Das Neue Berlin

Das Neue Berlin
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Aug 9, 2024 • 1h 27min

Paradoxe politische Redeweisen – mit Astrid Séville und Julian Müller

Astrid Séville, Aktivistin und Expertin für politische Kommunikation, und Julian Müller, Wissenschaftler für soziale Medien, ergründen die verworrene Landschaft der politischen Rede. Sie thematisieren, wie sich autoritäre Ansprüche in einer skeptischen Gesellschaft entwickeln und diskutieren die Herausforderung, verschiedene gesellschaftliche Gruppen in politischen Diskursen zu repräsentieren. Zudem werfen sie einen Blick auf die Bedeutung von Konversionsgeschichten und den Einfluss alternativer Medien in der heutigen Kommunikation. Ein fesselnder Austausch über komplexe Themen!
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Jun 24, 2024 • 1h 32min

Was ist eine gute Kindheit? – mit Johannes Drerup und Gottfried Schweiger

Du willst uns unterstützen? Hier entlang. Folge uns auf Twitter oder Bluesky. ⎯ Ob Eltern oder Kinderlose, jeder hat eine starke Meinung, wie eine gute Erziehung auszusehen hat. Schnell sind starke Werturteile bei der Hand: Diese und jene Eltern seien zu streng oder zu nachgiebig, zu ambitionslos oder zu leistungsorientiert. Die einen mahnen vor den verweichlichten Helikoptereltern, die anderen sehen eher in autoritärer Erziehung das Wohl der Kinder gefährdet. Und jede Generation kann, zu recht oder zu unrecht, ihren Eltern vorwerfen, das meiste falsch gemacht zu haben. Aber was lässt sich allgemein über eine gute Kindheit sagen? Ist sie nur Ansichtssache und Privatangelegenheit? Mit unseren Gästen Johannes Drerup und Gottfried Schweiger sprechen wir darüber, was sich aus philosophischer Perspektive über eine gute Kindheit sagen lässt. Den Autoren geht es dabei nicht um die Beschreibung einer idealen und bestmöglichen Kindheit, sondern um einen Minimalstandard für eine hinreichend gute Kindheit, die in verschiedenen Lebensformen verwirklicht werden kann. In der Sendung fragen wir nach der Bedeutung kindlicher Autonomie und kindlicher Abhängigkeit. Wir sprechen über demokratische Erziehung und diskutieren die Verantwortung des Staates gegenüber den Kindheiten seiner Bürger*innen. Angesichts mancher Fundamentalkritik an historisch gewachsenen Einrichtungen wie der Familie, der Schule und der Kindheit selbst plädieren Schweiger und Drerup für einen vorsichtigen Reformismus, der institutionelle Vorteile und Leistungen anerkennt, Missstände wie Armut, Ungleichheit und Gewalt aber klar benennt. Shownotes Drerup, Johannes; Schweiger, Gottfried: Was ist eine gute Kindheit? | Reclam Verlag Transkript Das Transkript zur Episode ist hier abrufbar. ACHTUNG: Das Transkript wird automatisch durch wit.ai erstellt und aus zeitlichen Gründen NICHT korrigiert. Fehler bitten wir deshalb zu entschuldigen. Verwandte Episoden Dicker als Wasser – Mit Christopher Neumaier über Familie im 20. Jahrhundert Ungleichheit im deutschen Schulsystem – mit Marcel Helbig
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Apr 22, 2024 • 1h 31min

Von Mao bis Xi – mit Felix Wemheuer

Du willst uns unterstützen? Hier entlang. Folge uns auf Twitter oder Bluesky. ⎯ An China kommt niemand mehr vorbei – weder wirtschaftlich, noch sicherheitspolitisch oder ökologisch. Das Land ist die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt und hat keine schlechten Chancen, in absehbarer Zeit den ersten Platz einzunehmen. Zugleich ist China schwer zu deuten: Mit seiner uralten kulturellen Tradition, seiner hybriden Wirtschaftsweise und seinem Einparteiensystem gibt es westlichen Beobachtern regelmäßig Rätsel auf. In dieser Folge versuchen wir deshalb, das gegenwärtige China aus der langen historischen Linie zu verstehen. Mit unserem Gast, dem Sinologen Felix Wemheuer, sprechen wir über die wechselvolle Geschichte Chinas im 20. und 21. Jahrhundert. Dabei interessieren wir uns für die Besonderheiten des chinesischen Kommunismus unter Mao, die Gründe für die Hungerkatastrophe im „Großen Sprung nach vorn“ sowie die gewaltvolle Dynamik der Kulturrevolution. Zudem blicken wir auf die Erfolge und sozialen Verwerfungen der Reformära und landen schließlich in der Gegenwart. Wemheuer berichtet uns über die Lebensformen der neuen chinesischen Mittelschicht und erklärt uns die hartnäckige Herrschaft der Kommunistischen Partei. Schließlich fragen wir, welche Hoffnungen man mit der chinesischen Zivilgesellschaft verbinden darf. Und wie eigentlich eine progressive Chinapolitik im 21. Jahrhundert aussieht. Shownotes Wemheuer et al. (Hg.) — Die Zukunft mit China denken Wemheuer — China. Land von Widersprüchen und Vielfalt Felix Wemheuers Youtube-Kanal Wemheuer — Chinas große Umwälzung Wemheuer — Der große Hunger Red Star Over China — Wikipedia Reading the China Dream — Blog Chinesisches Denken der Gegenwart | Leese / Shi | e‑Book Deng Xiaoping – Wikipedia Xi Jinping – Wikipedia Transkript Das Transkript zur Episode ist hier abrufbar. ACHTUNG: Das Transkript wird automatisch durch wit.ai erstellt und aus zeitlichen Gründen NICHT korrigiert. Fehler bitten wir deshalb zu entschuldigen. Gast Verwandte Episoden Mit Ellen von den Driesch über die Demographie des Suizids in der DDR Postkoloniale Soziologie – mit Marius Meinhof Der Kommunismus und wir – mit Gerd Koenen
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Mar 26, 2024 • 1h 22min

Das Thüringen-Projekt – mit Marie Müller-Elmau und Hannah Beck

Du willst uns unterstützen? Hier entlang. Folge uns auf Twitter oder Bluesky. ⎯ In diesem Herbst finden Landtagswahlen in Brandenburg, Thüringen und Sachsen statt – und damit in drei Ländern, in denen mit der AfD eine Partei hohe Zustimmung erhalten könnte, die vom Parlamentarismus und von demokratischen Verfahren nicht viel hält. Eine Gruppe von Wissenschaftler*innen setzt sich deswegen im „Thüringen-Projekt“ mit der Frage auseinander, welche Optionen die AfD bei einem Wahlerfolg hätte, rechststaatliche Kontrollinstanzen auszuhebeln und das demokratische System dauerhaft zu verändern. Es zeig sich: In vielen Fällen müsste sie dabei nicht mal geltendes Recht brechen. Mit Marie Müller-Elmau und Hannah Beck sprechen wir über die möglichen Szenarien einer rechtspopulistischen Transformation. Dabei werfen wir einen Blick auf Strategien der Obstruktion im Parlament und die Eingriffsrechte im Schulsystem, der Universität oder der Verwaltung. Noch hätten die demokratischen Parteien die Mehrheit für Verfassungsänderungen zum Schutz der Institutionen. Aber auch wenn man den Parlamentarismus rechtlich stärken kann: Letztlich braucht es eine wache Zivilgesellschaft, die sich der autoritären Unterwanderung ihrer Institutionen entgegenstellt, einen „zivilen Verfassungsschutz“. Shownotes Das Thüringen-Projekt | Was wäre wenn…? – Verfassungsblog Was ist Populismus?. Buch von Jan-Werner Müller (Suhrkamp Verlag) Cas Mudde – Wikipedia Alterspräsident im Bundestag — „Wer setzt dann irgendwann mal die Maßstäbe?“ Ungarns Premier Orbán „konsultiert“ das Volk zu EU-Sanktionen — Europa — derStandard.de › International Für einen zivilen Verfassungsschutz – Verfassungsblog Transkript Das Transkript zur Episode ist hier abrufbar. ACHTUNG: Das Transkript wird automatisch durch wit.ai erstellt und aus zeitlichen Gründen NICHT korrigiert. Fehler bitten wir deshalb zu entschuldigen. Gäste Marie Müller-Elmau Hannah Beck Verwandte Episoden Mit Jenni Brichzin über politische Praxis in Parlamenten Alternative Fakten – mit Nils C. Kumkar Die Alternativlosigkeit der Partei – mit Jasmin Siri Unternehmen gegen Rechts – mit Benedikt Kapteina
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Feb 19, 2024 • 1h 27min

Klimawandel als Klassenfrage im Werden – mit Linus Westheuser

Du willst uns unterstützen? Hier entlang. Folge uns auf Twitter oder Bluesky. ⎯ Im vergangenen Jahr haben die Umweltaktivisten der „Letzten Generation“ das Land mit ihren Straßenblockaden scheinbar an den Rande des Nervenzusammenbruchs geführt. Inzwischen hat die Gruppe angekündigt, sich nicht mehr festkleben zu wollen. Doch bleibt sie Symbol für den Konflikt um den politischen Umgang mit dem Klimawandel. Während die einen die Katastrophe schon längst angekommen sehen und endlich einen grundlegenden Politikwechsel fordern, fragen sich die anderen, was das soll: dieses Übertreiben, diese Eskalation auf dem Rücken der „ganz normalen Leute“. So zumindest stellt sich der Konflikt öffentlich dar. Aber ist die Gesellschaft wirklich so gespalten? Gibt es zwei große Lager, die sich unversöhnlich gegenüber stehen? Antworten bekommen wir von Linus Westheuser. Er hat zusammen mit Steffen Mau und Thomas Lux im Buch Triggerpunkte eine Kartierung der deutschen Meinungslandschaft vorgelegt. Von ihm erfahren wir, dass die Einstellungen der Bevölkerung deutlich diffuser sind, als es die mediale Zuspitzung oft vermuten lässt. Über vieles herrscht sogar Einigkeit: Fast niemand leugnet den Klimawandel und die Notwendigkeit seiner Bewältigung. Was dagegen triggert, sind Fragen der moralischen Verantwortung und der Lastenverteilung. Hier zeigen sich Gegensätze, die sich in Zukunft noch verstärken könnten. Der Klimawandel – eine „Klassenfrage im Werden“? Shownotes Triggerpunkte. Buch von Steffen Mau, Thomas Lux, Linus Westheuser (Suhrkamp Verlag) Grenzen als Sortiermaschinen – mit Steffen Mau Klassenmodell nach Oesch — sozialstrukturanalysen.de Sighard Neckel – Ökologische Distinktion CDU — Merz: „Nicht Kreuzberg ist Deutschland, Gillamoos ist Deutschland“ Stadt gegen Land – mit Lukas Haffert – Das Neue Berlin – Gesellschaft und Gegenwart verstehen Die gespaltene Gesellschaft — Jürgen Kaube, André Kieserling | Rowohlt Ecological Politics for the Working Class How to Get Coal Country to Vote for Climate Policy: The Effect of a “Just Transition Agreement” on Spanish Election Results | American Political Science Review | Cambridge Core Transkript Das Transkript zur Episode ist hier abrufbar. ACHTUNG: Das Transkript wird automatisch durch wit.ai erstellt und aus zeitlichen Gründen NICHT korrigiert. Fehler bitten wir deshalb zu entschuldigen. Gast Linus Westheuser Twitter Verwandte Episoden Die kommenden Welten – Mit Kirsten Meyer über Zukunftsethik Wohlstand an der Grenze – Mit Max Koch über nachhaltige Wohlfahrt Mit Jenni Brichzin über politische Praxis in Parlamenten Grenzen als Sortiermaschinen – mit Steffen Mau Warum streiten wir über Kunst? – mit Johannes Franzen
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Jan 21, 2024 • 1h 36min

Einsam sterben – mit Susanne Loke

Du willst uns unterstützen? Hier entlang. Folge uns auf Twitter oder Bluesky. ⎯ Wenn ein Mensch alleine stirbt, hinterlässt er für immer ein Rätsel. In welchem Zustand war er in seinen letzten Momenten? Wollte er allein sein oder hätte er Hilfe gebraucht? Ein unbezifferter aber wohl beachtlicher Teil der deutschen Bevölkerung stirbt auf diese Weise. Manche werden erst nach Tagen, Wochen oder sogar Monaten aufgefunden. Welche Lebensbedingungen finden mit einem solchen einsamen Tod ihr Ende? Unser Gast Susanne Loke ist dem Thema in einer großangelegten Studie nachgegangen. In Aachen und Gelsenkirchen hat sie eine Vollerhebung aller unbegleiteten Tode über 10 Jahre durchgeführt, mit erstaunlichem Ergebnis: In den beiden Städten ist etwa jeder fünfte Verstorbene allein gewesen! Anhand des verfügbaren statistischen Materials und einer eigenen intensiven Fallstudie versucht Loke den Ursachen des einsamen Sterbens auf den Grund zu gehen. Dabei porträtiert sie auch an Beispielen die Biografien und Lebensverhältnisse von Betroffenen und verdichtet ihre Befunde zu einem komplexen Erklärungsmodell. Dabei ensteht ein Syndrom sozialen Leids, das in unserer Gesellschaft bisher meist mit Scham, Verdrängung und Schweigen behandelt wird. Shownotes Susanne Loke: Einsames Sterben und unentdeckte Tode (freier Volltext) Feature: „Der einsame Tod des Herrn D.“ | MDR.DE Gast Verwandte Episoden Nachrichtenarm – Mit Maja Malik über Armut in den Medien Ungleichheit im deutschen Schulsystem – mit Marcel Helbig Mit Luisa Schneider über das Leben auf der Straße Migrantische Arbeit – mit Peter Birke
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Nov 20, 2023 • 1h 20min

Die Alternativlosigkeit der Partei – mit Jasmin Siri

Du willst uns unterstützen? Hier entlang. Folge uns auf Twitter oder Bluesky. ⎯ Denkt man an die Krise der Demokratie im Jahre 2023, denkt man an den Aufstieg rechtspopulistischer Parteien. In vielen westlichen Nationen verschieben sie derzeit die Koordinaten des politischen Geschehens. Doch was auffällt: Auch wenn sie die „Altparteien“ herausfordern, auch wenn sie behaupten, dem „reinen Volkswillen“ zu seinem Recht zu verhelfen: Parteien bleiben sie doch. Überhaupt scheint es trotz der allseitigen Frustration mit dem politischen System, trotz der Suche nach direktdemokratischen Alternativen in den letzten Jahrzehnten, dass Parteien bis auf weiteres alternativlos bleiben. Was hat es mit dieser politischen Form auf sich? Jasmin Siri fordert eine Soziologie der Partei, die diese weder als gegeben hinnimmt, noch sich in ihrer Kritik erschöpft. In der Sendung sprechen wir mit ihr über die Partei als eine Organisation, die uns systematisch immer wieder enttäuschen muss, an der aber kein Weg vorbeiführt, wenn man Politik soziologisch ernstnimmt. Shownotes Jasmin Siri – Wikipedia Jasmin Siri: Parteien: Zur Soziologie einer politischen Form Jasmin Siri/Jenni Brichzin (Hg.): Soziologie der Parteien: Neue Zugänge zu einer alten Organisationsform des Politischen Moissei Jakowlewitsch Ostrogorski – Wikipedia Dr. Jenni Brichzin — Institut Zwischen Sollen und Sein: Warum Parteien systematisch enttäuschen | SpringerLink Thorsten Faas German Longitudinal Election Study (GLES) Elmar Wiesendahl – Wikipedia Niklas Luhmann: Organisation und Entscheidung Partei der Nichtwähler – Wikipedia Piratinnen – Fehlanzeige Gender? Jasmin Siri: Von der Partei zur Bewegung? Matthias Machnig – Wikipedia Institut für Staatspolitik – Wikipedia Steve Bannon – Wikipedia BMI — Gesetzgebungsverfahren — Gesetzentwurf zur Verbesserung der Rückführung Vor 35 Jahren: CSU-Regierung wollte schwule „Entartung ausdünnen“ — queer.de Transkript Das Transkript zur Episode ist hier abrufbar. ACHTUNG: Das Transkript wird automatisch durch wit.ai erstellt und aus zeitlichen Gründen NICHT korrigiert. Fehler bitten wir deshalb zu entschuldigen. Gast Jasmin Siri Twitter Verwandte Episoden Hinter den Dingen – Mit Jenni Brichzin und Sebastian Schindler über politische Erkenntnis Besser talken – Mit Oliver Weber über die deutschen Polit-Talkshows Für andere sprechen – Mit Marina Martinez Mateo über politische Repräsentation Mit Jenni Brichzin über politische Praxis in Parlamenten Der Kommunismus und wir – mit Gerd Koenen Das Thüringen-Projekt – mit Marie Müller-Elmau und Hannah Beck Rechtes Denken und Fühlen – mit Felix Schilk und Florian Spissinger
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Oct 23, 2023 • 1h 31min

Der Kommunismus und wir – mit Gerd Koenen

Du willst uns unterstützen? Hier entlang. Folge uns auf Twitter oder Bluesky. ⎯ Vor knapp 30 Jahren endete der Kommunismus als „Weltbewegung“. Zurück blieb wenig Anlass für Nostalgie. Bis heute liegt das historische Scheitern der Kommunismen des 20. Jahrhunderts als schwere Hypothek auf allen progressiven Projekten, die eine grundlegend andere Gesellschaftsordnung jenseits der bestehenden imaginieren. Grund genug, wieder einmal zurückzublicken, so illusionslos wie möglich, und sich zu fragen: Was war der Kommunismus? Unser Gast Gerd Koenen arbeitet seit Jahrzehnten an dieser Frage. Mit ihm wagen wir einen Parforceritt durch die Historie. Wir sprechen über die menschheitsgeschichtliche Dimension des Kommunismus und über den großen Bruch, in dem die moderne Welt entstand. Wir fragen ihn nach der Sonderstellung Karl Marx‘ und nach der Wirklichkeit des Proletariats. Und wir blicken mit ihm auf die kommunistischen Staatsgründungen des 20. Jahrhunderts. Was machte den Prototypen, die Partei Lenins, aus und was war der Grund für ihre geistige Abschottung, ihre panische Getriebenheit und monströse Selbstzerfleischung? Für Koenen ist der Kommunismus vorbei, nicht aber die Fragen, die uns seit Anbeginn der modernen Welt umtreiben: Wie umgehen mit dem eigendynamischen und selbst gemachten Zwang der kapitalistischen Verhältnisse? Welche Ansätze einer nächsten Gesellschaft können wir in unserer unübersichtlichen Gegenwart entdecken? Die Fähigkeiten, die Technik, das Weltwissen: Für Koenen ist eigentlich alles schon da, was wir für eine menschlichere Zukunft bräuchten. Shownotes Die Farbe Rot Das rote Jahrzehnt Utopische Literatur – Wikipedia Frühsozialismus – Wikipedia Henri de Saint-Simon – Wikipedia August Bebel — Die Frau und der Sozialismus (Volltext) Transkript Das Transkript zur Episode ist hier abrufbar. ACHTUNG: Das Transkript wird automatisch durch wit.ai erstellt und aus zeitlichen Gründen NICHT korrigiert. Fehler bitten wir deshalb zu entschuldigen. Verwandte Episoden Das letzte Leben des Neoliberalismus? – Mit Dieter Plehwe über neoliberale Netzwerke Mit Patrick Eiden-Offe über die Poesie der Klasse Mit Ulrike Herrmann über das Ende des Kapitalismus Die Alternativlosigkeit der Partei – mit Jasmin Siri Von Mao bis Xi – mit Felix Wemheuer
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Sep 21, 2023 • 1h 27min

State of the Trade Union – mit Wolfgang Schroeder

Du willst uns unterstützen? Hier entlang. Folge uns auf Twitter oder Bluesky. ⎯ Gewerkschaften gehören zu den ältesten Interessenorganisationen der Arbeiter*innenbewegung. Sie stehen im Zentrum der Geschichte moderner Industriegesellschaften. Seit den Krisen der 1970er Jahre, mit den Stichworten Deindustrialisierung und schließlich Neoliberalismus, stand ihre Entwicklung lange unter einem negativen Zeichen. Sie schienen, ob nun veraltet oder mutwillig zerstört, der Vergangenheit anzugehören. Seit einigen Jahren hat sich das geändert. Man redet von einer Renaissance der Gewerkschaften. Gleichzeitig gibt es eine Reihe von Herausforderungen: ob Klimawandel und die durch den Ukraine-Krieg beschleunigte Energiewende, die sozialstrukturelle Pluralisierung der Gesellschaft und der Verlust klassischer Arbeitermilieus, schließlich das Erstarken der AfD, die den ‚deutschen Industriearbeiters‘ als moralische Größe für sich zu reklamieren sucht. Unseren Gast Wolfgang Schroeder fragen wir, wie die deutschen Gewerkschaften darauf reagieren. Mit ihm reden wir über zentrale gewerkschaftliche Entwicklungen wie den Verlust lebensweltlicher Verankerung, organisationale Professionalisierung und gleichzeitige Verweiblichung sowie die Öffnung für neue Gruppen. Dabei entdecken wir die Pluralität der gewerkschaftlichen Basis: von stark organisierten Industriearbeitern in großen Unternehmen bis zu kaum organisierten prekären Dienstleistungsbetrieben. Schließlich fragen wir nach der ambivalenten Rolle der Gewerkschaften in der ökologischen Transformation und nach der Gefahr rechter Unterwanderung. Shownotes Wolfgang Schroeder: Gewerkschaften in drei Welten Gemeinsamer Aktionstag von ver.di und Fridays for Future – Arbeitsbedingungen im ÖPNV und politisches Zögern sind Risiko für Verkehrswende | ver.di Webtalk #21: 50 Jahre Aufgabe Zukunft – „Qualität des Lebens“ als Erbe Otto Brenners – Bildung in Bewegung Besetzte Fabrik bei Florenz: Autoar­bei­te­r*in­nen for Future — taz.de Berliner Krankenhausbewegung – Wikipedia Sozialpartnerschaft – Wikipedia Kuka: Einfluss der Chinesen – Wirtschaftswoche 10 Jahre Streiks bei Amazon: Wieso Verdi im Tarifkonflikt nicht locker lässt | hessenschau.de | Wirtschaft Fachkräfte für den Ausbau der Windkraft — nur mit Tarif Zentrum (Verein) – Wikipedia Transkript Das Transkript zur Episode ist hier abrufbar. ACHTUNG: Das Transkript wird automatisch durch wit.ai erstellt und aus zeitlichen Gründen NICHT korrigiert. Fehler bitten wir deshalb zu entschuldigen. Gast Wolfgang Schroeder Verwandte Episoden Das halbe Leben – Mit Lisa Herzog über die Zukunft der Lohnarbeit Gewerkschaften in der ökologischen Transformation – mit Jana Flemming Mit Ulrike Herrmann über das Ende des Kapitalismus Migrantische Arbeit – mit Peter Birke Kirche im Umbruch – mit Philipp Greifenstein
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Jul 12, 2023 • 1h 20min

Das Mittelalter vermitteln – mit Andrej Pfeiffer-Perkuhn

Du willst uns unterstützen? Hier entlang. Folge uns auf Twitter oder Bluesky. ⎯ Die deutsche Soziologie versteht sich üblicherweise als Wissenschaft der modernen Gesellschaft. Französische und Industrielle Revolution bilden die historischen Wendepunkte. Was davor passiert ist, das interessiert kaum und ist nur in Klischees bekannt. Damit ist die Soziologie nicht allein, sondern ganz im Einklang mit populären Vorstellungen. 1000 Jahre europäische Geschichte werden auf wenige Bilder, auf die Standespyramide, Ritterrüstungen und den Schmutz in den Straßen eingedampft. Zwar können Archäologie und Mediävistik ein anderes, komplexeres Bild zeichnen. Aber wie das immer so ist: Wenn man nicht Teil des Faches ist oder es gute journalistische Beiträge gibt, ist es schwer, einen Einblick zu bekommen. Andrej Pfeiffer-Perkuhn hat sich zur Mission gemacht hat, das Bild vom Mittelalter zu korrigieren. Auf seinem YouTube-Kanal „Geschichtsfenster“ spricht er über den mittelalterlichen Alltag, kocht mittelalterliche Gerichte nach oder regt sich über schlechte Dokumentationen auf. Dabei ist er weder Journalist noch Wissenschaftler. Sein Projekt ist aus einem Hobby entstanden, und doch – oder gerade deswegen – erreicht er mittlerweile weit mehr Leute als professionelle Player wie Museen oder wissenschaftliche Institute. Was ist sein Anspruch, und was sind seine Erfahrungen? Was macht er richtig – und die Wissenschaft falsch? Shownotes Geschichtsfenster auf YouTube Germanisches Nationalmuseum – Wikipedia The Company of St. George — An artillery company of the 15th century Das Mittelalter-Experiment – Planet Schule Das Mittelalter im Film — Meine Tipps für historische Filme — YouTube Strukturgeschichte – Wikipedia Mediävistik – Wikipedia Bilddatenbank REALonline Heritage interpretation — Wikipedia Hans Sachs – Wikipedia A Healed Femur Is the Earliest Sign of True Civilization – Quote Investigator® Das Germanische Nationalmuseum auf YouTube Das Europäische Hansemuseum auf YouTube Das Deutsche Panzermuseum auf YouTube Transkript Das Transkript zur Episode ist hier abrufbar. ACHTUNG: Das Transkript wird automatisch durch wit.ai erstellt und aus zeitlichen Gründen NICHT korrigiert. Fehler bitten wir deshalb zu entschuldigen. Gast Andrej Pfeiffer-Perkuhn YouTube (Channel) Verwandte Episoden Ad-hoc-Gruppe: Podcasts in der Soziologie Mit Jochen Kibel über kollektive Identitäten durch Museumsbauten Mit Dirk Brockmann und Heinz Bude über „undiszipliniertes“ Denken

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