EduCouch - Der Bildungspodcast

Institut für digitales Lernen
undefined
Aug 27, 2026 • 1h 9min

Freizeit – Die Kunst, nichts vorzuhaben (EduCouch Meta)

Die Sommerfolge, aufgenommen im Freibad Breitenfurt. Die Einstiegsfrage lautet: „Bist du gerade in der Freizeit oder arbeitest du?“ Marcus und Florian können sie beide nicht beantworten, und genau da beginnt das Gespräch. Dann wirds historisch: Im Mittelalter war freie Zeit ein Rechtsbegriff. Erfunden hat die Freizeit die Fabrik mit der Stechuhr. Das 19. Jahrhundert machte daraus Hobby und Verein, das 20. Erholung und Konsum. Dazwischen: Arbeiter, die nach zwölf Stunden Schicht noch in den Bildungsverein gingen, um Schiller zu lesen. Und heute füllen wir jede Lücke sofort. Zwischendurch fällt auf, dass die Liegewiese leer ist. Dann geht Florian schwimmen.
undefined
Jul 23, 2026 • 26min

Pia Kleber: Körpersprache ist ein großer Teil der Sprache

Von Paris nach Toronto – über Theater, Identität und das Leben in mehreren Sprachen Pia Kleber machte eine Schneiderlehre, arbeitete bei Pierre Cardin in Paris und schlug ein Angebot von Coco Chanel aus, weil ihre Mutter sie kurzerhand zur Aufnahmeprüfung an der Universität der Künste in Berlin angemeldet hatte. Seit Jahrzehnten lehrt sie als Theaterprofessorin in Toronto, wurde mit dem Bundesverdienstkreuz für die deutsch-kanadische Kulturarbeit ausgezeichnet und forscht heute, mit 84, zu künstlicher Intelligenz und Theater. Worüber wir sprechen: Von Pierre Cardin über Coco Chanel zur Aufnahmeprüfung in Berlin Wie sie mit 84 ein KI-Labor gründete, und was Tänzer*innen damit zu tun haben Warum Körpersprache oft mehr verrät als Worte Hier der Link zur KI-Ausstellung in Frankfurt, den Frau Kleber erwähnt hat: https://www.schirn.de/ausstellung/the-world-through-ai/ EduCouch Spezial: Deutsch geht auf Weltreise Elf Folgen, elf Länder, elf Geschichten über die deutsche Sprache in der Welt — anlässlich der Fußball-WM 2026. Eine Kooperation von EduCouch, dem Cornelsen Verlag und dem Goethe-Institut USA. Das Interview führte Benjamin Heinz.
undefined
Jul 21, 2026 • 24min

Django Asül: Heimat ist eine Frage des Dialekts

Ein Gespräch mit dem niederbayerischen Kabarettisten Django Asül Django Asül ist Sohn türkischer Einwanderer, aufgewachsen in Hengersberg in Niederbayern. Seine erste Sprache war nicht Türkisch, sondern Niederbayerisch. Heute ist der Kabarettist, bayerischer Botschafter und einer der bekanntesten Bühnenkünstler des Landes. Über das Etikett des gelungenen Integrationsbeispiels sagt er: „Mich stört das nicht, aber es stimmt halt nicht.” Denn integrieren musste er sich nie. Er war ja immer da. Worüber wir sprechen: Wie Gespräche zuhause klangen: Eltern auf Türkisch, er auf Bayerisch Warum er sein Bayerisch auf Tour nach 150 Kilometern „domestizieren” muss Weshalb er als Vorbild für Integration passen muss Rote Karte für Klischees: „Die Türken” gibt es genauso wenig wie „die Bayern” Warum Dialekte in einer globalisierten Welt wieder an Bedeutung gewinnen EduCouch Spezial: Deutsch geht auf Weltreise Elf Folgen, elf Länder, elf Geschichten über die deutsche Sprache in der Welt — anlässlich der Fußball-WM 2026. Eine Kooperation von EduCouch, dem Cornelsen Verlag und dem Goethe-Institut USA. Das Interview führte Florian Sochatzy
undefined
Jul 16, 2026 • 29min

Ali Gutsfeld: Manchmal Alexander, manchmal Ali

Wie sein Name Türen öffnet – und verschließt. Ein Gespräch über Herkunft, Sprache und die Macht der Worte. Alexander Ali Gutsfeld ist Journalist und Host der Podcasts ‚Nicht mehr mein Land' (ARD) und ‚Das Lederhosen-Kartell'". Seine Mutter kommt aus Ägypten, sein Vater aus Deutschland. Seine Eltern gaben ihm bewusst einen deutschen Namen. Alexander sollte es in Deutschland leichter haben, Ali war dann die praktische Abkürzung seines Namens für Ägyptenbesuche. Heute wechselt er je nach Situation zwischen beiden Namen. Im Gespräch mit Florian Sochatzy erzählt er, wann er Alexander ist und wann Ali, warum er sich als Teenager für den Namen geschämt hat, den er als Kind geliebt hat, und was passiert ist, als er in Kairo Arabisch gelernt hat und gemerkt hat, dass er dort als Europäer auffällt, während er in Deutschland als Deutscher durchgeht. Worüber wir sprechen: – Zwei Vornamen, zwei Identitäten: Wann ist er Alexander und wann Ali? – Warum seine Mutter ihm bewusst einen deutschen Namen gab – Wie sich das Reden über Migration seit 2015 verändert hat – Warum Dialekte im deutschen Film und Fernsehen unterschätzt werden EduCouch Spezial: Deutsch geht auf Weltreise – elf Folgen, elf Länder, elf Geschichten über die deutsche Sprache in der Welt – anlässlich der Fußball-WM 2026, eine Kooperation von EduCouch, dem Cornelsen Verlag und dem Goethe-Institut USA. Das Interview führte Florian Sochatzy.
undefined
Jul 14, 2026 • 31min

Jo-Ann Strauss: Die Sonne nimmt die Fische aus dem Wasser

Moderatorin Jo-Ann Strauss über Afrikaans, isiXhosa, Englisch und ein spät gelerntes Deutsch Auf isiXhosa sagt man nicht, es sei heiß. Man sagt, die Sonne nimmt die Fische aus dem Wasser. Jo-Ann Strauss ist Moderatorin, Unternehmerin und war Miss South Africa. Sie wuchs im Südafrika der Apartheid auf, zuhause mit Afrikaans und Englisch. isiXhosa lernte sie mit dreizehn in der Schule, weil sie mit allen Menschen in Kapstadt reden wollte. Deutsch kam Jahre später dazu, weil ihre Schwiegereltern kein Englisch sprechen. Wenige Jahre danach stand sie für das ZDF vor der Kamera, moderierte das Eröffnungskonzert der Fußball-WM 2010 an der Seite von Thomas Gottschalk und berichtete während des Turniers aus ihrer Heimatstadt. Im Gespräch mit Benjamin Heinz erzählt sie, warum Englisch im Südafrika ihrer Kindheit ein Zeichen von Bildung war, weshalb sie sich kein kulturelles, sondern ein situatives Chamäleon nennt, und was passiert, wenn man der Schwiegermutter ein Kompliment machen will und dabei Afrikaans und Deutsch verwechselt. EduCouch Spezial: Deutsch geht auf Weltreise Elf Folgen, elf Länder, elf Geschichten über die deutsche Sprache in der Welt, anlässlich der Fußball-WM 2026. Eine Kooperation von EduCouch, dem Cornelsen Verlag und dem Goethe-Institut USA.
undefined
Jul 9, 2026 • 35min

Mona Ameziane: Die marokkanische Kultur ist ein weiteres Tor, das mir offen steht

Über das Aufwachsen zwischen Ruhrgebiet und Marokko, Gastfreundschaft als Haltung und ein arabisches Wort, auf das sie als Kind mächtig stolz war. Mona Ameziane ist Journalistin, Moderatorin und Autorin. Ihre Mutter kommt aus dem Ruhrgebiet, ihr Vater aus Fès in Marokko, und Mona ist zweisprachig deutsch-französisch aufgewachsen, mit Arabisch als dritter Sprache, die ihr Vater ihr früh spielerisch beibrachte. In ihrem Buch „Auf Basidis Dach" erzählt sie von den Sommern bei ihren Großeltern in Marokko. Im Gespräch mit Florian Sochatzy geht es um das Leben zwischen zwei Kulturen: über den Moment, in dem sie als Kind nicht verstand, warum man in Marokko nicht fragt, wann die Gäste wieder gehen. Über Gastfreundschaft als Haltung. Und über die Frage, was es bedeutet, in Deutschland „die aus Marokko" und in Marokko „die aus Deutschland" zu sein. Ein EduCouch Spezial: Deutsch geht auf Weltreise Elf Folgen, elf Länder, elf Geschichten über die deutsche Sprache in der Welt — anlässlich der Fußball-WM 2026. Eine Kooperation von EduCouch, dem Cornelsen Verlag und dem Goethe-Institut USA.
undefined
Jul 7, 2026 • 24min

Liana Konstantinidou: Der Mythos vom Schlüssel zur Integration

Vom Stolpern über Alltagswörter bis zur Frage, was Sprache für Integration wirklich leisten kann. Liana Konstantinidou konnte Goethe im Original lesen, bevor sie wusste, wie „Bügeleisen" auf Deutsch heißt. Diesen Moment beschreibt sie in der neuen Folge unserer WM-Sonderstaffel: in einem Supermarkt, frisch in Deutschland, auf der Suche nach einem Wort, das in keinem ihrer Literaturseminare vorkam. Da wurde Deutsch für sie von einer Schulsprache zur Sprache des Alltags. Geboren in Thessaloniki, kam sie über Bochum und Fribourg in die Deutschschweiz. Heute forscht sie an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften und bildet angehende Sprachkursleitende aus. Im Gespräch mit Florian Sochatzy hinterfragt sie eine Metapher, die wir alle kennen: Sprache sei der Schlüssel zur Integration. Als Linguistin sagt sie, Sprache ist wichtig, aber nur einer von vielen Faktoren. Wer sie zum alleinigen Schlüssel erklärt, macht es sich bequem und schiebt die Verantwortung dorthin, wo sie nicht hingehört. Ein Gespräch über Mehrsprachigkeit, über Hochdeutsch und Dialekt und über „Philotimo", ein griechisches Wort, das im Deutschen fehlt. Eine Kooperation von EduCouch, dem Cornelsen Verlag und dem Goethe-Institut USA.
undefined
Jul 2, 2026 • 31min

Fernando Gonzalez: Zwischen Schweinshaxe und Salsa

Über das Aufwachsen zwischen zwei Sprachen, Schweinshaxen-Tacos aus der Not und warum gutes Essen auch eine Übersetzungsleistung ist. Fernando Gonzalez wurde in Mexiko geboren, kam mit sieben Jahren über Argentinien nach München und führt heute die Taqueria Con Salsa im Gasteig. Daneben ist er Food-Creator unter "Auf die Faust" und hat ein Kochbuch über Mexiko geschrieben. Mit seinem Sohn spricht er konsequent Spanisch. Im Gespräch mit Benjamin Heinz zieht er eine Linie zwischen Küche und Sprache, die hängenbleibt: Mexikanisches Essen sei in Europa oft schlecht repräsentiert, weil es „nicht ausformuliert" ist. Wie eine Sprache, die niemand richtig übersetzt hat. Worüber wir sprechen: Aufwachsen zwischen Spanisch zu Hause und Deutsch in der Grundschule Wie sein Vater mit Wörterbuch und Pralinen das Herz seiner Mutter eroberte Schweinshaxen-Tacos: eine Eigenkreation, entstanden aus der Not Warum „echte" mexikanische Küche wie eine Sprache funktioniert, die niemand übersetzt hat Die Rote Karte für Chili con Carne _EduCouch Spezial: Deutsch geht auf Weltreise Elf Folgen, elf Länder, elf Geschichten über die deutsche Sprache in der Welt — anlässlich der Fußball-WM 2026. Eine Kooperation von EduCouch, dem Cornelsen Verlag und dem Goethe-Institut USA. _ Das Interview führte Benjamin Heinz.
undefined
Jun 25, 2026 • 23min

Johannes Ebert (Generalsekretär Goethe-Institut): Warum 15 Millionen Menschen Deutsch lernen

Über Deutsch als Fremdsprache, offene Räume in unfreien Gesellschaften und Deutschlands Ansehen in der Welt. Johannes Ebert ist Generalsekretär des Goethe-Instituts, das mit rund 150 Standorten in fast 100 Ländern für die deutsche Sprache und den kulturellen Austausch weltweit steht. Vor München leitete er die Institute in Kiew, Moskau und Kairo — und lernte unterwegs Arabisch, Türkisch und Russisch. Im Gespräch mit Florian Sochatzy geht es um die Frage, warum weltweit etwa 15 Millionen Menschen Deutsch lernen, und darum, wie sich die Wahrnehmung Deutschlands gerade verändert: durch das Erstarken rechter Kräfte, die Debatte um die Nahost-Positionierung und Zweifel an der politischen Stabilität. Worüber wir sprechen: Was das Goethe-Institut ist Warum Menschen sich für Deutsch entscheiden, obwohl Englisch oder Spanisch näherliegen Welche Stadt ihn am meisten geprägt hat (und warum es Kiew ist) EduCouch Spezial: Deutsch geht auf Weltreise Elf Folgen, elf Länder, elf Geschichten über die deutsche Sprache in der Welt — anlässlich der Fußball-WM 2026. Eine Kooperation von EduCouch, dem Cornelsen Verlag und dem Goethe-Institut USA. Das Interview führte Florian Sochatzy.
undefined
Jun 18, 2026 • 24min

Kathrin Hendrich: Mehrsprachig im Profifußball — und warum sie auf Deutsch flucht

Die Fußball-Nationalspielerin über das Aufwachsen mit drei Sprachen, ihren Alltag in Chicago und ein deutsche Wort, das für Verwirrung sorgte. Kathrin Hendrich wuchs in Ostbelgien auf — in einer Region, in der Deutsch, Französisch und Flämisch zum Alltag gehören. Schon als Kind war Sprache für sie kein Schulfach, sondern Lebensrealität. Heute spielt sie für die Chicago Stars und die deutsche Frauen-Nationalmannschaft, mit der sie gerade das WM-Ticket gelöst hat. Im Gespräch mit Benjamin Heinz erzählt sie, wie es ist, den Alltag in einer Fremdsprache zu leben — und welche Sprache sie sich für die emotionalen Momente aufhebt. Worüber wir sprechen: Aufwachsen mit drei Sprachen in Ostbelgien Warum sie auf dem Platz auf Deutsch flucht — und was Schiedsrichter damit zu tun haben Wie ihr Team sich gegenseitig Vokabeln beibringt Warum „shift" auf Amerikanisch schneller geht als „schieb durch" Ihre Rote Karte für den Hass im Netz Warum sie sich für den DFB und gegen Belgien entschieden hat Das Missverständnis aus ihren ersten Wochen in Chicago, das ihr bis heute peinlich ist Ein EduCouch Spezial: Deutsch geht auf Weltreise Elf Folgen, elf Länder, elf Geschichten über die deutsche Sprache in der Welt — anlässlich der Fußball-WM 2026. Eine Kooperation von EduCouch, dem Cornelsen Verlag und dem Goethe-Institut USA. Das Interview führte Benjamin Heinz.

The AI-powered Podcast Player

Save insights by tapping your headphones, chat with episodes, discover the best highlights - and more!
App store bannerPlay store banner
Get the app