Tobias Dammers, WDR-Reporter, berichtet direkt aus dem Tschad über die katastrophale Lage von Geflüchteten aufgrund von Kürzungen humanitärer Hilfe. Er erläutert, wie Hilfsorganisationen kämpfen, um grundlegende Bedürfnisse zu decken, während Cholera und andere Gesundheitsrisiken drohen. Stefan Brand von der Organisation HELP beleuchtet die verheerenden Folgen der USAID-Stopp und die Notwendigkeit, dass wohlhabende Länder Verantwortung übernehmen, und bietet Lösungsansätze für eine effiziente Nothilfe.
28:25
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Offene Grenze Und Verwandtschaft
Tobias Dammers beschreibt, wie offen die Grenze zwischen Sudan und Tschad ist und Menschen einfach überqueren können.
Viele Geflüchtete sind verwandt mit der Bevölkerung jenseits der Grenze und kommen ohne Besitz ins leere, arme Land.
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Trinkwasser Aus Brackigem Tümpel
Tobias Dammers begleitet Sunny, den Wash Officer, und zeigt ein verunreinigtes Wasserloch, aus dem Menschen trinken müssen.
Viele Hilfsorganisationen haben ihre Wasser- und Sanitärprojekte eingestellt, weil Gelder wegfallen.
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Cholera-Quarantäne In Provisorischen Zelten
Tobias Dammers schildert die Quarantänestation für Cholera-Infizierte als provisorische Zeltlager mit wenigen Helfern.
Er beschreibt herzzerreißend kranke Babys und die Angst vor eigener Ansteckung.
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Im Sudan führt die Regierung gegen Rebellen einen grausamen Bürgerkrieg. Viele Menschen fliehen in den benachbarten Tschad. Weil immer mehr Staaten die Gelder für humanitäre Hilfe kürzen, mangelt es an finanzieller Unterstützung. Die USA etwa haben ihr USAID-Programm zerschlagen, aber auch die EU und Deutschland haben gekürzt. Wir sprechen mit WDR-Reporter Tobias Dammers, der im Tschad war und sich vor Ort ein Bild von der Situation der Geflüchteten gemacht hat. Er berichtet davon, wie schwierig es für Hilfsorganisationen ist, elementare Hilfe zu leisten, wenn die Mittel dafür fehlen. Er hat Mitarbeiter des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) begleitet, die verzweifelt versuchen, gegen das Leid der Menschen und auch die Ausbreitung von Krankheiten zu kämpfen. Hilfsorganisationen, die in der Vergangenheit für sauberes Trinkwasser und Latrinen gesorgt haben, mussten ihre Arbeit einschränken. Die Folge: Es drohen Ausbrüche von Seuchen, wie z.B. der Cholera. Mit Stefan Brand von der Organisation „Help – Hilfe zur Selbsthilfe“ sprechen wir über die weltweiten Auswirkungen dieses Wegfalls humanitärer Hilfe. Wir gehen darauf ein, was dies konkret für eine Hilfsorganisation wie „Help“ bedeutet und fragen auch, warum es wichtig ist, dass sich reichere Länder an der Hilfe für Menschen in Not beteiligen.
Moderation: Janina Werner Redaktion: Heribert Roth und Navina Lala Mitarbeit: Nils Neubert Redaktionsschluss: 11.12.2025 ----- Alle Folgen des Weltspiegel Podcasts findet ihr hier: https://www.ardaudiothek.de/sendung/weltspiegel-podcast/61593768/ ----- Die „WDR-Story - Ohne Geld die Welt retten? Eine Reise an die Grenzen der Hilfe“ von Tobias Dammers und Marko Rösseler könnt ihr euch ab dem 10.12.25 in der ARD Mediathek ansehen: https://www.ardmediathek.de/tv-programm/6903bcda66128426daabe994 ---- Podcast-Tipp: Zehn Minuten Wirtschaft https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcasts/zehn-minuten-wirtschaft,podcast5840.html ----- Feedback, Themenvorschläge & Lob an: weltspiegel.podcast@ard.de -----