
Nicht wahr, aber nutzbar - der Systemische Psychotherapie-Podcast "Die Depressionsfalle" - ein Interview mit Thorsten Padberg - Folge 21
Dec 1, 2023
Thorsten Padberg ist niedergelassener Psychotherapeut und Autor des Buches 'Die Depressionsfalle', in dem er kritisch zur üblichen Sichtweise von Depression spricht. Er erörtert, warum die gängige Auffassung von Depressionen zu einer Falle wird und die biologische Serotonin-Hypothese nicht haltbar ist. Padberg betont die Bedeutung sozialer Perspektiven in der Therapie und kritisiert überzogene Erwartungen an Psychotherapie. Zudem schlägt er vor, Depressionen als wichtige Lebenssignale zu begreifen und fordert mehr gesellschaftliche Themen in die Therapie zu integrieren.
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Episode notes
Biologische Theorie Ist Nicht Bewiesen
- Thorsten Padberg kritisiert das verbreitete biologische Depressionen-Modell als unbewiesen und behandlungsführend.
- Er plädiert für ein lebensnahes, sozial orientiertes Verständnis, das Therapie handhabbarer macht.
Diagnose Kann In Eine Falle Führen
- ‚Die Depressionsfalle‘ beschreibt, wie Diagnosekonzepte Probleme individualisieren und Verantwortlichkeit verschieben.
- Das entlastet kurzfristig, schafft aber neue Zwänge und lenkt von sozialen Auslösern ab.
1980er Wandel Formte Das Konzept
- Historisch half die Psychiatrie-Krise 1980 der Verbreitung des heutigen Depressionsbegriffs.
- Neue Medikationsoptionen erweiterten Diagnosen und machten das Konzept sehr breit und unscharf.





