

Das Neue Berlin
Das Neue Berlin
Podcast zu Gegenwart und Gesellschaft
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Oct 14, 2024 • 1h 15min
Migrantische Arbeit – mit Peter Birke
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Ob bei Amazon, im Taxigewerbe oder in der Pflege: An vielen Orten ist der Arbeitsmarkt nicht nur in Oben und Unten geteilt, sondern auch danach, wer Migrationsgeschichte hat oder nicht. Manche Branchen funktionieren nur durch Menschen ohne deutschen Pass. Oft sind die Arbeitsbedingungen hier schlecht und der Lohn gering. Und oft bleibt die Arbeit unsichtbar: in abgelegenden Werkshallen, im Dunkel der Nachtschicht oder in der Grauzone des Arbeitsrechts.
In der Sendung sprechen wir mit Peter Birke vom Soziologischen Forschungsinstitut in Göttingen. Er untersucht seit vielen Jahren den Zusammenhang von Arbeit und Migration, insbesondere in der Fleischindustrie und im Versandhandel. Er erklärt uns die komplexe Struktur eines segmentierten Arbeitsmarktes, den historischen Wandel des deutschen Migrationsregimes und die Widersprüche kapitalistischer Verwertungsdynamiken.
Birke beschreibt die Lebens- und Arbeitsverhältnisse von Migrant*innen in einem Spannungsfeld von rechtlicher Informalität, komplizierten Anwerbeketten, schwierigem Wohnmarkt und hartem Arbeitsalltag. Widerstand wird auf unterschiedliche Weise geleistet: Manchmal wird im wilden Streik zeitweise die Arbeit verweigert oder sogar innerbetrieblich mehr Lohn ausgehandelt. Sofern man mobil genug ist, kann man zum besser bezahlten Standort weiterziehen. Oft haben die Arbeitenden ein sehr klares Bewusstsein davon, dass sie einen Knochenjob machen. Dieser erscheint ihnen aber innerhalb eigener biografischer Projekte und längerfristiger Ziele als – zeitweise – alternativlos.
Shownotes
Geteilte Arbeitswelten. Konflikte um Migration und Arbeit — Anne Lisa Carstensen, Peter Birke, Nikolai Huke, Lisa Riedner | BELTZ
Mandelbaum Verlag Grenzen aus Glas
Michael J. Piore — Wikipedia
Andrea Hense
Frederick Winslow Taylor – Wikipedia
Wilder Streik bei Ford 1973 – Wikipedia
Transkript
Das Transkript zur Episode ist hier abrufbar. ACHTUNG: Das Transkript wird automatisch durch wit.ai erstellt und aus zeitlichen Gründen NICHT korrigiert. Fehler bitten wir deshalb zu entschuldigen.
Gast
Peter Birke
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Aug 30, 2024 • 1h 44min
Rechtes Denken und Fühlen – mit Felix Schilk und Florian Spissinger
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Hintergründe für den Rechtsruck in westlichen Ländern gibt es viele: wirtschaftliche Transformation, Ab- wie Zuwanderung, fehlende staatliche Daseinsvorsorge. Hört man rechten Populisten zu, scheint all das aber mit besonderer Bedeutung aufgeladen zu sein. Wirtschaftliche Transformation wird zum Irrsinn einer „grünen Elite“. Zuwanderung zum „großen Austausch“. Die Regierung zum „Totengräber der Nation“.
Zwei jüngst erschienene Arbeiten setzen sich mit dieser Sinngebung auseinander: Felix Schilks Erzählgemeinschaft der Neuen Rechten und Florian Spissingers Gefühlsgemeinschaft der AfD. Schilk analysiert in seiner Arbeit anhand von Zeitschriften die immer wiederkehrenden Grundstrukturen konservativer und rechter Erzählungen. Spissinger untersucht an Stammtischen und an Wahlständen, welches positive emotionale Angebot die AfD ihren Anhängern machen kann.
Im Gespräch erkunden wir die unauflöslichen Mehrdeutigkeiten und Widersprüche einer Weltanschauung: mal revolutionär, mal bieder, mal schimpfend, mal zum Wohlfühlen, mal apokalyptisch, mal als Kraft des „gesunden Menschensverstandes“ und der „natürlichen Ordnung der Dinge“. Schließlich diskutieren wir über den richtigen Umgang mit der Rechten und was wehrhafte Demokratie eigentlich bedeuten soll. Wir lernen, dass es keine Mechanismen gibt, die einen Rechtsruck notwendig machen. Es herrscht – wie so oft – radikale historische Offenheit: Nichts ist neu, nichts ist vorbei, alles ist möglich!
Shownotes
Die Erzählgemeinschaft der Neuen Rechten bei transcript Verlag
Die Gefühlsgemeinschaft der AfD
Karin Priester – Wikipedia
Karl Mannheim – Wikipedia
Krisenexperiment – Wikipedia
Knowledge Fight
Gekränkte Freiheit. Buch von Carolin Amlinger, Oliver Nachtwey (Suhrkamp Verlag)
Arnold Gehlen – Wikipedia
Transkript
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Gäste
Felix Schilk
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Florian Spissinger
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Alternative Fakten – mit Nils C. Kumkar
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26 snips
Aug 9, 2024 • 1h 27min
Paradoxe politische Redeweisen – mit Astrid Séville und Julian Müller
Astrid Séville, Aktivistin und Expertin für politische Kommunikation, und Julian Müller, Wissenschaftler für soziale Medien, ergründen die verworrene Landschaft der politischen Rede. Sie thematisieren, wie sich autoritäre Ansprüche in einer skeptischen Gesellschaft entwickeln und diskutieren die Herausforderung, verschiedene gesellschaftliche Gruppen in politischen Diskursen zu repräsentieren. Zudem werfen sie einen Blick auf die Bedeutung von Konversionsgeschichten und den Einfluss alternativer Medien in der heutigen Kommunikation. Ein fesselnder Austausch über komplexe Themen!

Jun 24, 2024 • 1h 32min
Was ist eine gute Kindheit? – mit Johannes Drerup und Gottfried Schweiger
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Ob Eltern oder Kinderlose, jeder hat eine starke Meinung, wie eine gute Erziehung auszusehen hat. Schnell sind starke Werturteile bei der Hand: Diese und jene Eltern seien zu streng oder zu nachgiebig, zu ambitionslos oder zu leistungsorientiert. Die einen mahnen vor den verweichlichten Helikoptereltern, die anderen sehen eher in autoritärer Erziehung das Wohl der Kinder gefährdet. Und jede Generation kann, zu recht oder zu unrecht, ihren Eltern vorwerfen, das meiste falsch gemacht zu haben. Aber was lässt sich allgemein über eine gute Kindheit sagen? Ist sie nur Ansichtssache und Privatangelegenheit?
Mit unseren Gästen Johannes Drerup und Gottfried Schweiger sprechen wir darüber, was sich aus philosophischer Perspektive über eine gute Kindheit sagen lässt. Den Autoren geht es dabei nicht um die Beschreibung einer idealen und bestmöglichen Kindheit, sondern um einen Minimalstandard für eine hinreichend gute Kindheit, die in verschiedenen Lebensformen verwirklicht werden kann. In der Sendung fragen wir nach der Bedeutung kindlicher Autonomie und kindlicher Abhängigkeit. Wir sprechen über demokratische Erziehung und diskutieren die Verantwortung des Staates gegenüber den Kindheiten seiner Bürger*innen. Angesichts mancher Fundamentalkritik an historisch gewachsenen Einrichtungen wie der Familie, der Schule und der Kindheit selbst plädieren Schweiger und Drerup für einen vorsichtigen Reformismus, der institutionelle Vorteile und Leistungen anerkennt, Missstände wie Armut, Ungleichheit und Gewalt aber klar benennt.
Shownotes
Drerup, Johannes; Schweiger, Gottfried: Was ist eine gute Kindheit? | Reclam Verlag
Transkript
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Dicker als Wasser – Mit Christopher Neumaier über Familie im 20. Jahrhundert
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Apr 22, 2024 • 1h 31min
Von Mao bis Xi – mit Felix Wemheuer
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An China kommt niemand mehr vorbei – weder wirtschaftlich, noch sicherheitspolitisch oder ökologisch. Das Land ist die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt und hat keine schlechten Chancen, in absehbarer Zeit den ersten Platz einzunehmen. Zugleich ist China schwer zu deuten: Mit seiner uralten kulturellen Tradition, seiner hybriden Wirtschaftsweise und seinem Einparteiensystem gibt es westlichen Beobachtern regelmäßig Rätsel auf. In dieser Folge versuchen wir deshalb, das gegenwärtige China aus der langen historischen Linie zu verstehen. Mit unserem Gast, dem Sinologen Felix Wemheuer, sprechen wir über die wechselvolle Geschichte Chinas im 20. und 21. Jahrhundert.
Dabei interessieren wir uns für die Besonderheiten des chinesischen Kommunismus unter Mao, die Gründe für die Hungerkatastrophe im „Großen Sprung nach vorn“ sowie die gewaltvolle Dynamik der Kulturrevolution. Zudem blicken wir auf die Erfolge und sozialen Verwerfungen der Reformära und landen schließlich in der Gegenwart. Wemheuer berichtet uns über die Lebensformen der neuen chinesischen Mittelschicht und erklärt uns die hartnäckige Herrschaft der Kommunistischen Partei. Schließlich fragen wir, welche Hoffnungen man mit der chinesischen Zivilgesellschaft verbinden darf. Und wie eigentlich eine progressive Chinapolitik im 21. Jahrhundert aussieht.
Shownotes
Wemheuer et al. (Hg.) — Die Zukunft mit China denken
Wemheuer — China. Land von Widersprüchen und Vielfalt
Felix Wemheuers Youtube-Kanal
Wemheuer — Chinas große Umwälzung
Wemheuer — Der große Hunger
Red Star Over China — Wikipedia
Reading the China Dream — Blog
Chinesisches Denken der Gegenwart | Leese / Shi | e‑Book
Deng Xiaoping – Wikipedia
Xi Jinping – Wikipedia
Transkript
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Gast
Felix Wemheuer
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Mit Ellen von den Driesch über die Demographie des Suizids in der DDR
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Mar 26, 2024 • 1h 22min
Das Thüringen-Projekt – mit Marie Müller-Elmau und Hannah Beck
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In diesem Herbst finden Landtagswahlen in Brandenburg, Thüringen und Sachsen statt – und damit in drei Ländern, in denen mit der AfD eine Partei hohe Zustimmung erhalten könnte, die vom Parlamentarismus und von demokratischen Verfahren nicht viel hält. Eine Gruppe von Wissenschaftler*innen setzt sich deswegen im „Thüringen-Projekt“ mit der Frage auseinander, welche Optionen die AfD bei einem Wahlerfolg hätte, rechststaatliche Kontrollinstanzen auszuhebeln und das demokratische System dauerhaft zu verändern. Es zeig sich: In vielen Fällen müsste sie dabei nicht mal geltendes Recht brechen.
Mit Marie Müller-Elmau und Hannah Beck sprechen wir über die möglichen Szenarien einer rechtspopulistischen Transformation. Dabei werfen wir einen Blick auf Strategien der Obstruktion im Parlament und die Eingriffsrechte im Schulsystem, der Universität oder der Verwaltung. Noch hätten die demokratischen Parteien die Mehrheit für Verfassungsänderungen zum Schutz der Institutionen. Aber auch wenn man den Parlamentarismus rechtlich stärken kann: Letztlich braucht es eine wache Zivilgesellschaft, die sich der autoritären Unterwanderung ihrer Institutionen entgegenstellt, einen „zivilen Verfassungsschutz“.
Shownotes
Das Thüringen-Projekt | Was wäre wenn…? – Verfassungsblog
Was ist Populismus?. Buch von Jan-Werner Müller (Suhrkamp Verlag)
Cas Mudde – Wikipedia
Alterspräsident im Bundestag — „Wer setzt dann irgendwann mal die Maßstäbe?“
Ungarns Premier Orbán „konsultiert“ das Volk zu EU-Sanktionen — Europa — derStandard.de › International
Für einen zivilen Verfassungsschutz – Verfassungsblog
Transkript
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Gäste
Marie Müller-Elmau
Hannah Beck
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Mit Jenni Brichzin über politische Praxis in Parlamenten
Alternative Fakten – mit Nils C. Kumkar
Die Alternativlosigkeit der Partei – mit Jasmin Siri
Unternehmen gegen Rechts – mit Benedikt Kapteina

4 snips
Feb 19, 2024 • 1h 27min
Klimawandel als Klassenfrage im Werden – mit Linus Westheuser
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Im vergangenen Jahr haben die Umweltaktivisten der „Letzten Generation“ das Land mit ihren Straßenblockaden scheinbar an den Rande des Nervenzusammenbruchs geführt. Inzwischen hat die Gruppe angekündigt, sich nicht mehr festkleben zu wollen. Doch bleibt sie Symbol für den Konflikt um den politischen Umgang mit dem Klimawandel. Während die einen die Katastrophe schon längst angekommen sehen und endlich einen grundlegenden Politikwechsel fordern, fragen sich die anderen, was das soll: dieses Übertreiben, diese Eskalation auf dem Rücken der „ganz normalen Leute“. So zumindest stellt sich der Konflikt öffentlich dar.
Aber ist die Gesellschaft wirklich so gespalten? Gibt es zwei große Lager, die sich unversöhnlich gegenüber stehen? Antworten bekommen wir von Linus Westheuser. Er hat zusammen mit Steffen Mau und Thomas Lux im Buch Triggerpunkte eine Kartierung der deutschen Meinungslandschaft vorgelegt. Von ihm erfahren wir, dass die Einstellungen der Bevölkerung deutlich diffuser sind, als es die mediale Zuspitzung oft vermuten lässt. Über vieles herrscht sogar Einigkeit: Fast niemand leugnet den Klimawandel und die Notwendigkeit seiner Bewältigung. Was dagegen triggert, sind Fragen der moralischen Verantwortung und der Lastenverteilung. Hier zeigen sich Gegensätze, die sich in Zukunft noch verstärken könnten. Der Klimawandel – eine „Klassenfrage im Werden“?
Shownotes
Triggerpunkte. Buch von Steffen Mau, Thomas Lux, Linus Westheuser (Suhrkamp Verlag)
Grenzen als Sortiermaschinen – mit Steffen Mau
Klassenmodell nach Oesch — sozialstrukturanalysen.de
Sighard Neckel – Ökologische Distinktion
CDU — Merz: „Nicht Kreuzberg ist Deutschland, Gillamoos ist Deutschland“
Stadt gegen Land – mit Lukas Haffert – Das Neue Berlin – Gesellschaft und Gegenwart verstehen
Die gespaltene Gesellschaft — Jürgen Kaube, André Kieserling | Rowohlt
Ecological Politics for the Working Class
How to Get Coal Country to Vote for Climate Policy: The Effect of a “Just Transition Agreement” on Spanish Election Results | American Political Science Review | Cambridge Core
Transkript
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Gast
Linus Westheuser
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Grenzen als Sortiermaschinen – mit Steffen Mau
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Jan 21, 2024 • 1h 36min
Einsam sterben – mit Susanne Loke
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Wenn ein Mensch alleine stirbt, hinterlässt er für immer ein Rätsel. In welchem Zustand war er in seinen letzten Momenten? Wollte er allein sein oder hätte er Hilfe gebraucht? Ein unbezifferter aber wohl beachtlicher Teil der deutschen Bevölkerung stirbt auf diese Weise. Manche werden erst nach Tagen, Wochen oder sogar Monaten aufgefunden. Welche Lebensbedingungen finden mit einem solchen einsamen Tod ihr Ende?
Unser Gast Susanne Loke ist dem Thema in einer großangelegten Studie nachgegangen. In Aachen und Gelsenkirchen hat sie eine Vollerhebung aller unbegleiteten Tode über 10 Jahre durchgeführt, mit erstaunlichem Ergebnis: In den beiden Städten ist etwa jeder fünfte Verstorbene allein gewesen!
Anhand des verfügbaren statistischen Materials und einer eigenen intensiven Fallstudie versucht Loke den Ursachen des einsamen Sterbens auf den Grund zu gehen. Dabei porträtiert sie auch an Beispielen die Biografien und Lebensverhältnisse von Betroffenen und verdichtet ihre Befunde zu einem komplexen Erklärungsmodell. Dabei ensteht ein Syndrom sozialen Leids, das in unserer Gesellschaft bisher meist mit Scham, Verdrängung und Schweigen behandelt wird.
Shownotes
Susanne Loke: Einsames Sterben und unentdeckte Tode (freier Volltext)
Feature: „Der einsame Tod des Herrn D.“ | MDR.DE
Gast
Susanne Loke
Website
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Nachrichtenarm – Mit Maja Malik über Armut in den Medien
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Migrantische Arbeit – mit Peter Birke

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Nov 20, 2023 • 1h 20min
Die Alternativlosigkeit der Partei – mit Jasmin Siri
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Denkt man an die Krise der Demokratie im Jahre 2023, denkt man an den Aufstieg rechtspopulistischer Parteien. In vielen westlichen Nationen verschieben sie derzeit die Koordinaten des politischen Geschehens. Doch was auffällt: Auch wenn sie die „Altparteien“ herausfordern, auch wenn sie behaupten, dem „reinen Volkswillen“ zu seinem Recht zu verhelfen: Parteien bleiben sie doch.
Überhaupt scheint es trotz der allseitigen Frustration mit dem politischen System, trotz der Suche nach direktdemokratischen Alternativen in den letzten Jahrzehnten, dass Parteien bis auf weiteres alternativlos bleiben. Was hat es mit dieser politischen Form auf sich?
Jasmin Siri fordert eine Soziologie der Partei, die diese weder als gegeben hinnimmt, noch sich in ihrer Kritik erschöpft. In der Sendung sprechen wir mit ihr über die Partei als eine Organisation, die uns systematisch immer wieder enttäuschen muss, an der aber kein Weg vorbeiführt, wenn man Politik soziologisch ernstnimmt.
Shownotes
Jasmin Siri – Wikipedia
Jasmin Siri: Parteien: Zur Soziologie einer politischen Form
Jasmin Siri/Jenni Brichzin (Hg.): Soziologie der Parteien: Neue Zugänge zu einer alten Organisationsform des Politischen
Moissei Jakowlewitsch Ostrogorski – Wikipedia
Dr. Jenni Brichzin — Institut
Zwischen Sollen und Sein: Warum Parteien systematisch enttäuschen | SpringerLink
Thorsten Faas
German Longitudinal Election Study (GLES)
Elmar Wiesendahl – Wikipedia
Niklas Luhmann: Organisation und Entscheidung
Partei der Nichtwähler – Wikipedia
Piratinnen – Fehlanzeige Gender?
Jasmin Siri: Von der Partei zur Bewegung?
Matthias Machnig – Wikipedia
Institut für Staatspolitik – Wikipedia
Steve Bannon – Wikipedia
BMI — Gesetzgebungsverfahren — Gesetzentwurf zur Verbesserung der Rückführung
Vor 35 Jahren: CSU-Regierung wollte schwule „Entartung ausdünnen“ — queer.de
Transkript
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Gast
Jasmin Siri
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Verwandte Episoden
Hinter den Dingen – Mit Jenni Brichzin und Sebastian Schindler über politische Erkenntnis
Besser talken – Mit Oliver Weber über die deutschen Polit-Talkshows
Für andere sprechen – Mit Marina Martinez Mateo über politische Repräsentation
Mit Jenni Brichzin über politische Praxis in Parlamenten
Der Kommunismus und wir – mit Gerd Koenen
Das Thüringen-Projekt – mit Marie Müller-Elmau und Hannah Beck
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Oct 23, 2023 • 1h 31min
Der Kommunismus und wir – mit Gerd Koenen
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Vor knapp 30 Jahren endete der Kommunismus als „Weltbewegung“. Zurück blieb wenig Anlass für Nostalgie. Bis heute liegt das historische Scheitern der Kommunismen des 20. Jahrhunderts als schwere Hypothek auf allen progressiven Projekten, die eine grundlegend andere Gesellschaftsordnung jenseits der bestehenden imaginieren. Grund genug, wieder einmal zurückzublicken, so illusionslos wie möglich, und sich zu fragen: Was war der Kommunismus?
Unser Gast Gerd Koenen arbeitet seit Jahrzehnten an dieser Frage. Mit ihm wagen wir einen Parforceritt durch die Historie. Wir sprechen über die menschheitsgeschichtliche Dimension des Kommunismus und über den großen Bruch, in dem die moderne Welt entstand. Wir fragen ihn nach der Sonderstellung Karl Marx‘ und nach der Wirklichkeit des Proletariats. Und wir blicken mit ihm auf die kommunistischen Staatsgründungen des 20. Jahrhunderts. Was machte den Prototypen, die Partei Lenins, aus und was war der Grund für ihre geistige Abschottung, ihre panische Getriebenheit und monströse Selbstzerfleischung?
Für Koenen ist der Kommunismus vorbei, nicht aber die Fragen, die uns seit Anbeginn der modernen Welt umtreiben: Wie umgehen mit dem eigendynamischen und selbst gemachten Zwang der kapitalistischen Verhältnisse? Welche Ansätze einer nächsten Gesellschaft können wir in unserer unübersichtlichen Gegenwart entdecken? Die Fähigkeiten, die Technik, das Weltwissen: Für Koenen ist eigentlich alles schon da, was wir für eine menschlichere Zukunft bräuchten.
Shownotes
Die Farbe Rot
Das rote Jahrzehnt
Utopische Literatur – Wikipedia
Frühsozialismus – Wikipedia
Henri de Saint-Simon – Wikipedia
August Bebel — Die Frau und der Sozialismus (Volltext)
Transkript
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Gast
Gerd Koenen
Website
Verwandte Episoden
Das letzte Leben des Neoliberalismus? – Mit Dieter Plehwe über neoliberale Netzwerke
Mit Patrick Eiden-Offe über die Poesie der Klasse
Mit Ulrike Herrmann über das Ende des Kapitalismus
Die Alternativlosigkeit der Partei – mit Jasmin Siri
Von Mao bis Xi – mit Felix Wemheuer


