ÄrzteTag

Ärzte Zeitung
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Apr 8, 2022 • 13min

Warum sind die neuen Parkinson-Therapieansätze eine Revolution, Prof. Höglinger?

Therapieansätze, Diagnostik und frühe Anzeichen von Parkinson Syndromen in der Hausarztpraxis Bisher konzentrieren sich Ärzte bei der Therapie von Parkinson-Syndromen auf die Symptome. Doch jetzt gibt es Therapieansätze, die in die Pathogenese eingreifen. „Unter dem Strich bin ich relativ optimistisch, dass wir die Krankheit soweit verstehen, dass wir wissen, wo wir den Hebel ansetzen müssen“, sagt Professor Günther Höglinger von der Medizinischen Hochschule Hannover und Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen im Podcast. Solche neuen Therapieansätze könnten bereits klinisch getestet werden. „Eine Revolution in unserem Vorgehen zur Therapie bei Parkinson“, betont Höglinger. Auch Ansätze bei der Diagnostik hin zu Biomarkern und frühe Anzeichen für Parkinson Syndrome in der Hausarztpraxis stellt Höglinger in der Episode des „ÄrzteTag“-Podcasts zum Parkinson-Welttag vor. (Dauer: 13:09 Minuten)
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Apr 8, 2022 • 49min

Haben Sie dem Konnektortausch gerne zugestimmt, Herr Dr. Kriedel?

KBV-Vorstand über Finanzierungsvereinbarung und den Ablauf des Konnektoraustauschs Eines der strittigsten Themen rund um die Telematikinfrastruktur zurzeit ist der Austausch der Konnektoren in Praxen, Kliniken und später vielleicht auch noch in den Apotheken. Es werde „Elektroschrott“ in die Praxen gestellt, hört man von Kritikern – für hunderte Millionen Euro. Doch was wäre geschehen, wenn die Gesellschafter der gematik dem Austausch der Geräte nach fünf Jahren Laufzeit nicht zugestimmt hätten? Diese Frage habe sich auch die KBV gestellt – und schließlich zugestimmt, berichtet der für die Telematikinfrastruktur (TI) zuständige KBV-Vorstand Dr. Thomas Kriedel im „ÄrzteTag“-Podcast. Kriedel erläutert in dem Gespräch nicht nur die Gründe für das Abstimmungsverhalten der KBV und der anderen Gesellschafter. Er gibt auch Auskunft über das Procedere des Austauschs der Geräte in den Praxen und über den Stand der Verhandlungen über die Finanzierungsvereinbarung. Den Ärzten sollten keine Kosten entstehen, betont er. Nicht zuletzt geht es in dem Gespräch um die weitere Entwicklung der elektronischen AU-Bescheinigung (eAU) und des E-Rezepts. Kriedels Appell an die Ärzte: Nicht mehr abwarten, sondern sich rechtzeitig bis Juni alle erforderlichen Komponenten besorgen!
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Apr 6, 2022 • 36min

Worauf achten Sie bei Patienten aus der Ukraine besonders, Dr. Löw?

Hausarzt-Internist über die Erstanamnese von Patienten, die aus der Ukraine geflüchtet sind Wenn ein Patient oder eine Patientin aus der Ukraine in die Praxis kommt, dann sollte die Erstanamnese einen anderen Verlauf nehmen als bei anderen Patienten. Bei Hausarzt-Internist Dr. Peter Löw, der in Treuchtlingen im Altmühltal in einer Berufsausübungsgemeinschaft mit seiner Frau niedergelassen ist, kommen zum Standardablauf einer Erstanamnese einige Fragen und auch Untersuchungen hinzu. Welche das sind, erläutert Löw im „ÄrzteTag“-Podcast. Als erstes, so Löw im Gespräch, sollte bei der Anamnese ein guter Dolmetscher anwesend oder zumindest per Smartphone zugeschaltet sein. Er hat sich ein Netz von Übersetzern aufgebaut, die in der Regel schnell greifbar sind. Im Podcast berichtet Löw weiter, welche möglichen Infektionskrankheiten er besonders im Blick hat und wie er vorgeht, um den Impfstatus aufzufrischen – nicht nur gegen SARS-CoV-2. Nicht zuletzt beschreibt der Hausarzt, über welchen Weg er geflüchtete Patienten abrechnet.
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Apr 5, 2022 • 16min

„Die Ärzteschaft muss mehr Fortbildungskontingente einfordern“

Die Ärzte von "Nerdfallmedizin" über das aktuelle Fortbildungssystem Ist das aktuelle CME-Punkte-System noch zeitgemäß? Dazu äußern sich in diesem „ÄrzteTag“-Podcast die Gründer des YouTube-Fortbildungsformats „Nerdfallmedizin“, Dr. Martin Fandler, Oberarzt in der Notaufnahme des Klinikums Bamberg, und Dr. Philipp Gotthardt, Funktionsoberarzt in der Notaufnahme des Klinikums Fürth. Beide erklären auch, warum es für ihre Videos keine CME-Punkte gibt. Außerdem fordern Fandler und Gotthardt, endlich mehr Geld für medizinische Fortbildungen in die Hand zu nehmen. Sie sind Verfechter des Konzepts „lebenslanges Lernen“, das im angloamerikanischen Raum Standard ist und endlich in Deutschland ankommen müsse. Und: Die Notfallmediziner setzen sich im „ÄrzteTag“ für qualitativ hochwertige Vorträge ein – und geben Tipps für die nächste Präsentation. (Dauer: 16:27 Minuten)
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Apr 4, 2022 • 19min

„Nerdfallmedizin“ – Warum Ärzte YouTuber werden

Notfallmediziner Dr. Martin Fandler und Dr. Philipp Gotthardt über ihre Online-Fortbildungen Das Team von „Nerdfallmedizin“ veröffentlicht seit 2017 im Internet Infografiken, Newsletter, Fallvorstellungen aber vor allem YouTube-Videos – rund um das Thema Notfallmedizin. Ihre Mission: komplexe Themen unterhaltsam aufbereiten und die Informationen Ärztinnen, Ärzten und Notfallkräften niedrigschwellig zur Verfügung stellen. Im „ÄrzteTag“-Podcast erzählen die Gründer Dr. Martin Fandler, Oberarzt in der Notaufnahme des Klinikums Bamberg, und Dr. Philipp Gotthardt, Funktionsoberarzt in der Notaufnahme des Klinikums Fürth, warum ihre Videos auch für Kollegen anderer Fächer interessant sein könnten. Außerdem sprechen sie darüber, wie sich das Projekt zeitlich mit dem Arzt-Beruf vereinbaren lässt und wie sie „Nerdfallmedizin“ auch im Klinikalltag weiterbringt.
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Apr 1, 2022 • 16min

Wer will schon Hausärztin werden? Ein Festival gegen Vorurteile

Dr. Jana Husemann zum 1. virtuellen Festival der Allgemeinmedizin Über den hausärztlichen Beruf halten sich im Medizinstudium nach wie vor offenbar hartnäckige Vorurteile, sagen Hausärzte. Sechs von ihnen haben deswegen jetzt das 1. virtuelle Festival der Allgemeinmedizin ins Leben gerufen. Eine von ihnen ist Dr. Jana Husemann, Hausärztin auf St. Pauli und Vorsitzende des Hausärzteverbands Hamburg. Mit ihr reden wir über das Digitalevent am 27. April. Sie erzählt, welche Vorurteile sie und ihre Kollegen bei der Veranstaltung ausräumen wollen. Und wir reden mit ihr darüber, wie sich im Studium bereits vermeiden ließe, dass sich falsche Vorurteile über Fächer in den Köpfen des ärztlichen Nachwuchses festsetzen. Weitere Infos auf www.festival-allgemeinmedizin.de Foto: Porträt: Hausärzteverband Hamburg | Hirn: grandeduc / stock.adobe.com
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Mar 30, 2022 • 21min

Wie helfen die „Soulbuddies“ Kindern in psychischer Not?

Solveigh Disselkamp-Niewiarra und Silke Hanheide von den Soulbuddies Drei bis neun Monate – so lange warten Patientinnen und Patienten in Deutschland auf einen Psychotherapie-Platz. Die Corona-Pandemie hat die Situation zugespitzt. Eine niedrigschwellige Übergangslösung für betroffene Kinder und Jugendliche, die keinen Therapieplatz bekommen, bieten die „Soulbuddies“ aus Rheda-Wiedenbrück im Kreis Gütersloh an. Der Verein hilft bei der Suche nach einem Psychotherapie-Platz, beim Antragsverfahren bei der Krankenkasse oder berät bei akuten Problemen. Im vergangenen Jahr unterstützten die „Soulbuddies“ insgesamt über 500 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. „Wir würden das Konzept der Soulbuddies gerne auf ganz Deutschland skalieren“, sagen die Gründerinnen Solveigh Disselkamp-Niewiarra und Silke Hanheide im „ÄrzteTag“-Podcast. Schließlich entlaste das Projekt bereits heute die Gesundheitsversorgung im Kreis Gütersloh. Für die Umsetzung fehle jedoch eine passende Förderung.
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Mar 28, 2022 • 26min

Mehr als 100.000 neue Konnektoren – ist das kein Skandal, Herr Dr. Hartge?

Chief Production Officer der gematik über unumgänglichen Konnektoren-Austausch Noch in diesem Jahr müssen die ersten Konnektoren in den Praxen ausgetauscht werden. Die Nachricht hat bei vielen Ärzten heftige Reaktionen hervorgerufen, denn zuvor hatte es geheißen, der Übergang zur nächsten Generation der Telematikinfrastruktur werde gelingen, bevor der Austausch der Geräte ansteht. Im Podcast-Gespräch äußert sich jetzt Dr. Florian Hartge zu den Vorwürfen und zum Vertrauen von Ärzten in die gematik, das in den vergangenen Monaten schwer auf die Probe gestellt worden ist. Der Chief Production Officer der gematik erläutert auch, warum ein Austausch unumgänglich geworden ist. Hartge erlaubt zugleich einen Blick in die Zeit, wenn keine Konnektoren mehr nötig sein werden und wie der Zugang zur Telematikinfrastruktur in Zukunft mithilfe digitaler Identitäten abgesichert werden soll.
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Mar 23, 2022 • 30min

Dauerbrenner Hygienekosten – wie bringen Sie die Kassen zum Einlenken, Dr. Weinhart?

SpiFa-Vize über ein neues Hygienekonzept und was es Ärzten bringen könnte Seit zwölf Jahren diskutieren Vertragsärzte und Krankenkassen darüber, wie zunehmende Auflagen für Hygiene in den Praxen im EBM abgebildet werden können. Dabei geht es vor allem um ambulante Operationen und invasive Diagnostik, bei denen Medizinprodukte wie Endoskope regelgerecht in Spezialgeräten aufbereitet werden müssen, aber auch um zusätzlichen Personalbedarf, um die benötigten Räume in Stand zu halten. Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands (SpiFa) hat jetzt ein Hygienekonzept erarbeitet, um den zusätzlich entstandenen Aufwand zu beziffern und sauber zu kalkulieren. Wie die Verbände vorgegangen sind, was das Konzept für Ärzte bringen könnte und wie Krankenkassen davon überzeugt werden könnten, bei dieser Thematik einzulenken, erläutert SpiFa-Vize Dr. Helmut Weinhart im „ÄrzteTag“-Podcast. Die Unterdeckung für manche Leistungen, so Weinhart im Gespräch, liege teilweise im dreistelligen Bereich – je Leistung – und müsse letztlich mit einem Teil des ärztlichen Honorar ausgeglichen werden. Die zum Jahresanfang beschlossenen Hygienezuschläge für die meisten Fachgruppen helfen leider überhaupt nicht.
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Mar 22, 2022 • 1h 5min

Was kann die Politik von der EbM lernen, Frau Krones?

Tanja Krones vom EbM-Netzwerk im Gespräch Tanja Krones ist seit Juli vergangenen Jahres Vorsitzende des Deutschen Netzwerks Evidenzbasierte Medizin, dem EbM-Netzwerk. Die EbM hat es nicht leicht in der Pandemie. Auch in der jetzigen Diskussion um die Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht stehen vor allem technische und Detailfragen im Mittelpunkt. Im „ÄrzteTag“-Podcast sprechen wir mit der Professorin und Leitenden Ärztin für Klinische Ethik und Geschäftsführerin des Klinischen Ethikkomitees am Universitätsspital Zürich über „primäre Endpunkte“ in Gesetzen. Wir reden über die klassischen Vorstellungen der EbM-Methoden, wie evidenzbasierte Medizin und Forschung auch agil und pragmatisch sein können – und was Politiker davon lernen könnten. Und wir versuchen eine Grenzziehung zwischen gesunder Skepsis und Leugnung. Foto: Porträt: USZ / Nicolas Zonvi | Hirn: grandeduc / stock.adobe.com

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