Pod der guten Hoffnung

Heinrich-Böll-Stiftung
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Jan 16, 2025 • 36min

Blogger Thomas Laschyk: Werbung für die Wahrheit

Die extreme Rechte leugnet den Klimawandel und verbreitet gezielt Falschinformationen. Im Pod der guten Hoffnung erklärt Thomas Laschyk, Blogger und Aktivist gegen Desinformation, woraus Fake News ihre Anziehungskraft schöpfen und wie man Werbung für die Wahrheit macht. Fake News sind oft aufmerksamkeitserregende Geschichten, die gut erzählt und gut vermarktet werden, sagt Thomas Laschyk, darum sind sie so erfolgreich. Faktenchecks allein richten wenig dagegen aus. Und genau hier setzt Laschyks Anti-Fake News-Blog Volksverpetzer an: Er widerlegt Fake News und Falschbehauptung nicht allein mit Faktenchecks, sondern mit guten Geschichten und er verbindet sorgsam recherchierte Fakten und Quellen mit authentischen Emotionen. Im Gespräch mit Anna Brehm erzählt Thomas, welche Fehler die politischen Parteien im Umgang mit Fake News und der radikalen Rechten machen, und gibt Tipps, was jeder und jede von uns gegen Desinformation tun kann. Thomas Laschyk ist Journalist, Podcaster, Autor und Chefredakteur des Anti-Fake News Blogs Volksverpetzer. Sein Buch Werbung für die Wahrheit erschien im Februar 2024 und wurde Spiegel-Bestseller. Links: Volksverpetzer Alle Folgen von Pod der guten Hoffnung Treibhauspost: Konstruktiver Klima-Journalismus per Newsletter (alle zwei Wochen, kostenlos) Alle Podcasts der Heinrich-Böll-Stiftung findet ihr hier Für Themenvorschläge oder Feedback zum Podcast »Pod der guten Hoffnung« erreicht ihr uns per E-Mail unter hoffnung@boell.de Foto: Ylva Bintakies, Bearbeitung: Heinrich-Böll-Stiftung
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Jan 2, 2025 • 37min

Autorin Sara Weber: Über Arbeit und das gute Leben reden

Was können wir als Einzelne zum Klimaschutz beitragen? Die meisten Antworten auf diese Frage kennen wir: Etwa politisches Engagement, weniger fliegen oder den Fleischkonsum reduzieren. Sara Weber hat noch einen anderen Tipp: weniger arbeiten. Im Pod der guten Hoffnung erklärt sie, wie ein nachdenken über Arbeit neue Wege im Klimaschutz eröffnet. Die Autorin und ehemalige LinkedIn-Redaktionsleiterin Sara Weber hat ambivalente Gefühle beim Thema Arbeit: Auf der einen Seite ist sie positiv besetzt – Arbeit gibt uns Identität und Struktur, sie bedeutet Teilhabe an der Gesellschaft, für manche sogar Selbstverwirklichung. Vor allem aber verdienen wir mit Arbeit unseren Lebensunterhalt. Auf der anderen Seite, sagt Sara Weber, bedeutet Arbeit für viele Menschen auch Frustration, Stress bis zum Burnout und das Gefühl, den Anforderungen im Job nicht gewachsen zu sein. Arbeit kann krank machen. All das ist bekannt. Wenig wird allerdings über den Zusammenhang von Arbeit und Klimakrise nachgedacht: Studien zeigen, dass Menschen, die weniger arbeiteten, klimafreundlicher leben als ihre Kolleg*innen in Vollzeitjobs. Die renommierte US-Ökonomin Juliet Schor vertritt sogar die Ansicht, dass es Industrieländern nur gelingen wird, die CO2-Emissionen zu senken, wenn die Menschen dort weniger arbeiten. Sara Weber spricht mit Jonas Witsch über Arbeit, Zeit und Engagement in der Klimakrise, und erklärt, warum die Frage »Wie wollen wir arbeiten?« die alles entscheidende Frage unserer Zeit ist Sara Weber ist Journalistin und Sachbuchautorin. Nach ihrer Zeit als freie Autorin für u. a. Zeit und Süddeutsche Zeitung arbeitete sie fünf Jahre bei LinkedIn. Sie schreibt die Spiegel-Kolumne »ÜberArbeiten«. Ihr Buch »Die Welt geht unter, und ich muss trotzdem arbeiten?« wurde Spiegel-Bestseller. Im August 2024 erschien ihr zweites Buch »Das kann doch jemand anderes machen!« bei Kiepenheuer und Witsch. Links: Website Sara Weber Alle Folgen von Pod der guten Hoffnung Treibhauspost: Konstruktiver Klima-Journalismus per Newsletter (alle zwei Wochen, kostenlos) Alle Podcasts der Heinrich-Böll-Stiftung findet ihr hier Für Themenvorschläge oder Feedback zum Podcast »Pod der guten Hoffnung« erreicht ihr uns per E-Mail unter hoffnung@boell.de Foto: Maya Claussen, Bearbeitung: Heinrich-Böll-Stiftung
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Dec 19, 2024 • 34min

Unternehmerin Annika Roth: Klimaschutz lohnt sich!

Unternehmen spielen eine Schlüsselrolle im Klimaschutz. Der Verbrauch von Ressourcen und Energie muss sinken, Abfall muss recycelt oder ganz vermieden werden. Doch nicht aus Gutmenschentun sollten Unternehmen klimafreundlicher produzieren, erklärt Annika Roth, Geschäftsführerin der Blechwarenfabrik Limburg im Pod der guten Hoffnung – sondern weil es sich rechnet. Klimaschutz ist ein Gebot der wirtschaftlichen Vernunft. Annika Roth ist gerade 22 Jahre alt, als sie ins Management der Blechwarenfabrik Limburg einsteigt, ein mittelständisches Unternehmen, das Behälter für Farben, Lacke und Lasuren herstellt. Als die Firmenleitung 2014 beschließt, den Hauptstandort in der Limburger Innenstadt aufzugeben und ein neues Hauptwerk zu bauen, verantwortet Annika Roth das Energie- und Umweltmanagement des Unternehmens. Der neue Standort wird 2018 fertiggestellt und setzt Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit: So wird etwa die Abwärme des Lackierofens genutzt, um die Betriebsräume zu heizen, auf dem Dach der Fabrik ist Photovoltaik installiert, der Produktionsschrott wird gesammelt und zu neuem Stahl verarbeitet. Im Gespräch mit Anna Brehm erzählt Annika Roth, wie sie sich bewusst dafür entschieden hat, Teil der Lösung und nicht des Problems zu sein. Sie erzählt, wie man Unternehmer*innen von Klimaschutz überzeugt, und erklärt, warum es wirtschaftlich klug ist, sparsam zu produzieren. Moderation: Anna Brehm (Referentin für Ökologie & Nachhaltigkeit, Heinrich-Böll-Stiftung) **Annika Roth **ist Betriebswirtin, Geschäftsführerin der Blechwarenfabrik Limburg und Vorstandsmitglied des Vereins Klimaschutz-Unternehmen. Für den Neubau der Blechwarenfabrik wurde Annika Roth gemeinsam mit ihrem Bruder Hugo Sebastian Trappmannmit dem Deutschen Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) ausgezeichnet. Links: Blechwarenfabrik Limburg Klimaschutz-Unternehmen e.V. Alle Folgen von Pod der guten Hoffnung Treibhauspost: Konstruktiver Klima-Journalismus per Newsletter (alle zwei Wochen, kostenlos) Alle Podcasts der Heinrich-Böll-Stiftung findet ihr hier Für Themenvorschläge oder Feedback zum Podcast »Pod der guten Hoffnung« erreicht ihr uns per E-Mail unter hoffnung@boell.de Foto: Blechwaren Limburg, Bearbeitung: Heinrich-Böll-Stiftung
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Dec 5, 2024 • 29min

Omas for Future-Aktivistin Katharina Dietze: Enkeltauglichkeit einfordern

Die Hälfte aller Wähler*innen in Deutschland ist älter als 50 Jahre. Außerdem erzeugen die über 50-Jährigen die meisten CO2-Emissionen pro Kopf. Für erfolgreichen Klimaschutz ist es unerlässlich, diese Gruppe ins Boot zu holen. Und genau das ist das Anliegen von Omas for Future. Im Pod der guten Hoffnung erzählt die siebenfache Oma Katharina Dietze, wie sie mit über 70 zur Klimaaktivistin wurde. In den kommenden Jahren werden jedes Jahr eine Millionen Menschen aus der Babyboomer-Generation in Rente gehen. Katharina Diezte sieht darin eine große Chance. Sie sagt: »Wir stehen in der Schuld der jüngeren Generation. Es ist unsere Pflicht, etwas für die jüngere Generation zu tun.« Darum wirbt sie unermüdlich um neue Mitstreiter*innen und hofft, dass sich in Zukunft viele Babyboomer der Klimabewegung anschließen. Im Pod der guten Hoffnung erzählt Katharina Dietze, wie sie in der Klimakrise ihren Optimismus bewahrt, warum schlechte Nachrichten sie erst recht anspornen, aktiv zu werden, und erklärt, warum Hartnäckigkeit die Paradedisziplin des Aktivismus ist. Moderation: Anna Brehm (Referentin für Ökologie & Nachhaltigkeit, Heinrich-Böll-Stiftung) Katharina Dietze ist Coachin, Trainerin und Unternehmensberaterin. Seit 2019 engagiert sie sich in Berlin bei den Omas for Future, hält Vorträge in Schulen und Kitas, organisiert Veranstaltungen und beteiligt sich an Klimastreiks. Links: · Omas for Future · Alle Folgen von Pod der guten Hoffnung · Treibhauspost: Konstruktiver Klima-Journalismus per Newsletter (alle zwei Wochen, kostenlos) · Alle Podcasts der Heinrich-Böll-Stiftung findet ihr hier Für Themenvorschläge oder Feedback zum Podcast »Pod der guten Hoffnung« erreicht ihr uns per E-Mail unter hoffnung@boell.de Foto: Katharina Dietze, Bearbeitung: Heinrich-Böll-Stiftung
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Nov 21, 2024 • 40min

Fair Fashion-Expertin Nina Lorenzen: Mode ist politisch!

Die Modebranche erzeugt fast ein Zehntel aller CO2-Emissionen weltweit – ein Problem, das Nina Lorenzen, Autorin und Co-Founderin der Plattform Fashion Changers, nicht ignorieren konnte. In dieser Folge des „Pod der guten Hoffnung“ spricht sie über ihren Weg zur Speakerin zu den Themen Mode und Nachhaltigkeit und die emotionalen Höhen und Tiefen ihres Engagements. Ninas Interesse für Mode entzündete sich zunächst an der Frage, wie Mode und Emanzipationsbewegungen zusammenhängen, etwa im Kampf für das Frauenwahlrecht. Als Sie sich bei einem Projekt über baltische Mode in Estland mit den Massen von Textilmüll konfrontiert sah, aus dem durch Upcycling, wieder Mode werden kann, wurden ihr die massiven Umweltauswirkungen der Modebranche eindrücklich bewusst. Das war 2013. Seitdem kämpft Nina für Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit in der Modebranche. Im Gespräch mit Anna Brehm erzählt Nina offen, wie sie es schafft, trotz Frust und Rückschlägen weiterzumachen. Und Sie spricht darüber, warum Empörung auch ein Antrieb sein kann. Wir erfahren, warum das Etikett klimaneutral oft in die Irre führt, Schuhe aus recycelten PET-Flaschen gar nicht so nachhaltig sind, wie wir denken und warum der Wandel zum Besseren aber schon längst begonnen hat. Moderation: Anna Brehm (Referentin für Ökologie & Nachhaltigkeit, Heinrich-Böll-Stiftung) Nina Lorenzen ist Literaturwissenschaftlerin, Branchenexpertin, Autorin und Speakerin zu den Themen Mode und Nachhaltigkeit. 2018 gründete sie mit Jana Braumüller und Vreni Jäckle die Aufklärungs- und Vernetzungsplattform Fashion Changers. Gemeinsam mit ihren Co-Gründer*innen schrieb sie das Buch Fashion Changers – Wie wir mit fairer Mode die Welt verändern können, das 2020 im Ullstein-Verlag erschienen ist. Links: · Infos zu den Fashion Changers findet Ihr hier · Alle Folgen von Pod der guten Hoffnung · Treibhauspost: Konstruktiver Klima-Journalismus per Newsletter (alle zwei Wochen, kostenlos) · Alle Podcasts der Heinrich-Böll-Stiftung findet ihr hier Für Themenvorschläge oder Feedback zum Podcast "Pod der guten Hoffnung" erreicht ihr uns per E-Mail unter hoffnung@boell.de Foto: Copyright Livia Kappler, Bearbeitung: Heinrich-Böll-Stiftung
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Nov 7, 2024 • 34min

Landwirtin Freya Fliege: Ackern in der Klimakrise

Nur wenige Branchen sind so direkt von den Folgen der Klimakrise betroffen wie die Landwirtschaft. Dennoch ist die Agra-Influencerin Freya Fliege optimistisch, dass wir auf den Äckern hierzulande auch noch in dreißig Jahren Lebensmittel produzieren können. Im Pod der guten Hoffnung erklärt sie, wie sich die Höfe auf den Klimawandel einstellen sollten und warum regionale Landwirtschaft der Schlüssel für den Ackerbau in der Klimakrise ist. Freya packte die Leidenschaft für die Landwirtschaft während der Corona-Pandemie, als sie als Erntehelferin auf einem Gemüsehof arbeitete. Nach kurzer Zeit wusste die studierte Umweltplanerin: Das ist es, was ich tun möchte! Sie machte einen Master in ökologischer Agrarwissenschaft – und startete ihren Instagram-Kanal @freyafliege, auf dem sie ihre Follower in die Welt der Landwirtschaft mitnimmt und mit Vorurteilen aufräumt. Im Gespräch mit Jonas Witsch erzählt Freya, wie viel Arbeit es macht, Lebensmittel anzubauen, warum neue Kartoffelzüchtungen für die Zukunft der Landwirtschaft so wichtig sind und vom Glück, einfach aufs Feld zufahren und sein Abendessen selbst zu ernten. Links: Newsletter der Heinrich-Böll-Stiftung zum Thema. Bodenatlas der Heinrich-Böll-Stiftung. Alle Folgen vom Pod der guten Hoffnung findet ihr hier. Treibhauspost – konstruktiver Klima-Journalismus per Newsletter. Für Themenvorschläge oder Feedback zum Podcast "Pod der guten Hoffnung" erreicht ihr uns per E-Mail unter hoffnung@boell.de Foto: Copyright Freya Fliege, Bearbeitung: Heinrich-Böll-Stiftung
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Jul 3, 2024 • 39min

Schriftstellerin Cornelia Funke: Eine andere Welt erzählen

Wie fühlt es sich an, aufgrund der Klimakrise den Wohnort zu wechseln? Und wie können uns Geschichten Hoffnung und Mut geben? In dieser Folge sprechen wir mit der bekannten Kinder- und Jugendbuchautorin Cornelia Funke über die Kraft des Erzählens und über ihr Engagement in der Klimakrise. Fast zwanzig Jahre hat Cornelia Funke in Kalifornien gelebt, zuletzt auf einer alten Avocado-Farm. Dort erfuhr sie hautnah, was die Erderhitzung in den vielen Regionen der Welt bedeutet: Dürreperioden, die sich über viele Monate hinziehen, Wüstenbildung und Waldbrände in bisher ungekanntem Ausmaß. Mehrmals wurde Cornelia Funke evakuiert, weil die verheerenden Brände ihrem Haus bedrohlich nah kamen. Aber die Schriftstellerin wollte nicht ständig mit gepacktem Notkoffer leben, wie sie sagt, und so verließ sie im Herbst 2021 die USA und kehrte nach Europa zurück. In der Toskana kaufte sie einen alten Bauernhof und lädt seitdem regelmäßig junge Künstlerinnen und Naturschützerinnen ein, sich dort auszutauschen und gemeinsam zu arbeiten. Im Gespräch mit Anna Brehm erklärt Cornelia Funke, warum sie Empathie der Wut vorzieht, warum wir das, was wir schützen wollen, besser kennen sollten und wie uns Fantasy-Geschichten helfen, für eine bessere Welt zu kämpfen. Moderation: Anna Brehm (Referentin für Ökologie & Nachhaltigkeit, Heinrich-Böll-Stiftung). Cornelia Funke ist Schriftstellerin, Illustratorin und passionierte Hobbygärtnerin. Ihre Bücher wurden mit einer Gesamtauflage von 31 Millionen in 50 Sprachen übersetzt. Zuletzt erschien Die Farbe der Rache, der vierte Teil der Tintenherz-Reihe. Links: · Infos zu Cornelia Funkes Büchern und zum Artists-in-Resident-Programm findet Ihr hier · Alle Folgen von Pod der guten Hoffnung · Treibhauspost: Konstruktiver Klima-Journalismus per Newsletter (alle zwei Wochen, kostenlos) · Alle Podcasts der Heinrich-Böll-Stiftung findet ihr hier Für Themenvorschläge oder Feedback zum Podcast "Pod der guten Hoffnung" erreicht ihr uns per E-Mail unter hoffnung@boell.de Foto: Copyright Cornelia Funke, Bearbeitung: Heinrich-Böll-Stiftung
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Jun 19, 2024 • 34min

Vorstand Sebastian Sladek: Die Energiewende voranbringen

Was muss geschehen, damit Deutschland die Energiewende schafft? Für Sebastian Sladek ist die Energiewende heute keine technische Herausforderung mehr, sondern eine soziale. Wir sprechen mit dem Vorstand der Elektrizitätswerke Schönau (EWS) darüber, wie Zuhören und respektvolles Streiten der Energiewende hilft. Die Geschichte der EWS beginnt 1986, als Sebastian Sladek gerade neun Jahre alt ist. Nach dem Super-GAU von Tschernobyl gründen seine Eltern die Bürgerinitiative "Eltern für eine atomfreie Zukunft" mit dem Ziel, eine ökologische Stromversorgung für ihr Heimatdorf Schönau im Schwarzwald aufzubauen. Allerdings gibt es Widerstand vom örtlichen Energieversorger, der selbst Atomkraftwerke betreibt. Die Sladeks und ihre Mitstreiter*innen beschließen daher, das Stromnetz in Schönau zu übernehmen. Zehn Jahre, zwei Bürgerentscheide und eine bundesweite Spendenkampagne später kauft die eigens gegründete Genossenschaft Elektrizitätswerke Schönau das Stromnetz des Dorfes für 8,7 Millionen Mark vom alten Netzbetreiber. Heute versorgt EWS bundesweit 220.000 Haushalte und Unternehmen mit Ökostrom. Ein Paradebeispiel dafür, wie eine kleine Gruppe Menschen Großes bewirken kann. Im Gespräch mit unserem Host Jonas Witsch erzählt Sebastian Sladek, warum ihm bei Windparkprojekten die Zustimmung der Anwohner*innen wichtiger ist als die Rendite. Es geht um Sebastians Strategie, den alltäglichen Klima-Sorgen lösungsorientiert zu begegnen und um das motivierende Gefühl, auf der Seite der Lösung und nicht der Seite des Problem zu stehen. Moderation: Jonas Witsch (Koordination Digitale Bildungsformate, Heinrich-Böll-Stiftung). Sebastian Sladek ist studierter Archäologe. Seit 2015 ist er einer der drei Vorstände der Elektrizitätswerke Schönau, einem Energieversorgungsunternehmen mit Sitz in Schönau im Schwarzwald. Er ist außerdem Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter. Links: · Alle Folgen von Pod der guten Hoffnung · EWS Elektrizitätswerke Schönau eG · Treibhauspost: Konstruktiver Klima-Journalismus per Newsletter (alle zwei Wochen, kostenlos) · Alle Podcasts der Heinrich-Böll-Stiftung findet ihr hier Für Themenvorschläge oder Feedback zum Podcast "Pod der guten Hoffnung" erreicht ihr uns per E-Mail unter hoffnung@boell.de Foto: Bernd Schumacher, Bearbeitung: Heinrich-Böll-Stiftung
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Jun 5, 2024 • 38min

Architektin Karin Hartmann: Bauen für Klima und Vielfalt

15 Prozent der Gesellschaft entscheiden für 100 Prozent der Gesellschaft, wie unsere gebaute Umwelt aussieht, denn geplant und gebaut wird von Männern, die die Führungspositionen in der Architekturbranche fast ausschließlich besetzen. Das ist nicht nur ein Gerechtigkeitsproblem, sagt Karin Hartmann, es verschärft auch die Klimakrise. Wir sprechen mit der Architektin und Autorin über den Zusammenhang von Feminismus, Architektur und Klimaschutz. Was ist das sinnvollste, das sie als Architektin tun kann? Diese Frage hat sich Karin Hartmann gestellt und plädiert seitdem vehement für mehr Diversität in der Architektur und Planungsbranche, um vielfältige Lebensrealitäten einzubinden und mitzuplanen. Sie berichtete uns von dem Haltungswandel, den sie von der Architekturbranche erwartet: Hin zu mehr Empathie für die Nutzerinnen des Gebäudes und zu einer fürsorglichen Gestaltung unserer Umwelt und somit unseres Planeten. Nicht der Ruhm des Architekten, sondern die Nachhaltigkeit von Bauwerken und Stadtlandschaft und die Bedürfnisse der Bewohnerinnen sollten im Zentrum der Planung stehen. Karin Hartmann erzählt von ihren Aufwach-Momenten und dem Möglichkeitsraum der sich öffnet, wenn die Klimakrise wirklich in ihren verschiedenen Facetten verstanden wird. Daraus schöpft sie Optimismus und den Mut zu Handeln. Insbesondere Architekt*innen haben einen wahnsinnigen Gestaltungsspielraum im Kampf gegen die Klimakrise, wie uns Karin in dieser Folge aufzeigt. Moderation: Anna Brehm (Referentin für Ökologie & Nachhaltigkeit, Heinrich-Böll-Stiftung). Karin Hartmann ist Architektin und Autorin. Sie schreibt, spricht und forscht zu Architektur und Stadtplanung aus intersektional-feministischer Sicht. 2022 erschien ihr Buch Schwarzer Rolli, Hornbrille. Plädoyer für einen Wandel in der Planungskultur im JOVIS-Verlag. Außerdem ist die Lehrbeauftragt an der TU Wien. Links: · Alle Folgen von Pod der guten Hoffnung · Buch von Karin Hartmann „Schwarzer Rolli, Hornbrille“ · Taxmenow – Initiative für Steuergerechtigkeit e.V. · Magazin und Newsletter für Neues Arbeiten · Treibhauspost: Konstruktiver Klima-Journalismus per Newsletter (alle zwei Wochen, kostenlos) · Alle Podcasts der Heinrich-Böll-Stiftung findet ihr hier Für Themenvorschläge oder Feedback zum Podcast "Pod der guten Hoffnung" erreicht ihr uns per E-Mail unter hoffnung@boell.de Foto: Marion Schoenenberger (c); Bearbeitung: Heinrich-Böll-Stiftung
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May 22, 2024 • 30min

Blinkist-Gründer Sebastian Klein: Ein Teil der Lösung sein

Wie kann mein Geld zur Lösung der Klimakrise beitragen? Mit dieser Frage beschäftigt sich Gemeinwohl-Investor Sebastian Klein. Wir sprechen mit ihm über den Klimakiller Ungleichheit, Geld als Teil der Lösung und die Illusion, durch nachhaltigen Konsum die Welt zu retten. 2012 gründete Sebastian Klein mit Studienfreunden das Start-Up Blinkist und entwickelte die gleichnamige App. Blinkist bietet kurze Zusammenfassungen von Sachbüchern zum Lesen und Hören. Heute nutzen weltweit mehr 26 Millionen Menschen die App. Der Verkauf des Unternehmens machte Sebastian zum mehrfachen Millionär. Doch statt seinen Reichtum zu genießen oder das Geld gewinnbringend zu investieren, gab er 90% seines Vermögens ab und widmete es der Gemeinnützigkeit. Im Gespräch mit unserem Host Jonas Witsch erzählt Sebastian, wie es zu dieser Entscheidung kam, warum er sich seitdem besser und glücklicher fühlt und wie reduzierte Gewinnmargen letztendlich dem Klima und der Gesellschaft nützen. Als wohlhabender Mensch mit vielen Privilegien empfindet Sebastian eine starke gesellschaftliche Verantwortung. Er berichtet von seinem mutmachenden Ansatz, selbst Teil der Lösung zu sein und bei sich selbst mit Veränderungen anzufangen, statt zu versuchen andere zu bekehren. Moderation: Jonas Witsch (Koordination Digitale Bildungsformate, Heinrich-Böll-Stiftung). Sebastian Klein ist Psychologe, Autor und Unternehmer. Er betreibt den gemeinwohlorienierten Investmentmentfonds Karma Capital, ist Mitgründer des Magazins Neue Narrative und Teil von taxmenow, einer Initiative von Vermögenden, die sich für ein gerechtes Steuersystem einsetzt. Timestamps: 05:57 Ausstieg aus Geschäft, Vermögen gespendet. 09:01 Die Versuchung des Überflusses in Unternehmertum. 11:30 Inspiration teilen, Verantwortung übernehmen, Selbstwirksamkeit. 17:21 Reiche tragen Verantwortung für Klimakrise. Handeln! 18:55 Zweifel an Reisen und Umweltbelastung sind wichtig. 22:49 Fossile Investitionen stoppen und neu investieren müssen. 26:42 Green Growth nicht sinnvoll, Wachstumspfad ändern. 28:37 Positiver Impact durch Non-Profit- und Gemeinnützige Organisationen. Links: · Alle Folgen von Pod der guten Hoffnung · Taxmenow – Initiative für Steuergerechtigkeit e.V. · Magazin und Newsletter für Neues Arbeiten · Treibhauspost: Konstruktiver Klima-Journalismus per Newsletter (alle zwei Wochen, kostenlos) · Alle Podcasts der Heinrich-Böll-Stiftung findet ihr hier Für Themenvorschläge oder Feedback zum Podcast "Pod der guten Hoffnung" erreicht ihr uns per E-Mail unter hoffnung@boell.de Foto: (c) privat, Bearbeitung: Heinrich-Böll-Stiftung

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