Tobias Hagenau, Softwareunternehmer und CEO von awork, spricht über seinen Weg vom Maschinenbau zur erfolgreichen SaaS-Plattform für Agenturen. Im Mittelpunkt stehen der Wandel vom Projektmanagement zum KI-Betriebssystem, der Einsatz von KI-Agenten, europäische Sprachmodelle und die Zukunft von SaaS. Außerdem geht es um Generationen, Zukunftszuversicht und die Frage, was Menschen bei der Arbeit glücklich macht.
52:21
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Alter Wird Mit Kompetenz Verwechselt
Junge Gründer werden in traditionellen Branchen zunächst über ihr Alter statt über ihre Idee bewertet.
Mit wachsender Erfahrung verschiebt sich die Wahrnehmung von vermuteter Kompetenz zu nachgewiesenen Referenzen.
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Eine Gute Nutzererfahrung Schlägt Funktionsfülle
Awork gewann gegen etablierte Agentursoftware vor allem durch moderne SaaS-Technologie und eine konsistente Nutzererfahrung.
Die Gründer fokussierten sich bewusst auf das, was Agenturen wirklich brauchen, statt jede Funktion der Konkurrenz nachzubauen.
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Vertikaler Kontext Wird Zum KI-Vorteil
Awork positioniert sich nicht als generisches Projektmanagementtool mit KI, sondern als agenturspezifisches Organisationssystem.
Bestehende Projektdaten, Wissen, Rechte und Strukturen liefern den Kontext, den allgemeine KI-Tools erst mühsam aufbauen müssen.
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„Wir werden uns die nächsten paar Jahre alle sechs Monate die Frage stellen müssen: Ist unsere Marktpositionierung noch relevant?“
Unser heutiger Gast ist heute bereits zum dritten Mal bei uns. Als wir ihn das erste Mal vor ziemlich genau vier Jahren getroffen haben, war er längst ein erfahrener Softwareunternehmer. Eigentlich ist er Produktionsingenieur und er beschäftigt sich schon im Studium mit Robotik. Mit gerade einmal 24 Jahren gründet er gemeinsam mit zwei Mitgründern sein erstes Softwareunternehmen. Die ursprüngliche Idee war eine Projektmanagement-Lösung für den Maschinen- und Anlagenbau. Der Markt war aber noch nicht bereit. Also wechselten sie die Branche und landeten bei Agenturen. Nach zehn Jahren verkauften die Gründer die Firma HQ Labs und fingen direkt wieder von vorne an.
Mit awork bauen sie heute ein Projektmanagement- und Organisationstool, das von rund 4.000 Agenturen im deutschsprachigen Raum genutzt wird. Gerade verändert KI dieses Geschäftsmodell fundamental. Unser Gast und sein rund 50-köpfiges Team haben deshalb große Teile ihres Produkts neu gedacht. Aus einem klassischen Projektmanagement-Tool entsteht gerade eine Plattform, die Agenturen dabei helfen soll, Menschen, Wissen, Projekte und KI-Agenten miteinander zu verbinden.
Gleichzeitig beschäftigt ihn seit Jahren eine zweite Frage: Was macht Menschen bei der Arbeit glücklich? Gemeinsam mit Appinio untersucht awork dieses Thema seit Jahen. Die aktuellen Ergebnisse zeigen einen spannenden Zusammenhang zwischen KI, Zukunftsfähigkeit und Arbeitsglück.
Seit über neun Jahren beschäftigen wir uns bei On the Way to New Work mit der Frage, wie Arbeit den Menschen stärkt, statt ihn zu schwächen. In mehr als 570 Folgen haben wir mit über 700 Persönlichkeiten darüber gesprochen, was sich bereits verändert hat und was sich weiter verändern muss.
Was passiert mit Software, Agenturen und Wissensarbeit, wenn KI-Agenten immer mehr Aufgaben übernehmen?
Was können die unterschiedlichen Generationen heute voneinander lernen?
Und warum hängt Arbeitsglück offenbar auch davon ab, ob Menschen ihr Unternehmen für KI-ready halten?
Fest steht: Für die Lösung unserer aktuellen Herausforderungen brauchen wir neue Impulse. Deshalb suchen wir weiter nach Methoden, Vorbildern, Erfahrungen, Tools und Ideen, die uns dem Kern von New Work näherbringen. Darüber hinaus beschäftigt uns von Anfang an die Frage, ob wirklich alle Menschen das finden und leben können, was sie im Innersten wirklich, wirklich wollen.
Ihr seid bei On the Way to New Work, heute in einer gemeinsamen Folge mit Zoomer meets Boomer, meinem Co-Host und Sohn Oskar Trautmann und unserem Gast Tobias Hagenau.
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