
Kekulés Gesundheits-Kompass von MDR AKTUELL Corona-Aufarbeitung: War der erste Lockdown vermeidbar?
Dec 5, 2025
In dieser Folge diskutiert Prof. Alexander Kekulé, Epidemiologe und Experte für Pandemiepolitik, die Aufarbeitung der Corona-Pandemie. Er erklärt, wie frühe Handlungen in der britischen Corona-Politik zahlreiche Todesfälle hätten vermeiden können. Kekulé hebt hervor, dass die Gefahr bereits Ende Januar 2020 erkennbar war und kritisiert verspätete Maßnahmen. Zudem werden Kommunikationsprobleme zwischen Wissenschaft und Politik thematisiert und konkrete Verbesserungen für zukünftige Pandemien gefordert, wie Digitalisierung und bessere Dateninfrastruktur.
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Episode notes
Too Little, Too Late
- Der britische Zwischenbericht nennt „Too little, too late“ und rechnet vor, dass eine Woche früherer Lockdown viele Tote verhindert hätte.
- Die Zahl 23.000 stammt aus Fergusons Modellierung und ist aus heutiger Sicht fragil wegen hoher Annahmen zur Infektionssterblichkeit.
Frühe Warnzeichen Verpasst
- Ende Januar 2020 lagen klare Hinweise vor, dass SARS-CoV-2 eine ernste, unmittelbare Bedrohung darstellt.
- Februar 2020 war international ein verlorener Monat, in dem viele Länder zu spät reagierten.
Modellannahmen Verzerren Ergebnisse
- Neil Fergusons Modell setzte hohe, konstante Infektionssterblichkeitsraten und vernachlässigte Superspreading und Verhaltensanpassung.
- Kekulé hält daher die hohen Einsparungszahlen heute für überschätzt und kritisiert die starren Annahmen.
