
WDR Zeitzeichen Nach Hitler: Die Entnazifizierung Deutschlands nach dem Krieg
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Jan 12, 2026 In dieser Folge spricht Dr. Hanne Leßau, Historikerin und Expertin für die Nachkriegszeit, über die komplexe Entnazifizierung Deutschlands. Sie erklärt die skandalösen Bedingungen in sowjetischen Speziallagern und die Bedeutung der sogenannten "Persilscheine". Leßau thematisiert die Reaktionen der Bevölkerung auf den Entnazifizierungsprozess und wie viele ehemalige NS-Funktionäre trotz der Maßnahmen schnell wieder in ihre alten Positionen zurückkehren konnten. Zudem hebt sie hervor, wie dieser Prozess Millionen zur Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Vergangenheit zwang.
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Episode notes
Alliierte Entnazifizierungsstrategie
- Die Alliierten beschlossen 1946 eine umfassende Entnazifizierung mit drei Maßnahmen: Prozesse, Säuberungen und Internierungen.
- Ziel war, eine deutsche Untergrundbewegung zu verhindern und die Sicherheit der Truppen zu gewährleisten.
Rheinwiesenlager und britische Unterschiede
- US-Amerikaner internierten 1–1,9 Millionen Verdächtige in Rheinwiesenlagern unter katastrophalen Bedingungen.
- Britische Lager waren vergleichsweise systematischer und menschenwürdig gestaltet.
Verheerende sowjetische Speziallager
- In sowjetischen Speziallagern starben etwa ein Drittel der Internierten an Hunger und Krankheiten.
- Historikerin Bettina Greiner erklärt diese Todesfälle primär mit politischem Desinteresse der Sowjetbürokratie.



