NDR Kultur - Das Gespräch

NDR Kultur
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Aug 24, 2025 • 26min

Den Peanuts zum 75.! Übersetzer Matthias Wieland im Gespräch

Matthias Wieland ist mit Figuren wie Linus, Lucie, Peppermint Petty und Charlie Brown oder auch Homer, Bart und Maggie auf Du und Du. Sein großes Talent ist es, in Sprechblasen zu denken und sie auch gleichzeitig zum Sprechen zu bringen. Der Hannoveraner bringt Comics vom Englischen ins Deutsche. So zum Beispiel die Erfolgsserie The Simpsons, Teile von Calvin and Hobbes, die Mumiens oder die Werkausgaben der Peanuts. Diese legendären Comic-Figuren um Snoopy und Charlie Brown feiern in diesem Jahr ihren 75. Geburtstag. Deshalb hat Mathias Heller mit Matthias Wieland in Hannover in seinem Büro gesprochen, das gleichzeitig Studio ist. Wieland verfügt nämlich auch über ein großes musisches Talent. Im Gespräch erzählt er, wie er eins mit dem anderen verbindet und wie er Comics zum Sprechen bringt.
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Aug 10, 2025 • 26min

Die kriminelle Energie des Wattenmeers - Autor Mathijs Deen im Gespräch

„Die Leute mögen Liewe Cupido, weil er echt ist“, sagt der niederländische Schriftsteller Mathijs Deen über seinen knurrigen Helden von der Bundespolizei See, der in „Die Lotsin“ in seinem mittlerweile vierten Fall ermittelt. Seine Wattenmeer-Krimireihe hat Mathijs Deen in Deutschland und in den Niederlanden berühmt gemacht. Obwohl er selbst nie daran dachte, einen Krimi zu schreiben: Der Hamburger mareverlag brachte Mathijs Deen erst auf die Idee. In seinem Amsterdamer Gartenhäuschen schreibt der ehemalige Rundfunkredakteur aber nicht nur über Mordfälle auf dem Meer. Auch eine literarische Biografie über den Rhein ist letztes Jahr erschienen. Wie er im Gespräch mit seinem Schriftstellerkollegen Martin Becker erklärt, spielt eine Sache aber in all seinen Büchern eine Rolle: der Humor. „Es muss mir auch ein bisschen Spaß machen beim Schreiben. Und es muss auch den Lesern ein bisschen Spaß machen beim Lesen.“
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Aug 10, 2025 • 26min

Bestsellerautorin Nina George über die Rollen der Frau

Jahrelang trieb Nina George, die durch „Das Lavendelzimmer“ und andere Romanen rund um den Buchhändler Jean Perdu weltberühmt geworden ist, die Frage um: „Was wäre, wenn mich alle für tot hielten, ich aber weiterhin lebe: Kann ich noch einmal neu starten? Kann ich darauf verzichten, wer ich bis dahin scheinbar geworden bin? Kann ich alles abstreifen, was ich mir vielleicht draufgetan habe – an Erfahrung, vielleicht auch an Gesten, an Verhalten?“ In ihrem neuen Buch „Die Passantin“ spielt Nina George diese Fragen am Beispiel der internationalen Filmikone Jeanne Patou durch, die 2015 beim Absturz der Germanwings-Maschine in den französischen Alpen vermeintlich ums Leben kommt. Doch Jeanne lebt weiter, beobachtet inkognito die Trauer um sich und fragt: „Wie geht das überhaupt, aus dem eigenen Leben zu verschwinden?“. Aus dem eigenen Leben und aus den Rollen, die ihr darin zugeschrieben wurden. Als Filmschauspielerin sowieso, aber auch als Frau, die männlichen Idealen zu entsprechen hatte.Im intensiven Gespräch mit Jürgen Deppe erklärt Nina George, warum sie sich nicht als Anwältin der Frauen versteht, warum sie sich mehr als Schriftstellerin, denn als Frau sieht und warum sie seit Jahren als Urheberrechtsaktivistin so leidenschaftlich für den Anspruch auf geistiges Eigentum kämpft. „Ich mache mir selbst einen Namen. Aber die Namen sind egal.“
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Aug 3, 2025 • 26min

Maike Schöfer: "Wir leben in einer Kultur des Ja-Sagens"

„Nein“ gehört zu den ersten Wörtern, die wir Menschen lernen – im Schnitt ungefähr im Alter von einem Jahr. Wir freuen uns über dieses Mittel der Abgrenzung und rufen das Nein inbrünstig und voller Stolz in die Welt. Je älter wir werden, desto schwerer fällt das aber vielen von uns. Wir fühlen uns schuldig, haben Angst, nicht mehr gemocht zu werden, wollen nicht enttäuschen oder egoistisch wirken.„Wir leben in einer Kultur des Ja-Sagens“, erklärt Maike Schöfer, Pfarrerin in Berlin, queere Social-Media-Aktivistin, interreligiöse Podcasterin und seit neuestem auch Buch-Autorin. „Nö“ heißt ihre „Anstiftung zum Neinsagen“, eine Image-Kampagne für das kleine, aber kraftvolle Wörtchen „Nein“, das auch sie sich erst wieder zurück erobern musste. Wie wurde Maike Schöfer von der Ja-Sagerin zur „Nö“-Schreiberin, warum ist es ein Privileg, „Nein“ sagen zu können und wie schaffen wir die Gratwanderung zwischen Selbstfürsorge und Egoismus? Warum sollten wir die Institution Ehe hinterfragen, weshalb gehört hinter Gott ein Gendersternchen und warum war Jesus ein radikaler Softie? Das alles verrät Maike Schöfer im Gespräch mit Alexandra Friedrich.
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Jul 27, 2025 • 26min

SciFi-Expertin Hermann: Warum Anti-Dystopien Zukunft haben

Klimakatastrophen, Überwachungsstaaten, zerfallende Demokratien – Dystopien beherrschen nicht nur die Leinwände und Buchseiten, sondern prägen auch unser Denken über die Zukunft. Doch was macht das mit unserem Blick auf die Welt? Und warum braucht es dringend mehr Geschichten, die Hoffnung statt Angst verbreiten?In ihrem im oekom Verlag erschienenen Buch „Zukunft ohne Angst“ analysiert die Politikwissenschaftlerin und Science-Fiction-Podcasterin Isabella Hermann, wie dystopische Erzählungen gesellschaftliche Entwicklungen spiegeln und Anti-Dystopien neue Perspektiven eröffnen. Hermann warnt im Gespräch mit Verena Gonsch vor einem einseitig dunklen Weltbild. Ihr Plädoyer: mehr Anti-Dystopien, mehr Utopien, mehr Mut zur positiven Zukunft!
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Jul 20, 2025 • 24min

Rabea Edel über ihr "Porträt meiner Mutter mit Geistern"

Schon der Titel des neuen Romans von Rabea Edel ist eine Hommage an die beiden Künste, denen sie sich verschríeben hat: Denn die 42-jährige Bremerhavenerin ist nicht nur Schriftstellerin, die die Geister der Vergangenheit wachruft und sichtbar macht, sondern auch preisgekrönte Fotografin, die hier eine besondere Frau ins Bild setzt: eine Frau, eine Mutter, die beschließt, sich nicht den Erwartungen ihrer Zeit zu beugen. „Der ganze Roman hat auch mit einem Bild begonnen“, sagt Rabea Edel, „mit einem Foto von Familienmitgliedern, die ich selbst nicht mehr kennengelernt habe. Und aus den vielen Fragen, die ich an sie hatte, habe ich den Roman entwickelt.“
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Jul 13, 2025 • 26min

Georg Diez über politische Kipppunkte: "Wir können unsere Politik gestalten"

Die 1990er Jahre - ein Jahrzehnt voller Umbrüche, das bis heute nachwirkt. Der eiserne Vorhang war gerade gefallen, der kalte Krieg vermeintlich vorüber. Es war vom Sieg des Kapitalismus die Rede, vom Ende der Geschichte, vom Beginn eines glorreichen Zeitalters. Wie der Publizist Georg Diez in seinem neuen Buch "Kipppunkte" schreibt, führten die "Versprechen der Neunziger zu den Krisen der Gegenwart": Globalisierung und Osterweiterung, Klimaentwicklung und beginnende Digitalisierung. Verena Gonsch hat mit dem internationalen Journalisten und Fellow der Max-Planck-Gesellschaft über die großen historischen Ereignisse der 90er Jahre gesprochen und gefragt, was daraus geworden ist.
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Jul 12, 2025 • 26min

Kipppunkte: die 90er als Schlüsseljahrzehnt – Gespräch mit Georg Diez

Die 1990er Jahre – ein Jahrzehnt voller Umbrüche, das bis heute nachwirkt. Der eiserne Vorhang war gerade gefallen, der kalte Krieg vermeintlich vorüber. Es war vom Sieg des Kapitalismus die Rede, vom Ende der Geschichte, vom Beginn eines glorreichen Zeitalters. Wie der Publizist Georg Diez in seinem neuen Buch „Kipppunkte“ schreibt, führten die „Versprechen der Neunziger zu den Krisen der Gegenwart“: Globalisierung und Osterweiterung, Klimaentwicklung und beginnende Digitalisierung. Verena Gonsch hat mit dem internationalen Journalisten und Fellow der Max-Planck-Gesellschaft über die großen historischen Ereignisse der 90er Jahre gesprochen und gefragt, was daraus geworden ist.
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Jul 6, 2025 • 26min

Historiker über das Verreisen: "Es gab schon immer zu viele Touristen"

Hasso Spode, Tourismushistoriker und apl. Professor an der Uni Hannover, beleuchtet die faszinierende Entwicklung des Reisens von der Sesshaftigkeit bis zum Massentourismus. Er erklärt, wie historische Ereignisse das Reiseverhalten geprägt haben und den schlechten Ruf der Touristen beeinflussen. Zudem diskutiert er, welche wirtschaftliche Bedeutung der Tourismus hat und was passieren könnte, wenn auch Schwellenländer das Recht auf Urlaub wahrnehmen. Ein spannender Blick auf die komplexe Beziehung zwischen Reisen, Identität und interkulturellem Austausch!
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Jun 29, 2025 • 26min

Frank Zachos: "Es gibt durch und durch schwule Schafe"

Bei hitzigen Debatten um Geschlechter, sexuelle Vorlieben oder Glaubensfragen werde die Natur gern als Legitimation für unterschiedlichste Überzeugungen herbeigezogen, ärgert sich Frank Zachos. Zum Beispiel wenn es um die Frage geht: Ist gleichgeschlechtliche Sexualität etwas Natürliches oder nicht?Der Kieler Zoologe leitet die Säugetier-Sammlung am Naturhistorischen Museum in Wien und weiß: Gleichgeschlechtlicher Sex kommt in der Natur ständig vor, etwa bei 1500 uns bisher bekannten Arten, vor allem Säugetieren. Er sei also mitnichten „widernatürlich“. Daraus Schlüsse für unser moralisches Handeln zu ziehen, sei aber gefährlich, warnt Zachos.In seinem Buch „Die Natur kennt feine Grade“ und im Gespräch mit Andrea Schwyzer erklärt er, warum Tiere überhaupt gleichgeschlechtlichen Sex haben (wegen der Fortpflanzung auf jeden Fall nicht), was hinter dem schwierigen Begriff „Menschenrassen“ steckt und was wir von der Natur tatsächlich lernen können.

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