Österreich - die ganze Geschichte

Kanzlerdiktatur oder doch Austrofaschismus?

7 snips
Dec 19, 2025
Die Diskussion über die österreichische Diktatur zwischen 1933 und 1938 sorgt für kontroverse Meinungen. Zeithistorikerin Lucile Dreidemy argumentiert für den Begriff 'Austrofaschismus' und erläutert die Merkmale wie Antisemitismus und Antiparlamentarismus. Sie hebt die schwache Natur des Regimes trotz seiner totalitären Ansprüche hervor. Nach 1945 wurde der Umgang mit dieser Vergangenheit stark vernachlässigt, während Gedenkzeremonien für Dollfuß bis in die 2000er stattfanden. Auch die politischen Folgen und interne Spannungen in der SPÖ werden thematisiert.
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Episode notes
INSIGHT

Diktatur Mit Totalitätsanspruch

  • Das Regime von 1933–1938 war eine Diktatur mit totalitärem Anspruch, die Gesellschaft zu kontrollieren und zu aktivieren.
  • Es kombinierte Repression mit dem Versuch, Arbeiter in eine "Volksgemeinschaft" zu integrieren.
INSIGHT

Antisemitische Praxis Im Regime

  • Das Regime war antiparlamentarisch, antiliberal, antimarxistisch und praktisch antisemitisch aktiv oder duldet antisemitische Maßnahmen.
  • Antisemitismus war im Alltag der Politik präsent und wurde teils gefördert.
INSIGHT

Austrofaschismus Als Eigenständige Form

  • "Austrofaschismus" beschreibt Gemeinsamkeiten mit anderen Faschismen, ohne sie zu gleichzusetzen; Imitation und Eigenheiten koexistieren.
  • Kleine Staaten zeigen andere Ausprägungen, etwa keine großräumige Expansionspolitik, aber faschisierende Tendenzen von oben.
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