

Science Busters Podcast
Martin Puntigam, Martin Moder, Florian Freistetter
Der Science Busters Podcast ist ein Podcast der Science Busters. Das trifft sich insofern sehr gut, weil der Name leicht zu merken ist.
Seit 2007 gibt es die Science Busters als Wissenschafts-Show-Projekt. Auf der Bühne, auf Radio FM4, als Bücher, als Lehrveranstaltung und TV-Sendungen. Und ab 2021 auch als Podcast. Weil fast immer mehr zu einem Thema zu sagen wäre, als im jeweiligen Format Platz hat. Nachhaltige Wissenschaftskommunikation, wenn man so will, lehrreich, unterhaltsam und durchgehend in Stereo.
In jeder Folge wird eine aktuelle Frage der Hörerschaft beantwortet, oder zwei. Und ein Thema umfassend beackert. Am Ende gibt es Tipps und Empfehlungen. Um Eigenwerbung zu vermeiden, muss immer einer die Arbeit seines Gegenüber bewerben.
Science Busters Podcast - transparent, unbestechlich, bürgernah
Tiere können der Handlung nicht folgen.
Produziert mit Unterstützung der Universität Graz und der TU-Wien
Kontakt: podcast@sciencebusters.at
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Aug 30, 2021 • 1h 8min
SBP013 - Rasende Feuerkugel, süßsauer
Was macht der Penis der Hefe, wenn Justus Liebig schaut & wer war der wichtigste Wissenschaftler, den niemand kennt
SBP013 - Rasende Feuerkugel, süßsauer
Eine Geschichte der Welt in 100 Mikroorganismen
In Ausgabe 13 des Science Busters Podcasts geht es um die Welt der Mikroorganismen. Wir können sie zwar nicht sehen und sie uns auch nicht. Aber das hält sie nicht davon ab, unsere Welt in jeglicher Hinsicht zu beeinflussen.
Publikumsfrage: Können Bakterien in Gift leben
Jakob hat uns eine sehr gute Frage gestellt. Vor allem weil man sie in zwei spannende Richtungen beantworten kann. 1) Gibt es Lebewesen, die mehr aushalten als wir? Und 2) Wir wissen ja, dass es auf anderen Himmelskörpern sehr viel lebensfeindlicher ist als auf der Erde. Wir können dort nicht leben - aber gibt es Lebewesen, die das vielleicht doch können und wenn ja, wo?
Antwort 1: Wir Menschen sind Weicheier. Uns kann man leicht umbringen, wir halten nix aus. Aber die Mikroorganismen sind viel widerstandsfähiger als wir. Vor allem die Archäen, die wirklich cool sind und nicht umsonst zu den “Extremophilen” zählen. Dass es Archäen überhaupt gibt, hat Carl Woese erst in den 1960er Jahren entdeckt. Beziehungsweise hat man sie davor schon auch gekannt, allerdings für Bakterien gehalten. Dass es sich dabei um völlig andere Lebewesen handelt, die enger mit uns Menschen verwandt sind als die Bakterien, hat man allerdings erst dank moderner Gentechnik herausgefunden.
Ein Beispiel für ein spannendes Archaeon ist Pyrobaculum calidifontis. Das heißt übersetzt “Feuerstäbchen aus der heißen Quelle”. Und in heißer Quelle auf Philippinen hat man es auch entdeckt. Es kann mehr als 90 Grad aushalten und Wasserstoffperoxid unschädlich machen. Das ist nicht nur praktisch für das Archaeon, sondern auch für uns Menschen, weil wir uns seine chemischen Tricks für unsere Wirtschaft zunutze machen können. Zum Beispiel bei der Herstellung von Kleidung.
Oder Halobacterium noricense. Das hat man in einem Salzbergwerk bei Altaussee entdeckt, hunderte Meter tiefe Salzschicht. Es setzt bei Kontakt mit radioaktiven Materialen Phospat frei und kann radioaktives Material binden. Wenn uns also wirklich nichts besseres für unseren Atommüll einfällt, als ihn irgendwo zu verbuddeln, könnte dieses Archaeon als Wächter dienen, falls doch mal was damit passiert.
Und um Jakobs Frage noch explizit zu beantworten: Im Jahr 2010 hat die NASA behauptet, ein Bakterium entdeckt zu haben, dass nicht nur in einem Arsenhaltigen See lebt, sondern das giftige Arsen sogar zum Aufbau seiner DNA nutzen kann. Das wäre eine Sensation gewesen, war aber leider trotzdem falsch. Aber dennoch gilt: Es gibt jede Menge Bakterien, die dort leben können, wo es für uns giftig ist.
Antwort 2: Können Mikroorganismen auf anderen Himmelskörper leben? Vermutlich. Wir haben aber noch nix entdeckt. Aber wenn, dann ist der Saturnmond Enceladus ein guter Kandidat für eine Suche. Dort gibt es Kryovulkanismus mit Schneematsch statt Lava. Dort hat man auch Methan gefunden und all das könnte bedeuten, dass im Wasserozean unter der Eisdecke Enceladus’ Mikroorganismen leben. Ruth-Sophie Taubner von Uni Linz hat das Archaeon Methanothermococcus okinawensis untersucht. Es wurde in derTiefsee entdeckt, lebt bei hydrothermalen Quellen bei mehreren 100 Grad heißen Wasser und macht aus CO2 und Wasserstoff Methan. Könnte es das auch auf Enceladus tun? Das hat Taubner im Labor nach- und festgestellt: Es klappt! Um zu checken ob es “Alien-Archaen” gibt, müsste man aber auf Enceladus landen und unters Eis schauen.
Die Forschungsarbeit von Taubner kann man hier nachlesen. Über Kryovulkanismus kann man sich in einer Folge von Florians Sternengeschichten weiter informieren. Und das Buch über die Taxonomie heißt “Die Kunst der Benennung”, ist von Michael Ohl und sehr empfehlenswert.
Wer auch Fragen an uns stellen will, tut das am besten über unseren Instagram Account oder per Email an podcast@sciencebusters.at
Eine Geschichte der Welt in 100 Mikroorganismen
Florian erzählt deswegen so viel über Mikroorganismen, weil er gemeinsam mit Helmut Jungwirth ein Buch darüber geschrieben hat: “Eine Geschichte der Welt in 100 Mikroorganismen”. Es ist sehr gut und erzählt 100 Geschichten über Mikroorganismen. Es ist kein Buch über Medizin, schon gar keines über Corona oder Krankheiten. Sondern ein Buch über die Vielfalt der Welt und die Vielfalt der unsichtbaren Lebewesen, denen die Welt eigentlich gehört; sind zahlenmäßig weit überlegen und überall zu finden. Es geht um Religion und die Feiertage, die wir den Bakterien verdanken. Es geht um Bier und angeblich Alkohol urinierende Pilze, es geht um Raumfahrt und Außerirdische, um Kunst und Architektur, um die Vergangenheit, die Zukunft, die Entstehung der Welt und den Weltuntergang. Um alles quasi.
Nobelpreis haben Florian und Helmut dafür noch nicht bekommen, aber im Buch eine Geschichte über die Mikroalge Vibrio paxillifer erzählt, deren Skelette Alfred Nobel zur Sprengstoffherstellung verwendet und damit das Vermögen verdient hat, um die Nobelpreise zu stiften. Eine Leseprobe des Buchs gibt es hier
Empfehlungen: Klima und Chemie
Florian empfiehlt diesmal seinen eigenen Podcast. Bzw. seinen neuen Podcast “Das Klima”, den er gemeinsam mit der Meteorlogin und Professorin für Wissenschaftskommunikation Claudia Frick betreibt. Beide lesen den aktuellen Sachstandsbericht des Weltklimarates und fassen den Inhalt allgemeinverständlich zusammen. Da der Bericht fast 4000 Seiten lang ist, dauert das ein paar Folgen lang. Aber dafür weiß man danach auch fast alles über das Klima, was es zu wissen gibt.
Das Buch kann man sich von den beiden Autoren am 14. September in der Thalia Buchhandlung Wien Mitte vorstellen lassen.
Was man auch verstehen sollte, ist Chemie. Dazu empfiehlt Florian den Podcast “Stimmt die Chemie” der Chemikerinnen Antonia und Sophie. Kurze, launige Folgen mit jeder Menge Wissen aus der Chemie.
Live-Termine gibt es für die Science Busters auch wieder mal anzukündigen: Wir spielen die Show “Corona special” Dienstag, 31.8. bei Usus am Wasser, in Wien, an der Neuen Donau 1. Unsere Klimawandelshow “Global Warming Party” gibt es am 4.9. im Stadtsaal Wien, am 9.9. in Melk und am 19.9. in München. Am 10.9 feiern wir “80 Jahre Heinz Oberhummer”, im Theater im Park, unter anderem mit Josef Hader, Franz Viehböck und vielen mehr. Alle Termine und Ticket-Links gibt es auf sciencebusters.at. Martin Puntigam geht mit seinem Soloprogramm “Luziprack” zum 15jährigen Jubiläum in Österreich und Süddeutschland auf Tournee; Termine und Infos gibt es unter puntigam.at.
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Alle neuen Folgen kann man ab 17.3.2021 jeweils sieben Tage lang in der ORF TVthek abrufen.
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Aug 16, 2021 • 55min
SBP012 - Weltkulturerbe Manspreading
Wie arg ist Sexualdimorphismus und wann gibt es Glück in der Wissenschaft
**SBP007 - Menschen machen Evolution **
Weltkulturerbe Manspreading
Kurzbeschreibung
Publikumsfrage: Warum machen sich Männer in der U-Bahn so breit? Können die nicht ihre Beine zusammenhalten?
Autofronten sind Gesichter
Kulturenvergleich Autofronten
Wir betrachten Autos wie Gesichter
Kognitive Algorithmen
Overperception Error
Empfehlungen
[Die angekündigten Umfragen sind bereits abgeschlossen]
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Aug 2, 2021 • 1h 5min
SBP011 - Wie reizend ist ein Reizdarm
Wieviel Karat hat ein iGEM und gibt es FODMAPs auch als App
SBP011 - Wie reizend ist ein Reizdarm
Wieviel Karat hat ein iGEM und gibt es FODMAPs auch als App
Ausgabe 11 des Science Busters Podcasts: Kabarettist Martin Puntigam und Denise Schaffer, Technische Chemie, und die Magdalena Haller, Biotechnologie, erklären, was man tun muss, um die Goldmedaille in iGEM zu gewinnen, welche Alkohole man bei gereiztem Darm nicht essen sollte und wer die vielen Videos anschaut, die beim PCR-Test "Alles gurgelt" entstehen.
Publikumsfrage: Verzicht von FODMAPs oder Gluten?
Anna hat eine Frage zum Thema Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten: Gibt es Studien zu den Auswirkungen beim Verzicht von Gluten oder FODMAPs bei Personen ohne (nachgewiesener) Nahrungsmittel-Unverträglichkeit?
Um diese Frage zu klären müssen erstmal einige Begriffe geklärt werden:
FODMAPs
FODMAPs (Fermentierbare Oligo, Di, Monosaccharide und Polyole) sind unverdauliche kleine Kohlenhydrate (und Alkohole) bestehend aus 1-10 Zuckern. Damit haben FODMAPs aus biochemischer Sicht gar nichts mit Gluten, einem Eiweiß, zu tun. . Die bekanntesten FODMAPs sind wohl die Fructose, ein Monosaccharid (so nennen Chemiker:innen einen Einfachzucker), das v.a. in Obst vorkommt, sowie Lactose, ebenfalls ein Zucker, der in Milchprodukten enthalten ist. Daneben gibt es noch ganz viele andere Lebensmittel mit hohem FODMAP-Gehalt, wie Weizen, Roggen, Zwiebel, Knoblauch, Sojabohnen, Erbsen oder grüne Paprika. Trotz der Vielzahl an Lebensmittel, in denen FODMAPs in hohen Konzentrationen vorkommen, haben die meisten Menschen noch nie von FODMAPs oder FODMAP-Unverträglichkeiten (abgesehen von Lactose-Intoleranz) gehört.
Reizdarmsyndrom
FODMAPs können jedoch das sogenannte Reizdarmsyndrom auslösen (englisch: Irritable Bowel Syndrome, abgekürzt IBS). Das ist eine Funktionsstörung des Darms mit Symptomen wie Verstopfung, Durchfall, Bauchschmerzen, Müdigkeit, Gewichtsverlust, Depression etc. Als Behandlung werden Diäten vorgeschlagen. In einem Review von italienischen WissenschaftlerInnen vom letzten Jahr wurden die bisherigen Studien zusammengefasst und es zeigt sich in mehreren randomisierten Doppel-Blind-Studien, dass der Verzicht von FODMAPs in einer sogenannten Low-FODMAP Diät (LFD) diese Symptome tatsächlich verbessern können.
Neben der LFD gibt es auch Studien zu Darm-gezielten Hypnotherapie, welche zeigen, dass scheinbar auch die Psyche eine nicht ganz so kleine Rolle beim Reizdarmsyndrom spielt. Es ist eigentlich schon lange bekannt, dass die Psyche auf die Verdauung schlagen kann, aber trotzdem muss man diese Studien auch kritisch betrachten, weil es sich hier nicht um Blind-Studien handelt - es besteht also die Möglichkeit, dass die Wissenschaftler durch ihre Erwartungen die Ergebnisse beeinflusst haben.
Vorteile und Nachteile von Low-FODMAP Diäten
Zu den FODMAPs zählen auch viele präbiotische Kohlenhydrate und Polyole, also Stoffe die das Wachstum und die Aktivität der Darm-Bakterien (z.B. Bifidobakterien) stimulieren. Darum wurde vermutet, dass eine Low-FODMAP Diät die Anzahl der Bifidobakterien im Darm und darüber auch die Darmgesundheit beeinflussen könnte.
Allerdings führt die Reduktion der Bifidobakterien bei einer Low-FODMAP Diät offenbar zu keinen nachteiligen Effekten, hat keinen Effekt auf die Diversität des Mikrobioms und die Reduktion der Bakteriendichte dürfte sich sogar positiv auf die Darm-Gesundheit auswirken.
Das Problem ist jedoch, dass die LFD eine sehr strikte Diät ist und auf keinen Fall ohne einen Diätologen begonnen werden sollte!
Gluten ist ein Eiweiß, das in einigen Getreidesorten, wie Weizen, enthalten ist. In den letzten Jahren hat es einen ziemlich schlechten Ruf bekommen, der allerdings unbegründet ist. Der menschliche Körper braucht zwar kein Gluten, aber die meisten Menschen vertragen es problemlos. Nur bei bestimmten Autoimmunkrankheiten wie Zöliakie muss wirklich auf Gluten verzichtet werden. Bei einer Gluten-freien Diät (GFD) besteht die Gefahr, dass zu wenige Ballaststoffe und Proteine, aber auch potentiell zu wenig Vitamine, wie B-Vitamine und Folsäure, aufgenommen werden, dafür wesentlich mehr Fette und Zucker. Alternativen in der GFD sind Reis und Fisch, welche jedoch metall-belastet sind und es so zu einer höheren Aufnahme von Arsen, Cadmium, Quecksilber und Blei kommt.
Es zeigen allerdings auch einige Studien, dass eine GFD positive Effekte auf Diabetes Typ 1, Schuppenflechte und MS haben könnte. Hierbei fehlen jedoch noch randomisierte Doppelblindstudien.
Wer auch Fragen an uns stellen will, tut das am besten über denInstagram Account, oder per Email an igem.vienna2021@boku.ac.at
iGEM
iGEM (international genetically engineered machine) ist ein jährlich stattfindender Wettbewerb im Bereich der synthetischen Biologie mit jährlich mehr als 300 Teams (353 im Jahr 2019) aus der ganzen Welt, welche mit ihren Projekten und mit Hilfe von synthetischer Biologie versuchen, eine bessere Welt zu schaffen. Ziel von iGEM ist es, der Gesellschaft synthetische Biologie bzw. Bioengineering besser und vor allem sicher zur Verfügung zu stellen und die transparente Entwicklung der Methoden zu fördern.
Eine weitere typische Eigenschaft von iGEM ist, dass alle Ergebnisse offengelegt und frei verfügbar für akademische Labore sind. Die Registry von iGEM enthält dabei bereits über 20.000 genetische Standard-Bausteine, sogenannte Parts. iGEM stellt damit einen wesentlichen Bestandteil der wissenschaftlichen Forschung.
Das Wiener iGEM Team 2021, bestehend aus 26 Studierenden, möchte eine neuen Therapie-Ansatz bei FODMAP-Unverträglichkeit entwickeln und konzentriert sich dabei auf Fructane, Polysaccharide aus mehreren Fructose-Bausteinen. Ihr Ziel ist es, auf bisher vernachlässigte Darmerkrankungen wie das Reizdarmsyndrom aufmerksam zu machen, sodass in Zukunft mehr Behandlungsalternativen für Betroffenen geschaffen werden.
Weitere Quellen
UN Nachhaltigkeitsziele
Gluten, Review 2017
Gluten-verwandte Störungen, Review 2020
Gluten-freie Diät, Review 2020
Gluten-freie Diät, Review 2018
Non-Celiac Gluten Sensititivy (NCGS), Review 2021
NCGS vs. Reizdarmsyndrom, Review 2017
NCGS vs. Reizdarmsyndrom, Review 2021
Glutenfreie Diät bei Diabetes und Zöliakie, 2021
Empfehlungen
Informationen zu FODMAPs hat das Institut für Mikroökologie in Herborn, Deutschland, in Form eines kurzen Videos aufbereitet. Das Video gibt es hier.
Ein längeres Video zum Thema Reizdarmsyndrom und FODMAPs aus dem Jahr 2017 vom Krankenhaus Waldfriede, Deutschland.
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Beginnend mit Anfang August gibt es eine Umfrage zum Thema FODMAPs Unverträglichkeiten.
Außerdem werden Personen mit FODMAPs Unverträglichkeiten bzw. Reizdarmsyndrom gesucht, die bereit wären, an einem Interview mit uns, dem Wiener iGEM Team 2021, teilzunehmen. Bei Interesse, bitte einfach über unseren Instagram Account melden, oder ein Email an igem.vienna2021@boku.ac.at schreiben.
Bis Herbst gibt es einen monatliche Newsletter vom Wiener iGEM Team 2021, dafür anmelden kann man sich hier.
Weiterführende Informationen zu König Sejong und sein koreanisches Alphabet “Hangeul” oder die Geschichte und Kultur Koreas allgemein sind auf der Website des Koreakulturhauses in Wien oder auf der Website der koreanischen Tourismusorganisation.
Weiterführende Informationen zum “Alles Gurgelt” Projekt und der Lifebrain COVID Labor GmbH gibt es hier und hier.
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Jul 19, 2021 • 1h 6min
SBP010 - Gute Bewertung in Eichhörnchen-Tripadvisor
Wie venusähnlich ist die Erde und kann man in der habitablen Zone immer überleben?
SBP010 - Gute Bewertung in Eichhörnchen-Tripadvisor
Wie venusähnlich ist die Erde und kann man in der habitablen Zone immer überleben
Ausgabe 10 des Science Busters Podcasts: Kabarettist Martin Puntigam und Astronom Florian Freistetter besprechen, warum es auf der Venus zu wenig Stauraum gibt, wie erdähnlich eine zweite Erde sein muss und ab wann man die silberne Treuenadel vom Tourismusverband Mars bekommt. Mit Baumfuchsvisite live!
Publikumsfrage: Was ist eine zweite Erde?
Toni möchte gerne wissen, wie das mit der “zweiten Erde” ist? Was ist das, wann ist ein Planet eine zweite Erde und was führt dazu, dass ein Planet so wie die Erde wird oder nicht.
Die Sache mit der “zweiten Erde” ist vor allem nervig für die Astronomie. Denn die Medien kriegen regelmäßig einen Rappel, wenn irgendwo ein Planet entdeckt wird, der eventuell erdähnlich sein könnte und verkünden mit Begeisterung die Entdeckung der “zweiten Erde”. Daran ist die Astronomie aber nicht ganz unschuldig. Denn der Begriff “terrestrial planet”, also “erdähnlicher Planet” ist ein Fachwort, das etwas anderes bedeutet, als man es sich außerhalb der Astronomie vorstellt. “Erdähnlich” ist zum Beispiel auch der Mars oder die Venus. Deswegen klären wir im Podcast zuerst einmal die Nomenklatur und die unterschiedlichen Arten von Planeten. Es geht lange um “Gasriesen”, was aber Teil der Antwort auf Tonis Frage ist, denn wenn ein Planet zu viel Masse hat, ist ihm ein Leben als Gasriese sicher und nicht als “zweite Erde”. Dazu braucht es sowieso noch viel mehr: Eine passende Atmosphäre, tektonische Aktivität, und so weiter.
Es wird wohl irgendwo dort draußen eine echte “zweite Erde” geben. Noch sind wir technisch aber nicht in der Lage, sie auch zu finden. Das wird erst mit der nächsten Generation an Teleskopen gehen. Mit dem “Extremely Large Telescope (ELT)” der Europäischen Südsternwarte zum Beispiel oder dem “James Webb Space Telescope (JWST)”, das Ende des Jahres - hoffentlich! - ins All fliegen wird.
Das im Podcast erwähnte Buch von Andrew Hunter Murray_ heißt “The Last Day” und doch bereits auch in deutscher Übersetzung erhältlich und wirklich sehr lesenswert.
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Doppelvenus
Um zu verstehen, was einen Planeten zu einer “zweiten Erde” macht und was ihn daran hindert, lohnt es sich, unsere beiden Nachbarn im All anzusehen. Rein technisch gesehen könnten nämlich auch Venus und Mars “erdähnlich” sein. Nach ihrer Entstehung waren alle drei Planeten einander sehr ähnlich. Überall gab es flüssiges Wasser; überall herrschten vermutlich lebensfreundliche Bedingungen. Heute ist nur noch die Erde lebensfreundlich, die Venus wurde zur Hitzehölle und der Mars zu einer Eiswüste. Den Mars haben wir in den letzten Jahrzehnten sehr intensiv erforscht; die Venus leider nicht so. Aber jetzt geht endlich was weiter! Die NASA hat sich auf zwei neue Missionen zur Venus festgelegt, die ESA auf eine. Wenn wir verstehen, was dazu geführt hat, dass die Venus heute so lebensfeindlich ist, verstehen wir auch, was die Erde so einzigartig macht. Die Venus ist aber viel schwerer zu erforschen als der Mars. Deswegen gab es auch so wenig Missionen dorthin. Es ist aber ein Fehler, so wenig Forschung dort zu machen und sich nur auf den Mars zu konzentrieren. Die Venus ist der Erde viel ähnlicher als der Mars. Man hat im letzten Jahr sogar kurz mal gedacht, dort Leben entdeckt zu haben! Das hat sich aber als Messfehler herausgestellt und vorerst ist es nix mit Leben auf der Venus. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Die Venusatmosphäre ist enorm komplex und wer weiß, ob da nicht doch irgendwas lebt. Wenn wir es herausfinden wollen, müssen wir dorthin fliegen. Was wir ja jetzt auch endlich wieder tun.
Empfehlungen: Krautnah
Florian empfiehlt diesmal, sich den Podcast Krautnah anzuhören. Darin geht es um Botanik, was an sich schon spannend genug ist. Immerhin gibt es auch viel mehr Pflanzen als Menschen. Aber auch aus astronomischer Sicht ist es wichtig, sich mit Pflanzen zu beschäftigen. Im Krautnah-Podcast gibt es außerdem noch Gartentipps und wunderbar gute schlechte Wortspiele in den Folgentiteln. Unbedingt anhören.
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Jul 5, 2021 • 54min
SBP009 - Wolfram hebt richtig geil ab
Über Hagelfliegen und das Bohren harter Bretter
SBP009 - Wolfram hebt richtig geil ab
Ausgabe 9 – Hagel und Hartmetall - Kabarettist Martin Puntigam und Chemiker Peter Weinberger klären:
Wieso ist Hagelfliegen so eine unvorhersehbare Erfolgsgeschichte? Was passiert eigentlich in Gewitterwolken und was hat es so mit Keimen auf sich?
Bildung für Keime? Oder doch lieber Keimbildung?
Außerdem: Eine Hommage an eines der härtesten Metalle der Welt, Wolfram. Wie es gefördert und hergestellt wird, was man daraus macht und wieso WC kein stilles Örtchen der Chemiker ist.
Quellen:
Bildung von Hagelkörnern
Hagelabwehr
Hagelkanonen und (https://www.wlbt.com/story/3608868/residents-protest-hail-cannons/)
Wolfram
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Jun 21, 2021 • 59min
SBP008 - Flüssiger Arsch, genetisch optimiert
Wie viele Immunsysteme hat der Mensch und welches hat wann Dienst
SBP008 - Flüssiger Arsch, genetisch optimiert
Ausgabe 8 - Kabarettist Martin Puntigam und Molekularbiologe Martin Moder klären:
Findet unsere Evolution noch statt? Wenn ja, wie schnell läuft sie ab und könnte das zu Mutationen wie bei den X-Men führen?
Warum hatten KreationistInnen tatsächlich ein gutes Argument?
Sollten wir den Menschen genetisch optimieren? Und falls ja, woher wissen wir, welche Veränderungen die richtigen sind?
Das Verhaltens-Immunsystem – Warum führt die unbewusste Angst vor Infektion zu Fremdenfeindlichkeit? Und weshalb sind ausgerechnet Schwangere besonders anfällig?
Und die große Erotik-Frage: Wie lässt sich mit dem Furzspray „Flüssiger Arsch“ das Liebesleben optimal gestalten?
Quellen:
Sichelzellenanämie und Malaria in Zentralafrika.
Sauerstoffversorgung bei tibetischen Kindern.
Junkfood-Toleranz in den USA.
Schizophrenie und Kreativität: Studie 1, Studie 2.
Leckeres Schokocremetörtchen getarnt als Kot.
Schwangerschaft und Fremdenfeindlichkeit.
Bereits das in Erinnerung rufen von Infektionsgefahren reicht aus, um Fremdenfeindlichkeit zu fördern.
Bringt das Verhaltensimmunsystem heute noch Vorteile?
Reinigungsrituale gegen Fremdenfeindlichkeit.
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Jun 7, 2021 • 1h 5min
SBP007 - Wal-Pflichtfach Evolution
Kann man bei der Evolution zuschauen und warum darf der Birkenspanner wieder zur Fete Blanche
**SBP007 - Menschen machen Evolution **
bei der Evolution kann man doch zusehen
Kurzbeschreibung
Publikumsfrage: Warum entscheiden sich so viele Menschen keine Kinder zu haben, obwohl es ja in der Evolution darum geht, sich erfolgreich fortzupflanzen?
Konrad Lorenz Forschungsstelle Grünau
Mitforschen bei Citizen Science Projekten unter
Birkenspanner Industriemelanismus
Wale entkommen den Jägern
Oder leichter verdaulich
TCM Pflanze Fritillaria
Oder leichter verdaulich
Empfehlungen
PhD und PostDoc gesucht für WWTF Projekt zur Auswirkung von Kunst- und Grüninstallationen im urbanen Raum. Projektleitung Helmut Leder & Elisabeth Oberzaucher
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May 24, 2021 • 1h 6min
SBP006 - Ganzheitlich gegen die Erderwärmung
Sollen wir Erde mit Drogen klimafit machen oder lieber ordentlich schmieren?
**SBP006 - **
Sollen wir Erde mit Drogen klimafit machen oder lieber ordentlich schmieren?
Ausgabe 6 des Science Busters Podcasts! Kabarettist Martin Puntigam und der Astronom Florian Freistetter erörtern: warum lässt CO² die Wärme rein, aber nicht mehr raus aus der Atmosphäre? Was ist besser - Geo-Engineering oder Space-Engineering? Und wird es noch ein Glück gewesen sein, wie die Populisten der Welt noch Klimawandelleugner waren?
Publikumsfrage: Warum funktioniert CO2 nur in eine Richtung?
Levine hat eine fundamentale Frage zum Treibhauseffekt: Warum lässt das CO2 die Wärme von der Sonne in Richtung Erde durch, die Wärme von der Erde in Richtung Weltall aber nicht mehr?
Wenn man verstehen will, wie der Treibhauseffekt wirklich funktioniert, muss man sich auf die Ebene von Atomen und Molekülen begeben. Da werden die Dinge zwar etwas komplex, aber so ist es halt immer, wenn man etwas ganz genau betrachtet. Kohlendioxid ist ein Moleküle, das aus Atomen besteht und Moleküle können schwingen. Und zwar immer, wenn sie von irgendwo her Energie kriegen, zum Beispiel durch Kollisionen oder durch die Aufnahme von elektromagnetischer Strahlung. Sie können aber nicht einfach irgendwelche Energiemengen aufnehmen, sondern nur ganz konkrete Energiepakete (das sind die “Quanten” der Quantemechanik). Wenn die Energie genau dem Energieunterschied zwischen Schwingungszuständen entspricht, nehmen die Moleküle die Strahlung auf und geben sie wieder ab, wie kleine Antennen. Bei welcher Energie ein Molekül absorbiert hängt also von der Konfiguration ab. Die Sonne gibt Energie vor allem im Bereich des sichtbaren Lichts ab. Das ist dem CO2 egal; das passt nicht zu den Schwingungszuständen und deswegen geht das Sonnenlicht durch die Atmosphäre durch. Die Erde wird davon aufgewärmt und gibt diese Energie in Form von langwelliger Wärmestrahlung ab. Und die kann das CO2 durchaus aufnehmen, tut das auch und gibt sie in alle Richtungen wieder ab, unter anderem auch wieder zurück zur Erde. Weswegen es bei uns umso wärmer wird, je mehr CO2 in der Atmosphäre ist.
Wie das mit den Molekülschwingungen und dem Treibhauseffekt aussieht, kann man sich in diesem Video anschauen; Florian hat zum Treibhauseffekt auch eine Folge seines “Sternengeschichten”-Podcast aufgenommen.
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Erde on ice
Wenn zuviel CO2 in der Atmosphäre ist und wir es nicht schaffen, weniger freizusetzen: Kann man dann die Erde nicht anders kühlen? Das ist die Idee von “Geoengineering”. Das klingt beeindruckend, kann aber auch simple Konzepte wie die Aufforstung bezeichnen. Je mehr Bäume, desto mehr CO2 aus der Atmosphäre wird von ihnen gebunden. Bäume kann man aber nicht überall hinpflanzen und wenn man nicht aufpasst, dann verrottet das Holz und setzt das CO2 wieder frei. Andere Geoengineering-Konzepte beschäftigen sich damit, CO2 aktiv aus der Atmosphäre zu holen und im Boden zu vergraben. Oder spezielle Chemikalien in die Luft zu bringen, die Sonnenstrahlung reflektieren, damit nicht mehr so viel Wärme auf die Erde gelangt. Das Problem: Wenn wir an der Erde rumbasteln, kann alles mögliche passieren und wir wissen nicht, was. Vielleicht wird alles nur noch schlimmer. Deswegen gibt es auch Ideen, schon im All für weniger Sonnenstrahlung zu sorgen: Zum Beispiel in dem man eine Art riesige “Blende” zwischen Erde und Sonne setzt.
Das hat der Astronom Roger Angel in seiner Arbeit “Feasibility of cooling the Earth with a cloud of small spacecraft near the inner Lagrange point (L1)” genauer angeschaut. 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt könnte man einen gigantischen Schwarm kleiner Raumfahrzeuge freisetzen, die aus einer sehr dünnen Folie bestehen. Die blockieren einen Teil des Sonnenlichts und bei uns wird es kälter. Dazu bräuchte man 20 Millionen Tonnen an Material, das von der Erde ins All gebracht werden muss. Das wird teuer, und mit normalen Raketen geht das nicht. Man bräuchte neue Methoden um Dinge ins All zu bringen, es kostet mindestens eine Billiarde Dollar und man muss sich mehr als 10 Jahre Zeit nehmen. Und selbst wenn man das alles schafft, ist nicht viel gewonnen.
Geoengineering mag wie ein “Plan B” aussehen, den man haben sollte, wenn der Plan A des Klimaschutzes nicht funktioniert. Man behandelt damit aber nur die Symptome. Das CO2 bleibt weiterhin in der Atmosphäre. Die Ozeane sind weiterhin übersäuert. Und wenn wir irgendwann mit dem Geoengineering aufhören würden, würde der Klimawandel schlagartig und erst so richtig heftig einsetzen. Geoengineering kann man erforschen, aber als Klimaschutz nutzt es nichts.
Die Studie über die Verbindung zwischen Geoengineering und populistischer Politik heißt übrigens “Solar Radiation Modification ‐ A “Silver Bullet” Climate Policy for Populist and Authoritarian Regimes?” und stammt von Axel Michaelowa von der Universität Zürich.
Empfehlungen
Die Empfehlung in dieser Folge besteht einerseits aus dem Hinweis auf das deutsche Projekt [“Klima vor Acht”(https://klimavoracht.de/), dessen Ziel es ist, Fernsehsender davon zu überzeugen, “wissenschaftlich fundierte Klimaberichterstattung zu produzieren, die täglich zur besten Sendezeit ausgestrahlt wird und so viele Zuschauer wie möglich erreicht.” Wie so etwas aussehen kann, kann man sich in mittlerweile schon fünf Demo-Folgen ansehen. Die Empfehlung sich das anzuschauen ergeht aber nicht nur an die Hörerinnen und Hörer des Podcasts. Sondern auch an das österreichische Fernsehen, wo “Klima vor Acht” (oder “Klima nach Acht”) auch dringend nötig wäre. Eine österreichische “Klima vor Acht”-Initiative gibt es derzeit noch nicht, sollte aber auf jeden Fall existieren.
Das Buch von Mojib Latif, das Florian im Podcast erwähnt, heißt “Heißzeit” und ist die dritte Empfehlung in dieser Folge.
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May 10, 2021 • 1h 12min
SBP005 - Brazilian Vaccine
Conan, the Bacterium und wer im Pandemie-Quartett Supertrumpf ist
SBP005 - Brazilian Vaccine
Ausgabe 5 – Sputnik und die ärgsten Viren! Kabarettist Martin Puntigam und Molekularbiologe Martin Moder klären:
Ist damit zu rechnen, dass noch ärgere Pandemien folgen? Wie tödlich sind die anderen Viren, die draußen in der Wildnis nur darauf warten, pandemisch zu werden? Und was können wir dagegen tun?
Was geht eigentlich bei Sputnik V ab? Erst heißt es, das Vektor Virus im Impfstoff könne sich im Körper nicht vermehren. Dann sagen die Brasilianischen Behörden „Quatsch, die zweite Dosis kann sich sehr wohl vermehren“. Und dann sagen die Sputnik Leute „Ok, geben wir halt nur die erste und nennen es Sputnik Light“.
Außerdem: Eine Hommage an eines der härtesten Bakterien der Welt – das Conan Bakterium. Dargeboten von Heinz Oberhummer, der am 19. Mai 80 Jahre alt geworden wäre.
Quellen:
Studie zur Covid19 Infektionssterblichkeit.
Übersicht zu Covid19 Fallsterblichkeit.
Studie zur Basisreproduktionsrate (R0) der Masern.
Übersichtsartikel schnelle Impfstoffentwicklung.
Curevac aber auch andere Hersteller arbeiten an „Impfstoff Druckern“.
Cell Paper zur künftig beschleunigten Impfstoff Zulassung von Florian Krammer.
Sputnik V Dosis 2 eventuell vermehrungsfähig.
Sputnik Light mit nur einer Dosis.
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Apr 26, 2021 • 1h 6min
SBP004 - Die Zerstörung der Nacht
Und die wichtige Auslandserfahrung der Meteoriten
SBP004 - Die Zerstörung der Nacht
Und die wichtige Auslandserfahrung der Meteoriten
Ausgabe 4 des Science Busters Podcasts: Kabarettist Martin Puntigam und der Astronom Florian Freistetter besprechen, womit man den Mond kaputtmachen könnte, ob Elon Musk der schlimmste Nachtverschmutzer ist und wo man die besten Darkrooms für Astronomen findet. Plus Buchtipp für das Leben nach dem Tod.
Publikumsfrage: Wie kriegt man den Mond kaputt?
Taelion hat den Mond beobachtet und wollte von uns wissen, was mit dem Mond kollidieren müsste, damit er kaputt geht. Und wie groß ein Asteroid sein muss, damit wir die Kollision von der Erde aus beobachten können.
Wenn der Mond zerstört wird, würde man das durchaus ohne große Probleme sehen können. Der Mond geht aber nicht so einfach kaputt. Da müsste man schon was drauf schmeißen, was annähernd so groß ist wie der Mond. Etwas wie Pluto zum Beispiel. So große Objekte kommen aber nicht einfach aus dem Nichts; die, die es im Sonnensystem gibt sind alle weit weg und bleiben da auch.
Was passieren würde, wenn der Mond zerstört wird, kann man übrigens in dem schönen Science-Fiction-Roman “Seveneves” von Neil Stephenson lesen (heißt auf deutsch: “Amalthea”). Es beginnt mit dem Satz ““Der Mond explodierte ohne Warnung und ohne ersichtlichen Grund.” und mehr verraten wir nicht.
Kleinere Einschläge gibt es immer wieder am Mond, zum Beispiel während der Mondfinsternis am 21. Januar 2019. Da hat ein kleines Ding, nur einen halben Meter im Durchmesser gereicht, um einen für uns sichtbaren Lichtblitz zu erzeugen. Die NASA hat alle beobachteten Einschläge katalogisiert. Wie hell ein Einschlag ist hängt von der Energie ab. Ein kleines schnelles Objekt kann heller sein als langsames, größeres Objekt. Bei solchen Einschlägen kann Material vom Mond ins All geschleudert werden und als Mondmeteorit auf der Erde landen. Das geht auch bei andern Himmelskörpern. Auch die Erde verteilt Material im All und auf diesem Weg könnte sie auch Leben auf anderen Himmelskörpern “gesäht” haben. Einen solchen “Erdmeteoriten” haben wir sogar auf dem Mond gefunden.
Ohne Mond wäre das Leben auf der Erde auf jeden Fall anders. Wir hätten keine stabilen Jahreszeiten, die Menschen hätten sich vielleicht gar nicht entwickelt, die Tage wären kürzer. Und die Nächte natürlich sehr viel dunkler.
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Dunkel ins Licht
Der Mond macht die Nacht hell. Das tun aber auch wir Menschen und diese “Lichtverschmutzung” ist gar nicht gut. Nicht für die Wissenschaft, aber auch nicht für uns Menschen und für die gesamte Ökologie. Geldverschwendung ist die unnötige künstliche Beleuchtung des Nachthimmels auch. Nun hat eine neue Studie von Miroslav Kocifaj & Co gezeigt, dass auch die Satelliten zur Aufhellung des Nachthimmels beitragen. Das von ihnen verursachte Streulicht sorgt für eine Aufhellung um 16 bis 20 Mikrocandela pro Quadratmeter. Das entspricht 10 Prozent der natürlichen Helligkeit der Nacht - und liegt damit über der kritischen Schwelle, die die International Astronomical Union (IAU) 1979 als akzeptable Obergrenze für die Lichtverschmutzung an astronomischen Standorten eingestuft hat.
Das Problem wird eher größer als kleiner, in Zukunft werden immer mehr “Megakonstellationen” aus zehntausenden Satelliten geplant. Die sind ein Problem für die Astronomie. Die ungehemmte Nutzung des erdnahen Weltraums hat aber auch jede Menge andere Probleme. Aber zumindest was die Lichtverschmutzung auf der Erde angeht, gibt es auch gute Nachrichten. In Österreich wurde kürzlich der erste “Dark Sky Park” eröffnet; das erste “Lichtschutzgebiet”, das sich besonders um dunkle Nächte kümmert (anderswo gibt es das natürlich schon längst).
Empfehlungen
Florian empfiehlt in dieser Folge den YouTube-Kanal “Stand-up Maths” von Matt Parker. Und ganz besonders das Buch “Abschied von Hermine” von Jasmin Schreiber, in dem das Thema Tod & Trauer aus naturwissenschaftlicher, psychologischer und kultureller Sicht beschrieben wird. Absolut lesenswert!
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