Sven Lindberg, Diplompsychologe und Professor für klinische Entwicklungspsychologie, forscht zu Aufmerksamkeit und digitaler Mediennutzung. Er erklärt, warum Stille so unangenehm wirkt. Er spricht über Gewohnheit, Dopamin und Multitasking. Er diskutiert Rawdogging versus natürlichen Ruhemodus und nennt praktische Schritte für mehr Stille.
38:55
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question_answer ANECDOTE
Fernseher Als Dauer-Rausch
Stefanie ließ den Fernseher den ganzen Tag als Hintergrundrauschen laufen, oft stumm geschaltet, um sich nicht allein zu fühlen.
Sie berichtete, wie schwer es ihr fiel, Stille auszuhalten und wie das zu einer Gewohnheit wurde.
insights INSIGHT
Gewohnheit Macht Stille Ungewöhnlich
Sven Lindberg erklärt, Gewohnheit macht Dauerbeschallung normal und daher ungewohnt ist, im Leerlauf zu sein.
Unser Gehirn hat sich an ständige Reize gewöhnt, weshalb Stille als unangenehm empfunden wird.
insights INSIGHT
Neue Reize Aktivieren Dopamin
Neue Reize aktivieren das Mittelhirn und setzen Dopamin frei, wodurch wir nach mehr suchen.
Das erklärt, warum endloses Scrollen oder ständiges Wechseln von Inhalten so belohnend wirkt.
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Man kennts: Abendessen, dabei ne Serie gucken und dann noch nebenbei durch Instagram scrollen. Für viele von uns ist es voll normal, tausend Dinge gleichzeitig zu machen. Das Problem: Mal nur mit sich sein und Stille aushalten - das ist gar nicht mal so easy. Aber warum ist das so? Was passiert in unserem Körper, wenn wir ständig Sachen gleichzeitig machen. Und kann der Trend „Rawdogging“ helfen, aus diesem Dauerbeschallungsmodus rauszukommen? Hier findet ihr mehr Hintergründe zu unserem Ruhemodus und warum der u.a. wichtig ist für Kreativität. Unter diesem Link findet ihr eine Studie zu neuen Reizen und warum unser Gehirn die gut findet. Hier könnt ihr mehr dazu lesen, warum wir Menschen nicht gut im Multitasking sind und wie uns sowas stresst. Wenn ihr mehr dazu wissen wollt, warum es uns gut tut, auf eine Sache fokussiert zu sein - dann schaut hier mal rein. Falls euch Sven Lindbergs Forschung interessiert: Er und sein Team haben sich angeguckt, wie Handys unsere Aufmerksamkeit beeinflussen. Stephanies Profil findet ihr hier. Unsere Folge zum Nervensystem findet ihr hier, die zur Handynutzung hier. Die verwendeten TikToks stammen von amiraasgd, lucaklaschka und dalirious.
Wenn ihr uns Lob oder Feedback schicken wollt, könnt ihr das per Mail tun, und zwar an: hallo@wissenweekly.de. Wir freuen uns auf Post von euch.
(00:00 - 02:37) Intro
(02:37 - 12:02) Teil 1: Warum mögen wir keine Stille?
(12:02 - 22:00) Teil 2: Darum ist Dauerbeschallung nicht gut
(22:00 - 32:01) Teil 3: Können wir unsere Aufmerksamkeitsspanne mit Rawdogging trainieren?