
Ö1 Journale - gehört vertieft Gustav Klimt und der Kunstmarkt
Nov 28, 2025
Mona Hornkassel, Kunsthistorikerin und Kuratorin mit Fokus auf Wiener Moderne, und Alfred Weidinger, Klimt-Experte und ehemaliger Vizedirektor des Belvedere, diskutieren die bemerkenswerte Karriere von Gustav Klimt. Sie beleuchten seinen Aufstieg zur Berühmtheit in der jüdischen Oberschicht Wiens und die Bedeutung der Sezession für seine künstlerische Freiheit. Zudem sprechen sie über den Einfluss von Enteignungen auf den Kunstmarkt sowie die aktuelle Preisentwicklung seiner Werke und deren gesellschaftliche Resonanz.
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Aufstieg Durch Kunstgewerbe Und Mäzenatentum
- Gustav Klimt stieg aus armen Verhältnissen über die Wiener Kunstgewerbeschule und Theateraufträge in die höchsten Kreise auf.
- Die Familie Lederer wurde dabei eine Schlüsselförderin und sammelte die bedeutendste Klimt-Kollektion ihrer Zeit.
Die Künstlerkompanie Als Karrierestart
- Klimt, sein Bruder Ernst und Franz Matsch gründeten eine Künstlerkompanie und vermarkteten sich als jung, billig und schnell für Ringstraßenprojekte.
- Sie präsentierten ihre Theaterdekorationen in Museen und bei Presseleuten und gewannen so größere Aufträge in Wien.
Fakultätsbilder Als Wendepunkt
- Klimt löste sich vom Historismus und bewegte sich Richtung Avantgarde, was bei den Fakultätsbildern zu öffentlichem Streit führte.
- Der Skandal führte dazu, dass er später keine Staatsaufträge mehr erhielt und seine Werke verstärkt im Privatbesitz blieben.
