
Hörsaal - Deutschlandfunk Nova Psychologie - Stress macht aggressiv und großzügig
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Jan 16, 2026 Tobias Kalenscher, Professor für Vergleichende Psychologie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, erklärt, wie Stress unser Sozialverhalten beeinflusst. Interessant ist die Diskrepanz zwischen Aggressivität und Großzügigkeit, die Stress hervorrufen kann. Er diskutiert die Rolle von Hormonen wie Cortisol und Noradrenalin in sozialen Interaktionen. Studien zeigen, dass gestresste Menschen großzügiger gegenüber Freunden sind, während Noradrenalin diese Prosozialität verringert. Kalenscher verbindet seine Erkenntnisse zudem mit politischer Polarisierung und den Taktiken populistischer Autokraten.
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Episode notes
Stress Hat Doppelgesicht
- Stress verändert Sozialverhalten und kann sowohl Reizbarkeit als auch erhöhte Fürsorge hervorrufen.
- Tobias Kalenscher erklärt, dass beides möglich ist und die Situation darüber entscheidet.
Zwei Stressbotenstoffe, Zwei Zeithorizonte
- Akuter Stress löst eine zeitabhängige Ausschüttung von Noradrenalin und Cortisol aus.
- Noradrenalin wirkt schnell und kurz, Cortisol setzt länger an und beeinflusst das Gehirn über Stunden bis Tage.
Stress Erhöht Hilfe Für Freunde
- Unter Stress steigt Großzügigkeit gegenüber sozial nahestehenden Personen, nicht gegenüber Fremden.
- Dieses soziale Diskontieren nimmt mit wachsender emotionaler Distanz hyperbolisch ab.
