Interviews

Euro in Bulgarien - Interview mit Carsten Brzeski (Chefvolkswirt der ING Deutschland)

Jan 2, 2026
Carsten Brzeski, Chefvolkswirt der ING Deutschland und Finanzmarktexperte, spricht über die wirtschaftlichen Perspektiven Bulgariens im Hinblick auf den Euro-Beitritt. Er erörtert, wie Bulgarien formale Kriterien erfüllt und welche Vorteile der Euro für die Stabilität des Landes und die Eurozone bietet. Besonders spannend ist sein Vergleich mit Griechenland, da Bulgarien eine viel niedrigere Staatsverschuldung hat. Zudem beleuchtet Brzeski, warum Korruption kein offizielles Kriterium ist und analysiert die aktuellen Inflationsentwicklungen.
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INSIGHT

Koppelung Erklärte Kursübergang

  • Bulgarien koppelte den Lew bereits 1997 an die D-Mark und später fix an den Euro, um Währungsstabilität zu erreichen.
  • Diese historische Koppelung erklärt, warum der Umrechnungskurs exakt dem damaligen D-Mark‑Kurs entspricht.
INSIGHT

Euro Als Integrationsinstrument

  • Der Euro gilt als Krönung europäischer Integration und soll mehr Länder einbinden, so Brzeski.
  • Für Bulgarien verspricht die Euro-Einführung mehr Stabilität und stärkeren Reformdruck, etwa in der Rechtsstaatlichkeit.
INSIGHT

Schwache Systemrelevanz Für Eurozone

  • Bulgarien ist für die Eurozone wirtschaftlich zu klein, um allein währungspolitisch Probleme auszulösen.
  • Die niedrige Staatsverschuldung (rund 30% BIP) reduziert das Risiko eines Griechenland‑Szenarios erheblich.
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