Floyd das legendäre Album mit dem Prisma auf dem Plattencover rausgebracht und wir widmen diesem Meilenstein der Rockgeschichte gleich mal eine Doppelfolge. Wenn Sie den ersten Teil noch nicht gehört haben, am besten reinhören, bevor Sie hier weiterlesen, oder weiterhören.
"The Dark Side of the Moon" fehlt in quasi keiner der wichtigen Alben-Bestenlisten. Das Rolling Stone Magazin verändert seine "Top 500" Liste immer mal wieder, aber in den Top 100 findet "Dark Side of the Moon" immer wieder seinen Platz. Und nicht nur bei der Fachpresse ist das Album mit dem Prisma ein stetiges Thema, sondern auch bei den Fans.
"The Dark Side of the Moon" wird auch nach 50 Jahren noch verkauft
Das Album zählt zu den meistverkauften Platten aller Zeiten und auch nach 50 Jahren verkauft sich das Album noch mehrere tausend Mal pro Woche. Auch das spricht dafür, dass "Dark Side of the Moon" ein absoluter Klassiker ist.
"Dark Side of the Moon" eines der bekanntesten Plattencover der Welt
Ein Prisma vor einem schwarzen Hintergrund, das einen Lichtstrahl in seine einzelnen Farbbestandteile zersetzt. Kaum zu glauben, dass ein eigentlich so simples Plattencover zu einem der bekanntesten der Musikgeschichte geworden ist. Entworfen hat das keines der Bandmitglieder, sondern die Designagentur "Hipgnosis". Die Grafikagentur hat nicht nur das Plattencover für "The Dark Side of the Moon" entworfen, sondern unter anderem auch für "Electric Warrior" von T.Rex, "Argus" von Wishbone Ash, "Tug of War" von Paul McCartney, "Eye in the Sky" von The Alan Parsons Project und noch viele, viele mehr.
Roger Waters Antisemitismus-Debatte: Kann man die Kunst vom Künstler trennen?
Pink-Floyd-Gründungsmitglied Roger Waters hat sich in der Vergangenheit mehrfach antisemitisch geäußert worauf einige seiner Konzerte, auch in Deutschland abgesagt worden sind. Der Künstler selbst hat sich auch mit rechtlichen Mitteln versucht gegen die Absagen seiner Konzerte zu wehren. Damit einher geht für die Fans auch die Frage: Kann man in solchen Fällen die Kunst vom Künstler trennen und auch trotz problematischer Charaktere oder Äußerungen weiter unbeschwert die Musik eines Künstlers genießen, so lange diese inhaltlich unproblematisch ist?
Shownotes
Konzertabsagen von Roger WatersRoger Waters antisemitische AussagenDebatte um Roger Waters KlageKonzertabsage von Roger Waters in FrankfurtDas offizielle Buch zum 50. Jubiläum des Albums

Mar 20, 2023 • 1h 2min
Pink Floyd – „Dark Side of the Moon“
„The Dark Side of the Moon“ fehlt in quasi keiner der wichtigen Alben-Bestenlisten. Das Rolling Stone Magazin verändert seine „Top 500“ Liste immer mal wieder, aber in den Top 100 findet „Dark Side of the Moon“ immer wieder seinen Platz. Und nicht nur bei der Fachpresse ist das Album mit dem Prisma ein stetiges Thema, sondern auch bei den Fans.
„The Dark Side of the Moon“ wird auch nach 50 Jahren noch verkauft
Das Album zählt zu den meistverkauften Platten aller Zeiten – natürlich nicht nur wegen des weltberühmten Plattencovers. Und auch nach 50 Jahren verkauft sich das Album auch jetzt noch mehrere tausend Mal pro Woche. Auch das spricht dafür, dass „Dark Side of the Moon" ein absoluter Klassiker ist.
Die Idee zum Konzeptalbum „The Dark Side of the Moon“ und der dunklen Seite des menschlichen Daseins entstand bereits 1971 am Küchentisch von Pink-Floyd-Drummer Nick Mason. Dort erzählte Bassist und Sänger Roger Waters von der Idee zum Album, das zwei Jahre später zu einem der erfolgreichsten Alben der Musikgeschichte werden sollte. Beeinflusst wurden Roger Waters und Pink Floyd dazu vermutlich auch durch das Ausscheiden des ehemaligen Sängers Syd Barrett, der bereits 1968 nach diversen Drogeneskapaden die Band verlassen hatte.
Legenden schaffen Legenden
Aufgenommen wurde „The Dark Side of the Moon“ übrigens gleich doppelt legendär. Zum einen hat sich Pink Floyd für das Album in die legendären Abbey Road Studios eingemietet, in denen zuvor schon die Beatles ihre Songs eingespielt und produziert haben. Und zum anderen saß hinter den Reglern (der heute Prominente) Alan Parsons.
Ich habe jede einzelne Session (für das Album) mit ihnen gemacht. Das wollte ich mit niemandem teilen. Ich habe das komplette Album mit ihnen gemacht.
Quelle: Alan Parsons, im SWR1-Interview über „The Dark Side of the Moon“
Shownotes
Pink Floyd Projekt von Podcast-Gast Uwe SicksPink Floyd Project: „Another Brick In The Wall“Pink Floyd Project: „The Dark Side Of The Moon“ (Live auf Formentera) Onlineartikel zu "Dark Side of the Moon"Aktuelle Debatte zu Roger Waters


