Michel Tournier, der bedeutende französische Schriftsteller, spricht über seine prägenden Kindheitserlebnisse während des Nationalsozialismus und die Faszination der Nazi-Propaganda. Seine Professorin, Cornelia Klettke, erläutert sein einzigartiges Erzählhandwerk und die Verwendung von Mythen. Tournier diskutiert die Kontroversen um seinen Roman 'Der Erlkönig', der mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet wurde, jedoch kritisiert wird, weil er die Nazizeit als unrealistisch darstellt. Die Diskussion beleuchtet die Komplexität seiner Persönlichkeit und das Spannungsfeld zwischen fiktionaler Erzählung und historischer Realität.