
NZZ Akzent Neue Strukturen, alte Ideologie: Wie gefährlich ist der IS heute?
Jan 6, 2026
Richard C. Schneider, Nahost-Experte für Sicherheit und Dschihadismus, analysiert die aktuelle Gefährdung durch den Islamischen Staat. Trotz militärischer Niederlagen bleibt die radikale Ideologie stark, was sich in weltweiten Terroranschlägen zeigt. Schneider erklärt, wie Einzeltäter über das Internet radikalisiert werden und betont die Herausforderungen für Geheimdienste durch dezentrale Netzwerke. Zudem wagt er einen Ausblick auf mögliche islamistische Anschläge in Europa bis 2026 und spricht über die Anziehungskraft der IS-Ideologie.
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Sydney-Attentat Und IS-Bezug
- Die Attentäter in Sydney zeigten IS-Flaggen und ein Video mit Koranzitaten vor einer IS-Flagge wurde genannt.
- Die australische Polizei sagte später, es gebe keine offizielle Verbindung zum IS, vieles bleibt ungeklärt.
Radikalisierung Als Digitales Spinnennetz
- Viele Täter handeln zwar allein, sind aber nicht isoliert, sondern Teil eines digitalen Netzwerks der Radikalisierung.
- Das Netz wirkt wie ein Spinnennetz, das Taten inspiriert, beobachtet und emotional bestärkt.
Vom Kalifat Zum Dezentralen Netzwerk
- Der IS existiert weiter als verteilt agierendes Netzwerk mit autonomen Zellen statt als klassisches Staatsgebilde.
- Die zentrale Kraft ist heute die Ideologie, nicht mehr unbedingt eine einheitliche Führungsstruktur.



