Ist Trotz grundsätzlich verkehrt, weil infantil? Oder vor allem ärgerlich, weil jemand gegen bessere Einsicht stur an etwas festhält? Oder manchmal schlicht notwendig als Bedingung für politischen und anderen Widerstand? Und wenn die Bewegung „Querdenker“ Trotz als etwas Positives für sich beansprucht, was dann? Daniela Strigl, eine der einflussreichsten Literaturkritikerinnen, Mitglied der Jury der „SWR Bestenliste“, macht in ihrem neuen Essay klar, dass ohne Auseinandersetzung mit dieser zwiespältigen Eigenschaft heute fast nichts geht. Erschienen ist das Buch in der Reihe „Unruhe bewahren“.