
NZZ Akzent Warum das Chlorhuhn ein einziges Missverständnis ist
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Dec 23, 2025 André Müller, USA-Korrespondent mit Sitz in New York, klärt auf, warum das Chlorhuhn ein Missverständnis ist. Er diskutiert die Unterschiede in der Geflügelproduktion zwischen den USA und Europa, von Kühlverfahren bis hin zu Desinfektionsmethoden. Müller beschreibt die realen Bedingungen in US-Geflügelfarmen und die historischen Hintergründe der unterschiedlichen Standards. Er betont, dass es weniger um Chlor, sondern vielmehr um tiergerechte Haltung geht, während er das Chlorhuhn als Symbol für industrielle Landwirtschaft interpretiert.
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Episode notes
Chlorhuhn Ist Ein Missverständnis
- Das «Chlorhuhn»-Narrativ beruht oft auf Missverständnissen über das Desinfektionsverfahren nach der Schlachtung.
- André Müller erklärt, dass in den USA Kühlung oft im Wasserbad statt an der Luft erfolgt und deshalb desinfiziert wird.
Importmenge Relativ Klein
- Die vorgesehene Menge US-Geflügels in der Schweiz (ca. 1500 Tonnen) entspricht nur rund 160–170 Gramm pro Kopf jährlich.
- Relativ zur nationalen Geflügelmenge ist das importierte Volumen gering und ökonomisch kaum marktherrschend.
Chlor Ist Auf dem Rückzug
- Nur ein kleiner Teil der US-Hühner wird noch in Chlorbädern behandelt; andere Desinfektionsmittel wie Wasserstoffperoxid sind gebräuchlich.
- Laut National Chicken Council sind weniger als 5% noch chlorbehandelt, Chlor geht aus dem Gebrauch.
