
Hörsaal - Deutschlandfunk Nova Hörsaal Wissen Unplugged - Tierversuche und die Forschung an Alternativen dazu
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Nov 12, 2025 Rachel Lippert, Leiterin einer Nachwuchsgruppe für neuronale Schaltkreise, beschreibt die Notwendigkeit von Tierversuchen in der Ernährungsforschung. Peter Loskill, Professor für Organ-on-a-Chip-Forschung, erklärt innovative Alternativen zu Tierversuchen, wie Organoide und deren Einsatz in der Gentherapie. Luise von Stechow betont die Rolle von KI zur Erkennung von Mustern in Daten und deren Einsatz zur Verbesserung von Modellen. Alle drei diskutieren die ethischen Abwägungen und die Zukunft der Forschung ohne Tierversuche.
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Episode notes
Organismus-Komplexität Erfordert lebende Modelle
- Rachel Lippert erklärt, dass die Komplexität des lebenden Organismus derzeit nur in Tiermodellen vollständig abbildbar ist.
- Viele Fragen zur Ernährung, Gehirnentwicklung und systemischen Effekten lassen sich derzeit nicht rein in vitro klären.
Schlechte Translation Erhöht Bedarf an Humanmodellen
- Luise von Stechow betont die schlechte Translation von Tierdaten: etwa 90–95% der klinischen Programme scheitern.
- Deshalb brauchen Pharma und Biotech bessere menschliche Modelle für höhere Vorhersagekraft.
Organs on a Chip Simulieren Menschliche Gewebe
- Peter Loskill beschreibt Organ-on-a-Chip als Nachbau menschlicher Gewebe in Polymer-Modulen, die physiologische Bedingungen simulieren.
- Solche Systeme erlauben Messungen an menschlichem Herzgewebe und Tumor-Immunsystem-Interaktionen ohne Tiermodelle.
