Hörsaal - Deutschlandfunk Nova

Opfer und Täter - Wie Migration unsere Erinnerungskultur verändert

12 snips
Sep 12, 2025
Teresa Koloma Beck, Soziologin an der Universität der Bundeswehr Hamburg, diskutiert den Einfluss von Migration auf die deutsche Erinnerungskultur. Sie hebt die Notwendigkeit hervor, die Perspektiven von Opfern und deren Nachfahren in die Gewaltforschung zu integrieren. Der Zusammenhang zwischen Wissenschaft und aktivistischem Engagement innerhalb der Erinnerungskultur wird analysiert. Zudem werden die Herausforderungen und Chancen betrachtet, die die postmigrantische Gesellschaft für das Erinnern bereithält.
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Episode notes
INSIGHT

Erinnerung Begann Als Aktivistisches Projekt

  • Erinnerungskultur entstand nicht als Staatsprojekt, sondern als zivilgesellschaftlicher Aktivismus in Geschichtswerkstätten.
  • Sie ist dynamisch und eng mit aktuellen gesellschaftlichen Selbstverständigungen verbunden.
INSIGHT

Täterzentrierung Als Strukturmerkmal

  • Deutsche Erinnerungskultur zentriert vergangene staatlich organisierte kollektive Gewalt und die Täterperspektive.
  • Dadurch entstehen strukturelle Ausschlusswirkungen für andere biografische Erfahrungen.
INSIGHT

Postmigrantischer Wandel Prägt Erinnern

  • Postmigrantische Gesellschaften verstehen sich als durch Migration geprägt und stehen im Wandel.
  • Dieser Wandel betrifft zentral die Erinnerungskultur als Arena gesellschaftlicher Selbstverständigung.
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