Klemens Fischer, Professor für Geopolitik und internationale Beziehungen, und ehemaliger Diplomat, spricht über die jüngsten Entwicklungen im Kontext von Trump und der Ukraine. Er analysiert die vagen Sicherheitsgarantien, die Trump während des Gipfels gewährt hat, und bezweifelt die Wahrscheinlichkeit einer US-Militärpräsenz in der Ukraine. Fischer sieht die Unterstützung durch europäische Führer als entscheidend an und beleuchtet die diplomatischen Spannungen zwischen Trump, Putin und Zelensky. Er betont die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit für einen langfristigen Frieden.
41:06
forum Ask episode
web_stories AI Snips
view_agenda Chapters
menu_book Books
auto_awesome Transcript
info_circle Episode notes
insights INSIGHT
Sicherheitsgarantien Als Dreh- und Angelpunkt
Sicherheitsgarantien wurden als Schlüssel zu langfristigem Frieden herausgestellt.
Trump signalisierte Unterstützung, aber die Formulierung blieb vage.
insights INSIGHT
Koordination Statt Bodeneinsatz
Trumps Zusage klang eher nach Koordination als nach Truppeneinsatz.
Konkrete Art der US‑Beteiligung blieb unklar und offen für Interpretation.
question_answer ANECDOTE
Gelöster Auftritt Selenskyjs
Selenskyj trat deutlich gelöster und dankbarer auf als bei seinem letzten Weißen‑Haus‑Besuch.
Er übergab einen Dankesbrief an Melania und konterte einen Reporter wegen seiner Garderobe elegant.
Get the Snipd Podcast app to discover more snips from this episode
Es war der zweite Gipfel innerhalb weniger Tage. Nach dem Treffen mit dem russischen Machthaber Putin hat US-Präsident Trump am Montag den ukrainischen Präsidenten und ihn begleitende europäische Staats- und Regierungschefs empfangen. Eine Demütigung Selenskyjs wie bei seinem letzten Besuch im Weißen Haus blieb diesmal aus, erklärt Kai Küstner. Er berichtet über die zum Teil sogar gelöste Atmosphäre des Treffens, fasst die Ergebnisse und Erkenntnisse zusammen und geht im Gespräch mit Host Stefan Niemann auf die Frage vieler Hörerinnen und Hörer ein, ob Putin etwas gegen Trump in der Hand haben könnte.
Ein Thema des Gipfels waren auch mögliche Sicherheitsgarantien, die aus Kais Sicht ein Schlüssel zu einem langfristigen Frieden in der Ukraine sind. Wie von den Europäern erhofft, erklärte Trump öffentlich, dass die USA dort involviert seien. Darüber spricht Stefan auch mit Klemens Fischer von der Universität Köln. Der Professor für Geopolitik und internationale Beziehungen betrachtet es als Manko, dass die Sicherheitsgarantien nur sehr vage formuliert wurden. Die Wahrscheinlichkeit, dass US-amerikanische Soldaten zur Friedenssicherung in die Ukraine verlegt werden würden, sei eher gering. Dass die Europäer Selenskyj nach Washington begleitet haben, hält Fischer für ein wichtiges Signal der Unterstützung für die Ukraine. Er äußert sich auch zum Auftreten der Europäer, die ausgezeichnet ihre Rolle gespielt hätten, sowie zu einem Waffenstillstand und dem nun von Trump geplanten Treffen zwischen Putin und Selenskyj.
Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de
Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien”: https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html
Das ganze Interview mit Professor Klemens Fischer, Uni Köln: https://www.ndr.de/nachrichten/info/fischer-europaeische-flankierung-von-selenskyj-war-erfolgreich,audio-265060.html
Podcast-Tipp: 15 Minuten. Der tagesschau-Podcast am Morgen: https://1.ard.de/15Minuten