Panikattacken können überwältigend sein und betreffen bis zu 70% der Erwachsenen in Deutschland. Die Wissenschaft hinter Angst, insbesondere die Rolle der Amygdala, wird ergründet. Die Kombination von biologischen Reaktionen und modernen Stressoren wird diskutiert. Herausforderungen in der Behandlung, einschließlich der Verwendung von Benzodiazepinen und alternativen Therapien, werden angesprochen. Zudem gibt es Tipps zur Bewältigung und hilfreiche Atemübungen, um in angespannten Situationen Ruhe zu finden.
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Quick takeaways
Panikattacken betreffen etwa 70% der Erwachsenen in Deutschland mindestens einmal im Leben und verdeutlichen die weit verbreitete Natur dieser Erkrankung.
Die Behandlung von Panikattacken beinhaltet oft psychotherapeutische Ansätze wie kognitive Verhaltenstherapie sowie medikamentöse Optionen zur Linderung der Symptome.
Deep dives
Erste Erfahrungen mit Panikattacken
Die erste Panikattacke kann völlig unerwartet und ohne erkennbaren Grund auftreten, so das Beispiel von Vanessa, einer YouTuberin. Sie beschreibt, dass sie bei ihrer ersten Attacke das Gefühl hatte, kaum noch atmen zu können, was zu einem enormen Angstzustand führte. Laut Experten erleben etwa 70% der Erwachsenen in Deutschland mindestens einmal in ihrem Leben eine Panikattacke, was die weit verbreitete Natur der Erkrankung verdeutlicht. Prominente wie Selena Gomez und Pedro Pascal sind ebenfalls betroffen, was zeigt, dass es sich um ein ernstes, jedoch häufig tabuisiertes Thema handelt.
Die physiologischen Aspekte von Angst
Angst ist ein natürlicher Überlebensinstinkt, der im Gehirn, speziell in der Amygdala, entsteht und den Körper in Alarmbereitschaft versetzt. Bei Bedrohungen werden Stresshormone wie Adrenalin ausgeschüttet, was zu körperlichen Symptomen wie Herzrasen und Atemnot führt. Diese physiologischen Reaktionen sind hilfreich, wenn sie in Gefahrenlagen helfen, können aber problematisch werden, wenn sie ohne echten Auslöser auftreten, was zu Panikattacken führt. Die Unfähigkeit, in weniger bedrohlichen Situationen zu handeln, führt bei vielen zu einem Gefühl der Hilflosigkeit.
Umgang mit Panikattacken und Behandlungsmöglichkeiten
Die Behandlung von Panikattacken kann sowohl psychotherapeutische als auch medikamentöse Ansätze umfassen, wobei kognitive Verhaltenstherapie oft als wirksam angesehen wird. Patienten, die lernen, sich ihren Ängsten zu stellen und diese nicht zu vermeiden, zeigen signifikante Verbesserungen. Medikamente wie Antidepressiva können ebenfalls zur Linderung beitragen, wobei der Gebrauch von Benzodiazepinen aufgrund der Abhängigkeitspotentiale kritisch zu betrachten ist. Ein ganzheitlicher Ansatz, der sowohl Therapie als auch medikamentöse Unterstützung umfasst, ermöglicht es Betroffenen, ihre Lebensqualität zurückzugewinnen.
Das Herz rast, die Luft bleibt weg, das Gehirn setzt aus - so oder so ähnlich können sich Panikattacken anfühlen. Und laut Statistiken ist es gar nicht so unwahrscheinlich, dass ihr auch mal eine haben werdet: 70% der Erwachsenen in Deutschland haben mindestens einmal im Leben eine Panikattacke. Deshalb wollen wir in dieser Folge Wissen Weekly klären: Wie entstehen Panikattacken überhaupt? Was passiert dabei in unserem Körper? Und noch viel wichtiger: was kann man dagegen tun?
Einen Therapieplatz könnt ihr zum Beispiel über therapie.de oder die 116 177 finden. Checkt auch, welche Online-Therapieangebote eure Krankenkasse übernimmt, auch die sind wissenschaftlich getestet und können eine große Stütze sein. Wenn ihr akut Hilfe braucht, meldet euch bei der Telefonseelsorge. Zudem bietet das Max-Planck-Institut in München, an dem auch Dr. Erhardt forscht, eine Ambulanz speziell für Angsterkrankungen an. Wenn ihr mehr von Vanessa hören wollt, schaut unbedingt auf ihrem YouTube Kanal vorbei! Unsere Folge zu Benzos und Co. könnt ihr hier hören.
(00:00 - 03:03) Intro
(03:57 - 11:09) Was sind Panikattacken?
(11:09 - 15:07) Wie entstehen Panikstörungen?
(15:07 -22:29) Was können wir gegen Panikattacken tun?