Psychiatrie im Alltag

Andreas Pfeiffer & Werner Höhl
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Aug 19, 2022 • 43min

Geschichte der deutschen Psychiatrie – ein Museumsbesuch

Andreas und Werner sprechen mit Ingrid Honsdorf über die Geschichte der deutschen Psychiatrie. Ingrid hat 46 Jahre lang (von 1974 bis 2020) sehr engagiert als Fachkrankenschwester in der Psychiatrie gearbeitet und macht heute Führungen durch das Bonner Psychiatrie-Museum „Ver-rückte Zeiten“. Das Anliegen von Ingrid und dem Museum ist es, möglichst viele Aspekte der damaligen und heutigen Psychiatrie kritisch der Öffentlichkeit näher zu bringen. Es geht auch darum, Hemmschwellen und Vorurteile abzubauen, ohne die auch heute noch bestehenden Probleme zu beschönigen. In dieser Podcast-Folge, die vor Ort im Bonner Psychiatriemuseum aufgenommen wurde, geht es im Gespräch mit Ingrid um erlebte Psychiatriegeschichte vor dem Hintergrund der sich wandelnden Gesellschaft. https://klinik-bonn.lvr.de/media/lvr_klinik_bonn/ueber_uns/geschichte/psychiatriemuseum-flyer-web-2015.pdf
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Jul 22, 2022 • 40min

Trialog – Was ist das?

Andreas und Werner sprechen heute mit Pfarrer Claus Scheven und Nico Budden über das Thema „Trialog“. Gemeint sind damit in der Regel trialogische Gesprächsforen deren Kerngedanke eine gleichberechtigte Verständigung über Psychosen bzw. psychische Erkrankungen ist. In solchen Foren sind folgende drei Gruppen gleichermaßen vertreten (1) Menschen, die selbst eine Psychose erlebt haben; (2) ihre Angehörigen, die eine Psychose/psychische Erkrankung in der Regel aus nächster Nähe miterlebt haben; sowie (3) Professionelle, die beruflich in der Psychiatrie arbeiten. Vorgestellt werden die Düsseldorfer Psychiatriegespräche, die seit 20 Jahren einen trialogischen Erfahrungsaustausch rund um psychische Erkrankungen bieten, ein Schulprojekt und es gibt viele Informationen zum Thema Trialog. https://www.pg-dus.de/ https://www.trialog-psychoseseminar.de https://de.wikipedia.org/wiki/Psychoseseminar https://de.wikipedia.org/wiki/Dorothea_Buck
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Jun 14, 2022 • 34min

Stigma und was man dagegen tun kann

Andreas und Werner sprechen heute mit Andreas Kernchen über das Thema der Stigmatisierung psychisch erkrankter Menschen und wie dies überwunden werden kann. Andreas Kernchen sieht sich als Psychiatrie erfahrener Mutmacher und langjähriger Selbsthilfe-Aktivist. Er gehörte zu den ersten, die nicht nur privat, sondern auch im Beruf und in der Öffentlichkeit in eigener Sache gegen die Stigmatisierung Betroffener eingetreten sind. Er ist u.a. auch Ex-In Genesungsbegleiter und steht der psychiatrischen Versorgung als kompetenter und erfahrener Ansprechpartner zur Verfügung. www.mutmacher-kernchen.de
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Apr 7, 2022 • 40min

Tabu Suizid - Wie kann die Sprachlosigkeit überwunden werden?

Andreas und Werner sprechen heute mit Renate Reichmann-Schmidt, der Initiatorin und Vorsitzenden des Düsseldorfer Vereins „Tabu Suizid e.V.“. Sie sprechen über Rückzug und Sprachlosigkeit in Zusammenhang mit Suizidalität und wie diese überwunden werden können. Es geht dabei sowohl um die Überwindung der Sprachlosigkeit bei Menschen, die sich in einer suizidalen Krise befinden, wie auch um die Sprachlosigkeit bei Hinterbliebenen.  Es werden auch Vorurteile zum Thema „Suizid“ genannt und weitere Hilfesangebote aufgezeigt. https://www.tabusuizid.de https://www.telefonseelsorge.de
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Feb 25, 2022 • 34min

TheraPart - Psychosoziale Therapien für eine bessere Partizipation

Andreas und Werner sprechen heute mit Dr. Uta Gühne (Leipzig), die die Informationsplattform TheraPart federführend entwickelt hat. TheraPart steht für „Psychosoziale Therapien für eine bessere Partizipation“ und ist aus der Deutschen Behandlungsleitlinie zu psychosozialen Therapien der DGPPN hervorgegangen. Sie zeigt auf, welche psychosozialen Interventionen in der Behandlung schwerer psychischer Erkrankungen wirksam und hilfreich sind.  Diese kostenfrei und anonym nutzbare Plattform richtet sich primär an Betroffene und deren Angehörige. Zusätzlich wird TherPart direkt vorgestellt, eine Anleitung für Informationsveranstaltungen zu diesen psychosozialen Therapien mit umfangreichen Downloadmaterial. TheraPart und TheraPart direkt sind im Rahmen des Projekts IMPPETUS entstanden, welches über den Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses gefördert wurde. Link zu TheraPart Direkt: https://psychiatrie-verlag.de/product/therapart/ Link zu TheraPart: https://www.thera-part.de Link zu S3 LL Psychosoziale Therapien: https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/038-020.html
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Jan 25, 2022 • 36min

AufeinanderAchten – Erste Hilfe bei psychischen Krisen im Alltag

Werner und Andreas sprechen mit Theresa und Judith von der Initiative „AufeinanderAchten“. Das Team AufeinanderAchten gibt kostenlose Erste-Hilfe-Kurse für psychische Krisen, um Menschen für das Thema psychische Gesundheit zu sensibilisieren, im Umgang mit psychischen Belastungen zu stärken sowie Handlungskompetenzen zu vermitteln. In Anlehnung an einen Erste-Hilfe-Kurs für körperliche Notfälle bilden sie seelische Ersthelfer aus. Der kompakte Online-Kurs wurde von Psychologie- und Medizinstudierenden aus Dresden 2018 initiiert und wird mittlerweile von 20 Ehrenamtlichen aus ganz Deutschland umgesetzt.   Weitere Informationen:  www.aufeinanderachten.de
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Nov 26, 2021 • 41min

Psychiatrische Klinik - Veränderungen der letzten 40 Jahre

Werner und Andreas sprechen mit Anita Fuchs über die psychiatrische Klinik und was sich der letzten vierzig Jahren verändert hat. Anita hat 1974 ihre Ausbildung als Krankenschwester gemacht und ist nach 43 Berufsjahren vor einigen Wochen in den Ruhestand gewechselt. Zuletzt war sie Stationsleitung auf einer Akutstation der Erwachsenen Allgemeinpsychiatrie. Im Podcast sprechen wir über die Veränderungen - Anita erzählt sowohl von ihren ersten Berufsjahren, von Schlafsälen, einer gläsernen Kanzel zur Aufsicht („Gondel“) und wie sich die Klinik bis heute verändert hat.  Viele Details sind heute unvorstellbar, trotzdem wird auch fürsorgliches Verhalten beschrieben - was man vielleicht so gar nicht erwartet hätte. Heute sei die psychiatrische Klinik "normal" und "das ist gut so".
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Sep 16, 2021 • 40min

Psychiatrie und Sozialrecht

Werner und Andreas sprechen mit dem Juristen Thomas Eberl vom Sozialverband Deutschland (SoVD) über Hilfen und Nachteilsausgleiche und wie diese beantragt werden können. Gerade im Sozialrecht können Betroffene wie auch Therapeut/innen schnell an ihre Grenzen kommen.  Wer aber aufgrund einer psychischen Erkrankung auf entsprechende Hilfen angewiesen ist, wird nicht umhinkommen, entsprechende Anträge zu stellen. Diese werden leider zunächst oft abgelehnt und dann ist es notwendig, Widerspruch einzulegen und für die eigenen Rechte einzutreten. Thomas berichtet aus der mehr als 20jährigen Beratungspraxis, was einem im „Antrags- und Verfahrensdschungel“ widerfahren kann und wo man konkret unabhängige Hilfe bekommen kann.  
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Jul 29, 2021 • 42min

Therapeut sein mit eigener Krankheitserfahrung

Andreas und Werner sprechen heute mit dem Ergotherapeuten Detlev Mallach wie es ist, mit eigener Krankheitserfahrung einen Therapieberuf zu erlernen und auszuüben. Detlef erzählt von seiner Ausbildung, dem ersten Praktikum in einer Suchtklinik und wie er dort nach dem Examen eine Stelle bekam. Es geht um Nähe und professionelle Distanz und auch darüber, wie man in dieser besonderen Rolle die richtige Balance finden kann. Detlef gibt zu Beginn einen sehr persönlichen Einblick über seine ganz besondere familiäre Herkunft. Dies hilft, seine Belastungen und seinen Berufsweg nachvollziehen zu können. Danke, Detlef, für Deine Offenheit, die in mehrfacher Hinsicht Mut machen kann und zum Nachdenken anregt.
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Jun 18, 2021 • 30min

Zwangsstörungen - zu Gast Prof. Dr. Ulrich Voderholzer

Werner und Andreas sprechen mit Prof. Dr. Ulrich Voderholzer über Zwangsstörungen. Prof. Voderholzer arbeitet als Ärztlicher Direktor und Chefarzt in der Schön Klinik Roseneck und leitet aktuell den Revisionsprozesses der S3-Leitlinie Zwangsstörungen. Er engagiert sich seit vielen Jahren in der Deutschen Gesellschaft Zwangserkrankungen e.V. (DGZ) und ist dort Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirates. Im Podcast erfahren wir, dass Zwangsstörungen (Gedanken und Handlungen) etwas anderes sind, als eine zwanghafte Persönlichkeitsstruktur. Menschen mit Zwangsstörungen können ihre Probleme oft lange verbergen; es ist aber ratsam, sich so früh wie möglich über die eigene Erkrankung zu informieren und auch Hilfe zu suchen. Informationen dazu gibt es auf der Internetseite der Deutsche Gesellschaft Zwangserkrankungen: www.zwaenge.de    Auch die S3 Leitlinie Zwangsstörungen enthält geballtes Wissen - kostenlos: https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/038-017.html    Die nächste Aktualisierung der Leitlinie wird voraussichtlich im Frühjahr 2022 veröffentlicht. Im Zuge der Aktualisierung ist zusätzlich auch eine Patientenleitlinie geplant.

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