ÄrzteTag

Ärzte Zeitung
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Apr 22, 2021 • 24min

„Anstatt zu quotieren, sollten wir lieber attraktive Arbeitsbedingungen schaffen!“

BDI-Präsidentin Christine Neumann-Grutzeck über die ersten Monate ihrer Amtszeit Corona ist das alles beherrschende Thema. Doch die meisten Versorgungsprobleme bestanden bereits vor der Pandemie, sagt die Hamburger Internistin Christine Neumann-Grutzeck. „Nicht umsonst wurden die Pflegekosten aus den DRG ausgegliedert.“ Mitten in der Pandemie hat sie ihr Amt als Präsidentin des Berufsverbandes Deutscher Internisten (BDI) angetreten. Im „ÄrzteTag“-Podcast zieht sie eine erste Zwischenbilanz und erläutert, warum es falsch wäre, die ärztliche Ausbildung an Versorgungsengpässen auszurichten. Aber auch, warum Klimaschutz und Globalisierung einen neuen Blick auf die Infektionsmedizin erfordern. „Gerade die Corona-Pandemie hat uns ja noch einmal gezeigt, welchen Einfluss eine einzelne Infektionskrankheit weltweit auf unser Leben haben kann.“ Berufspolitisch treibt nicht nur den BDI derzeit aber noch ein großes Thema um: die Gleichberechtigung von Frauen in der Medizin. Christine Neumann-Grutzeck spricht darüber, wie sich Ärztinnen berufspolitisch besser positionieren können. Und warum der BDI mit seiner Umbenamung in „Berufsverband Deutscher Internistinnen und Internisten“ ein Zeichen setzen will. Foto: privat
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Apr 21, 2021 • 20min

Wie die Arztpraxis „grüner“ wird

Die Gynäkologin Almut Eberhard von „Health for Future“ in Hamburg Auf Ökostrom umstellen, Verpackungsmüll vermeiden oder Hausbesuche mit dem Lastenrad – die Gruppe „Health for Future“-Hamburg hat in ihrem Handbuch „Grüne Praxen“ eine Reihe praktischer Hinweise für mehr Nachhaltigkeit im Praxisalltag zusammengestellt. Gynäkologin Almut Eberhard berichtet darüber, was das Ziel der Gruppe ist und welches Potenzial in puncto Nachhaltigkeit in den über 100.000 Arztpraxen Deutschlands schlummert. Die Gynäkologin nennt konkrete Beispiele aus dem Handbuch und geht auch darauf ein, was sie selbst in den Praxisalltag integriert. So bittet sie zum Beispiel ihre Patientinnen eigene Handtücher zur Ultraschalluntersuchung mitzubringen. Foto: privat
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Apr 20, 2021 • 19min

„Ich hoffe sehr, dass die Priorisierung bei der Coronaimpfung fällt!“

Dr. Ellen Lundershausen, Thüringens Ärztekammerpräsidentin, im Gespräch Wenn der Autor dieser Zeilen in die Erfurter HNO-Praxis käme, in der Dr. Ellen Lundershausen tätig ist, würde er zunächst keine Corona-Vakzine erhalten – weil er noch nicht an der Reihe ist. Im „ÄrzteTag“-Podcast erklärt die Präsidentin der Landesärztekammer Thüringen allerdings, warum sie sehr wohl hofft, dass bald die Impfpriorisierung fällt. Denn ihr ist wichtig: „Wir müssen impfen, impfen, impfen!“. Das sei im Moment „das Einzige, was uns helfen kann“. Corona-Impfstoffe dürften nicht in Kühlschränken versauern, jetzt müsse „alles verimpft werden, was das ist“. Notfalls müsse man am Abend „auf die Straße gehen und es jedem anbieten, der es wolle“. Foto: Illian / Springer Medizin
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Apr 19, 2021 • 20min

COVID-19 überstanden, aber immer noch Nebel im Hirn?

Wie Betroffenen mit Long-Covid geholfen werden kann Müde, schlapp und atemlos. So geht es vielen Patienten nach einer überstandenen COVID-19-Erkrankung. Nach Zahlen des Robert-Koch Instituts gelten mehr als 2,4 Millionen Menschen in Deutschland nach einer COVID-19-Infektion als genesen. Doch etwa jeder achte bis zehnte von ihnen soll noch mit Langzeitfolgen zu kämpfen haben, die unter den Bezeichnungen Post-COVID-Syndrom oder Long-COVID bekannt sind. Teilweise monatelang. Was ist bisher zu diesen anhaltenden Beschwerden bekannt? Warum sind Frauen eher betroffen? Und wie kann den Patienten dann geholfen werden? Das sind Themen im Podcast-Gespräch mit der Pneumologin Dr. Jördis Frommhold. Sie ist Chefärztin in der Median Klinik Heiligendamm, wo man sich auf die Reha von Patienten mit COVID-19-Langzeitfolgen spezialisiert hat. Über 500 Patienten mit einer solchen Problematik wurden in der Klinik seit April vergangenen Jahres bereits behandelt.
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Apr 16, 2021 • 19min

900 Dosen AstraZeneca an einem Tag? Ein Hausarzt sagt, wie‘s geht

Dr. Thomas Maibaum über seinen Impftag im „Erlebnisdorf“ Wer kennt sie nicht, die Kampagne „Deutschland sucht den Impfpass“? Im Moment müsste sie eher lauten: „Deutschland sucht den Impfstoff.“ Oder mit Blick auf die Skrupel mancher Menschen Vektorvakzinen gegenüber: „Deutschland sucht die Impfwilligen.“ Im Nordosten der Republik haben sich Hausärzte deswegen jetzt etwas Besonderes ausgedacht: Sie impfen auf einem „Erdbeerhof“. Einer der Initiatoren, der Rostocker Facharzt für Allgemeinmedizin Dr. Thomas Maibaum, spricht im Interview über die Hintergründe. Foto: Vanessa Schiemann
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Apr 15, 2021 • 14min

Kinder und Corona – Was tun, damit sie nicht durchs soziale Netz fallen?

Wie in Hamburg Hilfe in sozialen Brennpunkten organisiert wird Die Folgen der Corona-Pandemie spüren alle – aber wenige so stark wie Kinder aus Familien in sozialen Brennpunkten. Ihnen fehlte über Monate hinweg eine außerhäusliche Infrastruktur. Kinderärzte aus den Hamburger Stadtteilen Billstedt und Horn und der dort angesiedelte Gesundheitskiosk schlagen daher Alarm: Kinder in diesen Stadtteilen leiden massiv unter den Folgen der Pandemie. Die Pädiater fürchten lang anhaltende gesundheitliche Schädigungen der Kinder. Unter welchen teils bedrückenden Situationen die Kinder leiden, wie Ihnen bereits geholfen wird und wo noch mehr Unterstützung nötig ist, erläutert im Podcast-Gespräch die Kinderärztin Dr. Susanne Epplée. Sie ist ärztliche Leiterin des Sozialpädiatrischen Zentrums Hamburg-Ost, wohin Kinderpsychiater und Kinder- und Jugendfachärzte ihre Patienten zur weiteren Behandlung überweisen.
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Apr 14, 2021 • 18min

IPPNW und Klima: „Die Atomenergie ist für uns absolut keine Zwischenlösung!“

Die Allgemeinmedizinerin Dr. Katja Goebbels im Gespräch „Wenn wir Medizin im Großen verstehen wollen, müssen wir auch den politischen Kontext verstehen“, betont Allgemeinmedizinerin und IPPNW-Vorstandsmitglied Dr. Katja Goebbels im Podcast. Die Ärztin berichtet in dieser Folge vom Engagement ihrer Kolleginnen und Kollegen für eine friedliche Welt frei von atomarer Bedrohung und der Rolle der IPPNW für „Global Health“. Goebbels verdeutlicht, dass die Atomkraft aus Sicht der IPPNW nicht klimafreundlich ist und diverse Gefahren davon ausgehen. „Die Atomenergie ist für uns absolut keine Zwischenlösung“, appelliert Goebbels. Für die IPPNW sei Atomenergie immer eng gekoppelt an die Bombe. Neben den Gefahren der Atomwaffen geht die Allgemeinmedizinerin aber auch generell auf die Verbindung zwischen Friedens- und Klimabewegung ein: „Das Militär trägt mit seinen Emissionen massiv zur Klimakrise bei und sieht außerdem einen riesigen neuen Absatz- und Beschäftigungsmarkt in der Klimakatastrophe, weil jetzt schon davon ausgegangen wird, dass Konflikte zunehmen“. Hören Sie rein, wie eine Welt ohne Atomwaffen und Atomenergie aussehen könnte! Foto: privat
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Apr 13, 2021 • 16min

Vitamine, Kräuter & Co: Was Krebspatienten aktiv für sich tun können

und was für sie gefährlich werden kann Die Diagnose Krebs stellt das Leben von Patienten meist von einer Sekunde auf die andere auf den Kopf. Ängste und viele Fragen tauchen auf. Die Erklärungen und Informationen, die die behandelnden Ärzte dann geben, reichen den Betroffenen und ihren Angehörigen allerdings häufig nicht. Und so wird dann in den Weiten des Internets nach komplementären oder alternativen Therapien gesucht. Hier die Spreu vom Weizen zu trennen, zu schauen, was womöglich tatsächlich Patienten gut tut und was schadet mit verlässlichen Daten, dieser Aufgabe hat sich Prof. Jutta Hübner vom Universitätsklinikum Jena verschrieben. Im Podcast erläutert die Ärztin für Innere Medizin mit dem Schwerpunkt Hämatologie und Internistische Onkologie sowie Palliativmedizin, wie Ärzte im Gespräch mit ihren Patienten den "richtigen Ton" treffen, damit hilfreiche Informationen und Tipps im Umgang mit der Krebserkrankung das nötige Gehör finden. Und sie erläutert auch, warum zum Beispiel Krebsdiäten eher gefährlich sind.
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Apr 12, 2021 • 26min

Ein „Kochrezept“ für die Digitalisierung einer Uniklinik

Thorsten Kaatze vom Uniklinikum Essen „Man kann nicht beim Dach anfangen, sondern muss beim Fundament beginnen“, sagt Thorsten Kaatze, der kaufmännische Direktor des Universitätsklinikums Essen, mit Blick auf die Digitalisierung. Das heißt: Bevor man in Roboter, Künstliche Intelligenz (KI) und Co investieren kann, braucht es Netzwerke, Server und WLAN-Access-Point. Zwischen 60 und 70 Millionen Euro kostet das allein fürs Essener Uniklinikum. Und dann die Abwehr von Cybercrime: Weil große Krankenhäuser zur kritischen Infrastruktur (KRITIS) gehören, fallen allein für die Cybersicherheit bis zu zwei Millionen Euro zusätzlich im Jahr an Kosten an. Richtig nützlich wird Digitalisierung aber erst, wenn sie Mitarbeiter entlastet und Patienten hilft. In Essen wollen sie jetzt ein flächendeckendes Tracking einsetzen. Damit sollen Ärzte und Pflegekräfte auf Knopfdruck sehen können, wo etwa gerade der Sonographiewagen steht. Dafür werden alle Gebäude dreidimensional kartografiert. Nur ein Teil des Essener „Kochrezepts“ für die Digitalisierung. Foto: UK Essen
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Apr 9, 2021 • 25min

„Tremor ist die häufigste Fehldiagnose für Morbus Parkinson“

Der Neurologe Andrés Ceballos-Baumann zum Welt-Parkinson-Tag Am 11. April 1755 wurde James Parkinson geboren. Gut 60 Jahre später hatte der britische Arzt erstmals die Symptome der „Schüttellähmung“ beschrieben, die später nach ihm als Morbus Parkinson bezeichnet wurde. Doch die neurodegenerative Erkrankung ist unverändert unheilbar. Allerdings: „Wir wissen immer mehr über die zellulären Prozesse und genetischen Ursachen“, sagt Professor Andrés Ceballos-Baumann, Chefarzt an der Parkinson-Fachklinik in München Schwabing, in dieser Episode vom „ÄrzteTag“-Podcast. Derzeit stehe man an der „Wasserscheide in der Entwicklung einer Therapie“. Die Neurologen hoffen etwa auf α-Synuclein als therapeutisches Angriffsziel. Auch die LRRK2-Kinasen sind ein Hoffnungsschimmer, wie er sagt. Im Gespräch erklärt er auch, wann und bei wem überhaupt eine Tiefe Hirnstimulation (THS) infrage kommt. Und er verrät, warum aktivierende Therapien einen Boom erleben. Auch bei der Diagnostik gibt es hie und da noch Defizite. Das Problem: Die Diagnose M. Parkinson ist bekanntlich ein klinischer Befund – weder Labor noch Bildgebung genügen. Wichtig: „Gut zuhören!“ Und den Tremor nicht differenzialdiagnostisch nicht unterschätzen, denn Tremor ist nicht gleich M. Parkinson. Foto: privat

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