Energie: Warum sind Gas und Strom gerade so fucking teuer?
Nov 6, 2022
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In dieser spannenden Diskussion wird die bedrückende Realität der hohen Gas- und Strompreise thematisiert. Eine Trainee schildert, wie ihre Wohngemeinschaft mit den gestiegenen Kosten umgeht. Es gibt wertvolle Tipps zum Energiesparen und einen kritischen Blick auf Deutschlands Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Die Macht der fossilen Energie-Lobby und ihr Einfluss auf den Klimaschutz werden ebenfalls beleuchtet. Experten betonen die Notwendigkeit kollektiven Handelns für einen nachhaltigen Wandel.
35:30
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Quick takeaways
Die exorbitanten Erhöhungen der Gaspreise führen zu existenziellen finanziellen Belastungen für viele Haushalte, insbesondere für Geringverdiener und Studierende.
Die aktuelle Energiekrise zeigt die Notwendigkeit einer schnelleren Transformation zu erneuerbaren Energien, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern.
Deep dives
Erhöhung der Energiekosten
Die dramatische Erhöhung der Gaspreise stellt für viele Haushalte eine existenzielle Bedrohung dar. Ein Beispiel ist Felicitas, deren WG von einem Anstieg von 5 Cent auf 30 Cent pro Kilowattstunde betroffen ist, was einer Erhöhung um 600 Prozent entspricht. Diese exorbitante Preissteigerung führt dazu, dass bereits bestehende Mietkosten massiv ansteigen, wodurch die finanzielle Belastung für Menschen in Ausbildung und geringverdienende Haushalte weiter zunimmt. Die allgemeine Energiekrise in Europa hat zur Folge, dass viele der betroffenen Haushalte über Maßnahmen wie gezieltes Energiesparen nachdenken müssen, um die steigenden Kosten zu kompensieren.
Zusammenhang zwischen Energie- und Klimakrise
Die gegenwärtige Energiekrise ist eng mit der Klimakrise verknüpft, da ein Großteil des Energiebedarfs durch fossile Brennstoffe gedeckt wird. Aktuelle Abhängigkeit von russischem Gas beleuchtet die Schwächen eines Systems, das eine Umstellung auf erneuerbare Energien hintanstellte. Experten betonen, dass eine schnellere Umstellung auf erneuerbare Energien dringlich gewesen wäre, um die Abhängigkeit von Energieimporten zu verringern und die negativen ökologischen Auswirkungen der fossilen Brennstoffe zu mindern. Eine unzureichende politische Reaktion auf jahrzehntelange Warnungen hat die Situation verschärft und macht klare politische Maßnahmen dringend erforderlich.
Die Rolle der Politik und deren Versäumnisse
Die Politik hat in der Vergangenheit versäumt, notwendige Maßnahmen zur Energiewende systematisch umzusetzen. Eine Kombination aus Einfluss der Energie-Lobby und einer kurzfristigen Politik hat dazu geführt, dass die Transformation zu erneuerbaren Energien nicht in dem benötigten Tempo vorankam. Viele Regierungen setzen weiterhin auf fossile Brennstoffe, anstatt klarere Anreize für eine nachhaltige Energiezukunft zu schaffen und den Ausstieg aus fossilen Quellen zu beschleunigen. Diese lethargische Herangehensweise ist ein zentrales Hindernis auf dem Weg zu einer kohlenstoffarmen Zukunft.
Individuelle Verantwortung vs. Systemveränderung
Individuelle Maßnahmen zur Energieeinsparung sind wichtig, doch die Verantwortung sollte nicht nur auf den Einzelnen abgewälzt werden. Nachhaltigkeitsfragen müssen stärker in die politische Diskussion integriert und durch klare Regelungen unterstützt werden. Experten argumentieren, dass kollektive Aktionen und politische Maßnahmen unerlässlich sind, um tiefgreifende Veränderungen herbeizuführen, die über individuelles Energiesparen hinausgehen. Letztlich ist die Mobilisierung der Bürger und deren Einfluss auf die Politik entscheidend, um den Wandel hin zu einem nachhaltigen Energiesystem zu beschleunigen.
Winter is coming und das heißt dieses Jahr: Frieren oder fucking viel fürs Heizen bezahlen oder für Strom und Energie insgesamt. Putin dreht uns den Gashahn zu und das wird für viele Menschen in Deutschland zur existenziellen Bedrohung. Wie konnte es so weit kommen? Warum sind wir abhängig von Machthaber*innen wie Wladimir Putin und wie kommen wir aus dieser Krise wieder raus? Das klären wir in dieser Folge Wissen Weekly.
Die versprochenen Strom-Spartipps von der Verbraucherzentrale findet ihr hier und hier. Und hier geht's zu unserer Folge über die aktuelle Inflation. Falls ihr noch mehr darüber lesen wollt, wie sich der Anteil erneuerbarer Energie an unserem Stromverbrauch in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat, dann schaut mal auf dieser Seite des Umweltbundesamts nach.
Und hier findet ihr noch eine Studie unseres Energie-Experten Sascha Samadi. Er und sein Team haben sich mit der Frage beschäftigt, wie sich das deutsche Energiesystem verändern müsste, um einen entscheidenden Beitrag leisten zu können für das Erreichen des 1,5-Grad-Ziels. Den Podcast “1,5 Grad” von Luisa Neubauer gibt's auf Spotify. Und auf Instagram findet ihr Luisa unter @luisaneubauer.