ÄrzteTag

Ärzte Zeitung
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Jan 20, 2026 • 45min

Lassen sich mit einer Arztpraxis als GmbH wirklich viele Steuern sparen, Dr. Lindenau?

Welche Gesellschaftsform welche Vorteile bietet. Kann der Wechsel der Gesellschaftsform einer Praxis als Steuersparmodell funktionieren? Rechtsanwalt Dr. Lars Lindenau räumt im „ÄrzteTag“-Podcast mit Vorurteilen auf und erläutert, welche Gestaltungsmöglichkeiten niedergelassene Ärztinnen und Ärzte heute haben. Ist eine ärztliche Praxis in Form einer GmbH eine Steuerspardose, auf die der Fiskus keinen Zugriff hat – oder zumindest viel weniger Zugriff als auf die persönlichen Einnahmen? Ganz so einfach ist die Sache nicht, erläutert Dr. Lars Lindenau, auf Medizin- und Gesellschaftsrecht spezialisierter Rechtsanwalt mit Kanzlei in Erlangen, im „ÄrzteTag“-Podcast. Denn sobald sich die Eigentümer die Gewinne der Gesellschaft auszahlen lassen, halte das Finanzamt nochmals die Hand auf, so Lindenau, dessen Kanzlei Teil der Steuer- und Rechtsberatungsgruppe ETL ist. Die Gesamtsteuerlast könne dann sogar höher ausfallen als in einer Personengesellschaft. Wie das Modell dennoch funktionieren kann, erläutert Lindenau im weiteren Gespräch. Thema im Podcast sind auch die vielfältigen Möglichkeiten, die Praxisform zu gestalten, sei es im Vertragsarztrecht – Einzelpraxis (mit und ohne angestellte Ärzte), BAG, ÜBAG, Praxisfilialen, MVZ etc. –, aber ebenso im Gesellschaftsrecht mit der Personengesellschaft, der Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), der Partnerschaftsgesellschaft, der GmbH und mit den Veränderungen durch das Gesetz zur Modernisierung des Personengesellschaftsrechts (MoPeG) etc. Vor allem geht es darum, aus welchen Gründen welche Gesellschaftsform interessant sein könnte, zum Beispiel bei einer reibungslosen Übergabe einer gewachsenen Praxisstruktur oder einer Übergabe vom Praxisinhaber an angestellte Ärztinnen und Ärzte.
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Jan 13, 2026 • 26min

Wie schlimm steht es um die Sicherheit der Telematikinfrastruktur, Herr Saatjohann?

Ein bisschen Provokation muss sein: Über „Noch mehr Kaos in der Telematikinfrastruktur“ hat Professor Christoph Saatjohann beim Chaos Communication Congress in Hamburg gesprochen. Immer wieder hat der ethisch arbeitende Hacker vom Chaos Computer Club, der sich an der FH Münster unter anderem mit Cybersicherheit im Medizinumfeld beschäftigt, Sicherheitslücken in der TI aufgedeckt. Dies ist ihm auch bereits im Mailing-Dienst in der TI Kommunikation im Medizinwesen, kurz KIM. Dieses Kunststück hat Saatjohann im vergangenen Jahr wiederholt und beim Kongress in Hamburg am Jahresende die Ergebnisse vorgestellt. Im „ÄrzteTag“-Podcast erläutert Saatjohann, welche Angriffsmöglichkeiten auf KIM-Mails er gefunden hat und warum Empfänger von Mails über KIM nicht ganz sicher sein können, dass diese Mails tatsächlich „sauber“ sind.   Zur Sprache kommt auch, warum in der wachsenden Telematikinfrastruktur immer mehr potenzielle „Innentäter“ unterwegs sind - allein durch die immer weiter steigenden Anwenderzahlen. Auch aus diesem Grund sei es möglich, dass über KIM Phishing-Attacken auf eine Praxis vorstellbar wären. Welche Konsequenzen Ärztinnen und Ärzte und Praxisteams aus diesen möglichen Angriffsszenarien ziehen sollten und wie sie sich gegen Attacken schützen können, beschreibt der IT-Sicherheitsforscher im Gespräch. Nicht zuletzt kommen auch die Schwachstellen in Klinikinformationssystemen (KIS) und Praxisverwaltungssystemen (PVS) zur Sprache und wie eine verstärkte Regulierung helfen könnte, die Lücken zu schließen. (Dauer: 25:45 Minuten)
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Dec 16, 2025 • 28min

Wie erkenne ich Schmerzen bei Menschen mit Demenz, Professorin Miriam Kunz?

Über Selbst- und Fremdeinschätzung von Schmerzen Im „ÄrzteTag“-Podcast erklärt Professorin Miriam Kunz, Medizinische Psychologie und Soziologie, Universität Augsburg, wie sich Schmerzen bei Demenz-Patienten erfassen lassen. Worauf gilt es bei Selbsteinschätzung und Fremdeinschätzung zu achten? Hier gibt es weitere Informationen: GeriPAIN-Leitlinie Beurteilung von Schmerzen bei Demenz (BESD) Beobachtungsinstrument für das Schmerzassessment bei alten Menschen mit Demenz (BISAD) PAIC 15 Skala (Pain Assessment in Impaired Cognition) PAIC 15 E-Training Zurich Observation Pain Assessment (ZOPA)
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Dec 9, 2025 • 26min

Wie schaffen es Praxen, die Kriterien für die neue Vorhaltepauschale zu erfüllen, Dr. Lübben?

Welche Hausarztpraxis schafft es, mindestens acht von zehn Kriterien zu erfüllen, um durch die Vorhaltepauschale(n) in Zukunft mehr Honorar zu generieren als bisher? Und wer könnte ab Januar, wenn die neue Gebührenordnungsposition nach GOP 03040 ff. in Kraft tritt, zu den Verlierern gehören? Und was müssen Praxen tun, damit sie zu den Gewinnern gehören? Mit diesen Fragen haben sich in den vergangenen Monaten die Kassenärztlichen Vereinigungen, aber auch Allgemeinarzt und Unternehmensberater Dr. Georg Lübben von der Praxisberatung AAC (Berlin) intensiv beschäftigt. Lübben hat anhand der Daten von Hunderten von Praxen simuliert, wie sich die Änderungen bei der Vorhaltepauschale, die im Sommer beschlossen worden sind, auf das Honorar auswirken werden. Ähnliches haben auch viele KVen getan – laut Lübben mit ähnlichen Ergebnissen wie er. Das Ergebnis: „Die allermeisten Praxen werden nicht verlieren“, so die Prognose Lübbens. Sie würden mindestens zwei der zehn Kriterien wie Anzahl der Hausbesuche, Geriatrie-Leistungen, Videosprechstunden oder Praxisöffnungszeiten in Randbereichen erfüllen. Acht bis zehn Prozent, so die Schätzung Lübbens auf Basis der Simulation, könnten direkt acht Kriterien erreichen und so das bisherige Honorar für die Vorhaltepauschale um 20 Punkte und damit um rund 2,50 Euro je Fall steigern. Im Podcast erläutert der Praxisberater aber auch, dass es viele Praxen gebe, die sechs oder sieben Kriterien aus dem Stand erfüllen und damit nur relativ geringen Aufwand haben würden, um auf acht erfüllte Kriterien zu kommen. Lübben führt weiter aus, inwieweit sich die Ergebnisse seiner Simulation retrospektiv über mehrere Quartale mit Simulationen aus den KVen decken. Manche Leistungen würden bereits erbracht, bei der Abrechnung gerade in großen Praxen aber teilweise vergessen. Nicht zuletzt beschreibt er, was Praxen tun können, um mehr Kriterien als bisher zu erfüllen, wie Praxen schon im Quartalsverlauf nachhalten können, wie sie bei den Kriterien aktuell dastehen, und inwieweit die Erfüllung mancher Kriterien auch den Fallwert anderweitig deutlich steigern könnte. (Dauer: 25:51 Minuten)
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Dec 2, 2025 • 32min

Was bringen die neuen Hybrid-DRG für die Praxis, Herr Henniger?

Die Ambulantisierung bei Operationen wird in Deutschland 2026 weiter vorangetrieben. Statt bisher 22 wird es dann nach Beschluss des ergänzten erweiterten Bewertungsausschusses 69 Hybrid-DRG geben, hinter denen 904 statt bisher 583 OPS-Codes liegen. Unter anderem sollen dann auch Appendektomien, Cholezystektomien sowie minimalinvasive Eingriffe an den Koronararterien und peripheren Gefäßen über Hybrid-DRG abgerechnet werden können. Im „ÄrzteTag“-Podcast erläutert der Vorsitzende des Berufsverbands der Niedergelassenen Chirurgen (BNC) Jan Henniger die Konsequenzen des Beschlusses und welche Bedeutung die bisher bereits gültigen Hybrid-DRG für seine Praxis in Frankfurt haben. Henniger beschreibt, wie er mit einer Klinik vor Ort zusammenarbeitet und dort den OP nutzen kann, wie sich die Aufteilung der neuen Honorare zwischen Anästhesisten und Chirurgen zunächst „einruckeln“ musste und in welchen Bereichen bereits viele Operationen nach Hybrid-DRG erbracht werden. Neue Hybrid-DRG und zusätzliche OPS-Codes, die darüber abgerechnet werden können, seien für die niedergelassenen Chirurgen kein Selbstzweck, sie müssten schon eine Verbesserung des Status quo bringen, sagt Henniger. Er verweist auf manche Fuß-Operationen, die nach der Umstellung auf Hybrid-DRG praktisch nicht mehr erbringbar gewesen seien, weil nicht kostendeckend berechnet. Hintergrund: Wegen der in die Hybrid-DRG inkludierten Sachkosten können teure Implantate, die in einer Operation verwendet werden müssen, die Erträge für die operierenden Ärztinnen und Ärzte komplett aufzehren. Henniger beschreibt, welche Auswirkungen die neuen Hybrid-DRG auf die Fallzahlen haben könnten, weil für manche Fachgruppen der Zugriff auf den Bereich der sektorengleichen Vergütung völlig neu sein werde, etwa für Kardiologen. Im Podcast wird auch deutlich, wie wichtig es zukünftig werde, die Kompetenzen zwischen ambulant und stationär tätigen Ärzten zu bündeln – und warum es schwierig sein kann, in einem akuten Fall wie einer Blinddarmentzündung ein hybrides Setting zu wählen. Auch um die Pläne, die Honorierung der Hybrid-DRG an die Vergütung der ambulanten Operationen anzugleichen, äußert sich der BNC-Chef engagiert im Podcast.
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Nov 28, 2025 • 37min

Was hilft gegen den Nachwuchs- und Fachkräftemangel in der Labormedizin, Frau Jaster und Herr Raddatz?

Woran es hängt und was dagegen zu tun wäre. In Praxen, Kliniken, Laboren und der Pflege – überall gibt es Klagen über drohenden Fachkräftemangel. Woran es hängt und was dagegen zu tun wäre, erläutern Carola Jaster und Fabian Raddaz im „ÄrzteTag“-Podcast am Beispiel der medizinischen Fachlabore. In vielen Praxen und Kliniken tun sich zunehmend Lücken in der Personaldecke auf, der Wettbewerb um das Personal wird härter. Nachwuchs ist knapp, und viele Berufsangehörige gehen auf die Rente zu. Das trifft besonders die medizinischen Fachlabore, hat jetzt eine Arbeitsgruppe der Akkreditierten Labore in der Medizin (ALM e.V.) festgestellt. In einem vor kurzem vorgelegten Positionspapier „MT-Berufegesetz praxisnah weiterentwickeln – Qualität sichern, Fachkräfte gewinnen“ werden unter anderem fehlende bundeseinheitliche Standards in der Ausbildung, die ungleiche Finanzierung der Ausbildung, problematische Wege der Anerkennungsverfahren für internationale Fachkräfte, schwierige Bedingungen für die Berufsschulen und ein viel zu komplizierter Quereinstieg aus benachbarten Berufen beklagt. Im „ÄrzteTag“-Podcast berichten die beiden Sprecher der Arbeitsgruppe Carola Jaster, Prokuristin im Labor 28 in Berlin, und Fabian Raddatz, Geschäftsführer des Labors Berlin Charité Vivantes, über die spezielle Problematik für die Labore, die sich aus dem MT-Berufegesetz (MTBG) ergeben. Zum Beispiel die ungeklärte Finanzierung vieler Schulen oder die Regulatorik, die die Kosten der Berufsausbildung für die Labore nach oben treibt. So führten viele Faktoren dazu, dass für ein so vielfältiges Berufsbild, wie die Medizinische Technologie (MT) es bietet, Ausbildungsplätze verloren gingen, anstatt zusätzliche zu schaffen. Dabei brächten gerade die technische Entwicklung, der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und auch neue Biomarker, die erforscht werden, immer neue Arbeitsfelder für MTL, so Jaster und Raddatz.
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Nov 25, 2025 • 39min

Wie sieht Versorgungssteuerung in Ihrem Praxisalltag aus, Dr. Blumenthal?

Die Hausärztin setzt im Alltag vieles um, das auf die Lotsenfunktion einzahlt Während Versorgungssteuerung derzeit vielfach diskutiert wird und neue gesetzliche Regelungen wie ein Primärarztsystem im Raum stehen, passiert in zahlreichen Praxen längst einiges, um Patienten Tag für Tag bedarfsgerecht und effizient durch das Gesundheitssystem zu steuern. Dazu gehören Geduld, Kommunikation, aber auch der Aufbau des Teams. Das und mehr berichtet Dr. Sandra Blumenthal, Hausärztin mit eigener Praxis in Berlin, aktiv in der DEGAM und eine der Vorsitzenden des Hausärztinnen- und Hausärzteverbands Berlin-Brandenburg. Kommen Patienten gut vorbereitet in die Praxis, spart das vor Ort eine Menge Zeit. Deshalb sind verständliche, mehrsprachige Infos auf der Praxishomepage für die Berliner Hausärztin heute genauso wichtig wie ein ausführliches Erstgespräch mit neuen Patienten. Doch Steuerung bedeutet mehr als Organisation: Es geht um Verantwortung. Wann ist eine gebietsärztliche weitere Diagnostik wirklich nötig? Wie lassen sich unnötige Termine vermeiden, ohne Risiken einzugehen? Blumenthal berichtet, wie ihr digitale Tools, Wissensdatenbanken und der Austausch mit Kollegen jeden Tag bei der Entscheidungsfindung helfen. Warum Aufklärung und Wissensvermittlung oftmals nicht nur für Patienten einen Erkenntnisgewinn bringen, beschreibt sie im „ÄrzteTag“-Podcast. Im Gespräch wird deutlich: Gute Versorgungssteuerung beginnt im Kleinen – am Tresen, im Sprechzimmer und in der Kommunikation mit den Menschen im Kiez. (Länge: 38.08 Minuten)
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Nov 18, 2025 • 37min

Warum braucht es Hausärzte, um die Abruptio-Versorgung sicherzustellen, Alicia Baier und Margit Kollmer?

Was sich in Deutschland tun muss, erläutern die Ärztinnen vom Verein "Doctors for Choice" Alicia Baier: Das Patriarchat im Uterus. Ein Plädoyer für körperliche Selbstbestimmung. 2025, ISBN: 978-3-426-56609-1 Regelungen zum Schwangerschaftsabbruch nach Bundesländern: https://doctorsforchoice.de/regelung-schwangerschaftsabbruch-bundeslaender/
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Nov 11, 2025 • 34min

Warum sind auch Hausärzte für das Lungenkrebs-Screening wichtig, Professor Vogel-Claussen?

Der Radiologe gibt einen Überblick über die geplanten Abläufe. Im Frühsommer vom Gemeinsamen Bundesausschuss beschlossen, im Frühherbst vom Bundesgesundheitsministerium genehmigt: Das Lungenkrebs-Screening mit Niedrigdosis-CT für starke (Ex-)Raucher kommt. Nur noch die Umsetzung des Beschlusses im EBM mit der Honorierung der Leistungen, die zuweisende und ausführende Ärztinnen und Ärzte erbringen, fehlt noch. Im „ÄrzteTag“-Podcast spricht Professor Jens Vogel-Claussen, der zum 1. Oktober die Professur für Radiologie an der Charité übernommen hat, über die unterschiedlichen Aspekte des Lungenkrebs-Screenings: Wer dafür infrage kommt, wie Betroffene zur Teilnahme motiviert werden können, welche Voraussetzungen Ärztinnen und Ärzte erfüllen müssen, um Patientinnen und Patienten zum Screening überweisen beziehungsweise das Screening durchführen zu können, was die Geräte können müssen, wie Künstliche Intelligenz zum Einsatz kommen soll, und wie das Zusammenspiel zwischen den Fachgruppen bei der Vorbereitung des G-BA-Beschlusses war – bis hin zu Fortbildungsrichtlinien der Bundesärztekammer für diese künftige Leistung. Vogel-Claussen sieht vor allem die Notwendigkeit, Hausärztinnen und Hausärzte, die neben Internisten und Arbeitsmedizinern für die Zuweisung sorgen sollen, zu aktivieren, damit sie ihre Patienten motivieren, das Screening in Anspruch zu nehmen. Ein Einladungsverfahren wie beim Mammografie-Screening kommt bei dieser risiko-adjustierten Vorsorge-Leistung nicht infrage. Die Aktivierung der Zuweiser sei auch eine Frage der Honorierung des Beratungsgesprächs, glaubt der Radiologe. Thema im Podcast ist auch die Frage nach dem Risiko falsch-positiver Befunde, welche Erkenntnisse die HANSE-Studie zum Thema bringt und wie die Zielgenauigkeit beim Aufspüren von Lungenkrebs noch weiter erhöht werden kann. (Länge: 33:58 Minuten)
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Nov 4, 2025 • 31min

Was hat Sie an der Kassenzulassung so schnell frustriert, Dr. Schmidt?

Dr. Thorsten Schmidt ist ein Hausarzt mit zwei Standbeinen. Er hat eine halbe Zulassung als Kassenarzt und bietet Leistungen in der ästhetischen Medizin an. Vor gut zweieinhalb Jahren hat er sich im bayerischen Schwandorf niedergelassen – und schnell ereilte ihn der Frust über die hohe Regelungsdichte in der vertragsärztlichen Versorgung. Im „ÄrzteTag“-Podcast schildert der Arzt, wie er mit der Bestellung eines Impfstoffs in Regress geriet, obwohl er zu Beginn von der KV Bayerns in einem Art Mentoring-Programm an die Hand genommen worden war. Der Aufwand, der betrieben wurde, bis das Regress-Verfahren abgeschlossen war, erregt Schmidt noch immer: Zehn bis 20 Mannstunden für Gutachten, Stellungnahmen und Einwendung, „und das nur für 284 Euro Regress!“, wie er im Podcast-Gespräch unterstreicht. „Und da wundert man sich, wo unser Gesundheitswesen hingeht…“ Tipp für Kolleginnen und Kollegen, die kurz vor der Niederlassung stehen Der Paragrafen-Dschungel, der ihn gleich zu Beginn erwischt hat, hat den Hausarzt schnell ernüchtert. Vor allem die Rolle als Vermittler der Botschaften der Krankenkassen für seine Patienten nervt ihn immer wieder: Dass er es ist, der weitergeben muss, welche Medikamente nicht verschrieben werden dürfen, welche Leistungen nicht Teil des Leistungsumfangs der Krankenkassen sind. Und dass er sich immer wieder vor den Kassen rechtfertigen muss, obwohl er doch eine elfjährige Ausbildung zum Facharzt gemacht hat und eigentlich weiß, wie er medizinisch vorgehen kann und warum. Im Podcast erläutert Schmidt, wie seine Patienten darauf reagieren, dass er an zwei Tagen in der Woche nicht als Kassenarzt erreichbar ist, wie er es schafft, in Notfällen doch immer ansprechbar zu sein und warum die Allgemeinmedizin ihn trotzdem weiterhin fasziniert. Er beschreibt, was Kolleginnen und Kollegen zu seiner Entscheidung sagen, die vertragsärztliche Tätigkeit wieder zurückzufahren – beziehungsweise was sie nicht sagen. Und er hat einen Tipp für junge Ärztinnen und Ärzte parat, die kurz vor der Niederlassung stehen, wie sie sich gegen unnötige Fehler wappnen können. (Länge: 30:19 Minuten)

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