ÄrzteTag

Ärzte Zeitung
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Jul 20, 2022 • 15min

Wie werden Transplantationen geplant, Dr. Tuffs?

Die Managerin des interdisziplinären Transplantionszentrums an der Medizinischen Hochschule Hannover im Gespräch Um die Organisation von Transplantationen der Niere, Pankreas, Leber, Herz und Lunge kümmert sich an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) das Eurotransplant-Verbindungsbüro. Es ist auch dafür zuständig ist, dass die Patientendaten final im Register der internationalen Organvermittlungsstelle Eurotransplant aufgenommen werden. Dr. Annette Tuffs ist Managerin des interdisziplinären Transplantationszentrums an der MHH. Im „ÄrzteTag“-Podcast fasst sie zusammen, was passiert, wenn Eurotransplant anruft und wenn die MHH jemand aufnimmt, der ein Organ benötigt. Außerdem erklärt sie ihre Sicht auf den Allokationsskandal. (Dauer: 14:37 Minuten)
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Jul 11, 2022 • 18min

Was kosten Lauterbachs Budgetpläne die Fachärzte, Frau Steiniger?

BvDU-Präsidentin Catrin Steiniger über das GKV-Stabilisierungsgesetz Die GKV-Pläne von Bundesgesundheitsminister Professor Karl Lauterbach haben bei Ärztinnen und Ärzten eine Welle der Kritik ausgelöst. Vor allem, dass die Neupatienten – die erstmals oder nach acht Quartalen Pause in die Praxis kommen – in Zukunft wieder unter den Budgetdeckel kommen sollen, schmeckt besonders den Fachärzten nicht, ebensowenig die Begründung dafür – dass viele der dokumentierten Neupatienten gar keine seien. Im „ÄrzteTag“-Podcast erläutert die Präsidentin des Berufsverbands der Deutschen Urologen (BvDU) Catrin Steiniger, wieso die Fachärzte in diesem Vorschlag Lauterbachs einen Vertrauensbruch sehen – immerhin sei der heutige Bundesgesundheitsminister in der alten großen Koalition eine treibende Kraft für die Entbudgetierung der TSVG-Fälle gewesen. Das Ziel der Ausdeckelung aller Leistungen sei nun wieder weit weg gerückt, so Steiniger, zum Ärger der Ärzte, denen in den vergangenen 30 Jahren viele Milliarden Euro für erbrachte Leistungen nicht bezahlt worden seien. Steiniger, die in Lübbenau im Spreewald als Urologin praktiziert, fürchtet nun, dass viele Fachärzte sich gezwungen sehen könnten, bei Umsetzung der Beschlüsse Personal abzubauen. Doch würde die jetzt angestrebte Regelung Vertragsärzte Möglichkeiten geben, Neupatienten in andere TSVG-Fallarten „umzuleiten“, um die Verluste zu begrenzen? Werden die Ärzte in Zukunft nur noch zögerlich neue Patienten aufzunehmen und wie wollen die Fachärzte auf die Gesetzesinitiative reagieren? Antworten der BvDU-Präsidentin auf diese Fragen hören Sie im Podcast-Gespräch. (Dauer: 18:21 Minuten)
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Jul 8, 2022 • 15min

Wie kontrollieren Sie, ob ein Patient Anspruch auf einen Bürgertest hat, Dr. Claus?

Hausärzte kritisieren den Aufwand, den Anspruch auf Coronatests zu prüfen und zu dokumentieren Sollen die Hausärztinnen und Hausärzte den Anspruch ihrer Patienten auf einen Bürgertest zuerst überprüfen und dann dokumentieren? Ärzte seien die „Gelackmeierten“ der neuen Testverordnung, weil sie den Aufwand hätten, schimpfte vor ein paar Tagen Ulrich Weigeldt, Chef des Hausärzteverbands. Doch zugleich bemüht sich der Verband in vielen Landesverbänden, so pragmatisch wie möglich mit der geänderten Verordnung umzugehen: Im „ÄrzteTag“-Podcast erläutert Dr. Christoph Claus, Hausarzt in Nordhessen und Vorstandsmitglied im Hausärzteverband des Landes, wie er dabei vorgeht, wenn ein Patient oder eine Patientin nach einem Bürgertest fragt, weil er oder sie zum Beispiel eine Angehörige im Pflegeheim besuchen will. Der Verband habe einen Vordruck entwickelt, der es den Ärzten mit möglichst wenig Arbeitsaufwand ermöglicht, die Anforderungen der Testverordnung zu erfüllen, berichtet Claus. Für Patienten, die laut Testverordnung gar keinen Anspruch auf einen Antigenschnelltest mehr haben, gibt es eine Abrechnungsempfehlung nach GOÄ für den Test und die erforderliche Beratung. Symptomatische Patienten erhalten in der Regel einen PCR-Test, wenn sie das wünschen, wie er betont. Auch Claus hält im Gespräch mit Kritik an der Verordnung nicht hinterm Berg. Er wünscht sich im Sinne der Hausärzte „pragmatische Lösungen“.
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Jun 24, 2022 • 11min

Und was machen Sie, wenn Mitarbeiter in Elternzeit gehen, Dr. Volmer-Berthele?

Eine Chefärztin ging selbst in Elternzeit und berichtet über ihre Erfahrungen Bei der Podiumsdiskussion „Frauen machen Gesundheit, Männer führen: Wo bleibt Female Empowerment?“ beim Hauptstadtkongress meldeten sich auch viele Stimmen aus dem Publikum, um von ihren Erfahrungen zu berichten. Eine von ihnen ist Dr. Nora Volmer-Berthele, die als Chefärztin einer Rehabilitationsklinik für Kinder und Jugendliche bei den Waldburg-Zeil Kliniken arbeitet. Sie ging während ihrer Laufbahn gleichzeitig mit einem Kollegen in Elternzeit und konnte sehen, wie unterschiedlich das Unternehmen bei ihr und bei ihrem männlichen Kollegen vorging. Heute ist sie in der Position, Bedingungen für ihre weiblichen wie männlichen Mitarbeiter, die in Elternzeit gehen, zu schaffen. Worauf sie dabei achtet und welche Erfahrung sie mit ihrem Kollegen gemacht hat, berichtet Volmer-Berthele im „ÄrzteTag“-Podcast.
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Jun 22, 2022 • 8min

Wo liegt das größte Potenzial von mRNA, Professor Cichutek?

Mit dem Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts beim Hauptstadtkongress Professor Klaus Cichutek, Präsident des Paul Ehrlich-Instituts (PEI), ist zum Hauptstadtkongress nach Berlin gekommen, um über mRNA zu sprechen. Vielen ist mRNA vor allem wegen der SARS-CoV2-Impfstoffe ein Begriff. Jedoch löst die mRNA-Technologie nicht alle Probleme bei der Impfstoffentwicklung: Zum Beispiel das Antigendesign etwa bei der Entwicklung eines HIV-Impfstoffs sei noch immer eine Herausforderung, die auch mit der mRNA-Technologie besteht, so Cichutek. Allerdings ist das Potenzial der mRNA-Technologie auch nicht mit Impfstoffen erschöpft: In der Biotherapie sei es seit etwa fünf bis sechs Jahren möglich, statt Proteinen mRNA zu geben. Welche Vorteile und Nachteile mRNA noch bietet und warum das PEI den Schub in der Entwicklung der mRNA-Impfstoffe vorher ahnen konnte, darauf geht Cichutek im „ÄrzteTag“-Podcast genauer ein.
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Jun 22, 2022 • 44min

Können Sie den Aufschrei der Ärzte bei Apotheker-Honoraren verstehen, Frau Overwiening?

Die ABDA-Chefin über einen Zankapfel in der Versorgung Mehr als 10 Euro für eine Blutdrucksenkung, 90 Euro für eine erweiterte Medikationsberatung: Die neuen pharmazeutischen Dienstleistungen haben bei den Ärzten einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Doch auch die Leistungen der Apotheker, die sie jetzt auf Kasse erbringen dürfen, seien budgetiert, erklärt ABDA-Präsidentin Gabriele Regina Overwiening im „ÄrzteTag“-Podcast. Die Pharmazeuten wüssten also nicht, wie viel am Ende tatsächlich ausbezahlt werde, ähnlich wie es Ärzten bei budgetierten Leistungen ergehe. Im Gespräch appelliert Overwiening eindringlich an die Ärzte, lieber die Chancen der gemeinsamen Arbeit bei der Medikation der Patienten zu sehen, als sich an der Honorierung zu stören. Wenn die Kommunikation zwischen Ärzten, Apothekern und Patienten strukturiert ablaufe, werde nicht das Arzt-Patienten-Verhältnis gestört, wie das jetzt manche Ärzte befürchten, sondern es könne „eine Win-Win-Win-Situation“ für alle drei werden. Dies hätten bereits viele Pilotprojekte gezeigt, auch die Arzneimittelinitiative ARMIN in Sachsen und Thüringen. In mehreren konkreten Beispielen erläutert die ABDA-Präsidentin, wie eine gute Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Apothekern sich für die Patienten positiv auswirken kann.
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Jun 21, 2022 • 39min

Gibt es am 1. Juli den eAU-Knall, Dr. Ozegowski?

Die Abteilungsleiterin im Gesundheitsministerium für Digitalisierung und Innovationen gibt Auskunft Sie strahlt viel Optimismus aus, die neue Abteilungsleiterin Dr. Susanne Ozegowski, im Bundesgesundheitsministerium zuständig für Digitalisierung und Innovation. Die elektronische AU-Bescheinigung, die im Juli in den Roll-out geht, und das ab September kommende E-Rezept sieht sie mittlerweile aus dem Teststadium hinausgewachsen und ist zuversichtlich, was den weiteren Roll-out dieser Massenanwendungen über die Telematikinfrastrukur angeht. Im „ÄrzteTag“-Podcast spricht Ozegowski über die weiteren Vorhaben der Bundesregierung, die die Digitalisierung voranbringen sollen, und deren Umsetzung: Opt-out für die elektronische Patientenakte, Zugang zu Gesundheitsdaten für die Forschung, Digitalisierung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, Interoperabilität der Systeme und eine mögliche zusätzliche Förderung für die Modernisierung der Praxis-IT-Systeme, analog dem Krankenhauszukunftsgesetz – auch wenn dafür aktuell weniger große Töpfe zur Verfügung stehen als für den Krankenhauszukunftsfonds. Und sie hat auch eine persönliche Vision der Digitalisierung im Gesundheitswesen am Ende dieser Legislaturperiode.
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Jun 17, 2022 • 21min

Was können Ärzte tun, um Amoktaten zu verhindern, Frau Professor Bannenberg?

Das "Beratungsnetzwerk Amokprävention" über Hilfe bei Amok-Anzeichen. Auch Patienten machen Andeutungen dazu, eine Amoktat begehen zu wollen oder mit Amoktätern zu sympathisieren. Doch wie groß ist die Gefahr wirklich? Bei dieser Frage kann ein Anruf oder eine Email an das "Beratungsnetzwerk Amokprävention" von der Justus-Liebig-Universität Gießen helfen, das mit dem „Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden“ zusammenarbeitet. Die Rechtswissenschaftlerin Professor Britta Bannenberg, Professur für Kriminologie an der JLU Gießen, hat mit ihrem Team Amoktaten und -androhungen erforscht und betreut nun das Netzwerk. 2022 sind – nur bis Mitte Juni – bereits 100 Hinweise von Personen, die eine Amoktat befürchten, eingegangen. Sonst waren es etwa 60 pro Jahr. Bannenberg erklärt im "ÄrzteTag"-Podcast, was Warnanzeichen sind und wie auch Ärzte Amokgeneigte vielleicht doch noch von ihrem Vorhaben abbringen können. (Dauer: 21:09 Minuten)
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Jun 15, 2022 • 23min

Findet der Tod in unserem Leben zu wenig Platz?

Palliativschwestern Michaela Bayer und Sara Loy über das Sterben Die Social Media Plattform Instagram ist für Urlaubsbilder und Selbstporträts bekannt. Zwischen diesen oberflächlichen und unterhaltenden Beiträgen finden Nutzer aber auch ernstere Themen. Ein Beispiel dafür ist der Kanal von Michaela Bayer und Sara Loy. Die Palliativschwestern aus München klären unter dem Namen elsa.palliative.care über ihre Arbeit auf einer Palliativstation auf, sprechen über das Sterben und wollen den Menschen die Angst vor dem Tod nehmen. Im „ÄrzteTag“-Podcast erzählen sie, warum ein offener Umgang mit dem Tod ihrer Meinung nach notwendig ist. Außerdem richten sich die Palliativschwestern an die Ärzteschaft: Viele Patienten hätten Vorurteile gegenüber der Palliativversorgung – auch aufgrund der Kommunikation der Ärzte. „Wenn jemand eine schwere Diagnose bekommt und gesagt bekommt, wir können nichts mehr für Sie tun, Sie kommen jetzt auf die Palliativstation, dann denkt der Patient: Mir kann eh nicht mehr geholfen werden. Dabei können wir sehr viel für die Patienten tun“, sagt Michaela Bayer im Gespräch mit der Ärzte Zeitung. (Dauer: 22:53 Minuten)
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Jun 13, 2022 • 17min

Was hat der neue Mindestlohn mit den Mini-Jobs in Praxen zu tun, Dr. Schlegel?

Dr. Schlegel über die neuen Regeln zu Arbeitsverträgen und Mini-Jobs Der Bundesrat hat am Freitag die steuer- und sozialabgabenfreie Corona-Prämie von bis zu 4500 Euro, die Praxisinhaber ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zukommen lassen dürfen, endgültig durchgewinkt. Außerdem hat er eine Erhöhung des Mindestlohns auf zwölf Euro im Oktober beschlossen. Warum auch Letzteres für Arztpraxen sehr relevant sein kann, erläutert der auf Arbeitsrecht für Arztpraxen spezialisierte Rechtsanwalt Dr. Uwe P. Schlegel aus Köln, im aktuellen „ÄrzteTag“-Podcast. Dahinter steht zum einen eine Übergangsregel, die dazu führen kann, dass Mini-Jobber vorübergehend über die Pauschalabgabe hinaus in die Sozialversicherungspflicht fallen, wie der Geschäftsführer von ETL-Rechtsanwälte erklärt. Zum anderen werde die Mini- und Midijobber-Grenze durch die neuen Regeln dynamisiert und steige nun zum 1. Oktober deutlich an, auf 520 Euro für Mini-Jobs und 1600 Euro für Midi-Jobs. Schlegel sieht aber noch im Spätsommer eine weitere Klippe auf Personalverantwortliche in Praxen zukommen: Neue Anforderungen für Arbeitsverträge.

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