
WDR Zeitzeichen Als das Wasser versiegte: Die große Dürre von 1540
14 snips
Oct 16, 2025 Christian Pfister, emeritierter Klimahistoriker der Universität Bern, teilt seine Forschung zur Jahrtausenddürre von 1540. Er beschreibt die verheerenden Auswirkungen auf Pflanzen, Tiere und die Gesellschaft – Flüsse versiegten, Wälder brannten und Menschen litten unter Hunger und Seuchen. Pfister vergleicht die Dürre mit den Hitzesommern der letzten Jahre und zeigt, wie das Jahr 1540 als Wendepunkt in der Klimageschichte gilt. Aktuelle Herausforderungen, wie Wasserknappheit und steigende Temperaturen, machen die Lehren dieser Katastrophe umso relevanter.
AI Snips
Chapters
Transcript
Episode notes
Wein Billiger Als Wasser
- In vielen Orten lagerten Menschen betrunken auf Straßen und hinter Hecken, weil Wein billiger war als Wasser.
- Chronisten beschrieben, wie Leute sich „volllaufen lassen“ und auf den Straßen lagen.
Wenn Energie Wegen Wasser Fehlt
- Die Dürre traf vor allem die Energieversorgung, weil Wasserkraft ausfiel und Mühlen stillstanden.
- Pfister betont, dass es Getreide gab, aber oft kein Mehl, weil die Mühlen kein Wasser hatten.
Mühlen Still, Rossen Müssen Helfen
- In Lindau und anderen Orten mussten Menschen mit Rossen mahlen, weil die Mühlen kein Wasser mehr hatten.
- Pfister berichtet, dass Tuchwalken unmöglich wurde und Waren teurer wurden.
