AI-powered
podcast player
Listen to all your favourite podcasts with AI-powered features
Ältere Folgen des Podcasts sind jetzt nur noch für Abonnenten der Zeit verfügbar. Dies geschieht, um die Finanzierung zusätzlicher Inhalte für die Podcast-Reihe zu unterstützen. In Zukunft sind noch mehr Sonderfolgen in Planung, sowohl für diesen Podcast als auch für andere Formate. Diese neue Regelung soll den Podcast attraktiver und nachhaltiger für die Produzenten machen.
Die spannende Diskussion über Kindheitserinnerungen zeigt, dass Kinder oft tiefere Fragen zur Welt stellen als Erwachsene. Es wird betont, dass es wichtig ist, die ernsthaften Gedanken von Kindern zu respektieren und zu fördern. Durch den Austausch über gemeinsame Kindheitserlebnisse und Bücher entsteht eine Verbindung zwischen den Gesprächspartnern. Dies unterstreicht die Bedeutung der Kindheit für das künstlerische Schaffen und die Sichtweise auf die Welt.
Die Interviewer und Cornelia Funke finden sich in einer verwunschenen Bibliothek nahe Volterra, um über ihr Leben und Werk zu sprechen. Funke ist eine der einflussreichsten deutschen Geschichtenerzählerinnen, bekannt für ihre fantastischen Geschichten. Ihre Arbeiten reichen von Kinderbüchern bis hin zu größeren literarischen Projekten. Diese besondere Atmosphäre inspiriert zu tiefgründigen Gesprächen über Literatur und das Leben.
Funke erzählt von ihrer tiefen Verwurzelung in der Welt der Bücher, sowohl bei ihrer Kindheit als auch in ihrem künstlerischen Schaffen. Sie sieht Bibliotheken nicht nur als Orte zum Lesen, sondern als lebendige Räume der Kreativität und des Austausches. Die Bedeutung von Literatur und Lernen wird hervorgehoben, insbesondere in Bezug auf die Entwicklung der Fantasie. Funke empfindet eine große Dankbarkeit für die Erfahrungen, die ihr die Literatur geboten hat.
Die Gesprächspartner diskutieren, wie wichtig es ist, in einer kreativen Umgebung zu sein, um Ideen zu entwickeln. Funke beschreibt ihre aktuelle Arbeit mit jungen Künstlern und Schriftstellern und den Austausch kreativer Ideen. Die Atmosphäre in der Bibliothek fördert den persönlichen und beruflichen Austausch. Dies verdeutlicht, wie entscheidend ein inspirierendes Umfeld für kreatives Schaffen ist.
Cornelia Funke betont, dass das Schreiben oft aus den Erfahrungen und Erinnerungen der Kindheit resultiert. Ihr eigener Weg als Schriftstellerin war stark von ihrer Vorliebe für Märchen und Geschichten geprägt. Über die Jahre hat sie sich in ihren Erzählungen immer wieder mit diesen Kindheitsthemen auseinandergesetzt. Dies zeigt, wie tief verwurzelt Fantasie und Kindheitserlebnisse im kreativen Prozess sind.
Die Kunst des Geschichtenerzählens wird als herausfordernd und komplex beschrieben, da man den Erwartungen und Vorstellungen der Leser gerecht werden muss. Funke erklärt, dass die besten Geschichten oft die sind, über die man selbst am wenigsten sagen kann. Sie spricht darüber, wie das Schreiben oft ein Prozess des Entdeckens ist, in dem man auch eigene Unsicherheiten und Ängste konfrontiert. Der kreative Prozess wird als zutiefst menschlich beschrieben und ist mit vielen Herausforderungen verbunden.
Funke reflektiert über den Einfluss ihrer Leser auf ihre Arbeit und wie deren Rückmeldungen sie dazu motivieren, bestimmte Themen und Geschichten weiterzuverfolgen. Sie schätzt die direkte Interaktion mit ihrem Publikum und sieht diese als wichtig für ihre Entwicklung als Schriftstellerin. Diese Verbindung zu den Lesern hilft ihr, authentisch zu bleiben und stets neue Perspektiven zu entwickeln. Die Rückmeldungen ihrer Fans spielen eine bedeutende Rolle in ihren Entscheidungen beim Schreiben.
Die Balance zwischen kreativem Schaffen und kommerziellem Erfolg wird als wichtige Thematik diskutiert. Funke spricht über die Herausforderungen, die mit Erfolg und den Erwartungen des Publikums einhergehen. Sie betont, dass die Unabhängigkeit als Künstlerin für sie von größter Bedeutung bleibt. Diese Aspekte zeigen, wie komplex die Welt des Literaturmarktes ist und welchen Druck dieser auf Autoren ausübt.
Die Diskussion greift Funke's Erfahrungen beim Leben in Kalifornien und der Rückkehr nach Europa auf, wo sie nun in der Toskana lebt. Sie beobachtet kulturelle Unterschiede und reflektiert über die Herausforderungen und Chancen, die sich aus ihren unterschiedlichen Wohnorten ergeben. Die Möglichkeit, verschiedene Einflussfaktoren in ihr Schreiben einzubringen, wird beleuchtet. Diese biographischen Gegebenheiten prägen ihren Blick auf die Welt und ihre Fantasie.
Funke betont die Bedeutung der Natur für ihre Kreativität und erzählt von ihrer Leidenschaft für Gärten und Pflanzen. Die Inspiration, die sie aus ihrer Umgebung schöpft, spielt eine zentrale Rolle in ihren Geschichten. Ihre Erlebnisse in der Toskana und Kalifornien haben mehr dazu beigetragen, ihre Erzählungen zu bereichern. Es wird verdeutlicht, dass diese Verbindung zur Natur essentiell für die Entwicklung ihrer Geschichten ist.
Das Gespräch thematisiert die Frage, was es bedeutet, sich als Autorin gegen bestehende Normen und Erwartungen zu behaupten. Funke diskutiert, wie sie sich oft gegen Strömungen der Literaturindustrie positioniert hat, um ihre eigene Stimme zu bewahren. Diese Tendenz, sich gegen den Trend zu stellen, wird als notwendig erachtet, um authentische und bedeutungsvolle Geschichten zu erzählen. Der Druck von außen wird als gewaltiger Einfluss wahrgenommen, der stets abgewogen werden muss.
Funke äußert sich kritisch zu verschiedenen Medien und deren Einfluss auf Gesellschaft und Kultur. Sie betrachtet die gegenwärtige Medienlandschaft und deren Darstellung von Geschichten und Persönlichkeiten. Dabei wird die Verantwortung der Medien hervorgehoben, authentisch und verantwortungsvoll zu berichten. Diese Diskussion regt zu einem allgemeinem Nachdenken über die Rolle von Medien und deren Einfluss auf die Wahrnehmung in der Gesellschaft an.
Der Austausch über die gegenwärtige Entwicklung im Geschichten erzählen zeigt eine Verschiebung hin zu diverseren Perspektiven in der Literatur. Funke erkennt an, dass das Geschichtenerzählen komplexer und vielschichtiger geworden ist und Raum für verschiedene Narrative bietet. Diese Transformation wird als positiv wahrgenommen, da sie dazu beiträgt, die Vielfalt der Menschheit besser abzubilden. Es wird somit deutlich, dass Geschichten auch heute noch eine bedeutende Rolle für das Verständnis kultureller Diversität spielen.
Funke thematisiert, wie der gegenwärtige gesellschaftliche Zeitgeist die Literatur beeinflusst, insbesondere durch Marken und kommerzielle Aspekte. Die Angst vor dem Versagen und die ständige Suche nach dem nächsten großen Erfolg prägte die Autorenlandschaft. Dabei wird aufgezeigt, wie wichtig es ist, den eigenen kreativen Ausdruck beizubehalten, selbst in einer sich schnell verändernden Welt. Diese Diskussion verdeutlicht, dass Geschichten oft eine Reflexion der aktuellen gesellschaftlichen Themen sind.
Es wird auch über die Vorurteile diskutiert, denen Autoren gegenüberstehen, wenn es um das Erzählen fantastischer Geschichten geht. Funke schildert, wie oft Fantasie und Kreativität nicht ernst genommen werden, insbesondere im deutschen Kontext. Diese Vorurteile wirken sich in vielen Bereichen der Literatur aus und bremsen den kreativen Prozess. Der Dialog über Vorurteile und deren Überwindung zeigt, dass Geschichten eine zentrale Rolle im kulturellen Verständnis spielen.
In einem Gespräch über die Sinnhaftigkeit kultureller Austausch bezieht Funke Stellung zu den verschiedenen Kulturen, die sich miteinander verbinden. Diese Verbindung wird als Bereicherung für die Kunst und das Geschichtenerzählen wahrgenommen. Funke ermutigt dazu, die Vielfalt zu schätzen und zu integrieren. Der Wunsch nach einem harmonischen Miteinander wird deutlich und zeigt die Bedeutung von kultureller Diversität.
Die Gastgeber Jochen Wegner und Christoph Amend sind ausnahmsweise selbst zu Gast: in Cornelia Funkes beeindruckender Bibliothek in der Toscana. Sie berichtet von ihrem literarischen Durchbruch und der langen Suche nach ihrer beruflichen Identität, von Drachen und Monstern, von ihren Umzügen nach Kalifornien und in die Toskana, ihren Erfahrungen mit Hollywood und ihrer Freundschaft mit Günter Grass, vom frühen Tod ihres Ehemanns und ihrer bis heute engen Zusammenarbeit mit ihrer Tochter. Und sie erklärt, warum Kinderliteratur durchaus Furcht einflößend sein darf.
Cornelia Funke wurde 1958 im westfälischen Dorsten geboren, studierte von 1977 an in Hamburg Erziehungswissenschaften und arbeitete zunächst als Kinderpädagogin, bis sie sich als Illustratorin und Autorin selbstständig machte. Zu ihren bekanntesten Büchern zählen die Reihen "Tintenherz", "Die wilden Hühner" und "Reckless". Bis heute hat Cornelia Funke mehr als 70 Bücher veröffentlicht, die in über 50 Sprachen übersetzt und auch verfilmt wurden. Weltweit wurden über 30 Millionen Exemplare von ihren Werken verkauft.
Diese Folge von "Alles Gesagt?" wurde im März 2025 im Haus von Cornelia Funke in der Nähe der Stadt Volterra in der Toskana aufgezeichnet. Nach 6 Stunden und 25 Minuten beendete sie das Gespräch, denn das kann bei "Alles Gesagt?" nur die Gästin.
Mit einem Digital- oder Podcastabo der ZEIT können Sie diese Folge ab sofort eine Woche lang exklusiv hören. Ab Freitag, 4. April, wird sie auf allen Plattformen frei verfügbar sein.
Wenn Sie über Spotify oder Apple Podcasts hören, können Sie das Abo direkt in Ihrer App abschließen. Damit erhalten Sie außerdem Zugriff auf Dokupodcasts wie "Elena", "White" oder "Friedrich Merz: Sein langer Weg zur Macht", Sie können Bonusfolgen hören und einige Podcasts exklusiv vorab. Hier gibt es weitere Informationen zu den Angeboten.
Produktion: Pool Artists
Redaktion: Hannah Schraven, Vincent Mank, Sophie Hübner, Sophia Hubel, Carl Friedrichs
Gästemanagement: Anna Vahldick
Fragen, Kritik, Anregungen? Schreiben Sie eine Mail an allesgesagt@zeit.de.
Seit dem 15.01.2025 sind Teile des Archivs von "Alles gesagt?" nur noch exklusiv mit einem Digital- oder Podcastabo der ZEIT zu hören – auf ZEIT ONLINE, auf Apple Podcasts und auf Spotify. Außerdem erhalten Sie mit einem Abo exklusiv früheren Zugang zu neuen Folgen von "Alles gesagt?". Ein kostenloses Probeabo können Sie hier abschließen. Wie Sie Ihr Abo mit Spotify oder Apple Podcasts verbinden, lesen Sie hier.
[ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER.
[ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen.
Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Listen to all your favourite podcasts with AI-powered features
Listen to the best highlights from the podcasts you love and dive into the full episode
Hear something you like? Tap your headphones to save it with AI-generated key takeaways
Send highlights to Twitter, WhatsApp or export them to Notion, Readwise & more
Listen to all your favourite podcasts with AI-powered features
Listen to the best highlights from the podcasts you love and dive into the full episode