

Cosmic Latte
Eva Pech, Jana Steuer, Elka Xharo
Willkommen beim Cosmic Latte Podcast!
Begleite Eva, wenn sie mit Jana und Elka bei einem Kaffeehausgespräch, über Galaxien, Sterne und die faszinierenden Wunder unseres Universums plaudert. Ihre Leidenschaft für Astronomie und Wissenschaftskommunikation verbindet die Podcasterinnen miteinander.
Eva studiert Astronomie an der Universität Wien. Sie hat einen Abschluss in Kommunikationswissenschaften und erst vor kurzem ihre Masterarbeit über Wissenschaftskommunikation geschrieben. Sie ist neben diesem Podcast auch im Podcast „Das Universum“ zu hören, wo sie über Science in Science-Fiction Filmen redet. Sie träumt davon, eines Tages ins Weltall fliegen zu können.
Elka ist zur Zeit FH-Lektorin und hat eine Ausbildung zur Medizinphysikerin abgeschlossen. Außerdem beitreibt sie als @thesciencyfeminist auf Instagram einen erfolgreichen Wissenschaftskommunikationskanal, der vor allem Frauen in der Wissenschaft sichtbar machen soll. Sie träumt davon, eines Tages Evas Weltraumflug programmieren zu dürfen.
Jana ist unser neuer Zugang bei Cosmic Latte. Sie hat nach ihrem Masterabschluss in Astrophysik nach Exoplaneten geforscht, bevor sie in die Wissenschaftskommunikation wechselte. Heute ist sie Redaktionsmitglied des YouTube-Kanals „Terra X Lesch & Co“. Neben Cosmic Latte ist sie auch in den beiden Podcasts „translunar“ und „Ein großer Schritt für die Menschheit“ zu hören.
Tauche in diesem Podcast in spannende astronomische Gespräche ein. Mach es dir gemütlich und erfahre Interessantes über die Geheimnisse des Kosmos!
Falls du Fragen hast oder mit uns in Kontakt treten möchtest, erreichst du uns jederzeit per E-Mail unter: kontakt@cosmiclatte.at.
Du kannst uns gerne unterstützen und zwar bei Steady (https://steadyhq.com/de/cosmiclatte/), Patreon (https://patreon.com/CosmiclattePodcast), Paypal (https://paypal.me/cosmiclattepod)!
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Episodes
Mentioned books

Jan 8, 2026 • 58min
CL076 Sci-Fi-Special: Atombomben im Film - Welt am Abgrund oder Rettung der Menschheit?
Die Episode über den Fallout, gespaltene Bieratome und Riesenameisen
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Das neue Jahr beginnt mit einem Science-Fiction Special. Peter ist wieder zu Gast und es geht um die Bombe. Die Bedrohung durch Atomwaffen ist heute fast aus unserem Bewusstsein verschwunden - früher war sie sehr viel präsenter; in der echten Welt genau so wie im Kino. Von Filmen aus der Zeit des Kalten Kriegs bis zu "Oppenheimer" haben wir uns angesehen, wie sich die Darstellung von Atomwaffen im Laufe der Zeit verändert hat.
Atombomben in der Science-Fiction
In der ersten Folge des neuen Jahres widmen sich Eva und Peter einem Thema, das historisch, politisch und filmisch ist: der Atombombe in der Science-Fiction. Klimawandel, Asteroiden, Pandemien, künstliche Intelligenz oder außerirdische Invasionen sind heute vertraute Motive. Doch kaum eine Entdeckung hat das 20. Jahrhundert und die kollektive Vorstellung von Selbstzerstörung so geprägt wie die Kernspaltung. Mit ihr hat die Menschheit erstmals die Möglichkeit geschaffen, sich vollständig selbst auszulöschen - und trotzdem ist die Zeit der Atombomben im Film scheinbar vorbei.
Die Entdeckung der Kernspaltung markiert einen tiefen Einschnitt, nicht nur wissenschaftlich, sondern auch kulturell. Ende 1938 entdecken Otto Hahn und Fritz Straßmann bei Experimenten mit Uran ein unerwartetes Spaltprodukt. Die physikalische Erklärung liefert Lise Meitner im Exil. Mit Einsteins Formel E = mc² wird klar, welches zerstörerische Potenzial in diesem Prozess steckt. Was zunächst eine bahnbrechende wissenschaftliche Erkenntnis ist, wird im Kontext des Zweiten Weltkriegs rasch zu einer militärischen Option. Die Angst, Nazi-Deutschland könnte eine solche Waffe entwickeln, treibt die USA zur Gründung des Manhattan-Projekts. Innerhalb weniger Jahre entsteht in Los Alamos eine ganze Stadt, in der tausende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter militärischer Aufsicht an der Entwicklung der Atombombe arbeiten.
Oppenheimer & Co
Die Diskussion über Christopher Nolans Film "Oppenheimer" dient als Einstieg in diese historische Phase. Wir sprechen darüber, dass der Film vielen Menschen die Figur J. Robert Oppenheimer und das Manhattan-Projekt erst wieder ins Bewusstsein gerufen hat, kritisieren aber zugleich den starken Fokus auf das Biografische. Die wissenschaftlichen und moralischen Dimensionen der Bombe selbst bleiben zu sehr im Hintergrund. Der Film zeigt kaum, was diese Waffe tatsächlich anrichtet und wie radikal neu sie war. Auch die Rolle europäischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wie Lise Meitner oder die tatsächlichen technischen Herausforderungen beim Bau der Bombe werden nur am Rand erwähnt. Stattdessen dominiere eine sehr amerikanische Perspektive.
Wir sprechen über die beiden Abwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945, über die unmittelbare Zerstörung, die zehntausenden Toten und die bis heute umstrittene Rechtfertigung, der Einsatz habe den Krieg verkürzt und Leben gerettet. Und die Folgen waren langfristig! Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs beginnt das atomare Wettrüsten des Kalten Krieges. In seiner Hochphase existieren weltweit bis zu 60.000 Atomsprengköpfe. Auch wenn diese Zahl heute deutlich gesunken ist, bleibt das grundlegende Problem bestehen: Die Gefahr ist nicht verschwunden, sie ist nur nicht mehr Teil des Alltagsbewusstseins.
Diese Unsichtbarkeit der Bedrohung ähnelt der aktuellen Debatte rund um künstliche Intelligenz. Wie bei der Atombombe stehen auch hier Fragen der Verantwortung im Raum. Eine Generation trifft Entscheidungen unter dem Druck eines Wettrennens, während die Konsequenzen über Jahrzehnte oder Jahrhunderte weiterwirken.
Die Folgen der Bombe und die Bombe als Rettung
Im zweiten Teil der Folge wenden wir uns der Science-Fiction zu und zeigen, wie die Atombombe dort verarbeitet wird. Einerseits gibt es satirische oder absurde Zugänge wie "Einstein Junior", in dem die Spaltung eines Bieratoms zur Komödie wird, oder "Dr. Strangelove", der den nuklearen Weltuntergang als bitterböse Farce inszeniert. Auf der anderen Seite stehen Filme, die den Atomkrieg ernst und schonungslos darstellen. Klassiker wie "On the Beach" schildern eine Welt nach der Bombe, in der das Ende unausweichlich ist, während der Alltag noch weitergeht. Besonders eindringlich sind Werke wie "Threads", die in den 1980er-Jahren die Folgen eines Atomkriegs drastisch vor Augen führen und ganze Generationen geprägt haben.
Darüber hinaus sprechen wir über das Subgenre der radioaktiven Monster, das besonders in den 1950er Jahren aufkam. Atomtests führten in der Sci-Fi zu Mutationen und gigantischen Kreaturen wie Godzilla als Sinnbild des japanischen Traumas. Diese Filme verarbeiten die damals sehr reale Angst vor den Folgen von Atomtests, die in der Atmosphäre durchgeführt wurden und deren Auswirkungen auf Umwelt und Menschen kaum verstanden waren. Radioaktivität wird dabei zum erzählerischen Werkzeug, um eine diffuse Bedrohung greifbar zu machen, indem sie Körper verändert und die Natur selbst zur Gefahr werden lässt.
Vor allem in Japan wurde die traumatische Erfahrung der Atombombenabwürfe in vielfältiger filmischer Form verarbeitet. Ein besonders eindrückliches Beispiel dafür ist der Animationsfilm "Die letzten Glühwürmchen" aus dem Jahr 1988. Der Film wird als einer der deprimierendsten Filme überhaupt bezeichnet und taucht regelmäßig in entsprechenden Ranglisten auf. Anders als viele westliche Produktionen zeigt er keinen abstrakten Atomkrieg und keine spektakulären Explosionen, sondern konzentriert sich auf das Leid der Zivilbevölkerung, insbesondere von Kindern, im zerstörten Japan.
Am Schluss geht es um die vermeintlich positive Nutzung nuklearer Waffen im Kino. In vielen Science-Fiction-Filmen wird die Atombombe als Lösung Probleme aller Art behandelt. Wir hinterfragen das, weil es die reale Problematik der Waffen ausblendet und sie auf ein dramaturgisches Werkzeug reduziert.
Zwischendurch erklären wir natürlich auch die Wissenschaft hinter der Bombe, die Kernfusion und den Unterschied zwischen Atombomben und Wasserstoffbomben.
Weiterführende Informationen
Die böse radioaktive Kugel, die mehrere Menschen umgebracht hat, heißt passenderweise Demon Core.
Eva empfielt "Die Nacht der Physiker" von Richard von Schirach.
In der Folge erwähnte Filme und Serien
"Young Einstein" (auf deutsch: "Einstein Junior")
"WarGames" (auf deutsch: "WarGames: Kriegsspiele")
"Oppenheimer" (auf deutsch: "Oppenheimer")
"On the Beach" (auf deutsch: "Das letzte Ufer")
"Dr. Strangelove or: How I Learned to Stop Worrying and Love the Bomb" (auf deutsch: "Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben")
"Broken Arrow" (auf deutsch: "Operation: Broken Arrow")
"The Peacemaker" (auf deutsch: "Projekt: Peacemaker")
"Formicula" (Them!) (auf deutsch: "Formicula")
"Die letzten Glühwürmchen" (Hotaru no Haka) (auf deutsch: "Die letzten Glühwürmchen")
"Deep Impact" (auf deutsch: "Deep Impact")
"The Terminator" (auf deutsch: "Terminator – Die gnadenlose Bestie")
"Terminator 2: Judgment Day" (auf deutsch: "Terminator 2 – Tag der Abrechnung")
"War of the Worlds" (1953) (auf deutsch: "Krieg der Welten")
"Independence Day" (auf deutsch: "Independence Day – Tag der Entscheidung")
"Sunshine" (auf deutsch: "Sunshine – Die Sonne brennt")
"The Core" (auf deutsch: "The Core – Der innere Kern")
"Threads" (auf deutsch: "Tag Null")
"Manhattan (Serie)" (auf deutsch: "Manhattan")
"Fallout" (auf deutsch: "Fallout")
"The Abyss" (auf deutsch: "Abyss – Abgrund des Todes")
"True Lies" (auf deutsch: "True Lies – Wahre Lügen")
"Godzilla" (auf deutsch: "Godzilla – Das Original")
"When the Wind Blows" (auf deutsch: "Wenn der Wind weht")
"Armageddon" (auf deutsch: "Armageddon – Das jüngste Gericht")
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7 snips
Dec 25, 2025 • 31min
CL075 Auf den Spuren des Sterns von Bethlehem
Die Hosts erforschen den mysteriösen Stern von Bethlehem, dessen biblische Erwähnung überraschend spärlich ist. Sie diskutieren die künstlerische Tradition und die Anlehnung an Kometenbilder, während sie auch Halley und seine Umlaufzeiten in Betracht ziehen. Die spannende Theorie über die Jupiter-Saturn-Konjunktion wird ebenfalls vorgestellt, begleitet von astrologischen Deutungen. Sie beleuchten, wie Erzähltraditionen die Geschichte dramatisieren und sprechen über ihre persönlichen Weihnachtsrituale und den Zauber der Wintersternbeobachtung.

Dec 11, 2025 • 35min
CL074 Sternbilder aus aller Welt: Wie verschiedene Kulturen den Himmel lesen
In dieser Folge entdecken Eva und Elka, wie verschiedene Kulturen die Sternbilder ihrer Himmelskarten gestalten. Von den 280 Sternbildern der chinesischen Astronomie bis hin zu den düsteren Mythen der Aboriginal Peoples Australien. Sie beleuchten, wie indigene Völker den Nachthimmel als Kalender und Orientierung nutzen. Auch die arabische Astronomie wird thematisiert, inklusive der Herkunft bekannter Sternnamen. Die spannende Reise zeigt, wie tief verwurzelt verschiedene Himmelsmythen in den Kulturen sind.

Nov 27, 2025 • 37min
CL073 Die Plejaden: zwischen Mythos, Astronomie und Menschheitsgeschichte
Eva und Jana tauchen in die faszinierende Welt der Plejaden ein, einem beeindruckenden offenen Sternhaufen, der seit Jahrtausenden die Menschheit inspiriert. Sie beleuchten mythologische Erzählungen aus verschiedenen Kulturen, von den griechischen Legenden bis zu den Geschichten der Aborigines. Zudem diskutieren sie die Bedeutung der Plejaden für die Landwirtschaft und die modernen astronomischen Erkenntnisse, die aufzeigen, dass dieser Sternhaufen viel größer ist als gedacht. Ein spannender Bogen zwischen Astronomie, Geschichte und Mythos!

Nov 13, 2025 • 57min
CL072 Wo die Zukunft der Raumfahrt beginnt: Mit Analog-Astronautin Anika Mehlis
Anika Mehlis, Analog-Astronautin und Projektleiterin für Mars-Simulationen, teilt faszinierende Einblicke in ihre Erfahrungen bei simulierten Mars-Missionen. Sie schildert die Herausforderungen während ihrer vierwöchigen Mars-Simulation in Armenien, insbesondere einen Unwetterzwischenfall. Anika erklärt die Auswirkungen von Kommunikationsverzögerungen zwischen Erde und Mars auf Entscheidungen in Stresssituationen. Zudem gibt sie Einblicke in ihr neues Buch und spricht über die Zukunft der Raumfahrt und die Möglichkeit eines bemannten Marsflugs in den nächsten 20 Jahren.

Oct 30, 2025 • 39min
CL071 Das Ende von Allem! Wie stirbt das Universum?
In dieser Folge geht es um das kosmische Schicksal des Universums und die verschiedenen Szenarien des Endes. Von Wärmetod und Big Rip bis hin zu Big Crunch werden die Kräfte von Gravitation und dunkler Energie beleuchtet. Die Hosts diskutieren, wie sich das beobachtbare Universum über Milliarden von Lichtjahren erstreckt und was in den Ären der Degeneration und dunklen Ära passiert. Spannende Konzepte wie Hawking-Strahlung und Vakuumzerfall faszinieren und zeigen, wie Zeit ihre Bedeutung verlieren könnte.

4 snips
Oct 16, 2025 • 43min
CL070 Alles strahlt! Von Medizinphysik zu den Gefahren der Raumfahrt
Diese Folge beleuchtet das faszinierende Thema Strahlung. Elka erklärt die Unterschiede zwischen ionisierender und nicht-ionisierender Strahlung. Zudem wird der medizinische Nutzen von Röntgenstrahlen und die Geschichte von Marie Curie thematisiert. Ein interessanter Fakt: Bananen sind schwach radioaktiv! Die Diskussion geht weiter über die Risiken bei Reisen zum Mars und die Herausforderungen, die kosmische Strahlung für Astronauten mit sich bringt. Abschließend werden kreative Schutzstrategien für bemannte Marsmissionen vorgestellt.

Oct 2, 2025 • 49min
CL069 Asteroidenbergbau und der verlockende Reichtum aus dem Weltall
In dieser Diskussion geht es um die faszinierende Möglichkeit des Asteroidenbergbaus und die wertvollen Rohstoffe, die sie bieten. Asteroiden enthalten reichlich Metall und sogar Wasser, was für zukünftige Raumfahrtmissionen entscheidend sein könnte. Die Hosts beleuchten die Herausforderungen beim Abbau im All, die technischen Hürden und die potenziellen wirtschaftlichen Folgen, wie Preisveränderungen auf der Erde. Regalfragen rund um die Rechte an Himmelskörpern und die Rolle von Robotern im Bergbau runden das spannende Thema ab.

Sep 18, 2025 • 36min
CL068 Die Erde vom All: eine kurze Geschichte der Erdbeobachtung
Die Episode über Fotoraketen, Spionagetauben und Wettersatelliten
In dieser Episode blicken wir nicht in den Himmel und die Weiten des Kosmos, sondern vielmehr aus dem All zurück auf unseren Planeten, die Erde. Dabei begeben wir uns auf eine Reise durch die faszinierende und kuriose Geschichte der Erdbeobachtung: von den ersten waghalsigen Ballonfahrten im 19. Jahrhundert über die Spionagesatelliten des Kalten Kriegs bis hin zu den hochmodernen Sentinel-Satelliten. Der Weg von den ersten Luftbildern zu den hochpräzisen Daten, die wertvolle Informationen zum Klimawandel liefern, war lang.
Eva erzählt uns, welche Erkenntnisse diese Daten über die Erde, die Gegenwart und die Zukunft unseres Planeten liefern und was das Ganze mit Brieftauben zu tun hat.
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Einleitung
Der französische Film Die Farben der Zeit inspirierte Eva zum Thema dieser Episode über die Erdbeobachtung.
Im sehenswerten Film spielt der französische Fotograf Felix Nadar eine wesentliche Rolle. Dem Fotografen, der tatsächlich in Paris in der zweiten Hälft des 19. Jahrhunderts lebte, gelang es als erster Luftbildaufnahmen von einem Ballon aus zu machen. Damit legte er den Grundstein für die Erdbeobachtung.
Ballone, Raketen und Brieftauben: Die Anfänge der Erdbeobachtung
Wenige Jahrzehnte später experimentierte der deutsche Ingenieur Alfred Maul mit Fotoraketen - und zwar im wortwörtlichen Sinne, in dem er eine Rakete mit einer Kamera ausgestattet hat. Die Raketentechnik steckte allerdings selbst noch in den Anfängen, aber Maul schaffte es immerhin ab 1906 Bilder aus einer Höhe von ungefähr 800 Metern zu machen.
Etwa zur gleichen Zeit erfand der Apotheker Julius Neubronner die kurios anmutende Taubenfotografie. Er entwickelte eine eigene leichte, zeitgesteuerte Miniaturkamera und ein dazu passendes Geschirr um sie an den Tauben zu befestigen.
Mit dem Aufstieg der Luftfahrt im Ersten Weltkrieg wurde die Luftbildfotografie jedoch hauptsächlich militärisch genutzt.
Erst mit der Entwicklung der Raumfahrt und zwei Jahre nach Sputnik, dem ersten Satelliten, startete die USA 1959 den ersten Erdbeobachtungssatelliten. Die frühen „Keyhole“-Satelliten machten noch analoge Filmaufnahmen, die per Kapsel zurück zur Erde geschickt wurden. Ein aufwendiges Verfahren, das zudem immer noch ausschließlich militärischen Zwecken diente. Denn mit den Keyhole-Satelliten wollten die USA ihre Gegner im Kalten Krieg beobachten. Doch bald zeigte sich, dass Erdbeobachtung nicht nur zur Spionage eingesetzt werden kann.
Der erste Wettersatellit TIROS (1960) bewies, dass Wettervorhersagen deutlich präziser werden, wenn man das Geschehen aus dem All im Blick hat.
Weltraumsatelliten: Erdbeobachtung der Gegenwart
Heute liefern Satelliten nicht nur Daten für Wetterprognosen, sondern auch für Klimaforschung, Umweltschutz, Landwirtschaft und Katastrophenmanagement.
Ein Beispiel ist CryoSat, ein ESA-Satellit, der seit 2010 die Dicke der Polareisschilde misst. Mit seinem Radar-Altimeter kann er Höhenunterschiede im Zentimeterbereich bestimmen und liefert somit wichtige Daten für ein besseres Verständnis des Klimawandels.
Zentral für die europäische Erdbeobachtung ist das Copernicus-Programm der EU und der ESA. Mit den Sentinel-Satelliten überwachen sie Landflächen, Meere, Atmosphäre und Eis und liefern uns damit ein Bild über den Zustand des Planeten. Täglich erfahren wir so über die riesigen von ihnen vermittelten Datenmengen wie der Gesundheitszustand der Wälder ist, die Ölverschmutzungen im Meer und erfahren über Veränderungen in der Landwirtschaft. Ohne diese Informationen wäre moderne Umwelt- und Klimapolitik kaum möglich.
Doch die Bedeutung dieser Arbeit macht sie auch politisch heikel. In den USA wurde unter Präsident Trump die Finanzierung wichtiger Satellitenprogramme gekürzt, die unter anderem die Messung von CO₂ aus dem All ermöglichten. Solche Eingriffe bedrohen die wissenschaftliche Datengrundlage, die wir dringend brauchen, um Klimawandel, Naturkatastrophen und deren Folgen seriös einzuschätzen und Gegenmaßnahmen zu treffen.
Zum Glück gibt es internationale Kooperationen wie jene der ESA, die weiterhin kontinuierlich Daten liefern. Erdbeobachtung ist längst zu einer globalen Aufgabe geworden und zu einem unverzichtbaren Werkzeug, wenn wir den Wandel unseres Planeten verstehen und darauf reagieren wollen.
Weiterführendes Thema: Trauer
In dieser Folge haben wir zudem das Thema Trauer angesprochen. Aus diesem Grund an dieser Stelle die Podcast Empfehlungen von Elka:
Griefcast (Englisch)
Trauerei
Du bist tot
Termin:
"Sternenfrauen" mit Anita Zieher. Nach der Vorstellung findet ein Publikumsgsgespräch mit Elka, Eva und Theresa Rank-Lüftinger von der ESA statt.
16.10.2025 Beginn: 20 Uhr im Theater Drachengasse, Fleischmarkt 22, 1010 Wien
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Sep 4, 2025 • 1h 13min
CL067 Sci-Fi Special: Aufstand der Maschinen - Haben wir eine Chance gegen die Künstliche Intelligenz?
Die Episode über den Vormarsch der KI, Bewusstsein und den Frankenstein-Komplex
Nach den Sommerfolgen sind wir mit einer neuen Ausgabe unserer Science-Fiction-Spezialreihe zurück!
Peter ist wieder zu Gast bei Eva und dieses Mal geht es um ein Thema, das uns im Film schon viel länger beschäftigt als im Alltag. Während die Künstliche Intelligenz im Alltag erst seit kurzer Zeit eine wichtige Rolle spielt, wird in der Science-Fiction schon lange über sie spekuliert.
Filme wie Ghost in the Shell, Blade Runner oder Ex Machina haben unser Bild von Maschinen, Bewusstsein und Menschlichkeit geprägt. Aber was ist eigentlich Bewusstsein, und haben wir Menschen überhaupt eines? Haben wir eine Chance gegen den Aufstand der Maschinen?
Und, müssen wir uns damit abfinden, bald nicht mehr die intelligentesten Wesen auf der Erde zu sein?
Über all das und noch mehr diskutieren Eva und Peter in dieser Folge.
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Was ist „Intelligenz“ und was ist „Bewusstsein“?
Zuerst ordnen wir den Hype um die künstliche Intelligenz und den folgenden „AI-Winter“ historisch ein und diskutieren darüber, dass es bis heute keine einheitliche Definition von Intelligenz oder Bewusstsein gibt. Als Brücke zwischen Philosophie und Neurowissenschaften kann man sich Thomas Metzinger und Anil Seth beschäftigen: Metzinger argumentiert im populärwissenschaftlichen Buch "Der Ego-Tunnel" sowie in der Fachmonographie "Being No One", dass unser „Ich“ eine transparente, vom Gehirn erzeugte Illusion ist; Seth beschreibt Wahrnehmen als „kontrollierte Halluzination“ (siehe Being You (Anil Seth)). Als anschauliches Experiment taucht die Rubber-Hand-Illusion auf, die zeigt, wie leicht sich Körperzugehörigkeit verschieben lässt.
Popkultur prägt den KI-Blick: „Ghost in the Shell“
Am Beispiel des Anime-Klassikers „Ghost in the Shell“ reflektieren wir über die Auflösung von Grenzen zwischen Mensch und Maschine: Was unterscheidet eine KI vom genetisch „programmierten“ Menschen? Der „Puppet Master“ in "Ghost in the Shell" stellt Asylfragen und fordert eine neue Speziesbildung heraus – Themen, die heute aktueller wirken denn je.
„Blade Runner“: Replikanten, Empathie und das Menschliche
Noch dramatischer verwischt die Grenze zwischen Mensch und Maschine in Ridley Scotts „Blade Runner“: Es geht um Replikanten als stärkere, kurzlebige Arbeitswesen mit implantierten Erinnerungen, den Voigt-Kampff-Test und die Frage, ob Maschinen menschlicher handeln können als Menschen. Empfehlenswert ist der „Final Cut“ sowie ein Blick auf die verschiedenen Schnittfassungen.
Von Helfer:in zu Gegner:in? Terminator, Ex Machina & Co.
Wir diskutieren über zwei prägende Erzählmuster: KI als Dienerin/Sklavin – oder als Gegnerin. „Terminator“ popularisiert die Angst vor der entgleitenden Militär-KI „Skynet“; „Ex Machina“ verhandelt Manipulation, Täuschung und die Frage, ob sich eine überlegene KI überhaupt „einsperren“ lässt. Lesetipp zum Diskurs: Nick Bostroms „Superintelligence“.
Rechte für Maschinen? Von Asimov bis Star Trek
Isaac Asimov hat den „Frankenstein-Komplex“ beschrieben, also den Drang der Menschen, neues Leben zu erschaffen. Leben, dass dann vielleicht auch eigene Rechte haben will, so wie in der Star Trek-Episode "The Measure of a Man“ oder im Film „Bicentennial Man“.
KI als Werkzeug oder neuer Akteur in der Filmindustrie?
Ausgehend von „soziotechnischer Blindheit“ muss man sich zuerst klar machen, dass hinter der KI immer noch Menschen, Daten und Entscheidungen stehen – auch wenn Systeme in der Nutzung autonom wirken. Aber das heißt nicht, dass sich die Dinge nicht vielleicht doch auch fundamental ändern können. Peter erzählt davon, wie die KI heute schon in der Filmindustrie genutzt wird und wie sie vielleicht in Zukunft die ganze Welt des Kinos verändern könnte. Wir spekulieren über individuell generierte Filme, Face-Replacement auf Knopfdruck und neurotechnologische Interfaces. Inhalte könnten sich künftig stärker den Vorlieben einzelner Zuschauer:innen anpassen. Gute Geschichten und sorgfältige Gestaltung bleibt aber weiterhin die Arbeit der Menschen – unabhängig vom Werkzeug.
In der Folge erwähnte Filme und Serien
"Kôkaku Kidôtai"(auf deutsch: "Ghost in the Shell")
"Blade Runner" (auf deutsch: "Blade Runner")
"Bicentennial Man" (auf deutsch: "Der 200 Jahre Mann")
"The Terminator" (auf deutsch: "Terminator")
"Ex Machina" (auf deutsch: "Ex Machina")
"Flesh for Frankenstein" (auf deutsch: "Andy Warhol's Frankenstein")
"The Curse of Frankenstein" (auf deutsch: "Der Fluch des Frankenstein")
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