Ungleichheit: Gefährdet Reichtum unsere Demokratie?
Jan 22, 2026
30:24
Laut einer neuen Oxfam‑Studie gefährdet die extreme Ungleichheit zwischen Arm und Reich zunehmend die Demokratie. Weltweit besitzen rund 3.000 Milliardäre zusammen 15,75 Billionen Euro, während fast die Hälfte der Menschheit in Armut lebt. Auch Deutschland gehört mit über 170 Milliardärinnen und Milliardären zu den Ländern mit den meisten Superreichen weltweit.
Ungleichheit in Deutschland zeigt sich auch bei Einkommen und Chancen. Während die Gehälter von DAX‑Vorständen seit 2019 etwa 30‑mal so stark gestiegen sind wie die Reallöhne der Beschäftigten, lebt rund ein Fünftel der Bevölkerung in Deutschland in Armut. Gleichzeitig sinkt die soziale Durchlässigkeit: Wer arm ist, bleibt meist arm, wer reich ist, bleibt reich.
Diese Ungleichheit hat politische Folgen und birgt Gefahren für die Demokratie. Menschen, die sich ökonomisch abgehängt fühlen, verlieren laut einer Studie der Hans‑Böckler‑Stiftung häufiger Vertrauen in Politik und Staat und wählen überdurchschnittlich oft populistische oder rechte Parteien. Gleichzeitig nutzen Superreiche ihre Macht aktiv politisch. Oxfam warnt: Wenn Vermögen sich in wenigen Händen konzentriert und politische Entscheidungen zunehmend den Interessen der Reichsten folgen, gerät die Demokratie selbst unter Druck.
Wie gefährlich ist die wachsende Ungleichheit für Deutschlands Gesellschaft – und für ihre politischen Institutionen? Und kann man Ungleichheit überwinden?
