Diskutiert wird die Frage, warum Entwickler beim Entwurf von Open Worlds oft den entscheidenden Aspekt des 'Warum' ignorieren. Ein Blick auf den Einfluss von Künstlicher Intelligenz auf lebendige Spielwelten steht im Vordergrund. Die kontroverse Entwicklung von Spielen wie GTA 6 und Kingdom Come wird untersucht, während die Herausforderungen modernster Open-World-Designs kritisch beleuchtet werden. Zudem gibt es berechtigte Enttäuschungen über Bethesda und deren neueste Titel, was die Erwartungen an Open-World-Spiele betrifft.
Die Diskussion um Open Worlds zeigt, dass nicht jede Welt groß sein muss, um Spielern bedeutungsvolle Erlebnisse zu bieten.
Entwickler kehren häufig zu klareren, geradlinigeren Spielkonzepten zurück, um die Tiefe und Konzentration der Spielerfahrung zu steigern.
Spielerführung ist entscheidend, um bedeutungsvolle Interaktionen in Open Worlds zu garantieren, anstatt Spielern nur leere Räume zu präsentieren.
Künstliche Intelligenz könnte in Zukunft helfen, dynamischere und lebendigere Welten zu erstellen, die Spielerlebnisse bereichern und intensivieren.
Deep dives
Sind Open Worlds noch trendy?
Open Worlds sind weiterhin im Trend, da sie sich zunehmend in Genres integrieren, die vorher keine offenen Welten hatten. Beispiele sind Spiele wie Diablo und Pokémon, bei denen Open-World-Elemente effektiv genutzt werden, obwohl sie nicht als traditionell offene Welten angesehen werden. Diese Entwicklung zeigt, dass die Open World als Konzept weit über die klassischen Action-Adventure- und Rollenspiele hinausgeht. Die Herausforderung bleibt jedoch, in diesen neuen Inhalten ausreichend Tiefe zu schaffen, um den Erwartungen der Spieler gerecht zu werden.
Rückkehr zu geradlinigeren Erfahrungen
Es gibt einen Trend, dass Entwickler zu geradlinigeren Spielkonzepten zurückkehren, um die Spielerfahrung zu fokussieren. Spiele, die ursprünglich Open-World-Elemente hatten, stellen fest, dass sie möglicherweise nicht die nötige Tiefe bieten können und kehren daher zurück zu klar strukturierten Erzählungen. Das Beispiel von 'Avowed' zeigt, dass weniger oft mehr sein kann, wenn es darum geht, die Spielerfahrung intensiver und konsistenter zu gestalten. Spieler wünschen sich oft eine konzentrierte und gut durchdachte Erfahrung gegenüber einer weitläufigen, aber leer erscheinenden Welt.
Die Bedeutung von Spielerführung
Eine der größten Herausforderungen bei Open Worlds ist die Spielerführung, um sicherzustellen, dass die Spieler auch tatsächlich bedeutungsvolle Erlebnisse haben. Viele Spiele, wie die 'Horizon'-Reihe, vernachlässigen diesen Aspekt, indem sie zahlreiche Ort präsentieren, die zwar visuell beeindruckend sind, jedoch ohne erkennbare Bedeutung bleiben. Spielerführung ist entscheidend, um Spielern zu helfen, die wichtigen Punkte und Erlebnisse in der Welt zu finden, ohne sich in der Weite der offenen Welt zu verlieren. Zufällige Begegnungen sollten gut platziert sein, damit sie die Erkundung bereichern, anstatt nur als Füllmaterial zu dienen.
Der Einfluss von KI auf Open Worlds
Die Rolle von KI in der Entwicklung von Open Worlds wird als zunehmend wichtig erachtet, da sie helfen kann, die Welt lebendiger und dynamischer zu gestalten. Die Hoffnung besteht darin, dass KI dazu in der Lage ist, eine Vielzahl von Interaktionen und qualitativ hochwertigen Begegnungen zu schaffen, die die Immersion steigern. Gleichzeitig besteht die Herausforderung, diese Technologien effektiv zu implementieren, ohne dass die Welt dabei an Bedeutung oder Tiefe verliert. Der richtige Einsatz von KI könnte helfen, weniger entscheidungsfreudige Spiele interessanter zu gestalten und den Spielern das Gefühl von Freiheit zu geben, ohne dass die Welt sich leer anfühlt.
Kleinere, bedeutungsvollere Welten
Es gibt den Trend, dass kleinere, aber bedeutungsvollere Welten entwickelt werden, die den Spielern das Gefühl von Freiheit und Erkundungsmöglichkeiten bieten. Anstatt gigantischer Karten mit wenig Inhalt können Spiele mit kompakten, gut gestalteten Gebieten mehr Erlebnisse und Erkundungen bieten. Diese kleineren Welten können dynamischer und lebendiger sein, wenn die Interaktionen und Erfahrungen innerhalb dieser Bereiche gut durchdacht sind. Beispiele wie 'Baldur's Gate 3' zeigen, dass Spieler oft mehr von gut gestalteten Gebieten profitieren können als von riesigen, aber leeren Welten.
Die Suche nach Bedeutung in der Spielwelt
Ein entscheidender Aspekt für den Erfolg von Open Worlds ist die Bedeutung, die den Orten und Interaktionen innerhalb des Spiels zugeschrieben wird. Spieler möchten, dass ihre Erlebnisse in der Welt eine Bedeutung haben, die über das bloße Erkunden hinausgeht. Entwickler müssen sicherstellen, dass die Spieler zum Beispiel nicht nur Gegenstände einsammeln, sondern dass diese Gegenstände in den Kontext der Welt und der Spielerfahrung passen. Das Gefühl der Bedeutung kann durch gut gestaltete Geschichten und Charaktere gestärkt werden, die den Spielern eine tiefere Verbindung zur Welt ermöglichen.
Innovationen in Open Worlds
Die Diskussion über Innovationen in Open Worlds dreht sich oft um die Frage, inwiefern neue Mechaniken und Erfahrungen in das Genre integriert werden können. Entwickler sollten kritisch hinterfragen, was sie an Features einbauen und ob diese wirklich zur Spielmechanik beitragen. Die Entwicklung von Open Worlds sollte nicht nur darauf abzielen, Trends zu folgen, sondern auch die Spielerfahrung zu bereichern. Wenn sich das Design auf die Frage konzentriert, warum diese Elemente existieren, können bedeutungsvollere und innovativere Spielerlebnisse entstehen.
Nicht jedes Spiel braucht eine Open World - und erst recht keine riesengroße. Das wollen wir an dieser Stelle klipp und klar festhalten, bevor wir uns in den Themenkomplex offene Spielwelten stürzen.
Im Talk diskutiert Iris mit Fritz, Fabiano und Rae über den aktuellen Stand der Open World.
Denn Fritz wundert sich beispielsweise, dass Entwickler beim Weltenbau so selten nach dem "Warum" fragen. Nicht zuletzt Kingdom Come: Deliverance 2 hat schließlich gezeigt, dass das "Warum" viel wichtiger ist als das "Wie".
Der Open-World-Elefant im Raum ist dabei natürlich GTA 6, bei dem wir uns fragen, welche Trends es setzen könnte. Rückt es gar dem Ziel näher, eine Welt zu erschaffen, die wirklich komplett auf unsere Aktivitäten reagiert - quasi eine Open World inklusive Open Story?
Und könnte in Zukunft sogar Künstliche Intelligenz dabei helfen, solche Welten zu bauen?
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