
NDR Kultur - Das Gespräch Maren Amini: „Die immaterielle Kultur Afghanistans lebt“
Dec 28, 2025
25:56
Die Idee zu ihrem Tochter-Vater-Projekt hatte Maren Amini schon während ihres Studiums zur Illustratorin an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg. Doch bis zum ersten Zeichenstrich für „Ahmadjan und der Wiedehopf“ vergingen Jahre. Mittlerweile wurde die Künstlerin für ihr Comic-Debüt mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2025 in der Kategorie „Neue Talente - Illustration“ ausgezeichnet. Amini erzählt darin die bewegende Geschichte ihres Vaters, der 1953 in Afghanistan geboren wurde, sich von den Hippies in Kabul hat inspirieren lassen und bis nach Hamburg reiste. Er war u.a. Hafenarbeiter, Seemann, Fremdenführer, Maler für einen afghanischen Militärmann, hat Hippie-Busse bemalt, sich mit afghanischen Widerstandskämpfern getroffen und verstand sich immer auch als Künstler.
Mit dem Comic wollten Maren Amini und ihr Vater nach der erneuten Machtübernahme der Taliban 2021 einen Kontrapunkt setzen – sich positiv mit Afghanistan auseinandersetzen. Zudem war es für die Illustratorin auch persönlich wichtig, sich endlich mit ihren Wurzeln zu beschäftigen, sagt sie im Gespräch auf NDR Kultur. Als Jugendliche und junge Erwachsene wollte sie von Afghanistan nämlich nichts wissen. In ihrer Wahrnehmung war das ein Land, in dem einfach nur Krieg herrschte und alles immer traurig war.
Mit dem Comic wollten Maren Amini und ihr Vater nach der erneuten Machtübernahme der Taliban 2021 einen Kontrapunkt setzen – sich positiv mit Afghanistan auseinandersetzen. Zudem war es für die Illustratorin auch persönlich wichtig, sich endlich mit ihren Wurzeln zu beschäftigen, sagt sie im Gespräch auf NDR Kultur. Als Jugendliche und junge Erwachsene wollte sie von Afghanistan nämlich nichts wissen. In ihrer Wahrnehmung war das ein Land, in dem einfach nur Krieg herrschte und alles immer traurig war.
