

Payment & Banking Fintech Podcast
Das Team von Payment & Banking
Willkommen auf dem Podcast-Kanal von Payment & Banking! Hier findet ihr die vielfältigste Auswahl an Podcast-Serien rund um das Thema Fintech.
Unsere Formate umfassen den Payment & Banking Fintech Podcast, in dem wir mit spannenden Gästen über aktuelle Themen sprechen, sowie den monatlichen News-Rückblick, der die wichtigsten Neuigkeiten zusammenfasst.
Immer am Puls der Zeit unserer Hauptthemen: Fintech, Payment & Banking.
Die Hosts unserer Payment & Banking Fintech Podcasts sind:
- André Bajorat
- Maik Klotz
- Nicole Nitsche
- Kilian Thalhammer
- Jochen Siegert
Freut euch sich auf inspirierende Gespräche und fundierte Einblicke in die Welt des Fintech!
Für noch mehr Infos und News aus der Welt der Fintechs abonniert den Payment & Banking Newsletter: https://paymentandbanking.com/newsletter/
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Nov 19, 2025 • 32min
Alles Legal #119: FIDA: Finanzinformationsdienstleister, Gatekeeper & Rechtsvertreter in der EU
mit Dana Wondra & Awet Johannes
Annerton-Experte Awet Yohannes erklärt im „Alles Legal“-Podcast, die durch FIDA neu geschaffene Kategorie „Finanzinformationsdienstleister“, was Unternehmen für eine Zulassung erfüllen müssen und warum Gatekeeper womöglich außen vor bleiben.
In der vierten Folge unserer FIDA-Reihe spricht Dana Wondra mit Awet Yohannes über einen neuen Akteur im Open-Finance-Ökosystem - dem Finanzinformationsdienstleister. FIDA regelt künftig: kein gesetzliches Zugriffsrecht auf Finanzdaten ohne Zulassung – entweder als Finanzinstitut oder als Finanzinformationsdienstleister. Letztere müssen ein Zulassungsverfahren durchlaufen, das den Zulassungsanforderungen anderer regulierter Institute ähnelt.
Gefordert werden unter anderem ein Geschäftsplan, Nachweise zur Governance, DORA-Compliance, Sicherheitsstrategien, der Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung oder vergleichbare Garantien bis hin zu Fit-&-Proper-Nachweisen für die Geschäftsführung. Unternehmen mit Sitz in Drittstaaten müssen zusätzliche Anforderungen erfüllen, etwa durch die Benennung eines Rechtsvertreters in der EU.
Ein brisantes Thema: Dürfen Gatekeeper Finanzinformationsdienstleister werden? Befürchtet werden unter anderem ungleiche Wettbewerbsbedingungen, da Apple, Meta & Co. dann zwar auf Daten zugreifen dürften – aber keine eigenen zurückspielen müssten. Der Data Act erlaubt bereits Einschränkungen für Gatekeeper. Auch bei FIDA werden Einschränkungen für Gatekeeper diskutiert - von einem totalen Ausschluss bis hin zu verschärfter Aufsicht und strengeren Anforderungen im Zulassungsverfahren.
Klar ist: Ohne Zulassung kein Zugriff. Und die Hürden für neue Akteure sind hoch.
Jetzt reinhören – überall, wo es Podcasts gibt.

Nov 14, 2025 • 60min
#543: EUDI-Wallet & AMLR: Europas neue Spielregeln für digitale Identität
mit Maik Klotz, Philipp Angermann und Philipp Wegmann von Signicat
Die EU baut gerade das Betriebssystem für unsere künftige digitale Identität. Welche Rolle spielt Deutschland? Wie passen EUDI-Wallet, EIDAS 2.0, AMLR zusammen? Genau darüber spricht Maik Klotz in der neuen Podcast-Folge mit Philipp Angermann und Philipp Wegmann von Signicat:
Wie realistisch ist der Zeitplan der EU? Warum hakt es in Deutschland so sehr bei der Verbreitung digitaler Identitäten? Und welche Chancen stecken trotz aller Herausforderungen in EUDI-Wallet & AMLR gerade für Banken, Fintechs und regulierte Unternehmen? Viele Fragen und viele Antworten gibt es in der aktuellen Folge.
Was die EUDI-Wallet eigentlich werden soll
Philipp und Philipp von Signicat stecken seit Jahren tief im Thema digitale Identität und KYC, kennen die regulatorische Seite genauso wie die technische und bringen ziemlich gut auf den Punkt, warum die EUDI-Wallet zwar kommen wird, aber eben langsam, mit vielen Herausforderungen und einer Verbreitung, die sich eher nach Marathon als Sprint anfühlt.
Im Kern geht es bei der EUDI-Wallet um nichts weniger als eine europäische, staatlich vertrauenswürdige, digitale Identität, die Bürger:innen sowohl gegenüber Behörden als auch gegenüber Unternehmen einsetzen können. Also nicht nur beim Finanzamt oder Einwohnermeldeamt, sondern auch bei der Kontoeröffnung, beim Abschluss eines Mobilfunkvertrags, beim Glücksspiel, bei Travel Credentials oder perspektivisch beim digitalen Check-in im Hotel. Die EUDI-Wallet soll mehr sein als ein digitaler Ausweis: ein Container für verifizierte Attribute – Personalausweis, Führerschein, Krankenversicherung, möglicherweise Fahrzeugschein, später weitere Nachweise. Das Ganze rechtlich verankert in EIDAS 2.0 und flankiert von AMLR, die für einheitliche Spielregeln in der Geldwäscheprävention sorgen soll.
Und dann kommt Deutschland ins Spiel. Denn: Der Eintritt in die deutsche EUDI-Wallet führt über die deutsche EID. Und genau diese deutsche EID ist der Engpass. Aktivierung zu kompliziert, PIN vergessen, wenig Aufklärung, schlechte Nutzererfahrung, die Liste der Hindernisse ist lang. Aus technischer Sicht ist die deutsche eID nicht schlecht. Aber sie ist in der Breite kaum genutzt. Wenn die EUDI-Wallet auf dieser Basis skalieren soll, haben wir ein klassisches Henne-Ei-Problem: Ohne verbreitete eID keine breite Nutzung der Wallet, ohne überzeugende Use Cases keine Motivation, die eID zu aktivieren. Das uns noch mehr beleuchten wir in dieser Folge.
Was nehmen wir mit?
Die EUDI-Wallet wird kommen, aber langsam.
Es gibt mehrere Hindernisse für die schnelle Einführung.
Die Technologie entwickelt sich, aber die Umsetzung braucht Zeit.
Die Akzeptanz der Nutzer ist entscheidend für den Erfolg.
Regulatorische Hürden müssen überwunden werden.
Die Infrastruktur für digitale Identitäten ist noch nicht vollständig.
Die Marktteilnehmer sind optimistisch, aber realistisch.
Langsame Verbreitung kann auch Chancen bieten.
Viel Spaß beim Hören!

Nov 12, 2025 • 34min
Alles Legal #118: FIDA: Financial Data Sharing Schemes, Vergütung & Umsetzungsfristen
mit Dana Wondra & Awet Yohannes von Annerton
Annerton-Experte Awet Yohannes erklärt im „Alles Legal“-Podcast, was Financial Data Sharing Schemes sind, wer Mitglied von diesen Schemes sein muss und welche Regelungen FIDA-Schemes enthalten müssen.
In der dritten Folge unserer FIDA-Reihe geht es um ein Kernstück der FIDA-Verordnung: die sogenannten FIDA-Schemes. Dana Wondra spricht mit Awet Yohannes über die den Inhalt und die Mitgliedschaft bei FIDA-Schemes – vertragliche Systeme, in denen sich unter anderem Banken, Versicherer und Verbraucherschützer auf Spielregeln für den Austausch von Finanzdaten einigen müssen.
Klar ist: Für Dateninhabern und Datennutzern ist die Mitgliedschaft in einem FIDA-Scheme Pflicht. Inhaltlich geht es bei den FIDA-Schemes nicht nur um technische Schnittstellen und gemeinsame Standards, sondern auch um Governance-Fragen, Haftungsregeln und Vergütungsmodelle. Wichtig: Schemes sollen zwar marktgetrieben entstehen, aber wenn sich der Markt nicht einigt, greift die EU-Kommission selbst ein.
Ein weiteres Thema: Datenschutz. Auch FIDA folgt dem Prinzip der Zweckbindung, Datenminimierung und Löschpflichten, wie aus der DSGVO bekannt. Auch ist eine Zusammenarbeit zwischen den EU-Finanzaufsichtsbehörden und dem EU-Datenschutzausschuss vorgesehen, etwa bei der Verarbeitung personenbezogener Daten von Verbrauchern, bei Bonitätsbewertungen oder Preisgestaltungen von Versicherungsprodukten.
Besonders umstritten: die Umsetzungsfristen. Der ursprüngliche Vorschlag der EU-Kommission sieht nur 18 Monate vor. Aus Sicht vieler Marktakteure viel zu kurz. Parlament und Rat sind sich einig: kein “Big Bang”, sondern ein stufenweiser Ansatz und eine schrittweise Umsetzung z.B. abgestimmt auf die Komplexität der Datenkategorien.
Und schließlich: Vergütung für die Bereitstellung von Daten. Anders als bei PSD2 dürfen Dateninhaber künftig Geld verlangen – vorausgesetzt, die Vergütung ist angemessen und marktüblich. Ausnahme: KMUs; hier ist die Vergütung auf die tatsächlichen Kosten gedeckelt.
Fazit: Die Schemes sind das Herzstück von FIDA und zugleich der komplizierteste Teil. Wer auf Daten zugreifen will, muss Scheme-Mitglied werden.
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Nov 10, 2025 • 1h 5min
Episode 19_25: AI in Finance: Revolution im Finanzsektor?
Sascha und Maik diskutieren die Zukunft der Künstlichen Intelligenz im Finanzsektor und feiern ihr 50. Jubiläum. Die Deutsche Telekom investiert in ein KI-Rechenzentrum in München, während Google Zukunftspläne im All schmiedet. OpenAI berichtet von hohen Verlusten, plant jedoch signifikante Umsatzsteigerungen. Banken wie Lloyds und die Deutsche Bank prüfen die Integration von KI und Absicherungsstrategien. Zudem könnte Agentic Commerce die Einkaufslandschaft revolutionieren, unterstützt von Hyperpersonalisierung und innovativen Finanzanalysen.

Nov 7, 2025 • 1h 2min
#542: Bonify, Sumup, Revolut und N26: Das waren die wichtigsten Fintech-News im Oktober
mit André Bajorat & Jochen Siegert
Großes Datenleck bei bonify: Kriminelle erlangen Zugriff auf sensible Kundendaten
Fintech SumUp will Bankenlizenzen in EU und UK erwerben
Mastercard und American Express starten Plattformen für personalisierte Werbung
Klarna setzt auf Google Cloud: KI-Stack beschleunigt globale Personalisierungsstrategie
Revolut wohl wertvollste Neobank weltweit und Aufatmen nach Krypto-Pause
Visa startet Projekte für Überweisungen per Stablecoin und Zahlungen per KI-AgentenProtokoll in Kooperation mit Branchenstandards wie der OpenID Foundation weiterzuentwickeln
Verwirrung um Online-Start von Wero
Nach Private Equity setzt Trade Republic nun auch auf Festzins-Produkte
Krypto-Handel der Sparkassen: Deka Bank baut Kooperation mit Börse Stuttgart Digital aus
Der Erfolg von Paypal und seine Schatten
Siegeszug der Kartenzahlung nun sicher?
Digitaler Euro: Erneute Kritik und die möglichen Chancen
Neue Machtprobe bei N26 - nun wollen Gründer Modeunternehmer in den AR schicken
Worldline mit Mini-Rally und Kursabsturz – Payone-Geschäft belastet weiterhin
Fiserv (ehem First Data) mit Gewinnwarnung und Kurstief
Bleibt informiert! Viel Spaß beim Hören.

Nov 5, 2025 • 36min
Alles Legal #117: FIDA: Rechte & Pflichten der Akteure im FIDA-Dreieck
mit Dana Wondra & Awet Johannes von Annerton
Annerton-Experte Awet Yohannes erklärt im „Alles Legal“-Podcast, welche Rechte und Pflichten FIDA für Dateninhaber und Datennutzer vorsieht, wer die Datenhoheit hat und was FiDA zu Dashboards regelt.
All das nehmen Dana Wondra und Awet Yohannes genauer unter die Lupe, in Teil 2 der Serie zu FIDA, der Financial Data Access Regulation. Im Zentrum steht das sogenannte FIDA-Dreieck, das die Verhältnisse von Dateninhabern (z. B. Banken), Datennutzern (z. B. Fintechs) und Kund:innen zueinander darstellt. Klar ist: Die Datenhoheit bleibt bei den Nutzer:innen. Sie entscheiden, wer wie lang auf die Daten zugreifen und nutzen darf.
Gleichzeitig formuliert FIDA konkrete Pflichten: Dateninhaber müssen Schnittstellen bereitstellen, den Kund:innen ein Dashboard zur Verfügung stellen und Zugriffe in Echtzeit ermöglichen. Datennutzer wiederum benötigen eine Zulassung, dürfen Daten nur zweckgebunden verarbeiten und müssen diese nach Nutzung wieder löschen.
Ein spannender Punkt: Anders als bei PSD2 ist bei FIDA erstmals eine Vergütung für die Datenbereitstellung vorgesehen – ein Anreiz, sich aktiv an Open Finance zu beteiligen. Auch der Zugriff durch Big Techs bleibt ein kontrovers diskutiertes Thema.
Die neue Folge zeigt: FIDA ist mehr als eine technische Anforderung – sie markiert einen Paradigmenwechsel im Umgang mit Finanzdaten.
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Nov 3, 2025 • 29min
3x3=10 #9: Betrugswarnung in Echtzeit: Wie Hinweishelden Fake-Shops ausbremsen
Online-Betrug wird immer professioneller, und jährlich fallen in Deutschland etwa 300.000 Menschen darauf rein. Hannes, der Gründer von Hinweishelden, erklärt, woran das liegt und warum viele Opfer schweigen. Statt nach dem Schaden zu suchen, setzt seine Plattform auf präventive Echtzeitwarnungen für Banken. Dies reduziert den internen Aufwand erheblich. Zudem wird die Bedeutung von Datenverifizierung und KI in der Betrugsbekämpfung diskutiert. Die Zukunft sieht vielversprechend aus – mit mehr Fokus auf Prävention und innovativen Lösungen.

Oct 29, 2025 • 27min
Alles Legal #116: FIDA & Open Finance: Wie die EU den Zugang zu Finanzdaten neu regelt
mit Dana Wondra & Awet Yohannes von Annerton
Brandaktuell: Am 21. Oktober 2025 hat die Europäische Kommission ihr Arbeitsprogramm für 2026 vorgestellt. Darin bleibt FIDA („Financial Data Access Regulation“) ein pending proposal, also ein noch nicht verabschiedeter Vorschlag. Dennoch ist klar: Die EU bereitet mit FIDA den nächsten großen Schritt in Richtung Open Finance vor.
Annerton-Experte Awet Yohannes erklärt im „Alles Legal“-Podcast, wie FIDA den EU-Weg von Open Banking zu Open Finance fortschreibt und welche Finanzdaten künftig geteilt werden dürfen.
Mit der Financial Data Access Regulation (FIDA) will die EU einen neuen Rechtsrahmen für den Zugang zu Finanzdaten schaffen – über die bekannten Zahlungskontodaten hinaus. In der aktuellen Podcastfolge erklärt Awet Yohannes, was genau unter FIDA zu verstehen ist und wie er sich von PSD2 bzw. künftig PSD3/PSR unterscheidet.
Im Fokus stehen drei Akteure: Dateninhaber (z. B. Banken, Versicherungen), Datennutzer (z. B. Fintechs) und die Kund:innen, deren Finanzdaten geteilt werden sollen. Ziel ist es, neue datenbasierte Finanzprodukte/-dienstleistungen anbieten zu können, damit Kund:innen einen 360-Grad-Finanzüberblick erhalten, sodass z.B. alle Konten, Depots und Versicherungsprodukte in auf einem Blick sichtbar sind.
FIDA führt auch eine neue Kategorie ein: Finanzinformationsdienstleister. Diese sollen auf deutlich mehr Daten zugreifen dürfen als bisherige Kontoinformationsdienstleister – vorausgesetzt, die Kund:innen stimmen dem zu.
Ein kontroverser Punkt: Auch von Dateninhabern selbst generierte Kundendaten, etwa aus internen Kreditwürdigkeitsprüfungen, sollen herausgegeben werden. Viele Institute kritisieren das als zu weitgehend. Noch wird im EU-Trilog verhandelt – doch klar ist: FIDA wird den Markt verändern.
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Oct 27, 2025 • 60min
Episode 18_25: AI in Finance: OpenAI neuer Browser Atlas.
Der Browser wird zum Betriebssystem
OpenAIs Atlas: Der Browser wird zum Betriebssystem
OpenAI steigt mit Atlas in den Browser-Markt ein, Atlas ist ein Chromium-Browser, aber GPT ist das Betriebssystem darüber. Erinnerungsfunktion (dein kompletter Surf-Kontext wird „Gehirn“), Agentic Mode (der Assistent erledigt eingeloggte Tasks bis kurz vorm Kauf), tiefe App-Konnektoren. Ergebnis: weniger Klicken, mehr Delegieren. Gegenstück Perplexity Komet bleibt stark bei Shortcuts/Workflows, Atlas kontert mit Erinnern & robusteren Agenten. Preis dafür: Daten. Wer die Default-Häkchen nicht prüft, gibt OpenAI Trainingsfutter en masse. Fazit: Der neue Browserkrieg entscheidet sich nicht am Rendering, sondern daran, wer der bessere Co-Pilot ist – und wessen Datenschutz du wirklich akzeptierst.
Erwachsen, energiehungrig, riskant: Das KI-Spannungsdreieck
OpenAI kündigt einen Erwachsenenmodus an: mehr Freiraum, weniger People-Pleasing, bis hin zu Erotik-Chats, alles gekoppelt an Jugendschutz. Ob Alterscheck ernsthaft gelingt, bleibt fraglich; technisch ist’s simpel, gesellschaftlich Sprengstoff. Parallel schiebt OpenAI mit Broadcom einen eigenen Chip-Pfad an. Logik: Kontrolle über Effizienz, weniger Nvidia-Abhängigkeit und Strom ist die neue Leitwährung. 26 GW sind keine Feature-Roadmap, das ist Energiepolitik.
Und ja, die Blasen-Debatte ist berechtigt: KI trägt einen Großteil der US-Bewertungen und des Wachstums. Wenn Produktivität hinter Erwartungen bleibt, droht ein hässlicher Rücksetzer. Von Börse bis Arbeitsmarkt. Heißt für Betreiber: Effizienz-KPIs (Energie pro Query, Latenz, Kosten pro Task) gehören nach vorne, nicht nur „Wow-Demos“. Heißt für Nutzer: Quellencheck, Zeitstempel, Rechteketten. Sora 2 & Co. zeigen, wie real „realistisch“ schon ist – und wie schnell Moderation nachzieht (siehe Gemini-Bildlimits). Zero-Click bleibt: Inhalte müssen GEO-fähig (Generative-Engine-Optimierung) werden, sonst verschwindest du im Chat-Nirvana.
Banking, Bots & Super-Apps: Execution zählt
Anthropic spielt das stille, harte Enterprise-Game: Claude 4.5, MCP-Denke, tiefe M365-Integration – Modellagnostik plus Governance statt Showbühne. Genau dort liegt der Unterschied: Konnektoren-Qualität und Berechtigungsmodell schlagen Model-Marketing.
Project Mercury (OpenAI) visiert die Excel-Nachtschichten der Junior-Banker: KI baut M&A/IPO-Modelle, der Bewerbungs-/Trainings-Loop ist selbst agentisch. Effizienz jubelt, Karrierepfade wackeln. Die Gegenstrategie für Banken: Agent-Readiness schaffen (Mandate, Limits, Audit-Trails, Dispute-Flows), Shadow-AI eindämmen, Build-vs-Buy ehrlich rechnen.
Im Markt dreht Revolut an der Super-App: mit Swifty (Reise-KI aus der Lufthansa-Welt) wächst der Concierge um „Buchen-Bezahlen-Begleiten“. Plug-ins werden Produkt, Assistent wird Oberfläche. Apple? Weiter im KI-Jetlag, Talente fließen ab; Siri bleibt zweite Geige.
Unterm Strich: Die Kundenschnittstelle wandert in agentische Ebenen. Wer heute Produkte, Content und Compliance so baut, dass Agenten sie rechts- und revisionssicher ansteuern, gewinnt leise – und dauerhaft. Alle anderen hängen noch am Tab, während nebenan schon der Browser denkt.
Hört rein und sagt uns, was ihr denkt!
Es geht es um:
OpenAI hat einen neuen Browser namens Atlas veröffentlicht.
Atlas bietet eine Erinnerungsfunktion, die den Verlauf und die Interaktionen speichert.
Die Altersverifikation für Erwachsene Inhalte bleibt unklar.
OpenAI entwickelt eigene AI-Chips in Zusammenarbeit mit Broadcom.
Die Investitionen in KI könnten eine Blase darstellen.
Die Nutzung von KI in der Gesellschaft ist entscheidend für den langfristigen Erfolg.
OpenAI hat 800 Millionen Nutzer, was die Marktmacht erhöht.
Die Entwicklung eigener Chips könnte OpenAI unabhängiger machen.
Die Diskussion über Erwachsene Inhalte zeigt die Herausforderungen der KI-Interaktion.
Die Konzentration auf KI in den USA könnte zu einem Bewertungs- und Beschäftigungsschock führen. Die US-Wirtschaft könnte ohne KI in einer Rezession sein.
Apples KI-Strategie hinkt hinterher.
Anthropic positioniert sich als Unternehmens-KI.
Project Mercury könnte Junior-Banker ersetzen.
Revolut entwickelt sich zur Super App mit KI-Funktionen.
Die Geldmenge ist vorhanden, aber die Substanz fehlt.
Die Geschwindigkeit der KI-Entwicklung ist entscheidend.
Siri bleibt hinter den Erwartungen zurück.
Die Automatisierung könnte Karrieren im Banking verändern.
Die Qualität der KI-Konnektoren wird entscheidend sein.
Viel Spaß beim Hören!
Shownotes
Ein Browser für ChatGPT: OpenAI gibt Chrome-Konkurrenten Atlas für macOS frei: https://www.heise.de/news/Ein-Browser-fuer-ChatGPT-OpenAI-gibt-Chrome-Konkurrenten-Atlas-fuer-macOS-frei-10793833.html
Erwachsenenmodus: ChatGPT kann bald auch Erotik: https://www.heise.de/news/Erwachsenenmodus-ChatGPT-kann-bald-auch-Erotik-10764906.html
Chip-Deal: OpenAI und Broadcom entwickeln eigenen KI-Prozessor: https://www.heise.de/news/Chip-Deal-OpenAI-und-Broadcom-entwickeln-eigenen-KI-Prozessor-10752214.html
Apple verliert nun auch KI-Suchechef erneut an Meta: https://www.heise.de/news/Apple-verliert-nun-auch-KI-Suchechef-erneut-an-Meta-10773770.html
Anthropic plant Umsatz von bis zu 26 Milliarden Dollar für 2026: https://the-decoder.de/anthropic-plant-umsatz-von-bis-zu-26-milliarden-dollar-fuer-2026/
Google Meet: Gemini-KI bringt digitales Make-up – neue Funktion für Videokonferenzen startet (Video): https://www.googlewatchblog.de/2025/10/google-meet-gemini-ki-bringt-digitales-make-up-neue-funktion-fuer-videokonferenzen-startet-video/
OpenAI will mit Project Mercury Junior-Banker überflüssig machen: https://the-decoder.de/openai-will-mit-projekt-mercury-juniorbanker-ueberfluessig-machen/
Europäische Bankenaufsicht (SSM/ECB): KI in der Aufsicht – Rede: https://www.bankingsupervision.europa.eu/press/speeches/date/2025/html/ssm.sp251014~5bc6e60334.en.html
Revolut übernimmt KI-Start-up Swifty: https://www.starting-up.de/news/news-investments/revolut-uebernimmt-ki-start-up-swifty.html
Warnungen vorm Platzen der KI-Blase nehmen zu: https://www.heise.de/news/Warnungen-vorm-Platzen-der-KI-Blase-nehmen-zu-10749627.html
Schatten-KI in Unternehmen nimmt deutlich zu: https://www.heise.de/news/Schatten-KI-in-Unternehmen-nimmt-deutlich-zu-10790550.html
How does the end begin? (Scott Galloway): https://www.profgalloway.com/how-does-the-end-begin/
Disclaimer
Was ihr hier hört, sind unsere Gedanken und Meinungen, nicht die unserer Arbeitgeber, Zimmerpflanzen oder Haustiere. Als Enthusiasten versuchen wir, euch Einblicke in die Welt von künstlicher Intelligenz in Finance zu geben, aber wir sind nur AI-Enthusiasten, keine Hellseher. Unsere Einschätzungen könnten genauso gut aus einem Horoskop stammen. Also, macht's euch gemütlich und genießt die Show!

Oct 22, 2025 • 22min
Alles Legal #115: CCD2 & Buy Now, Pay Later: Neue Pflichten für Händler und Anbieter
mit Dana Wondra & Florian Lörsch
Mit der neuen Verbraucherkreditrichtlinie (CCD2) zieht die EU die Regulierungsschrauben für Buy Now, Pay Later (BNPL) spürbar an. Nachdem in der ersten Podcastfolge die Grundlagen beleuchtet wurden, geht es diesmal um die konkreten Auswirkungen der CCD2 – auf Anbieter, Händler und die bewährten Checkout-Prozesse.
Das Besondere: Auch der Rechnungskauf fällt künftig unter das Verbraucherkreditrecht. Zwar gelten abgestufte Schwellen für Händlergrößen und Vertriebskanäle, doch viele Anbieter müssen jetzt dieselben Informations- und Prüfpflichten erfüllen wie bei klassischen Ratenprodukten. Je nach Händlergröße und ob der Verkauf online oder am Point of Sale erfolgt, unterscheiden sich die erlaubten Zahlungsziele.
Ein weiteres heißes Thema ist die Kreditwürdigkeitsprüfung. Der Umfang der Kreditwürdigkeitsprüfung ist weiterhin in der Diskussion, doch der Entwurf stellt klar, dass weiterhin ein Proportionalitätsgrundsatz gilt: Kleine Beträge, kurze Laufzeiten – weniger Datenerhebung. Das klingt praktikabel, bringt aber Unsicherheit mit Blick auf größere Tickets oder strengere Aufsichtspraxis.
Auch die regulatorische Basis verändert sich punktuell: Händler, die BNPL-Produkte selbst vergeben, müssen sich registrieren lassen oder eine Vermittlungserlaubnis nach § 34k GewO beantragen. Für Plattformanbieter steigt der Aufwand, die Händlerstruktur zu monitoren.
Noch unklar, aber potenziell folgenschwer: mögliche geldwäscherechtliche Pflichten auch für Händler, wenn die neuen EU-Vorgaben aus CCD2 und AML-Verordnung zusammengedacht werden. Sollte sich diese Lesart durchsetzen, könnte das den BNPL-Markt grundlegend verändern.
Fazit: Kein radikaler Umbruch, aber viele neue Details, die Anbieter und Händler nun auf dem Schirm haben müssen.


