

Literaturclub Interview
Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)
Bei uns ist die Stimme der Autorin oder des Autors zu hören! Alle zwei Wochen bitten wir einen Schriftsteller oder eine Schriftstellerin zum unterhaltsamen, inspirierenden Gespräch. Wir loten aus, was sie antreibt und inspiriert und unterhalten uns über ihr aktuelles Buch.
Episodes
Mentioned books

Aug 22, 2025 • 34min
Wer ist der Mensch? - «Jenseits der See» von Paul Lynch
Im Roman «Jenseits der See» des Iren Paul Lynch treiben zwei Fischer über Monate in einem Fischerboot übers Meer, ohne Aussicht auf Rettung. Das Werk sei «gewaltig», findet Host Felix Münger. Es erkunde überzeugend Grundfragen des Lebens und sei «bei aller Brutalität doch voller Lebenskraft».
Zwei mexikanische Fischer werden auf dem Pazifik vom Sturm überrascht. Das Fischerboot gleitet fortan ohne Motor und Navigation übers Wasser. Roher Fisch und Regenwasser bilden die Nahrung. Mit diesem Roman hat der Booker-Preis-Träger Paul Lynch eine Parabel auf das Mensch-Sein an sich geschaffen. Wie begegnen wir den Dingen, die uns widerfahren? Was ist wichtig? Was gibt dem Leben Sinn, wenn alles Vertraute und sämtliche Gewissheiten wegbrechen?
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Dieses Buch steht im Zentrum der Folge:
Paul Lynch. Jenseits der See. Aus dem Englischen von Eike Schönfeld. 192 Seiten. Klett-Cotta, 2025.
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Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns: literatur@srf.ch
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In dieser Episode zu hören:
- Paul Lynch, Autor
- Evelyn Bremberger, klinische Psychologin
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Weitere erwähnte Bücher:
- William Golding. Herr der Fliegen, Aus dem Englischen von Peter Torberg, 7. Auflage, 224 Seiten. Fischer, 2017.
- Ernest Hemingway. Der alte Mann und das Meer. Aus dem Englischen von Werner Schmitz. 160 Seiten. Rowohlt, 2014.
- Yann Martel. Schiffbruch mit Tiger. Aus dem Englischen von Manfred Allié und Gabriele Kempf-Allié. 384 Seiten. Fischer, 2004.
- Gerd Mantel, Evelyn Bremberger. Menschen in Ausnahmesituationen und psychosozialen Krisen. 272 Seiten. Facultas, 2024.
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- Hosts: Felix Münger und Simon Leuthold
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Das ist «Literaturclub: Zwei mit Buch»:
Ein Podcast über Bücher und die Welten, die sie uns eröffnen. Alle zwei Wochen tauchen wir im Duo in eine Neuerscheinung ein, spüren Themen, Figuren und Sprache nach und folgen den Gedanken, welche die Lektüre auslöst. Dazu sprechen wir mit der Autorin oder dem Autor und holen zusätzliche Stimmen zu den Fragen ein, die uns beim Lesen umgetrieben haben. Lesen heisst entdecken. Weitere Informationen und den wöchentlichen Literaturnewsletter gibt es unter srf.ch/literatur.

Aug 8, 2025 • 28min
«Russische Spezialitäten» von Dmitrij Kapitelman
In seinem Roman «Russische Spezialitäten» erzählt Dmitrij Kapitelman von seiner Kindheit und Jugend. Er wurde 1986 in Kiew geboren und kam mit seinen Eltern 1995 als sogenannt jüdischer Kontingentflüchtling nach Leipzig. Dort eröffneten die Eltern einen Laden mit Feinkost aus Osteuropa.
Der (sic!) «Magasin» «Russische Spezialitäten» wurde zur Anlaufstelle für Menschen, die Heimweh nach früheren Zeiten hatten. Aber wie gut waren diese früheren Zeiten? Und wie klar die Identitäten, wenn zum Beispiel die ukrainischen Kapitelmans in Leipzig als «Scheissrussen» beschimpft wurden?
Exil, Identität und Sprache sind die grossen Themen in diesem schwebenden und wunderbar komischen Roman. Die Figuren wachsen einem sofort ans Herz. Da ist auch die Mutter keine Ausnahme. Sie ist der russischen Propaganda verfallen und will selbst dann nichts von Fakten hören, als der Sohn eine hochriskante Reise in die ukrainischen Kriegsgebiete unternimmt.
Nicht zuletzt lernt man mit «Russische Spezialitäten» einen üppig sortierten Laden kennen, in dem man zu gerne mal eingekauft hätte. Host Katja Schönherr, die ihre Kindheit und Jugend in der ehemaligen DDR verbrachte, hat zumindest einschlägige Warenkenntnis. So weiss sie, dass «Smetana» kein Bier ist, wie Franziska Hirsbrunner glaubte.
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Dieses Buch steht im Zentrum der Folge:
Dmitrij Kapitelman. Russische Spezialitäten. 192 Seiten. Hanser Berlin Verlag
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Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns: literatur@srf.ch
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In dieser Episode zu hören
- Dmitrij Kapitelman, Schriftsteller
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- Hosts: Franziska Hirsbrunner und Katja Schönherr
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Jul 25, 2025 • 28min
«Ungebetene Gäste» von Ayelet Gundar-Goshen: ein Pageturner
Ein Kind, ein Hammer, ein tödlicher Unfall – und eine Mutter, die schweigt. Ayelet Gundar-Goshens Roman «Ungebetene Gäste» ist ein politischer Pageturner über Schuld, Schweigen, Misstrauen und das, was bleibt, wenn man glaubt, alles hinter sich zu lassen.
Ein israelisches Kind verursacht versehentlich einen tödlichen Unfall mit dem Hammer eines arabischen Arbeiters. Der Arbeiter wird verhaftet und verhört. Nach einer aufwühlenden Zeit zieht die israelische Kleinfamilie nach Nigeria, um einen Neustart zu wagen. Doch die Geschehnisse der Vergangenheit reisen mit. In der Expat-Welt wirkt vieles ruhiger, doch psychologisch bleibt die Spannung hoch.
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Dieses Buch steht im Zentrum der Folge:
Ayelet Gundar-Goshen. «Ungebetene Gäste». Übersetzt von Ruth Achlama. 320 Seiten. Kein und Aber, 2025.
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Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns: literatur@srf.ch
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In dieser Episode zu hören
- Ayelet Gundar-Goshen, Psychotherapeutin und Schriftstellerin
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- Hosts: Jennifer Khakshouri und Michael Luisier
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Jul 10, 2025 • 40min
«Die Schrecken der anderen» von Martina Clavadetscher
Martina Clavadetscher, eine erfolgreiche Schweizer Autorin, stellt ihren fesselnden Roman vor, der Krimi-Elemente mit verdrängten Erinnerungen an die Zeit des Nationalsozialismus verwebt. Sie diskutiert die komplexe Figur des Unternehmers Kern und dessen familiäre Verstrickungen in die dunkle Vergangenheit. Die geheimen Netzwerke im Roman und die Verknüpfung von Mythen und Geschichte rufen zum Nachdenken auf. Clavadetscher beleuchtet den intensiven Rechercheaufwand und hebt die politische Dimension ihres Werks hervor, das uns zur Auseinandersetzung mit unserer Verantwortung anregt.

Jun 27, 2025 • 29min
«Tausendmal so viel Geld wie jetzt» von Juan S. Guse
Juan S. Guse ist Schriftsteller und Soziologe. Für sein neues Buch hat Guse sich ein Jahr lang mit Männern getroffen, die mit Kryptowährungen reich geworden sind. Typen, die einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort waren - und die Guse, verständlicherweise, um ihr finanzielles Glück beneidet.
In Kryptowährungen investieren vorrangig junge Männer unter 40. Die meisten werden nicht reich damit, manche aber schon. Juan S. Guse porträtiert in seinem neuen Buch «Tausendmal so viel Geld wie jetzt» vier Männer, die plötzlich Millionäre wurden. Das Besondere an ihnen: Sie stellen ihren Reichtum nicht zur Schau.
Wenn schon kein grosses Haus, kein neues Auto, keine Yacht: Was hat der Klassensprung dann mit den Männern gemacht? Dieser Frage geht Guse in seinen literarischen Portaits nach. «Tausendmal so viel Geld wie jetzt» ist eine so originelle wie zeitgemässe Mischung aus empirischer Sozialstudie, Roman und Essay.
In dieser Folge von «Literaturclub: Zwei mit Buch» unterhält sich SRF-Literaturredaktorin Katja Schönherr mit Juan S. Guse über Geld.
Und von dem Wirtschaftsjournalisten Reto Lipp lässt sie sich erklären, was Kryptowährungen überhaupt sind.
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Dieses Buch steht im Zentrum der Folge:
Juan S. Guse. «Tausendmal so viel Geld wie jetzt». 192 Seiten. S. Fischer, 2025.
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Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns: literatur@srf.ch
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In dieser Episode zu hören:
- Juan Sebastian Guse, Schriftsteller
- Reto Lipp, Wirtschaftsjournalist und Moderator der SRF-Sendung «Eco Talk»
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- Hosts: Katja Schönherr und Franziska Hirsbrunner
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Jun 13, 2025 • 33min
«Im Traum suche ich immer das Weite» von Hilmar Klute
Volker Winterberg ist zurück. Nach dem ersten erfolgreichen Roman über Hilmar Klutes Alter Ego Volker Winterberg im Jahr 2018 kommt nun der zweite, der Volkers steinigen Weg zum Schriftsteller beschreibt. Ein Roman übers Schreiben also, der vor allem auch grosse Lust aufs Lesen macht.
Inspiriert vom Theater, einem Schreibseminar und einem Regal von Büchern will Volker Winterberg nun selbst schreiben. Aber wie geht das? Wie findet man einen eigenen Ausdruck und wie kann man damit erfolgreich sein? In einer Mischung zwischen Abenteuer- und Schelmenroman, nimmt uns der Journalist und Schriftsteller Hilmar Klute mit in die aufwühlenden Achtzigerjahre und erzählt eine fulminante Geschichte vom Eintauchen in Literatur und Kunst.
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Dieses Buch steht im Zentrum der Folge:
Hilmar Klute. Im Traum suche ich immer das Weite. 304 Seiten. Galiani Berlin, 2025.
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Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns: literatur@srf.ch
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In dieser Episode zu hören
- Hilmar Klute, Schriftsteller und Journalist
- Zitate von Thomas Bodmer, Lektor (u.a. Haffmans-Verlag,) Herausgeber, Autor und Übersetzer
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Alle Podcast-Episoden unter:
https://www.srf.ch/audio
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Hosts: Michael Luisier und Jennifer Khakshouri
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May 31, 2025 • 28min
«Santa Tereza»: Flurin Jecker und sein Held mit «Lernschwäche»
In «Santa Tereza» erzählt der Berner Flurin Jecker von einem Mittdreissiger mit kognitiver Beeinträchtigung. Er gilt als «Dummkopf» und Aussenseiter. Aber dann entdeckt er das Träumen wieder. Der Roman sei erzählerisch raffiniert, findet Host Felix Münger - und halte uns allen einen Spiegel vor.
Der Mann fristet ein eintöniges Leben als Nachtwächter auf einem Friedhof. Seine Träume hat er längst begraben. Er unterschätzt sich so sehr, wie er von anderen immer unterschätzt wurde – bis er durch eine Freundschaft zu einer Teenagerin zu Selbstbewusstsein findet. Der kunstvolle Roman animiert Leserinnen und Leser dazu, achtsam durchs Leben zu gehen.
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Dieses Buch steht im Zentrum der Folge:
Flurin Jecker. Santa Tereza. 240 Seiten. Nagel und Kimche 2025.
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Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns: literatur@srf.ch
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In dieser Episode zu hören
- Flurin Jecker, Schriftsteller
- Monika Zumbühl, Sozialpädagogin, Stiftung Balm, Rapperswil-Jona
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Hosts: Felix Münger und Simon Leuthold
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May 16, 2025 • 29min
Ein preisgekrönter Klimaroman: «Halbinsel» von Kristine Bilkau
Zuversicht will Annett nach dem frühen Tod von Ehemann und Vater für ihre Tochter Linn schaffen. Doch wie kann das gehen angesichts drängender globaler Probleme? Linn wird Umweltwissenschaftlerin. Dann kündigt sie überstürzt ihren Job im Emissionshandel und zieht zurück zur Mutter ans Wattenmeer.
Eine Tochter, die schlaflos in ihrem ehemaligen Kinderzimmer liegt; eine Mutter, die eben die Fühler nach möglichen Lebensveränderungen ausstreckte und sich nun in der alten Rolle wiederfindet; ein Meer, das die Klimakrise spiegelt – «Halbinsel» von Kristine Bilkau erzählt eine stille Geschichte in einem weiten Assoziationsraum. Ausgezeichnet mit dem Leipziger Buchpreis 2025, handelt der Roman von Lebenskrisen und Bewältigungsversuchen und dem Umgang der Menschen mit der Natur.
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Dieses Buch steht im Zentrum der Folge:
Kristine Bilkau. Halbinsel. 220 Seiten. Luchterhand Verlag, 2025.
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In dieser Episode zu hören
- Kristine Bilkau, Schriftstellerin
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- Hosts: Franziska Hirsbrunner und Katja Schönherr
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May 2, 2025 • 24min
Der Klassiker «Bartleby, der Schreiber» in neuer Übersetzung
«Ich möchte lieber nicht», mit dieser Aussage hat Bartleby einen festen Platz in der Weltliteratur. Herman Melville schuf mit «Bartleby, der Schreiber» eine Figur, die erst spät Ruhm erlangte. Jennifer Khakshouri ist begeistert von diesem unterhaltsamen, politischen und zugleich tieftraurigen Buch.
Herman Melville kennt man vor allem für seinen weltberühmten Wälzer «Moby Dick». Er hat aber auch die kurze Geschichte «Bartleby, der Schreiber – Eine Geschichte aus der Wall Street» geschrieben. Die Geschichte wird von einem Notar erzählt, bei dem Bartleby als Schreiber arbeitet. Schreiber haben Dokumente wie Verträge Wort für Wort abgeschrieben. Bartleby erledigt seine Arbeit mit grosser Akribie, bis er eines Tages aufhört und sagt: «Ich möchte lieber nicht».
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Dieses Buch steht im Zentrum der Folge:
Herman Melville. Bartleby, der Schreiber. 128 Seiten. Übersetzt und mit einem Nachwort von Karl-Heinz Ott. Kampa Verlag, 2025.
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In dieser Episode zu hören
- Karl-Heinz Ott, Schriftsteller und Übersetzer
- Christine Abbt, Professorin für Philosophie, Universität St. Gallen
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Erwähnte weitere Bücher
- Herman Melville. Moby Dick
- Christine Abbt. Der wortlose Suizid: Die literarische Gestaltung der Sprachverlassenheit als Herausforderung für die Ethik.
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- Hosts: Jennifer Khakshouri und Michael Luisier
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Apr 18, 2025 • 30min
Sunil Mann legt frostige Beziehungen unters Brennglas
Der Schweizer Autor Sunil Mann erzählt in seinem ersten Geschichtenband «Bleiben tun sie nie» von Menschen, die zusammenleben, obwohl sie sich nichts zu sagen haben. Dem Autor gelinge es bravourös, Sprachlosigkeit in Sprache zu fassen und dabei Abgründe auszuleuchten, findet Host Felix Münger.
Der Band umfasst zwölf Erzählungen. Sie spielen allesamt in ländlicher Umgebung. Sie ist einerseits von Idylle geprägt, andererseits von Öde und Trostlosigkeit: Läden schliessen, Beizen ebenso. Das Sozialleben beschränkt sich etwa auf den Besuch des örtlichen Kirchenchors. Co-Host Simon Leuthold gefällt die feine Ironie, welche Sunil Mann in seine pointierte Beschreibung des «Soziotops Dorf» einfliessen lässt.
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Dieses Buch steht im Zentrum der Folge:
Sunil Mann. Bleiben tun sie nie. 237 Seiten. Geparden, 2025.
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In dieser Episode zu hören
- Sunil Mann, Schriftsteller
- Alexander Honold, Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft, Uni Basel
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Erwähnte weitere Bücher
- Monika Helfer: Wie die Welt weiterging. Geschichten für jeden Tag. Hanser, 2024.
- Johann Wolfang Goethe. Die Leiden des jungen Werther. Reclam, 1986.
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Hosts: Felix Münger und Simon Leuthold
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