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Mercosur-Abkommen: Nach 25 Jahren ist die EU am Ziel – aber gespalten

Jan 15, 2026
Daniel Imwinkelried, Korrespondent der NZZ in Brüssel und Experte für EU-Politik, analysiert das kontroverse Mercosur-Abkommen. Er erklärt die Ängste europäischer Bauern vor Billigkonkurrenz und welchen besonderen Widerstand Frankreichs Landwirte leisten. Imwinkelried beleuchtet die strategische Bedeutung des Abkommens für die EU und die Industrieinteressen, die hinter dem Vertragsabschluss stehen. Er beschreibt auch mögliche Schutzmechanismen und wie der Einfluss der Bauern zukünftige Handelsverträge prägen könnte.
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ANECDOTE

Sichtbare Bauernproteste

  • In Brüssel kippten Bauern tausende Kartoffeln auf den Grand Place als Protest gegen das Mercosur-Abkommen.
  • Daniel Imwinkelried berichtet, dass solche Aktionen in mehreren EU-Ländern stattfanden und die Wut sichtbar machten.
INSIGHT

Kein sofortiger Freihandel

  • Das Abkommen senkt Zölle nur schrittweise mit langen Übergangsfristen, etwa 15 Jahre bei Autos.
  • Für Handelspartner gelten zudem begrenzte Kontingente und Schutzmassnahmen, sodass kein sofortiger Freihandel entsteht.
INSIGHT

Ängste Der Bauern

  • Europäische Bauern fürchten massive Konkurrenz aufgrund grösserer Flächen und günstigerer Produktion in Lateinamerika.
  • Hinzu kommt die Sorge, dass in Lateinamerika erlaubte Pestizide oder Hormone einen unlauteren Vorteil verschaffen könnten.
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