Payment & Banking Fintech Podcast

Das Team von Payment & Banking
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Sep 22, 2025 • 53min

3x3=10 #6:Venture Clienting & Kooperationen – live von der BEX

mit Marvin Vortkamp, Julian Prüfer & mit Christian Binder (Finstep) In dieser Live-Aufnahme von der BEX sprechen wir in lockerer Dreierrunde mit Christian Binder (Finstep) über Venture Clienting und Kooperationen im Finanzwesen. Entstanden ist ein entspanntes Gespräch mit echten Learnings aus einem gemeinsamen Pilotprojekt, Einsichten aus zahlreichen Kooperationsgesprächen. Und ja, es wurde auch gelacht. Warum Kooperationen (immer noch) der Schlüssel sind Wenn spezielle Zielgruppen spezielle Lösungen brauchen, sind Fintechs oft besser & schneller. Die Frage ist: Wie integrieren etablierte Häuser diese Stärke sinnvoll in ihre Strukturen? Make-or-Buy bleibt wichtig, aber nichts tun ist keine Option. Tempo, Standards & Erwartungsmanagement Fintech-Tempo trifft Bank-Zyklen. Wir sprechen über „Kupplungsmodule“ für gleiche Geschwindigkeiten, schnelle Entscheidungen und verschlankte Prozesse, damit aus guten Ideen zügig echte Nutzung wird. Und denken über ein klares Erwartungsmanagement von Anfang an nach. Praxis-Learnings & FiDA als Rückenwind Es braucht klare Anlaufstellen, ein Umsetzungs-Mindset und offen gelegte Optionen auf dem Tisch. FiDA liefert Rückenwind, viele Use Cases schnell testen und iterativ schärfen, raus aus der Theorie, rein in die Praxis. 🎙 Jetzt reinhören:
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Sep 19, 2025 • 24min

#537: Digitalisierung im Mittelstand: Mit kleinen Zügen zum großen Wurf

mit Dr. Peter Robejsek (Deutschlandchef Mastercard) und Jan Stechele (CRO Moss) Ein Level, das für Deutschland ganz entscheidend ist: der Mittelstand. Familienunternehmen, Zulieferer, Hidden Champions – sie sind das Rückgrat unserer Wirtschaft. Doch die Spielregeln ändern sich rasant: steigende Kosten für Energie, Rohstoffe und Löhne, zunehmender Wettbewerbsdruck und gleichzeitig noch viel Luft nach oben bei der Digitalisierung. Eine aktuelle Mastercard-Studie zeigt: Der Digitalisierungsgrad liegt zwar solide bei 7,8 von 10 Punkten, aber 15 Prozent der Firmen verharren unter Stufe 6. Und dass 75 Prozent der Unternehmen bis zur Hälfte ihrer eigentlich automatisierbaren Rechnungsabgleiche weiterhin manuell erledigen, spricht Bände. Tools sind da – doch durchgängige Prozesse fehlen oft. Genau hier setzten die beiden Panelgäste an. Moss-CRO Jan Stechele machte klar: Der größte Gegner sind nicht andere Fintechs, sondern Routinen – allen voran Excel in der Finanzabteilung. Moss will das ändern, mit einer Plattform für Ausgabenmanagement, Rechnungsabwicklung und Reporting. „Der größte Wettbewerber von Moss ist im Endeffekt die Exceltabelle in der Finanzabteilung“, so Stechele. Der Ansatz: nicht der große Wurf, sondern kleine Züge – vom Abschaffen der „Bargeldkasse für Leberkässemmeln“ bis hin zu modularen Prozessschritten, die Finanzabteilungen Zug um Zug digitaler machen. Dr. Peter Robejsek, Country Manager Germany bei Mastercard, lenkte den Blick auf die strategische Ebene: Business Cards und digitale Zahlungswege können echte Treiber sein – für schnellere Beschaffung, resilientere Lieferketten und optimiertes Working Capital. Doch: Die Nachfrage im Mittelstand sei bislang zurückhaltend, weil viele etablierte Unternehmen mit Prepaid-Lösungen arbeiten. „Wir sehen die Potenziale im Mittelstand, aber die Zuhörer zu bekommen, ist nicht immer einfach“, so Robejsek. Die Diskussion drehte sich zudem um konkrete Hebel: – Beschaffung beschleunigen durch integrierte Prozesse und weniger Freigabeschleifen – Lieferketten stabilisieren mit flexiblen Zahlungszielen und alternativen Finanzierungen – Working Capital heben – potenziell bis zu 12 Prozent Effekte, je nach Setup – Abstimmung automatisieren durch Echtzeit-Daten, Schnittstellen und Fraud-Monitoring – KI verantwortungsvoll einsetzen – als Sicherheitsnetz, als Shield gegen Betrug, als Layer für Transparenz. Der Mittelstand bleibt also am Spieltisch – aber das Endspiel der Digitalisierung ist noch längst nicht erreicht. Die gesamte Diskussion gibt es im Podcast nachzuhören – online überall, wo es Podcasts gibt.
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Sep 17, 2025 • 22min

Alles Legal #112: Spar- und Investitionsunion: EU will Kapital neu lenken

mit Dana Wondra & Charles Krier Podcastfolge über die Savings and Investments Union mit Charles Krier – und warum sie ein Kernelement der europäischen Wettbewerbsstrategie sein soll. Annerton-Experte Charles Krier erklärt im „Alles Legal“-Podcast, wie die geplante EU-Spar- und Investitionsunion Kapital mobilisieren, Innovation fördern und Europas Finanzsystem verändern soll. Die EU will Ersparnisse produktiver nutzen und mit der geplanten Savings and Investments Union (SIU) Kapital dorthin lenken, wo es am dringendsten gebraucht wird: in Innovation, Klima, Verteidigung und Digitalisierung. Doch wie soll das gelingen? Und wie passt das klassische Bankensystem in diese Vision? Im Gespräch mit Dana Wondra ordnet Charles Krier die Pläne der EU-Kommission ein. Der luxemburgische Annerton-Partner beschäftigt sich seit Langem mit europarechtlichen Themen und sieht in der SIU viele gute Ansätze für eine stärkere Wettbewerbsfähigkeit. Rund 10 Billionen Euro liegen aktuell als klassische Bankeinlagen auf Konten in der EU – mit geringem Ertrag, aber hoher Sicherheit. Gleichzeitig wird der jährliche Investitionsbedarf der EU auf bis zu 800 Milliarden Euro geschätzt. Dieses Ungleichgewicht soll die SIU auflösen: durch mehr Beteiligungsmöglichkeiten für Bürger:innen, bessere Finanzierungsperspektiven für KMUs und Start-ups und ein stabileres, europäisch integriertes Finanzsystem. Die Herausforderungen dabei sind groß: harmonisierte Aufsicht, steuerliche Anreize, digitale Beteiligungsplattformen und nicht zuletzt mehr finanzielle Bildung. Auch die Rolle der Banken ist sensibel. Sie sollen nicht ersetzt, sondern stärker eingebunden werden. Ob das gelingt, hängt laut Krier davon ab, ob alle Akteure mitgenommen werden: Bürger:innen, Banken, Unternehmen, Mitgliedstaaten. Denn die SIU ist kein einzelnes Gesetz, sondern ein Maßnahmenpaket – ambitioniert, vielschichtig, aber mit großem Potenzial.
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Sep 15, 2025 • 1h 6min

Episode 15_25: Neues von OpenAI und Google, JP Morgan und erste AI Bank

mit Maik Klotz & Sascha Dewald AI in Finance: Neues von OpenAI und Google, JP Morgan und erste AI Bank Maik Klotz und Sascha Dewald sind aus der lagen Sommerpause zurück! In Ausgabe 15 gibt es einiges aufzuholen und die beiden sprechen über die jüngsten Entwicklungen rund um OpenAI, Google Gemini und die erste AI Bank aus Malaysia. Die beiden beleuchten auch die finanziellen Aspekte von Unternehmen wie Anthropic und die Auswirkungen von Halluzinationen in KI-Modellen. Es geht viel um die neuesten Entwicklungen im Bereich Künstliche Intelligenz, insbesondere im Enterprise-Sektor, die Zukunft von KI-Modellen, die Rolle von Apple in der KI-Intelligenz, staatliche Initiativen zur Förderung von KI in verschiedenen Ländern sowie die Anwendung von KI in der Finanzwelt. Sie beleuchten auch innovative Ansätze in Brasilien und Asien, einschließlich der ersten AI-Only-Bank. Hört rein und sagt uns, was ihr denkt! Es geht es um: OpenAI führt Sicherheitsfunktionen ein, um psychische Belastungen zu erkennen. Google hat mit Gemini 2.5 einen bedeutenden Fortschritt gemacht. Chatbots können bei psychischen Problemen unterstützen, ersetzen aber keine Therapie. Halluzinationen in KI-Modellen bleiben ein Problem, das angegangen werden muss. Meta hat Schwierigkeiten mit KI-Charakteren und deren Nutzung. Anthropic speichert Nutzerdaten für fünf Jahre, was Bedenken aufwirft. Die Finanzierung von Anthropic zeigt das Wachstum und die Nachfrage nach KI. OpenAI plant erhebliche Ausgaben, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Die gesellschaftliche Interaktion verändert sich durch die Nutzung von KI. Die Skalierung im Enterprise-Bereich ist entscheidend für den Erfolg von KI. Zukünftige KI-Modelle müssen mit realen Umgebungen interagieren. Apple hat noch Nachholbedarf in der KI-Intelligenz. Staatliche Initiativen in Großbritannien und Deutschland zeigen Ambitionen im KI-Bereich. JP Morgan setzt auf eine AI-First-Strategie in der Finanzwelt. In Brasilien gibt es viele innovative Ansätze zur KI-Integration. Die erste AI-Only-Bank in Malaysia zeigt neue Geschäftsmodelle. Echtzeitdaten und Biometrie könnten die nächste Dimension der KI sein. Die Interaktion mit der Umwelt ist für KI-Modelle entscheidend. Die Kommunikation in einfacher Sprache ist wichtig für die Nutzerakzeptanz. Viel Spaß beim Hören! **Shownotes ** Hier ist die Liste im gewünschten Format aufgebaut: Von New York nach Brasília – KI kennt keine Grenzen: http://tiinside.com.br/de/28/08/2025/Banco-do-Brasil-erweitert-seine-KI-L%C3%B6sungen-in-drei-Jahren-um-130/ Malaysisches Fintech / Challenger Bank: http://www.rytbank.my/ryt-ai/ ChatGPT bekommt einen Notfallknopf für die Psyche: http://the-decoder.de/openai-will-chatgpt-kuenftig-fuer-psychische-krisen-und-jugendliche-sicherer-machen/ OpenAI Paper: Halluzinationen offenbar unumgänglich: http://openai.com/index/why-language-models-hallucinate/ Meta und der KI-Kinderschutz: http://www.heise.de/news/Metas-KI-Charaktere-sollen-Jugendschutz-besser-einhalten-10627172.html OpenAI erweitert Präsenz in Seattle: http://www.it-boltwise.de/openai-erweitert-praesenz-in-seattle-durch-milliardenschwere-uebernahme.html OpenAI / Sam Altman: The internet will become increasingly automated: http://www.businessinsider.com/sam-altman-people-starting-talk-like-ai-2025-9 OpenAI verbrennt Geld. 119 Mrd USD bis 2029: http://www.theinformation.com/articles/openai-says-business-will-burn-115-billion-2029 OpenAI to launch first AI chip 2026: http://www.reuters.com/business/openai-launch-its-first-ai-chip-2026-with-broadcom-ft-reports-2025-09-05/ Apple prüft Kauf von Mistral und Perplexity: http://www.handelsblatt.com/technik/it-internet/kuenstliche-intelligenz-apple-prueft-wohl-kauf-von-ki-start-ups-mistral-und-perplexity/100150790.html Oder setzt Apple doch auf Google?: http://9to5mac.com/2025/09/03/google-closer-to-powering-new-siri-and-apples-ai-search-tool-as-perplexity-fades/ Anthropic: Daten bleiben jetzt zum Mitnehmen: http://www.heise.de/news/Opt-out-noetig-Anthropic-nutzt-kuenftig-Nutzerdaten-fuers-Training-10625631.html Anthropic sammelt neues Geld ein: http://www.anthropic.com/news/anthropic-raises-series-f-at-usd183b-post-money-valuation Claude: KI kann jetzt Dateien erstellen: http://stadt-bremerhaven.de/claude-ki-kann-jetzt-dateien-erstellen-und-bearbeiten/ Gemini 2.5 trägt Photoshop zu Grabe: http://t3n.de/news/gemini-2-5-flash-image-im-test-1705232/ Alibaba und Qwen Image Edit: http://www.alizila.com/introducing-qwen-image-edit-novel-model-in-image-editing/ iOS 26 bringt Apple Intelligence: http://www.youtube.com/watch?v=H3KnMyojEQU Anthropic zahlt Autoren 1,5 Mrd USD: http://apnews.com/article/anthropic-copyright-authors-settlement-training-f294266bc79a16ec90d2ddccdf435164 DeepL’s Smart Route: http://www.prnewswire.com/sv/pressmeddelanden/deepl-unveils-autonomous-ai-agent-for-businesses-302543945.html Großbritannien und OpenAI Partnerschaft: http://the-decoder.de/grossbritannien-und-openai-schliessen-ki-partnerschaft-zur-staerkung-von-forschung-und-infrastruktur/ Deutschlands KI-Agenda zwischen Buzzword-Bingo und Milliardenversprechen: http://www.tagesschau.de/wirtschaft/digitales/chipsfabriken-hightech-agenda-102.html Weil es geht: KI entwickelt Programmiersprache im Gen-Z-Slang: http://ghuntley.com/cursed/ MCP wächst und wächst: http://github.com/punkpeye/awesome-mcp-servers Tools PayPal und Perplexity: http://www.perplexity.ai/join/p/paypal-subscription Perplexity Pro für PayPal-Kunden: http://stadt-bremerhaven.de/perplexity-pro-fuer-paypal-kunden-12-monate-kostenlos/ Copilot 3D: http://copilot.microsoft.com/labs/experiments/copilot-3d Disclaimer Was ihr hier hört, sind unsere Gedanken und Meinungen, nicht die unserer Arbeitgeber, Zimmerpflanzen oder Haustiere. Als Enthusiasten versuchen wir euch Einblicke in die Welt von künstlicher Intelligenz in Finance zu geben, aber wir sind nur AI-Enthusiasten, keine Hellseher. Unsere Einschätzungen könnten genauso gut aus einem Horoskop stammen. Also, macht's euch gemütlich und genießt die Show!
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Sep 10, 2025 • 21min

Alles Legal #111: PSD3 & PSR - Was sich beim Open Banking jetzt ändert

mit Dana Wondra & Peter Frey (Annerton) Im Zentrum der neuen Folge steht das Verhältnis zwischen kontoführenden Banken und Drittanbietern (Kontoinformationsdienstleister und Zahlungsauslösedienstleister). Künftig werden die Regeln klarer und die Anforderungen konkreter: Kontoführende Banken müssen wie bisher APIs bereitstellen, technische Dokumentationen hierzu veröffentlichen, Testumgebungen schaffen und ihren Kund:innen ein Permission Dashboard zur Verwaltung von Zugriffsrechten der Drittanbieter anbieten. Zugleich wird der Kontozugang für Drittanbieter durch das an kontoführende Banken gerichtete Verbot der Einrichtung von zusätzlichen Registrierungspflichten oder anderen Zugangshürden abgesichert. Peter Frey ordnet die Entwicklungen auch im größeren Kontext von Open Finance ein: Die FIDA-Verordnung wird künftig den Zugang von Drittanbietern zu anderen Finanzdaten regulieren – PSD3 und PSR werden jedoch nach wie vor den Regulierungsrahmen für den Zugang zu Zahlungskontodaten bilden.
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Sep 5, 2025 • 57min

#536: Die wichtigsten Fintech-News im August

mit André Bajorat und Jochen Siegert Nichts war es mit Sommerloch: Im August war in der Fintech-Welt ordentlich Bewegung. André Bajorat und Jochen Siegert lassen im Fintech-Podcast die spannendsten Entwicklungen des Monats Revue passieren – von Führungswechseln über Sicherheitslücken bis hin zu Expansionsplänen. Diese Themen erwarten euch in der Folge: N26: Gründer treten ab – Ex-Bundesbanker Andreas Dombret soll Aufsichtsratschef werden PayPal: Blackout und Zahlstopp deutscher Banken nach Sicherheitsproblemen Klarna: Plant neuen Börsengang in den USA AllUnity: Euro-Stablecoin EURAU erstmals auf Bitpanda handelbar TWINT: Knackt die 6-Millionen-Nutzer-Marke in der Schweiz Sub Capitals: Insolvenz – Investor Orca Capital übernimmt Raisin Bank: Aufsicht mahnt bei Geldwäscheprävention nach NAO: Zugang zu alternativen Investments schon ab 1 Euro dwpbank: Übernimmt Lemon Markets und startet Brokerage-as-a-Service Stripe: Baut Berlin-Hub aus und bringt neue Services für KMU Und wie immer: Jochen und André ordnen ein, diskutieren und geben euch einen Überblick über die wichtigsten Entwicklungen im Fintech-Kosmos. 👉 Jetzt reinhören und auf dem Laufenden bleiben!
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Sep 3, 2025 • 23min

Alles Legal #110: PSD3 & PSR - Was sich bei der sicheren Verwahrung von Kundengeldern jetzt ändert

mit Dana Wondra & Peter Frey (Annerton) In der neuen Folge dreht sich alles um eines der sensibelsten Themen für Zahlungsinstitute: die Pflicht zur sicheren Verwahrung von Kundengeldern. Wer mit dem Geld anderer arbeitet, trägt Verantwortung – vor allem im Krisenfall. Die neuen EU-Richtlinien PSD3 und PSR greifen dieses Prinzip auf: Sie schreiben vor, wie Kundengelder künftig gesichert werden müssen und nehmen Banken in die Pflicht, entsprechende Konten bereitzustellen. Peter Frey, Partner bei Annerton, erklärt im Podcast, welche Sicherungsmethoden vorgesehen sind, warum Treuhandkonten nach wie vor dominieren und weshalb künftig mehr als ein Konto notwendig ist, um Konzentrationsrisiken zu vermeiden. Neu ist auch: Zahlungsinstitute sollen Kundengelder optional bei der Bundesbank oder einer anderen Zentralbank hinterlegen dürfen, vorausgesetzt, diese bieten das an. Ein echter Fortschritt aus Sicht vieler Institute: Die Insolvenzfestigkeit von Treuhandkonten wird künftig gesetzlich anerkannt. Damit entfallen viele Unsicherheiten rund um Unterdeckungen und Kontostrukturen. Gleichzeitig wird klargestellt: Kundengelder müssen nicht mehr sofort auf ein separates Konto gebucht werden, sondern erst am folgenden Geschäftstag – ein Schritt hin zu mehr Flexibilität. Welche Herausforderungen dennoch bleiben – und was Institute jetzt konkret tun sollten – klärt diese Folge von Alles Legal – Fintech-Recht kompakt.
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Sep 1, 2025 • 54min

3x3=10 #5:GiroAPI: Neues API-Scheme der DK für Micropayments & mehr

mit Julian Prüfer, Marvin Vortkamp, Jens Holeczek (BVR) und Florian Schmitz (DSGV) In dieser Folge von 3x3x10 sprechen wir mit Jens Holeczek (BVR) und Florian Schmitz (DSGV) über die GiroAPI – das neue API-Scheme der Deutschen Kreditwirtschaft. Wir wollten wissen: Warum jetzt? Welche Services starten zuerst? Und was bedeutet das für Banken, TPPs und letztlich für Endkund:innen? Ein neuer Standard im Zahlungsverkehr Mit der GiroAPI hat die DK ein multilaterales API-Scheme geschaffen, das über die Anforderungen der PSD2 hinausgeht. Ziel ist ein einheitlicher Vertrags- und Technikrahmen für Banken („Asset Holder“) und Third Party Provider („Asset Broker“) – technisch basierend auf dem Berlin-Group-Standard, ergänzt um neue Funktionen. Erste Services im Fokus Zum Start steht das Payment-Subscheme im Mittelpunkt – mit Diensten wie Micropayments ohne Zwei-Faktor-Authentifizierung, Betragsreservierungen und einer IBAN-Bestätigung zur schnellen Kontoverifikation. Auch ein erweiterter Kontoinformationsdienst mit längeren Umsatzzeiträumen ist geplant. Beyond PSD2 – warum die GiroAPI wichtig ist Die GiroAPI adressiert Use Cases, die unter PSD2 bisher schwer umsetzbar waren. Sie schafft einen standardisierten Rahmen für Mehrwertdienste, die direkt an Bankinfrastrukturen andocken. Das beschleunigt Innovationen sowohl für Banken als auch für TPPs und sorgt für mehr Interoperabilität im Markt. Ausblick Die beiden Gäste sind sich einig: Die GiroAPI ist erst der Anfang. Geplant ist, das Angebot kontinuierlich auszubauen und auch auf weitere Funktionen auszuweiten, die heute noch nicht in der Schnittstelle abgebildet sind. Dabei bleibt das Ziel klar: Innovationen fördern, Prozesse vereinfachen und Kund:innen in den Mittelpunkt stellen. Fazit: Die GiroAPI könnte sich zu einem zentralen Baustein der deutschen Open-Finance-Landschaft entwickeln – mit klaren Standards, rechtlicher Absicherung und Raum für neue Geschäftsmodelle.
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Aug 27, 2025 • 28min

Alles Legal #109: PSD3 & PSR: Starke Kundenauthentifizierung – neue Pflichten, alte Baustellen

mit Dana Wondra & Peter Frey (Annerton) In der neuen Podcastfolge von Alles Legal - Fintech-Recht kompakt geht es um ein Thema, das viele aus der PSD2 kennen, das aber unter PSD3 und PSR an Tiefe gewinnt: die starke Kundenauthentifizierung (SCA). Dana Wondra spricht mit Peter Frey von Annerton über neue Anforderungen, technische Entwicklungen und haftungsrechtliche Fallstricke. Ein zentraler Unterschied: SCA wird künftig über die PSR direkt als EU-Verordnung geregelt und damit in allen Mitgliedstaaten unmittelbar gültig. Gleichzeitig verpflichtet der Gesetzgeber Zahlungsdienstleister dazu, künftig auch „vulnerablen“ Nutzergruppen sichere Alternativen zur Standard-Authentifizierung anzubieten. Das betrifft z. B. Menschen ohne Smartphone oder mit geringer digitaler Kompetenz. Spannend auch die technische Perspektive: Passkeys gelten in der Regel als SCA-konform und könnten klassische Passwörter zunehmend ablösen. Ebenso erlaubt die PSR weiterhin eine delegierte Authentifizierung durch Dritte, etwa Wallet-Anbieter. Neu ist allerdings: Diese Modelle gelten künftig als auslagerungspflichtig, mit allen regulatorischen Konsequenzen, inklusive DORA-Anwendbarkeit. Zusätzlich rücken nun auch Telekommunikationsanbieter in den Fokus: Sie müssen künftig aktiv zur Betrugsbekämpfung beitragen und technische Schutzmaßnahmen implementieren. Was das alles für die Praxis bedeutet und wo noch echte Baustellen lauern, das erklärt Peter Frey im Gespräch.
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Aug 18, 2025 • 41min

3x3=10 #4:Community-Investing statt Einzelkämpfertum

Warum Stockrepublic Geldanlage sozial denkt Aktienkultur entsteht nicht allein im stillen Kämmerlein, findet Maximilian Knoop. Vielmehr müssten Anbieter das Investieren mit einem sozialen Austausch verbinden. Bei Stockrepublic sei das längst Realität. Auf der Plattform tauschen sich hunderttausende Nutzer:innen täglich direkt im Brokerage-Frontend ihrer Hausbank miteinander aus: Sie vergleichen Depots, diskutieren Anlageentscheidungen, bauen Vertrauen auf – ohne die Bank als Marke aus dem Blick zu verlieren. Das Ziel: Gemeinschaft baut die Komplexität der Geldanlage ab. Die ist eigentlich individuell und emotional, was aber dazu führen kann, dass Anleger:innen wichtige Entscheidungen nicht treffen. Wer dagegen sieht, wie andere investieren, traut sich eher selbst. Wer sich austauschen kann, bleibt dran. Wer weiß, dass sein Finanzverhalten sichtbar ist, handelt reflektierter. Diese Prinzipien sind nicht neu – aber sie werden selten konsequent digital umgesetzt. Go-To-Market im B2B2C: White-Label muss nicht unsichtbar sein Eine der spannendsten Erkenntnisse aus unserem Gespräch mit Max ist, wie gezielt Stockrepublic seinen Go-To-Market im B2B2C-Bereich aufsetzt. Denn: Eine White-Label-Lösung muss nicht unsichtbar bleiben, sondern kann zum integralen Bestandteil der Marken- und Nutzererfahrung der Partnerbank werden. Am Beispiel der Zusammenarbeit mit comdirect zeigt sich das deutlich. Dort wurde die Lösung von Stockrepublic so in die bestehende App eingebunden, dass Nutzer:innen die Community-Funktionalitäten als festen Bestandteil ihres gewohnten Interfaces erleben. Ohne Brüche, ohne neue App – aber mit einem klaren Mehrwert: Inspiration, Orientierung und Austausch direkt im Depot. Diese Art von Integration ist kein Selbstläufer. Sie erfordert technisches Feingefühl, partnerschaftliche Kommunikation und Vertrauen in die Marke der Bank. Stockrepublic liefert die Infrastruktur – wie sichtbar, zugänglich und erfolgreich sie wird, hängt jedoch maßgeblich davon ab, wie die Partner sie einbetten, kommunizieren und im Alltag verankern. Was bedeutet das für Banken und Finanzdienstleister? Was daraus entsteht, ist mehr als nur eine technische Lösung: ein Gemeinschaftsangebot, das Bank und Technologieanbieter gemeinsam verantworten. Und das für Kund:innen am Ende genauso selbstverständlich wirkt wie jede andere Funktion im Banking-Ökosystem. Für Banken heißt das: Es braucht keine riesigen Produktneuerfindungen, sondern den Mut, bestehende Strukturen zu öffnen und digitale Räume für Austausch zu schaffen. Stockrepublic zeigt, wie das aussehen kann. Maximilians Appell an die Branche: Mutiger werden. Nicht nur Produkte launchen, sondern Räume schaffen. Nicht nur auf das eigene Frontend schauen, sondern die eigene Community mitdenken. Nicht jede:r muss eine eigene Social-Investing-Welt aufbauen, aber jede:r kann davon profitieren. Reinhören & Weiterdenken Wir haben mit Max nicht nur über Zahlen und Nutzer:innen gesprochen, sondern auch über Kultur, Verantwortung und die Zukunft der Finanzbranche.

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