

ÄrzteTag
Ärzte Zeitung
ÄrzteTag - der Podcast der "Ärzte Zeitung". Wir blicken kommentierend und persönlich auf den Tag, wichtige Ereignisse und Meilensteine. Wir laden Gäste ein, mit denen wir über aktuelle Ereignisse aus Medizin, Gesundheitspolitik, Versorgungsforschung und dem ärztlichen Berufsalltag reden.
Episodes
Mentioned books

May 26, 2023 • 29min
Wie schaffen wir es, dass wieder mehr Ärzte Allgemeinmediziner werden?
Zwei Mitglieder im Verein für fachärztliche Primärmedizin erklären
Kurz nach ihrer Wahl zur KV-Chefin in Brandenburg erntete Dr. Catrin Steiniger Widerspruch aus Ihrer KV. Steiniger hatte im Interview in der Ärzte Zeitung Bürokratieabbau und mehr Delegation als Maßnahmen gegen den Mangel an Hausärztinnen und Hausärzten genannt. Warum das Hauptproblem, Nachwuchs für Allgemeinarztpraxen zu finden, nicht in einem Zuviel an Bürokratie liegt, sondern am Mangel der Reputation des Berufsbildes Hausarzt/Hausärztin, darüber sprechen Dr. Marion Kurzweil und Dr. Ulrich Wüllenkemper im „ÄrzteTag“-Podcast.
Beide sind Mitglieder im Verein für fachärztliche Primärmedizin, der sich für eine Stärkung der hausärztlichen Rolle in der Versorgung einsetzt. Im Podcast äußern sie sich zum Missverständnis, das schon in den Begrifflichkeiten „Hausarzt“ und „Facharzt“ liegt, sie beschreiben die fatale Rolle von Förderprogrammen und von Landarztquoten, die immer noch anhaltende finanzielle Benachteiligung von Hausärztinnen und Hausärzten – und sie fordern eine feste Rolle für ihre Profession als erste Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für Patienten. Das sei auch nachgewiesenermaßen wirtschaftlich für das Gesundheitssystem.
Wüllenkemper und Kurzweil geben auch Antworten auf die Frage, warum die HZV in Brandenburg nicht so richtig vorankommt und was helfen könnte, diese primärärztlichen Elemente zu fördern. (Dauer: 29:21 Minuten)

May 22, 2023 • 11min
Wie machen Sie den „rassistischen Wahnsinn“ von 1938 in Ihrer Ausstellung greifbar?
Ehepaar Ebell über „Fegt alle hinweg“
Im Jahr 1938 wurde den jüdischen Ärztinnen und Ärzten in Deutschland die Approbation entzogen – wenige Monate später weiteten die Nationalsozialisten diese Verordnung auch auf Zahnärzte, Tierärzte und Apotheker aus.
Die hohen Opferzahlen übersetzen Dr. Hansjörg Ebell und Ursula Ebell in ihrer Ausstellung „Fegt alle hinweg“ in persönliche Lebensgeschichten. So könnten die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung besser verstehen, was für ein „rassistischer Wahnsinn“ dieser Approbationsentzug war, erklärt Dr. Ebell, Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, im „ÄrzteTag“-Podcast.
Die zahlreichen Porträts jüdischer Ärzte aus Bayern wurden im Jahr 2008 erstmals gezeigt. Nun wurde die Ausstellung durch eine Initiative der Ärztekammer Nordrhein um weitere Porträts von Ärzten aus Nordrhein erweitert und anlässlich des 127. Deutschen Ärztetags in der Alten Synagoge Essen präsentiert. (Dauer: 10:52 Minuten)
Erratum: In einer früheren Version dieses Artikels haben wir von einer Initiative der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein gesprochen. Tatsächlich war dies falsch, es handelt sich um eine Initiative der Ärztekammer Nordrhein.

May 19, 2023 • 6min
Wie einig ist die Ärzteschaft über die Sektoren hinweg, Dr. Johna?
Die neue BÄK-Vize darüber, wie Ärzte hörbarer werden
Am Donnerstag ist Dr. Susanne Johna beim 127. Deutschen Ärztetag in Essen zur Vize-Präsidentin der Bundesärztekammer gewählt worden. Zuvor war sie in der Wahl zum BÄK-Vorsitz dem wieder gewählten Präsidenten Dr. Klaus Reinhardt denkbar knapp unterlegen. Johna, die auch Vorsitzende des Marburger Bundes ist, will jetzt im Vorstand dafür werben, dass die Bundesärztekammer sich mit eigenen klaren Konzepten aktiv in die Debatte um die Krankenhausreform einschaltet, sagt sie im Podcast „ÄrzteTag vor Ort“. So könnten sich die Ärztinnen und Ärzte eher Gehör verschaffen, als wenn sie darauf warten, dass sie gefragt werden.
Gelegenheit dazu werde es noch geben, sagt sie, weil vieles noch unklar sei. Insbesondere zum Thema Weiterbildung werde sich die Bundesärztekammer sicher noch einbringen.
Im Gespräch äußert sie sich auch dazu, ob sie mit dem neuen Amt weiterhin MB-Vorsitzende bleiben will. Auch zu den drängendsten Problemen in der ambulanten Medizin bezieht Johna Stellung – und für wie wichtig sie es hält, dass die Ärztinnen und Ärzte aus den verschiedenen Sektoren mit einer Stimme sprechen. (Dauer: 6:15 Minuten)

May 19, 2023 • 10min
Sollte das Antragspensum beim Deutschen Ärztetag reduziert werden?
Acht Delegierte über den „Abstimmungsmarathon“ am letzten Tag des 127. Deutschen Ärztetags
Alle Jahre wieder: Auch beim 127. Deutschen Ärztetag wurden zahlreiche Anträge bis zum bitteren Ende aufgeschoben. Am Freitagmorgen waren noch über 200 Anträge und vier Sachstandsberichte offen. Der Brückentag nach Christi Himmelfahrt war in Essen folglich von einem „Abstimmungsmarathon“ geprägt.
Sollte das Pensum der Tagesordnungspunkte und Anträge künftig reduziert werden? Diese Frage beantworten acht Delegierte in dieser „ÄrzteTag vor Ort“-Episode: Dr. Andreas Schießl, Professorin Antje Bergmann, Dr. Hans-Otto Bürger, Dr. Hans-Otto Koderisch, Dr. Jan Döllein, Dr. Otto Beifuss, Dr. Paula Hezler-Rusch und Dr. Svea Rüppel. Auch geben sie Impulse, wie die Digitalisierung dem Problem entgegenwirken könnte. (Dauer: 09:38 Minuten)

May 19, 2023 • 5min
Warum gehört Psychosomatik in die Weiterbildung für Pädiater, Dr. Kaethner?
Delegierter des Deutschen Ärztetags über Psychosomatik in der Weiterbildung für Kinder- und Jugendärzte
Beim 127. Deutschen Ärztetag in Essen haben sich die Delegierten für eine Erweiterung der pädiatrischen Weiterbildung um die psychosomatische Grundversorgung ausgesprochen. Im „ÄrzteTag vor Ort“-Podcast erklärt der Delegierte Dr. Tilman Kaethner, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin aus Niedersachsen, warum das Zusatzcurriculum Psychosomatik in der Weiterbildung der richtige Weg ist.
Die Wissensvermittlung zur Psychosomatik sei wichtig, in Niedersachsen seien damit auch bereits gute Erfahrungen gemacht worden. In Niedersachsen und weiteren Ländern ist die psychosomatische Grundversorgung bereits Teil des Curriculums. Damit die Qualität der Versorgung in ganz Deutschland auf gleichermaßen hohem Niveau ist, sei es wichtig, das Curriculum entsprechend überall anzupassen, erklärt Kaethner. (Dauer: 5:08 Minuten)

May 18, 2023 • 8min
Dr. Reinhardt, wie wollen Sie der Ärzteschaft mehr Gehör verschaffen?
Der frischgewählte BÄK-Präsident spricht über die Wahl und seine Ziele
Nach einem echten Wahl-Krimi beim 127. Deutschen Ärztetag steht das Präsidium der Bundesärztekammer. Dr. Klaus Reinhardt, mit drei Stimmen Vorsprung für weitere vier Jahre zum Präsidenten gewählt, äußert sich im Podcast „ÄrzteTag vor Ort“ zufrieden mit dem Ergebnis: Auch ein knappes Votum sei ein gutes Votum. Er sehe der Zusammenarbeit im neuen Präsidium, in das auch seine direkte Konkurrentin Dr. Susanne Johna mit mehr als 200 Stimmen gewählt worden ist, sehr optimistisch entgegen.
Als Erstes will Reinhardt beim Thema Klinikreform der Stimme der Bundesärztekammer bei Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) Gehör verschaffen. Er wolle auf das Gesprächsangebot des Ministers möglichst bald zurückkommen und die Positionen der BÄK verstärkt einbringen – unter anderem zur zweiten Facharztschiene.
Auch zur GOÄ-Novelle hat der alte und neue BÄK-Präsident noch nicht die Hoffnung aufgegeben. Im Podcast erläutert er, wie es in dieser Legislaturperiode bei diesem Thema vorangehen könnte.

May 18, 2023 • 9min
Wie unterstützt die deutsche Ärzteschaft die Ukraine?
vor Ort beim 127. Deutschen Ärztetag
Zum 127. Deutschen Ärztetag wurden auch in diesem Jahr wieder internationale Gäste eingeladen. Auch Vertreter aus der Ukraine waren vor Ort, unter anderem Viktoriia Tymoshevska von der ukrainischen gemeinnützigen Stiftung International Renaissance Foundation (IRF) und Professor Andriy Bazylevych, Vorstandsmitglied des Ukrainischen Ärzteverbandes.
Im „ÄrzteTag“-Podcast erzählen sie, welche Möglichkeiten die Ärzte in der Ukraine haben, um sich politisch zu engagieren. Ein gemeinschaftliches Ärzteparlament gebe es in der Ukraine nämlich nicht. Zudem blicken sie darauf zurück, wie die deutschen Ärztekammern das ukrainische Gesundheitssystem seit Beginn des Krieges in der Ukraine unterstützt haben. (Dauer: 09:04 Minuten)

May 17, 2023 • 8min
Welches Thema ist Ihnen beim 127. Deutschen Ärztetag am wichtigsten?
Sieben Delegierte über ihre Erwartungen
Die Themen auf dem diesjährigen Deutschen Ärztetag reichen von der ärztlichen Weiterbildung über die Gesundheitsbildung bis zur Freiberuflichkeit. Welche Aspekte sind den Delegierten besonders wichtig und welche vermissen sie? Dazu sprechen im „ÄrzteTag vor Ort“-Podcast die sieben Delegierten Anne Schluck, Dr. Christof Stork, Dr. Franziska Groenen, Dr. Kathrin Schawjinski, Dr. Mathias Wendeborn, Dr. Michael Klock und Dr. Silke Engelrecht. (Dauer: 07:40 Minuten)

May 17, 2023 • 8min
Um wie viel Kilogramm Bürokratie müssten Ärzte entlastet werden, Herr Müller?
Verfassungsrichter Peter Müller zur Bürokratieentlastung für Ärzte
Wie verhalten sich Freiheit und Verantwortung für Ärzte zueinander, und was hat das Ganze mit der ärztlichen Selbstverwaltung zu tun? Beim 127. Deutschen Ärztetag hat Verfassungsrichter und Ex-Ministerpräsident des Saarlandes Peter Müller einen viel beachteten Vortrag über Freiberuflichkeit von Ärztinnen und Ärzten gehalten.
Im Podcast „ÄrzteTag vor Ort“ äußert sich Müller dazu, wo die Grenzen der ärztlichen Freiheit liegen und welche Verpflichtungen Freiberufler – egal ob in Anstellung oder selbstständig – übernehmen, die ihre Berufsausübung bestimmen.
Die ärztliche Selbstverwaltung sei ein schönes Beispiel für das Prinzip der Subsidiarität, betont Müller im Gespräch. Der Staat überlasse da, wo es möglich ist, die Verantwortung anderen Organisationen oder Individuum. Dazu passe auch der Deutsche Ärztetag als oberstes Beschlussgremium der Ärztinnen und Ärzte ohne direkte Bindungswirkung der Beschlüsse.
Auch seine Einschätzung zur Bürokratieentlastung der Ärzte gibt Müller im Podcast ab – und dazu, ob und, wenn ja, wie Bürokratie in Kilogramm gemessen werden könnte.

May 17, 2023 • 33min
Ist Gesundheit als Schulfach sinnvoll, Professor Okan?
Ein ehemaliger Lehrer über die Gesundheitskompetenz bei Kindern und Jugendlichen
Was hat es eigentlich mit dem Begriff Gesundheitskompetenz auf sich und ist Gesundheit als eigenständiges Schulfach möglich? Professor Orkan Okan von der Technischen Universität München erklärt seine Position dazu im „ÄrzteTag“-Podcast. Unter dem Tagesordnungspunkt „Gesundheitsbildung: Vom Wissen zum Handeln” spricht er ebenfalls beim 127. Deutschen Ärztetag in Essen.
Bereits vergangenes Jahr forderten die Delegierten des Ärztetags, Gesundheit als eigenständiges Schulfach zu etablieren – und zwar von der ersten Klasse bis zum Schulabschluss. Ob das Konzept Erfolg haben kann? „Wahrscheinlich wird man auf eine große Resonanz stoßen“, so Okan. Er betont aber auch, dass es dabei einiges zu berücksichtigen gilt. Unter anderem müsse das Thema Gesundheit verpflichtend in die Lehrausbildung integriert werden: „Es müssen inhaltliche Curricula entwickelt werden“.
Auch sei es ratsam, den zusätzlichen Lernstoff in allen 16 Bundesländern anzuwenden und an allen Standorten, die eine akademische Lehrkräfteausbildung anbieten. Für bereits ausgelernte Lehrkräfte müssten Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten geschaffen werden. Ohne politische Unterstützung ginge es nicht. Für Professor Orkan ist Gesundheitsbildung ohnehin eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe: Sie treffe also auch Eltern, Fachkräfte, Länder, Kommunen, Ausbildungsbetriebe und viele mehr. (Dauer: 32:39 Minuten)


