
F.A.Z. Podcast für Deutschland Nach dem Blutbad: Warum Iran zerbricht, aber das Regime nicht stürzt
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Jan 17, 2026 Rainer Herrmann, ein erfahrener Nahost-Korrespondent, analysiert die aktuelle Situation im Iran. Er erläutert, wie Bazar-Händler und wirtschaftliche Instabilität die jüngsten Proteste ausgelöst haben. Zudem bespricht er die Kontrolle der Revolutionsgarden über die Wirtschaft und die Komplexität der Loyalitätsstrukturen im Regime. Herrmann beleuchtet die sozialen Hintergründe der Protestierenden und die Herausforderungen, die ein möglicher Führungswechsel mit sich bringen würde. Trotz erheblichem Druck bleibt das Regime stabil, was die Dynamik der Reformen erschwert.
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Episode notes
Blackout Versteckt Repression
- Das Regime drosselte das Internet landesweit, um die Brutalität gegen Demonstranten zu verbergen.
- Zahlreiche Berichte sprechen von Tausenden Toten und extrem harter Repression.
Händler Zünden Protestfunken
- Die Protestwelle wurde von Handyhändlern im Bazar ausgelöst, die wegen Währungsverlustes und Importkosten ihre Läden schlossen.
- Diese Händler symbolisieren die wirtschaftliche Verzweiflung breiter Gesellschaftsschichten.
Währungskollaps Treibt Unmut
- Der Real kollabierte massiv und erzeugte Hyperinflations-ähnliche Effekte für Händler und Verbraucher.
- Zwei-Wechselkurssysteme wurden faktisch abgeschafft und verteuerten Importe über Nacht.
