
Schweigen ist Zustimmung! Alerta, Alerta, Alman-MAGA!
- Januar 2025: Die AfD knallt die Sektkorken, Friedrich Merz bedauert hinterher. Was gestern im Bundestag passierte, markiert eine historische Zäsur: Erstmals seit 1945 stimmte eine demokratische Partei gemeinsam mit Rechtsextremisten über Migrationspolitik ab. Der Dammbruch war mit Ansage.
Nach der Bluttat in Aschaffenburg instrumentalisierte Merz erneut eine Tragödie für seinen Fünf-Punkte-Plan: Dauerhafte Grenzkontrollen, Inhaftierung in „Kontrollzentren“, Deportationen nach Afghanistan und Syrien. Alles Forderungen, die seit Jahren auf AfD-Parteitagen stehen. „Es sind und waren ja schon immer unsere Punkte“, jubelte Alice Weidel. Mission accomplished.
Doch was bedeutet dieser Tabubruch für die Demokratie? Wenn rechtsextreme Positionen eins zu eins übernommen werden – wer profitiert dann vom Original? Und wie weit ist der Weg von symbolischen Entschließungsanträgen zu echten Gesetzen, die morgen zur Abstimmung stehen?
Patrick und Jens analysieren die Mechanismen dieser politischen Brandstiftung, decken die transatlantischen MAGA-Verbindungen auf und zeigen: Was als „Alerta, Alerta, Alman-MAGA!“ beginnt, endet nicht bei symbolischer Politik. Es ist der Beginn einer neuen Epoche.
Themen
- Friedrich Merz‘ Fünf-Punkte-Plan zur Migrationspolitik
- Historischer Tabubruch: Erste gemeinsame Abstimmung von CDU und AfD
- Instrumentalisierung der Bluttaten von Aschaffenburg und Magdeburg
- Normalisierung rechtsextremer Positionen in der deutschen Politik
- Trumps Einfluss auf deutsche Konservative: „Alman-MAGA“
- Faschismustheorien und historische Parallelen
- Die Erosion der „Brandmauer“ nach rechts
- Reaktionen von Angela Merkel und Michel Friedmann
- Zukunft der demokratischen Mitte in Deutschland
Erwähnte Personen & Organisationen
- Friedrich Merz: CDU-Vorsitzender und Kanzlerkandidat, verantwortlich für den Tabubruch
- Alice Weidel: AfD-Vorsitzende, jubelt über Übernahme ihrer Positionen
- Carsten Linnemann: CDU-Generalsekretär, prägte Begriff „Kontrollzentren“
- Christian Lindner: FDP-Vorsitzender, stimmte gemeinsam mit AfD ab
- Michel Friedmann: Ehemaliger CDU-Bundesvorstand, trat nach Tabubruch aus Partei aus
- Angela Merkel: Ex-Bundeskanzlerin, kritisierte Merz öffentlich
- Olaf Scholz: Bundeskanzler, kündigte Vertrauensverlust zu Merz an
- Donald Trump: US-Präsident, Vorbild für deutsche Konservative
- AfD: Rechtsextreme Partei, deren Agenda von CDU übernommen wurde
- CDU: Konservative Partei unter Friedrich Merz
Begriffe
- Brandmauer: Politisches Konzept der Abgrenzung zu extremistischen Parteien
- Entschließungsantrag: Parlamentarisches Instrument ohne Gesetzeskraft, rein symbolischer Charakter
- Kontrollzentren: Euphemismus für Internierungslager für Ausreisepflichtige
- Subsidiärer Schutz: Internationaler Schutzstatus unterhalb des Asylrechts
- Alman-MAGA: Bezeichnung für deutsche Übernahme von Trump’schen Politikstilen
- Performative Politik: Politik, die auf Symbolwirkung statt Sachpolitik setzt
- Dog Whistle: Verschlüsselte politische Botschaften an bestimmte Zielgruppen
- Postfaschismus: Moderne Form faschistischer Politik ohne offene Diktatur
Weiterführende Quellen
- Deutscher Bundestag – Plenarprotokolle
- ZEIT: „ZACK!“ – Artikel über Merz‘ Trump-Bewunderung
- Tagesschau: Berichterstattung zur Bundestagsabstimmung
- Bundesamt für Verfassungsschutz – AfD-Beobachtung
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