
Streitkultur Mental Health - Wenn ADHS und Autismus „schick“ sind
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Jan 17, 2026 Frank Jacobi, Professor für klinische Psychologie, und Dr. Astrid Neulopkewitz, Fachärztin für Psychotherapie, diskutieren über ADHS und Autismus. Sie beleuchten die Risiken von Diagnosen, insbesondere die Gefahr der Überdiagnose und die Rolle sozialer Medien. Es wird thematisiert, wie Selbstdiagnosen die Wahrnehmung beeinflussen können. Beide Experten betonen die Bedeutung einer sauberen Diagnostik und die Vorteile früher Diagnosen bei Kindern. Außerdem diskutieren sie Selbsthilfe und die Integration von Betroffenen in die Forschung.
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Episode notes
Doppelte Wirkung Von Diagnosen
- Diagnosen können sowohl klärend wirken als auch Entwicklung behindern, etwa durch übermäßige Beschäftigung mit psychischen Problemen.
- Frank Jacobi warnt vor einer „dunklen Seite“ von Gesundheitskompetenz, die zur Übersensibilisierung führt.
Zwiespalt Zwischen Unterversorgung Und Anspruch
- Astrid Neulopkewitz sieht zugleich Unterversorgung und mediale Überidentifikation bei ADS/Autismus.
- Sie kritisiert, dass Nachteilsausgleiche zu leicht vergeben werden und so Ungleichheiten verschieben.
Anstieg Bedeutet Nicht Gleich Prävalenzsprung
- Statistikverdreifachungen bedeuten nicht zwangsläufig reale Prävalenzanstiege, sondern oft höhere Erkennungsraten.
- Frank Jacobi betont, dass Unterdiagnostik weiterhin besteht trotz gestiegener Behandlungen.
