SWR Kultur lesenswert - Literatur

Passionsgeschichte eines Schriftstellers

Jan 16, 2026
Paul, ein von Schuld geprägter Schriftsteller, befindet sich in einer tiefen Krise. Er fühlt sich von seinem Werk über Melville entfremdet und spürt, wie das Schreiben ihm entgleitet. Im Vergleich zu Melvilles Seefahrerwelt entdeckt er die Kluft zwischen äußeren Handlungen und seinem inneren Streben. Der Prozess des Schreibens wird zur Operation am offenen Herzen, während Paul erkennt, dass seine Motivation sich verändert hat. Thomas Lang integriert eindrucksvoll Melville-Passagen in das Werk und zeigt damit ein faszinierendes Schreibabenteuer.
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ANECDOTE

Schriftsteller Am Ende

  • Paul ist ein gescheiterter Schriftsteller, der sich schuldig am Tod seiner Tochter fühlt und vom Leben abgefallen ist.
  • Er erzählt, dass sein Melville-Roman sich in ein Manuskript über ihn selbst verwandelt hat und er „fest in einem Schacht“ sitzt.
INSIGHT

Melville-Passagen Als Gegengewicht

  • Thomas Lang füllt zwei Drittel seines Romans mit Auszügen aus Pauls Melville-Manuskript und verwebt Biographie und Reflexionen miteinander.
  • Die Melville-Passagen schaffen Spannung und kontrastieren mit der Rahmenhandlung des scheiternden Ich-Erzählers.
INSIGHT

Das Ungeheuer Im Selbst

  • Paul betont die fundamentalen Unterschiede zwischen sich und seinem Idol Melville und sieht sein Ungeheuer im eigenen Selbst.
  • Die Meer-Metaphern zeigen, dass sein Kampf innerlich statt episch-seefahrend ist.
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