
F.A.Z. Podcast für Deutschland Neuer Geschichtspodcast: Wie die DDR mit Migration umging und was die AfD daraus zieht
Feb 1, 2026
Jochen Oltmer, Historiker und Migrationsforscher an der Universität Osnabrück, erklärt kurz die Rolle von Vertrags- und Gastarbeit. Er schildert Unterschiede zwischen DDR-Kontrolle und westlicher Anwerbung. Es geht um Rotationsprinzip, wiederkehrende Muster von Anwerbung und Abwehr und wie diese Narrativen bis in die Gegenwart und in die Politik hineinwirken.
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Episode notes
Gegenüberstellungen Ankunftsrituale 1964
- In der DDR wurden Vertragsarbeiter staatlich organisiert in Heimen untergebracht und strikt kontrolliert.
- Die Ankünfte wirkten geplant und distanziert, anders als die öffentlich inszenierte Gastfreundschaft in der Bundesrepublik.
Vom Rotationsprinzip zur dauerhaften Niederlassung
- Die BRD begann mit befristeter Anwerbung, doch das Rotationsprinzip erwies sich als ineffizient und führte zu Verlängerungen.
- Viele Gastarbeiter blieben dauerhaft und holten später Familien nach, obwohl das System ursprünglich auf Rückkehr ausgelegt war.
Hoyerswerda: Gewalt nach der Wiedervereinigung
- Nach der Wende kam es zu gewalttätigen Angriffen auf Migrantenunterkünfte, beispielhaft in Hoyerswerda 1991.
- Die Gewalt dauerte Tage, Bewohner wurden ausquartiert und gezeigt wurde staatliches Versagen beim Schutz.



