Klinisch Relevant Podcast

Dr. med. Kai Gruhn, Dr. med. Dietrich Sturm, Prof. Markus Wübbeler
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Aug 15, 2020 • 46min

Wundmanagement bei chronischen Wunden - mit Prof. Markus Wübbeler * Pflegewissenschaft

Lokaltherapie chronischer Wunden bei Patienten mit den Risiken periphere arterielle Verschlusskrankheit, Diabetes mellitus, chronische venöse Insuffizienz Wundmanagement bei chronischen Wunden Lokaltherapie chronischer Wunden bei Patienten mit den Risiken periphere arterielle Verschlusskrankheit, Diabetes mellitus, chronische venöse Insuffizienz Die Leitlinie „Lokaltherapie chronischer Wunden bei Patienten mit den Risiken periphere arterielle Verschlusskrankheit, Diabetes mellitus, chronische venöse Insuffizienz“, Entwicklungsstufe S3, wurde initiiert von der Deutschen Gesellschaft für Wundheilung und Wundbehandlung e.V. (DGfW). Sie wurde unter Einbeziehung der Mandatsträger aller für das Thema relevanten wissenschaftlich-medizinischen Fachgesellschaften (siehe Mitglieder der Steuergruppe) und den am Behandlungsprozess beteiligten Berufsgruppen entwickelt. Hinweis: Leitlinie befindet sich in Überarbeitung! Link: https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/091-001l_S3_Lokaltherapie_chronischer_Wunden_2012-ungueltig.pdf Expertenstandard: Pflege von Menschen mit chronischen Wunden Durch Anleitung und Beratung der Patienten/Bewohner und ihrer Angehörigen zu alltagsorientierten Maßnahmen im Umgang mit der Wunde und den wund- und therapiebedingten Auswirkungen können die Fähigkeiten zum gesundheitsbezogenen Selbstmanagement so verbessert werden, dass sich positive Effekte für Wundheilung und Lebensqualität ergeben. Der Expertenstandard beschreibt den pflegerischen Beitrag zur Versorgung von Menschen mit chronischen Wunden. Der Expertenstandard richtet sich an Pflegefachkräfte in der ambulanten Pflege, der stationären Altenhilfe und im Krankenhaus. Erhältlich unter https://www.dnqp.de/expertenstandards-und-auditinstrumente/#c18466 Visitrak Digital: Digital-Pad Das tragbare digitale Pad ist einfach in der Handhabung und liefert eine schnelle und genaue Wundgrößenmessung. Durch ein akustisches Signal wird angezeigt, wenn die Datenübertragung durch Nachzeichnen der Wundränder abgeschlossen ist. Das direkt angezeigte Ergebnis ist die Größe der Wundfläche. Es können ebenso der Prozentsatz eines nekrotischen Gewebes oder die Länge / Breite der Wunde berechnet werden. https://www.smith-nephew.com/osterreiche/produkte/infektionsbek-mpfung-prophylaxe/visitrak-/ DRACO® Wundversorgungshilfe Mit der DRACO® Wundversorgungshilfe können Sie mit Ihrem Smartphone oder Tablet Empfehlungen für geeignete Wundauflagen erhalten. Geben Sie dazu einfach die erforderlichen Angaben zu Wundgrund, Exsudationsmenge, Wundtiefe, Infektion und Wundumgebungshaut an. Darüber hinaus hast du die Möglichkeit, direkt eine Musterbestellung aufzugeben, um die Produkte selbst zu testen. Achtung: Herstellerabhängig! https://www.draco.de/wundversorgungshilfe-app/
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Aug 11, 2020 • 31min

Smart Hospital: Digitalisierung einer Universitätsklinik - mit Prof. Werner * Klinisch Relevant Mediziner-Podcast

Digitalisierung, Rolle des Arztes und Zukunft der Medizin am Beispiel der Uniklinik Essen Smart Hospital - Digitalisierung einer Uniklinik Prof. Jochen Werner ist ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender der Uniklinik Essen und treibende Kraft hinter dem "Smart Hospital"-Projekt, bei dem es um die Digitalisierung, Modernisierung und Optimierung der Abläufe in der Klinik geht. In diesem Podcast-Interview erklärt Professor Werner, um was es bei diesen Veränderungen eigentlich geht: Ärzte und medizinisches Personal sollen wieder mehr Zeit für Ihre eigentlichen Kompetenzen haben, nämlich die Arbeit am Patienten. Das hört sich gut an, ist in der Realität nicht einfach durchzusetzen, weil viele Hürden und Widerstände in unseren Köpfen genommen werden müssen. Informationen zum Smart-Hospital findest Du hier verlinkt: Artikel über das Smart-Hospital auf der Internet-Seite des Bundesverbandes Deutscher Chirurgen Hier findest Du einen Link zu dem Buch "Smart Hospital" u.a. von Prof. Werner: Smart-Hospital: Digitale und emphatische Zukunftsmedizin Weitere Informationen zu Prof. Werner findest Du aus seiner Internetseite www.medical-influencer.de
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Aug 4, 2020 • 42min

Human factors verstehen - Leben retten - mit Dr. Johanna Ludwig * Klinisch Relevant Querschntittsthemen

Was ist das SEIPS-Modell und was können wir aus dem Fall Dr. Bawa-Garpa lernen? Human Factors: Der Faktor Mensch in der Medizin Johanna Ludwig arbeitet als Unfallchirurgin in einer Klinik in Berlin und hat zusätzlich in Oxford Surgical Science and Practice studiert. In diesem Zusammenhang ist sie auch mit dem Thema "Human factors" und dem SEIPS-Modell in Berührung gekommen. Johanna erklärt diese Begriffe anhand der Ereignisse um Dr. Bawa-Garba im Jahr 2011 in England, die zunächst der fahrlässigen Tötung eines ihrer Patienten für schuldig gesprochen worden war. Nach einem jahrelangen Rechtsstreit darf sie wieder praktizieren. Auch wenn man in Deutschland nur relativ wenig über diesen Fall gehört hat, veranschaulicht er doch sehr eindrücklich, welche unterschiedlichen Faktoren in einer Klinik vor allem in einer Notfallsituation zusammenkommen und das Schicksal unserer Patienten beeinflussen können. So gibt es eine eigene Wissenschaft, die sich mit der Interaktion von Menschen mit Elementen eines Systems auseinandersetzt und hier versucht den "Faktor Mensch" besonders zu berücksichtigen. Daraus entstanden ist das sog. SEIPS-Modell (Systems Engineering Initiative for Patient Safety) Hier findet Ihr noch weitere interessante Links zum Thema SEIPS und Human Factors und den Kontakt zu Johanna: https://journals.lww.com/jhqonline/Abstract/2018/03000/Proactive_Safety_Management_in_Trauma_Care_.4.aspx 2. https://ieeexplore.ieee.org/document/1403981 https://implementationscience.biomedcentral.com/articles/10.1186/s13012-015-0317-y mail@johannaludwig.com
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Jul 10, 2020 • 36min

Freiheitsentziehende Maßnahmen in der Pflege - mit Markus Wübbeler * Pflegewissenschaft

Arten von freiheitsentziehenden Maßnahmen, rechtliche Regelungen, Alternativen und Entscheidungspfade **Freiheitsentziehende / Freiheitsreduzierende Maßnahmen (FEM) ** Im heutigen Beitrag geht es um das Thema freiheitsentziehende Maßnahmen, ihre Arten, rechtliche Regelungen, Entscheidungspfade und Alternativen. Bundesinteressenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen (BIVA): Freiheitsentziehende Maßnahmen sind alle Handlungen und Vorrichtungen, die einen Menschen an der Ausübung seines natürlichen oder auch potentiellen Fortbewegungswillens hindern und gegen seinen Willen durchgeführt werden. Die Broschüre stellt die rechtlichen Voraussetzungen für die Durchführung freiheitsentziehender Maßnahmen in der stationären und ambulanten Versorgung dar, und erläutert überblickartig die Fragen der Haftung des Pflegepersonals. Verfügbar unter: https://www.biva.de/dokumente/broschueren/Freiheitsentziehende-Massnahmen.pdf Deutsches Ärzteblatt: Freiheitsentziehende Maßnahmen Rechtliche Perspektiven von Fixierungen Ein Freiheitsentzug durch Fixierung kann als medizinisch notwendig gelten, er hat aber stets auch eine juristische Seite, die es zu bewerten gilt. Dazu gehört unter anderem die ordnungsgemäße Genehmigung der Maßnahme. Verfügbar unter: https://www.aerzteblatt.de/archiv/210887/Freiheitsentziehende-Massnahmen-Rechtliche-Perspektiven-von-Fixierungen ReduFix: Vermeidung von körpernahen Fixierungen in Einrichtungen der stationären Altenpflege Das Projekt mit dem Ziel, durch gezielte Interventionen freiheitsentziehende Maßnahmen (FEM) bei demenzerkrankten Heimbewohner/-innen zu verhindern oder zu reduzieren, ohne dass es dabei zu negativen Konsequenzen für die Bewohnerin oder den Bewohner kommt. Verfügbar unter: https://agp-freiburg.de/downloads/ReduFix_Leitfaden_Vermeidung_koerpernaher_Fixierungen_2010.pdf Leitlinie FEM Initiative zur Vermeidung freiheitseinschränkender Maßnahmen in der beruflichen Altenpflege Da sich freiheitseinschränkende Maßnahmen ohne unerwünschte Wirkungen wie vermehrte Stürze und sturzbedingte Verletzungen reduzieren lassen, erscheinen Maßnahmen zum nachhaltigen Verzicht von freiheitseinschränkenden Maßnahmen dringend geboten. Evidenzbasierte Praxisleitlinien können wirkungsvolle Mittel sein, um Unterschiede zwischen Einrichtungen zu überwinden und somit eine Versorgung auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse zu fördern. Die Leitlinie stellt Studienergebnisse zu FEM auf der Basis von 120 Pflegeheimen vor und diskutiert Maßnahmen für die Praxis. Verfügbar unter: http://www.leitlinie-fem.de
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Jul 7, 2020 • 27min

Psychiatrische Notfälle und rechtliche Rahmenbedingungen Teil 2 - mit Peer Scholz * Psychiatrie

Die Rolle des Betreuungsgesetztes, rechtliche Rahmenbedingungen von Fixierungen, Psychiatrische Notfallmedikamente Heute hörst Du mit Folge #63 den 2. Teil des Interviews mit dem Psychiater Peer Scholz. Gleichzeitig ist dies der letzte Podcast vor unserer kleinen Sommerpause. In diesem Podcast fokussieren wir uns auf das Betreuungsgesetz, die rechtlichen Rahmenbedingungen für Fixierungen und psychiatrische Notfallmedikamente. 1. Betreuungsgesetz (BTG): Findet sich im bürgerlichen Gesetzbuch und soll dem Schutz von Menschen, die aufgrund von bestimmten Erkrankungen nicht mehr für sich sorgen können, dienen. Wird für unterschiedliche Bereiche des persönlichen Lebens ausgesprochen, in denen der Patient eingeschränkt ist (z.B. Finanzen, Aufenthaltsbestimmungsrecht, Gesundheitsfürsorge, Behördliche Angelegenheiten, Wohnangelegenheiten). Zur Anregung einer gesetzlichen Betreuung ist ein ärztliches Zeugnis erforderlich, darauf folgt ein ausführliches ärztliches Gutachten. Fremdgefährdung ist kein Aspekt bei der Einleitung einer gesetzlichen Betreuung. Konzipiert für chronisch kranke Menschen. Bei akuten Gefährdungssituation durch Menschen mit psychischen Erkrankungen: PsychKG. 2. Fixierungen: Nur zulässig, wenn die Gefahr für den Patienten oder Dritte nicht anders anwendbar ist (z.B. durch deeskalierende Maßnahmen) und zwar immer nur so kurz wie möglich. In NRW gilt formal aktuell, dass in psychiatrischen Kliniken im Rahmen eines PsychKGs eine Fixierungsdauer von mehr als 30 Minuten einer richterlichen Genehmigung bedarf. Der sog. "rechtfertigende Notstand" erlaubt es aber dem behandelnden Arzt in der somatischen Klinik Maßnahmen zum Schutz des Patienten und anderer Menschen zu ergreifen (z.B. durch Fixierungen), wenn der Patient krankheitsbedingt nicht in der Lage ist, seine Situation einzuschätzen (Dauer bis zu 48 Stunden). 3. psychiatrische Notfallmedikation: hier gilt natürlich auch, dass alle anderen Mittel, z.B. der Versuch der Deeskalation, keinen Erfolg gebracht haben. Zuvor müssen auch "Sicherungsmaßnahmen" wie Fixierungen als weniger invasives Mittel ausprobiert worden sein. Lorazepam und Haloperidol sind weiterhin als die "Klassiker" anzusehen, weil gut steuerbar, gut und schnell wirksam und oral, i.m., bzw. i.v. verfügbar. Diazepam hat den Nachteil der deutlich längeren HWZ, sowie die Gefahr der Akkumulation von Abbau-Metaboliten, die ihrerseits eine HWZ von ca. 100 Stunden haben Vorsicht bei der Anwendung von Benzodiazepinen bei intoxikierten Patienten (Gefahr der Atemdepression) Haldol sicherlich mittlerweile überwiegend nur in der Behandlung von akuten Krankheitsbildern gerechtfertigt aufgrund der extrapyramidalen Nebenwirkungen. Bei älteren Patienten sind Dosierungen von 0,5 bis 2mg Haloperidol häufig ausreichend (alternativ z.B. Risperidon 0,5-2mg), bei jungen Patienten maximal 10 mg Haloperidol (in seltenen Fällen mehr) i.v.-Anwendung von Haldol nicht mehr empfohlen!! Olanzapin, Aripiprazol und Ziprasidon sind als i.m. "Akutvariante" verfügbar. Loxapin: inhalatives Antipsychotikum als neue Entwicklung. Nachteil: hoher Preis und in der Akutsituation schwierige Handhabung. Hier findest Du den aktuellen Gesetzestext des PsychKG für das Land NRW: Gesetz über Hilfen und Schutzmaßnahmen bei psychischen Krankheiten (PsychKG) Zum Schluss noch Peers Buch-Empfehlung für die Kitteltasche: Kompendium der Psychiatrischen Pharmakotherapie Viel Spaß bei Hören und Lernen!
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Jun 30, 2020 • 29min

Psychiatrische Notfälle und rechtliche Rahmenbedigungen Teil I - mit Peer Scholz * Psychiatrie

Was ist der Unterschied zwischen PsychKG und Betreuungsgesetz? Psychiatrische Notfälle und rechtliche Rahmenbedingungen Situationen, in denen Patienten gegen Ihren Willen behandelt und in einer Klinik untergebracht werden müssen sind für alle Beteiligten herausfordernd. Kompliziert wird es dann zusätzlich, wenn Unsicherheiten bei den entsprechenden gesetzlichen Grundlagen und dem konkreten Ablauf der Unterbringung besteht. In diesem Interview habe ich mit dem Psychiater Peer Scholz gesprochen, der viele Jahre eine Akut-Station in einer Psychiatrischen Klinik in Düsseldorf geleitet und somit viel Erfahrung mit den oben genannten Themen hat. Trotz der ernsten Thematik ist das Interview zu einem lockeren Gespräch beim Tee geworden, das die Bereiche PsychKG, Betreuungsgesetz, Fixierungen und psychiatrische Notfall-Medikamente umfasst. Es finden sich also sicherlich viele wichtige Details für jeden klinisch tätigen Kollegen. Aufgrund der Länge haben wir das Interview in 2 Teile unterteilt. PsychKG (Psychisch-Kranken-Gesetz): Landesgesetze, die die Unterbringung und Behandlung von Patienten mit psychischen Erkrankungen in einer psychiatrischen Klinik regeln, bei denen eine akute Fremd- oder Eigengefährdung besteht (z.B. Suizidalität, Fremdaggressivität bei Wahnvorstellung). Voraussetzung für die Erstellung eines ärztlichen Zeugnisses zur Unterbringung nach PsychKG ist in NRW (theoretisch) eine mindestens 6 monatige Berufserfahrung in der Psychiatrie. Aus dem ärztlichen Zeugnis muss die psychische Erkrankung des Patienten und die akute Fremd- oder Eigengefährdung hervorgehen. Es bestehen hohe gesetzliche Hürden für die Einrichtung eines PsychKGs (insbesondere seit der Gesetztes-Novelle in NRW Anfang 2017). Die akuten Gefährdungsmomente der Fremd- oder Eigengefährdung dürfen nicht anders abwendbar sein, d.h. alle anderen Mittel müssen vorher ausgeschöpft worden sein. Konkretes Vorgehen von Stadt zu Stadt bzw. von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich: Ordnungsamt als ausführendes Organ informieren, bei aggressiven Patienten ggf. die Polizei hinzuziehen, ärztliches Attest ausstellen (s.o.), Transport organisieren In der psychiatrischen Klinik: Richterliche Anhörung des Patienten bis zum Ende des Folgetages nach Ausstellung des ärztlichen Zeugnisses. Ein rechtlicher Vertreter und eine Vertrauensperson des Patienten muss vor der Anhörung informiert werden, Der betroffene Patient muss mündlich und schriftlich über seine Rechte und Pflichten aufgeklärt werden, Alle am Verfahren beteiligten müssen über den Beschluss der Anhörung schriftlich informiert werden. Im Beschluss muss auch der Zeitraum der Unterbringung nach PsychKG definiert sein (längstens 6 Wochen). Von Seiten der Klinik muss täglich die Notwendigkeit der weiteren Unterbringung überprüft und dokumentiert werden. Die Unterbringung muss aufgehoben werden, sobald die Kriterien nicht mehr erfüllt werden. Zwangsbehandlungen von Patienten sind seit der Gesetzesnovelle 2017 in NRW prinzipiell nur nach vorheriger richterlicher Anordnung unter hohen Auflagen möglich, wenn der Betroffene krankheitsbedingt nicht in der Lage ist gesundheitliche Schäden abzusehen. Zuvor muss dokumentiert werden, dass mit allen zulässigen Mitteln versucht wurde, den Patienten von der Behandlung zu überzeugen. Viel Spaß beim Hören!
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Jun 25, 2020 • 41min

Dekubitus-Prophylaxe durch Wechseldruck-Systeme - mit Birger Nispel * Pflegewissenschaft

Welche Systeme gibt es, wie funktionieren sie, was mußt Du beachten? Antidekubitussysteme Druckverteilende Unterlagen Einführung: Risikofaktoren für einen Dekubitus sind von Person zu Person unterschiedlich. Druckverteilende Unterlagen sind „spezielle Hilfsmittel zur Druckverteilung, die für das Management von Gewebebelastungen, des Mikroklimas und/oder anderer Therapiefunktionen ausgestaltet sind (d.h. alle Matratzen, integrierte Bettsysteme, der Ersatz für Matratzen, Auflagen oder Sitzkissen oder Sitzkissenauflagen)“. Druckverteilende Unterlagen sollten auf einer Einzelfallgrundlage abhängig von den Bedürfnissen der Person zur Druckverteilung und für andere therapeutische Funktionen ausgewählt werden. In allen Fällen sollten die Empfehlungen des Her-stellers für die Verwendung und Pflege beachtet werden. Quelle: https://www.epuap.org/wp-content/uploads/2016/10/german_quick-reference-guide.pdf Expertenstandard: Dekubitusprophylaxe in der Pflege Instrumente die zur Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität in der Pflege beitragen. Sie berücksichtigen pflegewissenschaftliche Erkenntnisse als auch pflegepraktische Erfahrungen gleichermaßen und definieren Ziele und Maßnahmen bei relevanten Themenbereichen der ambulanten und stationären pflegerischen Versorgung z. B. Dekubitusentstehung, Mangelernährung) (Quelle: MDS unter www.mds-ev.de) Erhältlich unter: https://www.dnqp.de Hilfsmittelverzeichnis des GKV Der GKV-Spitzenverband erstellt gemäß § 139 SGB V ein systematisch strukturiertes Hilfsmittelver-zeichnis und (gleichzeitig handelnd als GKV-Spitzenverband der Pflegekassen) als Anlage dazu ein Pflegehilfsmittelverzeichnis. In dem Verzeichnis sind von der Leistungspflicht der Kranken- und Pflegekassen umfasste Hilfsmittel aufgeführt. Das Hilfsmittelverzeichnis gliedert sich in Anlehnung an das jeweilige Therapieziel in 37 unterschiedliche Produktgruppen. Erreichbar unter: https://hilfsmittel.gkv-spitzenverband.de/home.action
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Jun 23, 2020 • 13min

Autoantikörper bei Myasthenia gravis: Was sagen sie aus? - mit Kai Gruhn * Neurologie

Welche Antikörper-Diagnostik ist zu welchem Zeitpunkt und bei welcher klinischen Konstellation sinnvoll? Myasthenia gravis: eine seltene aber sehr spannende Autoimmunerkrankung Bei einer Myasthenie handelt es sich- das wißt Ihr alle- um eine seltene Autoimmunerkrankungen, bei der der Körper Autoantikörper gegen Acetylcholin-Rezeptoren, eine muskelspezifische Kinase (MuSK) oder andere Strukturen der neuromuskulären Endplatte produziert. Unterteilt werden kann die Myasthenie nach folgenden Aspekten: Manifestationsart: a) okulär, b) generalisiert Nach dem Antikörperstatus Im Hinblick auf das Vorliegen eines Thymoms Die meisten Patienten mit MG habe eine gute Lebensqualität und eine normale Lebenserwartung, wenn Sie konsequent behandelt werden. Die Mortalität im Rahmen einer myasthenen Krise liegt bei ca. 2 % Risikofaktoren für einen ungünstigen Verlauf stellen einer früher Krankheitsbeginn weibliches Geschlecht das Vorliegen eines Thymoms mit MuSK-AK dar. Symptome Bei okulären Formen tritt typischerweise eine Schwäche der Augenmuskeln und der Lidheber auf. Generalisierte Formen zeichnen sich durch eine Skelettmuskelschwäche, die meist proximal betont und symmetrisch ist, aus. Die Symptomatik nimmt bei repetitiver Muskelarbeit und im Laufe des Tages zu. Häufig kommt es beim Vorliegen einer okulären Form einer MG im Verlauf zu einer Generalisierung. Myasthene Krisen werden insbesondere durch Medikamente, Infekte und Operationen getriggert. Diagnostik Ice-Pack-Test: Besserung der Ptose/Doppelbilder nach lokaler Anwendung eines Ice-Packs im Bereich der Augenmuskeln "Tensilon"-Test: Gabe von 2mg Edrophonium oder 0,5-1mg Neostigmin i.v. führen zu einer sofortigen Besserung der Symptomatik (Cave: Bradykardie, Speichelfluss, Tenesmen) oder Gabe von 60mg Pyridostigmin mit klinischer Kontrolle der myasthenen Symptomatik nach 30 Minuten MG-Score nach Basinger und Toyka: Armvorhalteversuch, Beinvorhalteversuch, Kopfhalteversuch, Ballonvigorimetrie, Vitalkapazität, Lidschluss, Kauen, Schlucken, Doppelbilder (Simpson-Test), Ptose Eine vollständige tabellarische Darstellung des Scores findet Ihr auf der Seite des Neurologie-Netzes. Elektrophysiologie Die 3/s Serienreizung, z.B. im Bereich des N. facialis, des N. axillaris und N.accessorius führen zu einem typische Dekrement der Fläche und der Amplitude der Muskel-Aktions-Potentiale. AK-Diagnostik Am häufigsten kommen die Acetylcholin-Rezeptor-Antikörper vor. Sollten diese negativ sein, sollten auch die Anti-MuSK-AK bestimmt werden (Treten bei ca. 10 % der Patienten auf und finden sich so gut wie nie bei Okularen MG-Formen). Das Fehlen von AcH-Rezeptor-AK oder MuSk-AK schließt das Vorliegen einer Myasthenie nicht aus, die Antikörper sollten daher in diesem Fall nach 6-12 Monaten erneut bestimmt werden. Die Höhe der AK-Titer korreliert nicht mit der Schwere der Erkrankung. Der Titer-Verlauf eignet sich aber als Erfolgs-Marker für die laufende Therapie. Bei rein okulärer MG finden sich nur bei 50% der Patienten Ach-Rezeptor-AK. Titin- und Ryanodin-AK können bei positivem Ach-Repzeptor-Ak-Status auf das Vorliegen eines Thymoms hinweisen. Bei allen MG-Patienten muss mittels CT oder MRT das Vorliegen eines Thymoms ausgeschlossen werden! Bei ca. 15 % der MG Patienten liegen auch weitere Autoimmunerkrankungen vor. Therapie Symptomatische Therapie mit Acetylcholin-Esterase-Hemmern: z.B. Pyridostigmin (Beginn z.B. mit 60mg 1-1-1), retardierte Formen zur Nacht bei MuSK-positiver MG ist die Wirkung von Pyridostigmin häufig deutlich schlechter bei Patienten mit Acetylcholin-Rezeptor-AK und generalisierten MG sollte eine Thymektomie durchgeführt werden. eine Immunsuppression (Glucocorticoide und v.a. Azathioprin) ist häufig erst bei generalisierten Formen notwendig. Viel Spaß bei Hören und Lernen!
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Jun 16, 2020 • 38min

Der Weg in die eigene Praxis - mit Oliver Neumann * Querschnittsthemen

Oliver Neumann hat den Businessdoc-Podcast aufgebaut und spricht in diesem Interview unter anderen über die Themen Niederlassung und Praxisgründung Krankenhaus oder Praxis? Früher oder später kommen wir Ärzte an den Punkt, an dem wir entscheiden müssen, ob wir weiter im Krankenhaus arbeiten möchten, oder ob das Arbeiten im ambulanten Versorgungsbereich -vielleicht sogar die Gründung einer eigenen Praxis- eine gute Alternative darstellen könnte. Überstunden, Nacht- und Wochenenddienst, Schichtsystem- all das sind Gründe, die einen über eine Niederlassung nachdenken lassen können. Aber welche Hürden warten in der Praxis auf uns? Was ist mit dem Abrechnungssystem? Der Auseinandersetzung mit der KV? Welche finanziellen Risiken muss ich eingehen? Businessdoc-Podcast Oliver Neumann ist Wirtschaftsberater und spezialisiert auf die Beratung von Ärzten, die im ambulanten Sektor arbeiten möchten. Zudem ist er aber auch der Host des Businessdoc-Podcasts, in der Persönlichkeiten aus dem Umfeld der Medizin zu den Themen Digitalisierung, Praxisgründung, Business und Mindfulness interviewt. In diesem Podcast sprechen wir mit Oliver über folgende Themen: Warum scheuen sich Kollegen vor der Niederlassung? Welche Themenbereiche sollten vor der Praxisgründung besprochen und geplant werden? Welche Vorteile bieten sich im ambulanten medizinischen Sektor? Wie findest Du einen KV-Sitz? Wie bewertet man einen KV-Sitz? Was bedeutet es, wenn Niederlassungsbeschränkungen fallen? welche Themen deckt der Podcast von Oliver ab? Wenn Euch die Schnittstelle von Medizin und Business, sowie die Themen Digitalisierung und Digital Health interessieren, dann können wir Euch den Podcast von Oliver nur allerwärmstens empfehlen!! Hier kannst Du mit Oliver in Kontakt treten: www.businessdoc.online https://www.instagram.com/businessdoc.online/ https://www.facebook.com/businessdoc.online/?ref=settings https://www.linkedin.com/in/oliver-neumann-74b6641b/?lipi=urn%3Ali%3Apage%3Ad_flagship3_feed%3BbZu5q7F9RUiqtMCEFvlW6w%3D%3D **Viel Spaß beim Hören und Lernen! **
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Jun 12, 2020 • 25min

Katheterismus - mit Prof. Markus Wübbeler * Pflegewisenschaft

Wann brauchen Patienten wirklich einen Blasenkatheter? Katheterismus Der Klinisch Relevant Podcast liefert Ärztinnen und Ärzten, sowie Angehörigen der Pflegeberufe kostenlose und unabhängige medizinische Fortbildungsinhalte, die Du jederzeit und überall anhören kannst und die für Dich von ärztlichen und pflegerischen Kollegen konzipiert werden. Im heutigen Beitrag geht es um das Thema Katheterismus, insbesondere die Indikationen, Risikofaktoren, Alternativen und Verwendungshinweise. Katheterassoziierte Harnwegsinfektionen Bei nosokominalen Infektionen spielt die Nutzung transurethraler Katheter eine wichtige Rolle. Um diese zu Vermeiden muss unbedingt eine gezielte und medizinisch in jedem Einzelfall zu begründende Indikationsstellung erfolgen, welche auch die Berücksichtigung alternativer Möglichkeiten, wie der intermittierenden Selbst- oder Fremdkatheterisierung, sowie die Begrenzung der Liegedauer beeinhaltet. Die Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) stellt ihre Empfehlungen gesammelt in der Publikation: Prävention und Kontrolle Katheter-assoziierter Harnwegsinfektionen dar. Indikationen zur Anlage eines transurethralen Katheters Begründete Anwendungen eines Katheters akuter Harnverhalt Notwendigkeit der Bilanzierung bei schwer kranken Patienten Kurzfristiger Einsatz im Zusammenhang mit bestimmten operativen Eingriffen Patienten mit urologischen Operationen Förderung der Wundheilung im Bereich des äußeren Genitale bei Harninkontinenz Verbesserung der Lebensqualität bei im Sterben liegenden Patienten / auf Wunsch in der Palliativmedizin Unnötige Anwendungen eines Katheters die Verordnung in Pflegeeinrichtungen nur aufgrund einer Harninkontinenz des Patienten unnötige Verlängerung der Katheterliegedauer, z.B. bei Patienten nach chirurgischen Eingriffen oder nach Abschluss der intensivmedizinischen Überwachung/Bilanzierung Harndrainage Deutsche Gesellschaft für Urologie Neurogene Dysfunktion des unteren Harntraktes Der Intermittierende Katheterismus stellt seit den 60iger Jahren die Methode der Wahl zur Blasenentleerung bei neurogener Dysfunktion des unteren Harntraktes dar. Es gilt festzuhalten, dass der aseptische Katheterismus auch in der Langzeitanwendung eine komplikationsarme Methode zur druck- und restharnfreien Entleerung der Harnblase für Betroffene darstellt. Die Deutsche Gesellschaft für Urologie und die Deutschsprachige Medizinische Gesellschaft für Paraplegiologie publizieren ihre Empfehlungen in der Leitlinie Management und Durchführung des Intermittierenden Katheterismus (IK) bei neurogener Dysfunktion des unteren Harntraktes. (www.awmf.de) **Herzlichen Dank, daß Du dabei bist!! Viel Spaß beim Hören und Lernen! **

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