
Österreich - die ganze Geschichte Die andere Machtergreifung 1933
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Dec 12, 2025 Lucile Dreidemy, Professorin für Zeitgeschichte an der Universität Wien, beleuchtet die politische Radikalisierung in Österreich der 1930er-Jahre. Sie erklärt, wie die Christlichsoziale Partei unter Engelbert Dollfuß am 4. März 1933 die Macht übernahm, nutzt dazu eine Parlamentssitzung und wirft ein Licht auf die autoritäre Wende. Dreidemy thematisiert die rasche Demontage des Rechtsstaats sowie das Versagen der Sozialdemokratie, was zu einem ausbleibenden Widerstand führte. Ein spannender Einblick in eine dunkle Zeit der österreichischen Geschichte.
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Episode notes
Schleichender Bruch Der Republik
- Die Machtübernahme 1933 war das Ergebnis einer schleichenden Radikalisierung des bürgerlichen Lagers.
- Lucile Dreidemy betont, dass die Ereignisse nicht aus dem Nichts entstanden, sondern sich seit den 1920er Jahren angedeutet hatten.
Das Parlamentschaos Als Vorwand
- Der unmittelbare Auslöser am 4. März 1933 war eine Abstimmungspanne im Parlament nach Rücktritten der Parlamentspräsidenten.
- Diese Verfassungskrise eröffnete Dollfuß den Vorwand, das Parlament außer Kraft zu setzen.
Missbrauch Des Notverordnungsrechts
- Dollfuß regierte mit Notverordnungen und berief sich auf das Kriegswirtschaftliche Ermächtigungsgesetz von 1917.
- Lucile Dreidemy stellt klar, dass dieses Gesetz 1933 missbraucht wurde, weil keine Kriegsnotlage bestand.
