Klinisch Relevant Podcast

Dr. med. Kai Gruhn, Dr. med. Dietrich Sturm, Prof. Markus Wübbeler
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Apr 28, 2020 • 18min

Knie-TEP: Welche Indikationen und zu welchem Zeitpunkt?- mit PD Dr. Mustafa Citak * Chirurgie

Vom konservativen Therapieansatz bis zur geeigneten Prothese In unserem ersten Interview mit einem chirurgischen Kollegen im Klinisch Relevant Podcast für Ärzte sprechen wir mit Mustafa Citak, Facharzt für Orthopädie, über Knie-Endoprothesen. Dabei geht es im Kern um diese drei Fragen: 1. Welche Indikationen gibt es zur Implantation einer Knie-TEP? 2. Welche verschiedenen Knie-TEP-Varianten gibt es und wann wende ich welche an? 3. Was ist der richtige Zeitpunkt zur Implantation einer Knie-TEP? Mustafa arbeitet als Oberarzt in einer großen Klinik für Endoprothetik in Hamburg und teilt mit Dir seine Erfahrungen. Hier seine Antworten auf die oben genannten Fragen in aller Kürze für Dich zusammengefasst: Indikationen für Knie-TEP: traumatische und nicht-traumatische Arthrose des Kniegelenkes Welche Knie-TEPs gibt es: Schlittenprothesen, Rotationsendoprothese, Scharniergelenks-Endoprothese häufigster operativer Eingriff ist der bikondyläre Oberflächenersatz welchen konservativen Behandlungsmöglichkeiten einer Knie-Arthrose gibt es? : Physiotherapeutische Übungsbehandlung,Akupunktur, Stoßwellen-Behandlung, konservative Schmerztherapie, Hyaluron-Säure-Infiltration die Knie-TEP sollte nicht zu früh implantatiert werden, sondern erst bei den klinischen und radiologischen Zeichen einer fortgeschrittenen Arthrose neben den radiologischen Kriterien der schweren Arthrose sollten die Patienten schon in Ruhe oder bei leichter Belastung Schmerzen haben und daher immobilisiert sein. Auch die regelmäßige Einnahme von Schmerzmedikamenten kann ein Hinweis dafür sein es sollte ein hoher, objektivierbarer Leidensdruck bei dem Patienten vorliegen die Lebensqualität des Patienten sollte relevant durch die Knie-Arthrose eingeschränkt sein die regelmäßige Durchführung der Eingriffe ist entscheidend für die Komplikation-Rate Häufige Gründe für Revisions-OPs: Instabilität, Prothesen-Infekte, Lockerungen der TEP postoperatives Management: Physiotherapie, postoperative Beschwerden können bei ca. 8% der Patienten bis zu ein Jahr andauern, langsamer Belastungsaufbau, möglichst keine Sportarten wie Joggen, Fußball etc. am Anfang nicht sinnvoll, adäquate Schmerztherapie Gabe von Tranexamsäure zur Verminderung des postoperativen Hämatoms Starke Schmerzen, hoher Leidensdruck und eingeschränkte Lebensqualität bei einem zu den Beschwerden passenden Röntgen-Bild stellen also die Kriterien für die Implantation einer Knie-TEP dar. Viel Spaß beim Hören und Lernen! Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. Falls Du auch einmal einen Beitrag auf Klinisch Relevant zu einem spannenden medizinischen Thema veröffentlichen möchtest, dann melde Dich doch ganz einfach unter kontakt@klinisch-relevant.de
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Apr 21, 2020 • 4min

Freier und natürlicher Wille: Bedeutung für Deine klinische Tätigkeit - mit Heribert Kirchner * Psychiatrie

Klinisch Relevant Espresso-Podcast: Welche Rechte haben Patienten mit schwerer Demenz im Rahmen des Betreuungsgesetzes Im klinischen Alltag kommen wir immer wieder mit Patienten in Kontakt, die z.B. im Rahmen einer fortgeschrittenen Demenz-Erkrankung nicht in der Lage sind, Sachverhalte abzuwägen und rationale Entscheidungen zu treffen. In diesem Zusammenhang ist es wichtig und sinnvoll die juristischen Begriffe "freier Wille" und "natürlicher Wille" zu kennen und zu verstehen. Im aktuellen Podcast-Interview im Espresso-Format sprechen wir mit Heribert Kirchner, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie genau über dieses Thema. Der freie Wille wird allen "gesunden" Menschen vom Gesetzgeber zugesprochen. Ist das Urteilsvermögen und die Fähigkeit zum Treffen einer möglichst rationalen Entscheidung aber durch eine Erkrankung, z.B. eine Demenz, gestört so kommt der Begriff des "natürlichen Willens" zum Tragen. Die Abwesenheit des freien Willens bedeutet aus juristischer Sicht, dass der Patient weder geschäfts- noch einwilligungsfähig ist. Ein solcher Patient kann durch verbale Willensbekundungen oder Gesten seinen Willen äußern. Der natürliche Wille wird vom Gesetzgeber aber in seiner Bedeutung auch als sehr hoch angesiedelt und dies bedeutet, dass diesem Willen, so weit wie möglich nachgegangen werden muß. Hier gilt das Gebot der Verhältnismäßigkeit. Der natürliche Wille des Patienten muß aufgrund des Grundrechtes auf ein selbstbestimmtes Leben möglichst respektiert werden. Wichtig sind die Begriffe "freier und natürlicher Wille" auch im Zusammenhang mit dem Betreuungsgesetz: Ein gesetzlicher Betreuer darf nicht gegen den freien Willen eines Erwachsenen bestellt werden. Viel Spaß beim Hören und Lernen! Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. Falls Du auch einmal einen Beitrag auf Klinisch Relevant zu einem spannenden medizinischen Thema veröffentlichen möchtest, dann melde Dich doch ganz einfach unter kontakt@klinisch-relevant.de
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Apr 14, 2020 • 16min

Gastrointestinale Blutungen: Was machst Du in Deinem Dienst? - mit Dr. Steffi Sielert * Gastroenterologie

Konkrete Handlungsvorschläge für variköse und nicht-variköse obere GI-Blutungen In diesem Beitrag von Steffi Sielert, Fachärztin für Innere Medizin und Gastroenterologie erfährst Du alle wichtigen Informationen zum Management einer varikösen oder nicht-varikösen oberen gastrointestinalen Blutung. Was machst Du also konkret im Falle einer Blutung im oberen Gastrointestinaltrakt? Überprüfung der Vitalparameter: ist der Patient Blutdruckstabil? Wie ist das Ausmaß der Blutung: Labor, Teerstuhl?, Teerstuhl mit Frischblut?, Teerstuhl mit Blutkoagel-Auflagerung? Anamnese: Ulcus-Leiden in der Vorgeschichte?, Bekannte Leberzirrhose?, Tumor-Leiden?, Polypektomie in der Vorgeschichte?, Patientenverfügung? Blutdruckstabilisierung mittels kristalloider Infusionslösungen Gabe von Erythrozyten-Konzentraten ab einem Hb von 7g/dl oder kleiner Weiteres Procedere bei varikösen GI-Blutungen: stationäre Aufnahme! Gabe von Terlipressin 2mg i.v. bei fehlenden Kontraindikationen Antibiotika-Gabe vor der Endoskopie (Cephalqsporine der 3. Generation, Fluorchinolone, Aminopenicilline) Erythromycin 250mg i.v. zur Beschleunigung der Magenentleerung Schnellstmögliche ÖGD: Gummibandligatur, Unterspritzung mit Histoacryl, Sklerosierung, Anlage eines Metall-Stents, Sengstaken-Sonde, Endosonografisch gesteuerte gezielte Unterspritzung des blutenden Gefäßes oder Coil-Anlage nach der Endoskopie Laktulose, um eine hepatische Enzephalopathie zu verhindern PPI sollten nicht standardmäßig gegeben werden Gabe von Tranexamsäure i.v. als weitere therapeutische Option Ggf. im Anschluss Anlage eines Transjugulären intrahepatischen portosystemischen Shunts (TIPS) Sekundärprophylaxe, um durch eine Senkung des portalvenösen Drucks das Risiko einer Rezidivblutung zu senken: Propanolol oder Carvedilol Weiteres Procedere bei nicht-varikösen Blutungen: schnellstmögliche ÖGD bei Kreislauf-instabilen Patienten Gabe von 80mg Pantoprazol i.v. restriktive Transfusionsstrategie wie oben erwähnt Endoskopische Versorung der Blutungstypen 1, 2a und 2b nach Forrest mittels Thermoablationsverfahren, Clip-Systemen, Unterspritzung Forrest 2c und 3-Blutungen werden nicht-endoskopisch interventionell angegangen Ggf. bereits Entnahme einer Gewebeprobe bei V.a. Tumorgeschehen, um den Patienten eine erneute Endoskopie zu ersparen Routinemäßige Durchführung einer Second-Look-Endoskopie wird nicht mehr empfohlen Nach Stellung der Blutung sollten Patienten mit hohem thrombembolischen Risiko ihre Thrombozytenaggregations-Hemmung wieder einnehmen! Wiederaufnahme einer oralen Antikoagulation spätestens 7 Tage nach Blutungsstillung Einen Link zu den Forrest Blutungstypen findest Du hier. Zum Schluss gibt es noch ein paar Tips zu unteren GI-Blutungen von Steffi für Euch. Viel Spaß bei Hören und Lernen! Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. Falls Du auch einmal einen Beitrag auf Klinisch Relevant zu einem spannenden medizinischen Thema veröffentlichen möchtest, dann melde Dich doch ganz einfach unter kontakt@klinisch-relevant.de
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Apr 6, 2020 • 11min

COVID-19: Radiologische Veränderungen der Lunge - mit Stephan Schwarz * Radiologie

Was kann die Radiologie zur Diagnose und zum Management von Infektionen mit SARS-CoV-2 beitragen? Die Lunge ist bei Infektionen mit SARS-CoV-2 häufig das Organ mit der größten Bedeutung für das Outcome unserer Patienten. Es war uns daher besonders wichtig mit Stephan Schwarz, Oberarzt der Radiologie im Klinikum Dortmund, über 1. sinnvolle radiologische Diagnostik der Lunge und 2. entsprechende typische Befunde zu sprechen. Stephan beschreibt neben den typischen radiologischen Befunden im Low-dose CT der Lunge auch untypische Befunde und spricht über den klassischen zeitlichen Ablauf der Erkrankung mit den dazu passenden radiologischen Zeichen. So gibt es nach dem aktuell Wissensstand folgende Stadien: 1. Initialstadium: Tag 0-4: Milchglas-Trübungen 2. Progressives Stadium: Tag 5-8: "Crazy paving" 3. "Peak"-Stadium: Tag 9-13: Konsolidierung der Veränderungen in der Lunge 4. Absorbtions-Stadium ab Tag 14: Auflockerung der Lungenveränderungen Abschließend diskutiert Stephan die aktuell existierenden Scores, die den klinisch tätigen Kollegen eine Hilfestellung im Hinblick auf den bestehenden Schweregrad der Erkrankung bieten soll. Auch Differentialdiagnosen wie Lobärpneumonien, Tbc und opportunistische Lungeninfektionen werden zum Schluss des Interviews erwähnt. Hier findest Du Stephans Empfehlung an hilfreichen und weiterführenden Links zum Thema Radiologie und COVID-19: Radiopaedia The Radiology Assistant Empfehlungen der Deutschen Röntgengesellschaft zu COVID-19 "Radiology of Corona-Virus" der RSNA Viel Spaß beim Hören und Lernen- wir hoffen sehr, dass etwas lehrreiches für Dich und Deine Kollegen dabei ist! Bleib gesund! Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. Falls Du auch einmal einen Beitrag auf Klinisch Relevant zu einem spannenden medizinischen Thema veröffentlichen möchtest, dann melde Dich doch ganz einfach unter kontakt@klinisch-relevant.de
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Mar 31, 2020 • 29min

Online-Psychotherapie und Trainings am Beispiel von HelloBetter - mit Dr. Hanne Horvath * Psychiatrie

Dr. Hanne Horvath, Psychologin und Mitgründerin von HelloBetter, diskutiert die Chancen der Digitalisierung in der Psychotherapie. Besonders während der Corona-Krise erfahren Online-Therapien einen Aufschwung. Sie erklärt, wie ihre Plattform Trainings für psychische Störungen bietet, von Depressionen bis Schlafstörungen. Themen wie Qualitätssicherung und die Finanzierung durch Krankenkassen werden beleuchtet. Außerdem wird die Zukunft der digitalen Interventionen und die Integration von Technologie in die Therapie erörtert.
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Mar 24, 2020 • 21min

Suizidalität: wie schätze ich das ein? - mit Heribert Kirchner * Psychiatrie

Hilfreiche Informationen und Tips für die Einschätzung der Suizidalität und den Umgang mit suizidalen Patienten für Deine klinische Tätigkeit Suizidalität ist ein Thema, dass im klinischen Alltag regelmäßig vorkommt. Die zweithäufigste Todesursache bei jungen Menschen ist eine Selbsttötung…. Für Kollegen, die im Notarztdienst tätig sind, gehört der Umgang mit suizidalen Patienten sogar mit zu den häufigsten Einsatzgründen. Im Gegensatz dazu spielt dieses Phänomen in unserer ärztlichen Ausbildung nur eine sehr untergeordnete Rolle, was auf der Seite des Behandlungs-Teams zu Unsicherheiten führen kann. Heribert Kirchner, Facharzt für Psychotherapie und Psychotherapie, spricht im Interview mit uns über den Umgang mit lebensmüden Patienten und die Einschätzung der individuellen Gefährdung durch Suizidalität. Zunächst sollte der psychopathologische Befund erhoben werden. Dabei gibt es folgende "Red flags": 1. Affektiver Formenkreis: ausgeprägte Niedergestimmtheit Gefühl der Hoffnungslosigkeit Fehlende affektive Schwingungsfähigkeit 2. Schizophrener Formenkreis: Sinnestäuschungen (insbesondere akustische Halluzinationen, imperative Stimmen) Anspannungszustände Ängste Verfolgungswahn Zudem ist zur Beurteilung der Suizidalität auch die Erhebung der psychosozialen und medizinischen Anamnese von großer Bedeutung. Folgende Aspekte sind dabei von besonderer Bedeutung: Alter und Geschlecht des Patienten Zugehörigkeit zu sozialen Randgruppen Soziales Umfeld sozioökonomischer Status Bestehen einer psychiatrischen Vorerkrankung (insbesondere depressive Störungen in Kombination mit Suchterkrankungen) Eine gute Hilfestellung zur Beurteilung des Suizidalitätsrisikos kann dabei die NGASR-Skala (Nurses Global Assessment of Suicide Risk) sein, die Du hier kostenlos herunterladen kannst: NGASR-Skala In das Gespräch zur Krisenintervention sollte aber auch dem Patienten die Möglichkeit zur Selbsteinschätzung der Akuität der Situation gegeben werden. Hilfreich ist auch -falls möglich- die Einbindung von Angehörigen oder Freunden. Zur "Entspannung" und Entaktualisierung der Situation Kann es zudem nützlich sein Benzodiazepine, insbesondere Lorazepam (1-2,5mg) als Akutmedikation zu verwenden. Wichtigster Rat zum Schluß: Suizid-Bekundungen bitte immer ernst nehmen!! Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. Falls Du auch einmal einen Beitrag auf Klinisch Relevant zu einem spannenden medizinischen Thema veröffentlichen möchtest, dann melde Dich doch ganz einfach unter kontakt@klinisch-relevant.de
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Mar 21, 2020 • 20min

COVID-19 und MS : was gibt es zu bedenken? - mit Dr. Mathias Veit * Neurologie

Die Verunsicherung bzgl . COVID-19 ist sowieso groß, aber was ist mit unseren MS-Patienten, die auch noch immunmodulierende Medikamente nehmen?! Hier sprechen wir über die wichtigsten Aspekte Die Corona-Pandemie hat das Leben aller Menschen massiv verändert. Viele Menschen sind verängstigt und beunruhigt. Patienten mit Multipler Sklerose suchen aktuell den Kontakt zu ihren behandelnden Neurologen, da sie sich aufgrund ihrer Grunderkrankung und ihrer immunmodulierenden Medikamente fragen, ob sie besonders gefährdet sind, an einer COVID-19 Infektion zu erkranken, bzw. besonders schwer zu erkranken. Wir sprechen daher mit Matthias Veit, Leiter der MS-Ambulanz am EVK-Unna, den Ihr schon aus einem früheren Podcast bei Klinisch Relevant kennt. Er hat sich für Euch umfangreich in seinem Netzwerk informiert um Euch auf die Fragen Eurer Patienten vorzubereiten. Im einzelnen sprechen wir über folgenden wichtige Fragen: Haben MS-Patienten ein höheres Risiko an einer COVID-19-Infektion zu erkranken? Welche Unterschiede gibt es aufgrund der Schwere der Behinderung (Rollstuhlabhängigkeit/Bettlägerigkeit) Welche Auswirkung auf die Infektanfälligkeit haben Interferone und Glatirameracetat als Basistherapeutika? Welche Besonderheiten sind bei der Verwendung der Sphingosin-1-phosphat-Analoga zu beachten? Wie sieht es mit einer B-Zell bzw. B- und T-Zell depletierenden Medikation (Z.B Ocrelizumab, Natalizumab) aus? Welche besonderen Herausforderungen kommen aufgrund der Corona-Krise auf die behandelnden Ärzte von MS-Patienten zu? Wie verfährt man bei MS-Patient wenn es zu einer COVID-Infektion gekommen ist? Sind weiterhin Schubbehandlungen mit Cortison möglich? Matthias bezieht sich in diesem Interview insbesondere auf die Empfehlungen der DMSG und des KKNMS. Diese kannst Du Dir hier im Detail und in Ruhe anschauen: Aktuelle Empfehlungen der DMSG Aktuelle Empfehlungen des KKNMS Zu guter Letzt, hier noch eine persönliche Empfehlung von Matthias zum Thema Corona-Virus: der Podcast "Coronavirus Update" von Prof. Christian Drosten Viel Spaß beim Hören! **Disclaimer: ** Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. Falls Du auch einmal einen Beitrag auf Klinisch Relevant zu einem spannenden medizinischen Thema veröffentlichen möchtest, dann melde Dich doch ganz einfach unter kontakt@klinisch-relevant.de
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Mar 18, 2020 • 19min

Pankreatitis: Diagnostik und Therapie - mit Dr. Steffi Sielert * Gastroenterologie

Pankreatitis zum Anhören: Dr. Steffi Sielert, Internistin und Gastroenterologie, erklärt Dir die diagnostischen und therapeutischen Pfade dieses häufigen Krankheitsbildes Herzlich willkommen zur ersten Podcast-Folge im Fachgebiet Gastroenterologie! Steffi Sielert, Fachärztin für Innere Medizin und Gastroenterologie und Oberärztin im St. Anna Krankenhaus Herne, teilt in dieser Solo-Folge Schritt für Schritt die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten zur Behandlung einer Pankreatitis. Insbesondere spricht sie über folgende Details: äthyltoxische Pankreatitis biliäre Pankreatitis nekrotisierende Pankreatitis Faktoren zur Beurteilung der Prognose einer Pankreatitis, (Serum-Calcium-Spiegel, Hämatokrit) Cholezystitis, Cholangitis Flüssigkeitsmanagement, Kostaufbau, Analgesie Antibiotika-Therapie Monitoring der Vitalparameter ERCP, Endosonografie, CT, Abdomen-Sonografie Pankreas-Nekrosen nach Pankreatitis und deren Behandlung: perkutane und endosonografische Drainagen Pseudozysten-Bildung, Whirled-off Nekrosen Fistelbildung Insgesamt also ein kompletter Überblick zu diesem Thema…. Viel Spaß beim Hören und Lernen! *Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. Falls Du auch einmal einen Beitrag auf Klinisch Relevant zu einem spannenden medizinischen Thema veröffentlichen möchtest, dann melde Dich doch ganz einfach unter kontakt@klinisch-relevant.de
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Mar 10, 2020 • 24min

Neuropathischer Schmerz von A-Z - mit Jun.-Prof. Dr. Elena Enax-Krumova * Neurologie / Schmerztherapie

Hier hörst Du alles, was Du aktuell zum Thema "Neuropathischer Schmerz" wissen mußt: Definition, Diagnostik, Therapie, sowie Ausblick auf kommende Therapie- und Diagnostikformen... Die Behandlung von neuropathischen Schmerzsyndromen bleibt auch im Jahr 2020 häufig schwierig. Aber wann sprechen wir überhaupt von neuropathischen Schmerzen? Welche anderen Schmerzformen gibt es? Welche diagnostischen Möglichkeiten stehen uns zur Verfügung? Und vor allem: welche therapeutischen Möglichkeiten bieten sich an? Elena Enax-Krumova, Inhaberin einer Stiftungsprofessur zur Erforschung von neuropathischen Schmerzen nach Traumata an der Ruhr-Universität Bochum, bespricht in diesem kurzweiligen Interview all diese Themen. Im Detail werden folgende Bereiche abgedeckt: Definition der unterschiedlichen Schmerztypen: Nozizeptiver Schmerz, Neuropathischer Schmerz und Noziplastischer Schmerz Darstellung der aktuell zur Verfügung stehenden diagnostischen Mittel: u.a. MRT, CCT, Elektroneurografie, Elektromyografie, Evozierte Potentiale, Liquordiagnostik, Labordiagnostik Darstellung der überwiegend in Zentren verfügbaren Zusatzdiagnostik im Hinblick auf neuropathische Schmerzen: z.B. QST (Quantitativ Sensorische Testung) und die Durchführung und Auswertung von Hautbiopsien zur Bestimmung der intraepidermalen Nervenfaserdichte Erläuterung der unterschiedlichen Medikamente, die zur Behandlung von neuropathischen Schmerzen zur Verfügung stehen: v.a. tricyklische Antidepressiva, membranstabilisierende Medikamente bzw. Antikonvulsiva, Opioide, topisch anwendbare Medikamente wie Lidocain und Botulinumtoxin, sowie die im Moment so gehypten Cannabionoide. Zu guter Letzt gibt Elena einen Ausblick auf Therapie- und Diagnostikformen, die Teil der aktuellen Forschung sind und möglicherweise in Zukunft eine Rolle spielen werden. Viel Spaß beim Zuhören und Lernen! Wenn Du uns einen großen Gefallen tun möchtest, dann gib uns doch bei Apple Podcasts eine besonders gute Bewertung und erzähle Deinen Kolleginnen und Kollegen von unserem Projekt! Vielen Dank!! *Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de
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Mar 3, 2020 • 31min

Geldanlage in Zeiten der Negativzinsen - mit Daniel Korth (Der Finanzrocker) * Podcast für Mediziner

Interview mit Daniel Korth aus dem Finanzrocker-Podcast zum Thema Geldanlage: Wir sprechen über ETFs, Aktien, die Börse aber auch über klassische Geldanlageprodukte!! Ich gebe zu: dieser Podcast hast absolut nichts mit Medizin zu tun! Jedenfalls nicht auf den ersten Blick. Trotzdem war es mir wichtig, dieses Interview mit Daniel Korth, dem Mann hinter dem sehr erfolgreichen Finanzrocker- Podcast und dem Finanzrocker-Blog, für den Klinisch-Relevant Mediziner Podcast zu realisieren. Ich selbst bin großer Fan von Daniel und sehr dankbar für die kostbaren Informationen und die finanzielle Bildung, die er über seine unterschiedlichen Kanäle mit der Öffentlichkeit teilt. Wie viele andere Menschen aus meinem Umfeld, habe ich Jahrzehnte meines Lebens Nichts von Geldanlage-Themen wissen wollen und die Augen vor der Realität verschlossen. So musste ich eines Tages feststellen, dass ich so -trotz meines guten Jobs- niemals in der Lage sein werde, ein relevantes Vermögen aufzubauen. In diesem Moment kam der Podcast von Daniel gerade zur rechten Zeit… Wir sprechen über Exchange traded funds (ETFs) Einzelaktien Fonds klassische Geldanlage-Produkte Humankapital Hier findest Du noch Links zu Daniels Projekten: Daniels Buch “Soundtrack für Vermögenswerte” Der Finanzwesir-Podcast ist ein Format, das wohl noch besser für “Anfänger” in Sachen Geldanlage geeignet ist. Daniel spricht hier mit seinem Kollegen Albert Warnecke über grundlegende Themen der Finanzwelt. Der Finanzrocker-Podcast der Finanzrocker-Blog Ich würde mich daher sehr freuen, wenn auch für Dich etwas in diesem Podcast-Interview dabei ist – und wenn es nur ein Denkanstoß ist. Schließlich ist eine gute finanzielle Situation auch für Ärzte extrem wichtig! In diesem Sinne: viel Spaß beim Hören! *P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. Falls Du auch einmal einen Beitrag auf Klinisch Relevant zu einem spannenden medizinischen Thema veröffentlichen möchtest, dann melde Dich doch ganz einfach unter kontakt@klinisch-relevant.de

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